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 Betreff des Beitrags: Eugen Roth
BeitragVerfasst: 22.08.2006, 16:38 
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Warnung

Ein Mensch, verführt von blindem Zorn
Bläst in das nächste beste Horn.

Nun merkt er, nach dem ersten Rasen,
Daß er ins falsche Horn geblasen.

Zu spät! Der unerwünschte Ton
Ist laut in alle Welt entflohn.

Wenn schon Moral, dann wär es diese:
Daß man am besten gar nicht bliese!


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 Betreff des Beitrags: Erfolgloser Liebhaber
BeitragVerfasst: 22.08.2006, 16:39 
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Erfolgloser Liebhaber

Ein Mensch wollt sich ein Weib erringen,
Doch leider konnts ihm nicht gelingen.

Er ließ sich drum, vor weitern Taten,
Von Frauen und Männern wohl beraten:

"Nur nicht gleich küssen, tätscheln, tappen!"
"Greif herzhaft zu, dann muss es klappen"
"Lass deine ernste Absicht spüren!"
"Sei leicht und wahllos im Verführen!"
"Der Seele Reichtum lege bloß!"
"Sei scheinbar kalt und rücksichtslos!"

Der Mensch hat alles durchgeprobt,
Hat hier sich ehrenhaft verlobt,
Hat dort sich süß herangeplaudert,
Hat zugegriffen und gezaudert,
Hat Furcht und Mitleid auferweckt,
Hat sich verschwiegen, sich entdeckt,
War zärtlich kühn, war reiner Tor,
Doch wie er's machte - er verlor.

Zwar stimmte jeder Rat genau,
Doch jeweils nicht für jede Frau!


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 Betreff des Beitrags: Bühne des Lebens
BeitragVerfasst: 22.08.2006, 16:40 
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Bühne des Lebens

Ein Mensch, von einem Weib betrogen,
Ergeht sich wüst in Monologen,
Die alle in dem Vorsatz enden,
Sich an kein Weib mehr zu verschwenden.
Doch morgen schon –was gilt die Wette? –
Übt wieder dieser Mensch Duette


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 Betreff des Beitrags: Lebenslügen
BeitragVerfasst: 22.08.2006, 16:41 
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Lebenslügen

Ein Mensch wird schon als Kind erzogen
Und, dementsprechend, angelogen.
Er hört die wunderlichsten Dinge,
Wie, dass der Storch die Kinder bringe,
Das Christkind Gaben schenk zur Feier,
Der Osterhase lege Eier.
Nun, er duchschaut nach ein paar Jährchen,
Dass all das nur ein Ammenmärchen.
Doch andre, weniger fromme Lügen
Glaubt bis zum Tod er mit Vergnügen.


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 Betreff des Beitrags: Leib und Seele
BeitragVerfasst: 22.08.2006, 16:42 
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Leib und Seele

Ein Mensch mißachtet die Befehle
Des bessern Ich, der zarten Seele -
Bis die beschließt, gekränkt zu schwer:
Mit dem verkehre ich nicht mehr.
Sie lebt seitdem, verbockt und stumm
Ganz teilnahmslos in ihm herum.


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 Betreff des Beitrags: Musikalisches
BeitragVerfasst: 22.08.2006, 16:42 
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Musikalisches

Ein Mensch, will er auf etwas pfeifen,
darf sich im Tone nicht vergreifen.


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 Betreff des Beitrags: Nachdenkliche Geschichte
BeitragVerfasst: 22.08.2006, 16:43 
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Nachdenkliche Geschichte

Ein Mensch hält Krieg und Not und Graus,
kurzum ein Hundeleben aus,
und all das, sagt er, zu verhindern,
daß Gleiches drohe seinen Kindern.
Besagte Kinder werden später
erwachsne Menschen, selber Väter
und halten Krieg und Not und Graus...

Wer denken kann, der lernt daraus.


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 Betreff des Beitrags: Schütteln
BeitragVerfasst: 22.08.2006, 16:44 
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Schütteln

Auf Flaschen steht bei flüssigen Mitteln,
Man müsse vor Gebrauch sie schütteln.
Und dies begreifen wir denn auch -
Denn zwecklos ist es nach Gebrauch.
Auch Menschen gibt es, ganz verstockte,
Wo es uns immer wieder lockte,
Sie herzhaft hin- und herzuschwenken,
In Fluß zu bringen so ihr Denken,
Ja, sie zu schütteln voller Wut -
Doch lohnt sich nicht, daß man das tut.
Man laß sie stehn an ihrem Platz
Samt ihrem trüben Bodensatz.


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 Betreff des Beitrags: Versäumte Gelegenheiten
BeitragVerfasst: 22.08.2006, 16:46 
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Versäumte Gelegenheiten

Ein Mensch, der von der Welt bekäme,
Was er ersehnt - wenn er's nur nähme,
Bedenkt die Kosten und sagt nein.
Frau Welt packt also wieder ein.

Der Mensch - nie kriegt er's mehr so billig! -
Nachträglich wär er zahlungswillig.

Frau Welt, noch immer bei Humor,
Legt ihm sogleich was andres vor:
Der Preis ist freilich arg gestiegen;
Der Mensch besinnt sich und läßt's liegen.

Das alte Spiel von Wahl und Qual
Spielt er ein drittes, viertes Mal.
Dann endlich ist er alt und weise
Und böte gerne höchste Preise.

Jedoch, sein Anspruch ist vertan,
Frau Welt, sie bietet nichts mehr an
Und wenn, dann lauter dumme Sachen,
Die nur der Jugend Freude machen,
Wie Liebe und dergleichen Plunder,
Statt Seelenfrieden mit Burgunder ...


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 Betreff des Beitrags: Vorsicht!
BeitragVerfasst: 22.08.2006, 16:47 
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Vorsicht!

Ein Mensch wähnt, in der fremden Stadt,
wo er Bekannte gar nicht hat,
in einem Viertel, weltverloren,
dürft ungestraft er Nase bohren,
weil hier, so denkt er voller List,
er ja nicht der ist, der er ist.

Zwar er entsinnt sich noch entfernt
des Spruchs, den er als Kind gelernt:
"Ein Auge ist, das alles sieht,
auch was in finstrer Nacht geschieht!"
Doch hält er dies für eine Phrase
und bohrt trotzdem in der Nase.

Da ruft's - er möcht versinken schier -
"Herr Doktor, was tun Sie denn hier?"
Der Mensch muß, obendrein als Schwein,
der, der er ist, nun wirklich sein.
Moral: Zum Auge Gottes kann
auf Erden werden jedermann.


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 Betreff des Beitrags: Ahnungslos
BeitragVerfasst: 22.08.2006, 16:47 
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Ahnungslos

Ein Mensch hört staunend und empört,
Dass er, als Unmensch, alle stört:
Er nämlich bildet selbst sich ein,
Der angenehmste Mensch zu sein.
Ein Beispiel macht Euch solches klar:
Der Schnarcher selbst schläft wunderbar.


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 Betreff des Beitrags: Ausweg
BeitragVerfasst: 22.08.2006, 16:48 
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Ausweg

Wer krank ist, wird zur Not sich fassen.
Gilt's, dies und das zu unterlassen.
Doch meistens zeigt er sich immun,
Heißt es, dagegen was zu tun.
Er wählt den Weg meist, den bequemen,
Was ein- statt was zu unternehmen!


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