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BeitragVerfasst: 19.01.2007, 15:23 
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Und wenn nicht jetzt, wann dann? (Talmud)

Es ist sehr einfach, Dinge aufzuschieben. Manchmal verhalten wir uns wie Scarlet O´Hara in dem Roman "Vom Winde verweht", die stets von einem besseren Leben träumte und sich sagte: "Es gibt immer noch ein Morgen."

Gibt es aber wirklich immer ein Morgen? Wenn wir im Laufe unseres Lebens zu häufig etwas auf morgen verschieben, wird vieles unerledigt und wir selbst werden unvollkommen bleiben.

Wenn aber kein Morgen mehr käme? Wenn uns für all das, was wir vorhaben, noch wenige Stunden blieben? Wir würden uns im Kreise drehen und versuchen, in der kurzen Zeit, die uns noch bliebe, möglichst viel zu erledigen. Da uns heute zeitlich aber keine Grenzen gesetzt sind, glauben wir, noch unendlich viel Zeit vor uns zu haben, und keine Aufgabe und kein Ziel erscheinen uns so wichtig, als dass sie nicht noch hinausgeschoben werden könnten.

Doch wir müssen jetzt handeln und jetzt leben. Solange wir meinen, das Morgen ist uns gewiss, leben wir nur im Hinblick auf dieses Morgen. Und solange wir nicht davon überzeugt sind, dass das Heute das wertvollste Geschenk ist, das wir besitzen, werden wir nie die Gegenwart wirklich leben können.

Wenn wir etwas lernen, erreichen oder an etwas teilhaben wollen, müssen wir mit dem Heute beginnen. Wenn wir jetzt nicht das Beste aus unserem Leben machen, wann wollen wir es dann tun?

Licht in der Nacht
Ein Buch zur nächtlichen Meditation
Copyright: Hazelden Meditationsbücher. ISBN 3-453-07850-0


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BeitragVerfasst: 19.01.2007, 15:26 
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Humorlos

Die Jungen
werfen
zum Spass
mit Steinen
nach Fröschen

Die Frösche
sterben
im Ernst

Erich Fried


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BeitragVerfasst: 19.01.2007, 15:31 
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Anwesenheit

Ich habe uns Tee gemacht
und stelle Stövchen,
Zuckerdose,
Löffel
und zwei Schalen
auf den Tisch -
und dann erst fällt mir ein,
dass Du gegangen bist,
so sehr bist du
bei mir geblieben.

Hans Kruppa


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BeitragVerfasst: 19.01.2007, 15:32 
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Der verwundete Baum
Sie haben mit dem Beile dich zerschnitten,
Die Frevler - hast du viel dabei gelitten?
Ich selber habe sorglich dich verbunden
Und traue: Junger Baum, du wirst gesunden!
Auch ich erlitt zu schier derselben Stunde
Von schärferm Messer eine tiefre Wunde.
Zu untersuchen komm ich deine täglich,
Und meine fühl ich brennen unerträglich.
Du saugest gierig ein die Kraft der Erde,
Mir ist, als ob auch ich durchrieselt werde!
Der frische Saft quillt aus zerschnittner Rinde
Heilsam. Mir ist, als ob auch ichs empfinde!
Indem ich deine sich erfrischen fühle,
Ist mir, als ob sich meine Wunde kühle!
Natur beginnt zu wirken und zu weben,
Ich traue: Beiden geht es nicht ans Leben!
Wie viele, so verwundet, welkten, starben!
Wir beide prahlen noch mit unsern Narben!

C.F. Meyer


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BeitragVerfasst: 19.01.2007, 15:48 
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-Der Baum- von Eugen Roth

Zu fällen einen schönen Baum
braucht's eine halbe Stunde kaum.
Zu wachsen, bis man ihn bewundert,
braucht er, bedenk es, ein Jahrhundert.

_________________
Menschen sind wie Musikinstrumente; ihre Resonanz hängt davon ab, wer sie berührt.
(C.C. Virgil)


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BeitragVerfasst: 24.01.2007, 20:49 
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Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.

Er weiß, dass er nichts weiß,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiß er was die anderen
und er noch lernen müssen.

Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört,
von Furcht sich selbst entdecken.

Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt,
nimmt er gelassen auf.

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein,
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger,
als alle seine Erben.

Novalis


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BeitragVerfasst: 10.02.2007, 15:44 
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Wohnort: Hoher Norden
Einfach

Einfach Schreien
wenn ihm danach war.

Einfach Weinen
wenn ihm danach war.

Einfach Zärtlich sein
wenn ihm danach war.

Einfach Nichts tun
wenn ihm danach war.

Durfte er nie.

Und heute

fällt es ihm
so schwer

es einfach zu tun
wenn ihm danach ist.

von Rupert Schneider, Neckargemünd

_________________
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(C.C. Virgil)


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BeitragVerfasst: 02.03.2007, 14:48 
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Beiträge: 2316
Wohnort: Hoher Norden
Ich bin nicht der klügste Mann auf Erden
Ich bin auch nicht schön, noch nicht mal das
Ich kann dir auch nicht dienen mit Millionen
Ich werd`dir verraten, was ich kann

Komm´ in meine Arme
Und solange ich dich halte
Bist du sicher
Das verspreche ich dir

(M.M. Westernhagen)

_________________
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(C.C. Virgil)


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BeitragVerfasst: 10.03.2007, 10:45 
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Eine Lehrerin behandelte in einer Schulstunde
moderne Erfindungen.
"Kann einer von euch eine wichtige Sache nennen, die es vor fünfzig Jahren noch nicht gab?", fragte sie.

Ein heller Kopf in der ersten Reihe hob eifrig die Hand und sagte:
"Mich!"


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BeitragVerfasst: 10.03.2007, 10:47 
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Wechselspiel

Wenn jeder
im Wechselspiel der Liebe
versucht,
auf den anderen einzugehen
und ihm das Leben
so schön wie möglich zu machen,
dann gibt es viele Tage,
an denen man miteinander
Hoch-Zeit feiern kann.

Christa Spilling-Nöker


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BeitragVerfasst: 10.03.2007, 10:56 
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Weisheit, nicht Wissen

Es geht nicht um vieles Wissen. Es geht um Einsicht.
Nicht um die Einsicht, die man durch vieles Studieren bekommt,
sondern um jene Einsicht, die langsam wächst,
wenn wir uns, hingerissen vom Wunder des Lebens,
in Vertrauen, Einfachheit und Liebe unbekannten Kräften überlassen.
Es geht um eine tiefe Erfahrung, die dem Verstand nicht entgegensteht,
sondern über das verstandesmäßige Denken hinausgeht.
Um die Erfahrung einer intensiven Liebe,
die aus der Schöpfung auf uns zukommt.
Um die Erfahrung, sich geliebt zu wissen von einem Wesen,
das sich uns langsam und immer mehr zu erkennen gibt in dem Maße,
als wir uns selbst loslassen un in Liebe hingeben.

Phil Bosmans


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BeitragVerfasst: 10.03.2007, 11:03 
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Tagesbilanz

"Beurteile einen Tag nicht danach, welche Ernte du am Abend eingefahren hast, sondern danach, welche Samen du gesät hast" (Robert Louis Stevenson).

Nicht jeder Tag ist ein Tag der Ernte.
Der Bauer erntet im Sommer und im Herbst und nicht schon im Frühling.

Wenn ich am Abend auf meinen Tag schaue, dann ist es mir nicht wichtig, wie viel Erfolge ich vorzuweisen habe. Es ist mir wichtig, dass ich bewusst gelebt habe.

Wenn ein Gespräch gelungen ist, wenn ich einen gebeugten Menschen aufgerichtet habe, wenn ich ganz bei dem war, was ich getan habe, dann bin ich dankbar.
Aber ich weiß, dass das Gespräche kein endgültiges Resultat ergeben hat, dass der Aufgerichtete sich wieder beugen wird, sobald die nächste Krise kommt.
Es ist keine Ernte, die ich in die Scheune einbringen kann.
Es ist Samen, den ich gesät habe.

Ich bin schon dankbar, wenn ich meine urpersönliche Spur in der Welt hinterlassen habe. Und das geschieht immer dann, wenn ich ganz in dem bin, was ich sage und tue, wenn ich präsent bin in der Begegnung, wenn ich das Leben wahrnehme, wie es ist.

Alles, was bewusst geschieht, hinterlässt Spuren. Und in diesen Spuren wird ein Same ausgesät, der irgendwann einmal aufgehen wird in den Herzen der Menschen, denen ich begegnet bin, zu denen ich gesprochen, für die ich gearbeitet un mich eingesetzt habe.

Anselm Grün


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BeitragVerfasst: 20.03.2007, 09:41 
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Traue deinen Krisen! Sie werden dich verändern!

Reiner Frei


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BeitragVerfasst: 20.03.2007, 09:43 
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Ich bin oft müde und ohne Glauben und Mut,
aber ich glaube, man muss die Zustände nicht eigentlich bekämpfen,
sondern sich ihnen überlassen,
einmal weinen, einmal gedankenlos brüten, und nachher zeigt sich,
dass die Seele inzwischen doch gelebt hat
und irgend etwas in einem vorwärtsgegangen ist.

Hermann Hesse


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BeitragVerfasst: 20.03.2007, 09:47 
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Ich habe herausgefunden, dass ich anderen in allen Situationen verzeihen muss, wenn ich mir wirklich spirituellen Fortschritt sichern will.
Auf den ersten Blick mag mir gar nicht so aufgegangen sein, wie lebensnotwendig das Verzeihen ist, aber meine Studien zeigen mir, dass jeder bedeutende spirituelle Lehrer nachdrücklich darauf bestanden hat.
Ich muss Verletzungen verzeihen, nicht nur mit Worten oder Äußerlichkeiten, sondern aus dem Herzen heraus.
Ich tue dies nicht um des anderen, sondern um meinetwillen.
Groll, Ärger oder der Wunsch, jemanden bestraft zu sehen, sind Dinge, die meine Seele zerrütten. Dergleichen kettet mich an meine Schwierigkeiten und bindet mich an Probleme, die mit meinem Grundproblem nichts zu tun haben.

GzT 20.März


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