MarsVenus Logo
Aktuelle Zeit: 19.11.2017, 13:21

Alle Zeiten sind UTC+01:00




Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 14 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Saja, das ein und das andere
BeitragVerfasst: 29.06.2006, 15:28 
Offline
Championtipper
Benutzeravatar

Registriert: 28.04.2006, 07:57
Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
„vom Samenkorn“

Der Wind und mit ihm das Schicksal wehten ein kleines Samenkorn auf einen lange brach liegenden Boden. Das Samenkorn sah sich um und beschloss für sich, hier möchte ich wachsen und gedeihen, der Platz gefällt mir.

So hielt es sich mit den zarten Wurzeln fest und der Boden, überrascht von dem, was ihm da geschah, versorgte das Samenkorn gut, so dass es begann, zu wachsen. Das Pflänzchen reckte seine Blätter dem Licht entgegen und wuchs.

Es sang den ganzen Tag und leuchtete, der Boden, anfangs glücklich und bewegt..... aber grübelte. Dann sagte er sich, gut, da wächst es, irgendwie, macht es mich glücklich, aber, ich kann meine Energie nicht darauf verwenden, mich um es zu kümmern, ich habe einen Job! Ich muss Nährstoffe produzieren und den kleinen und großen Wünschen meines Selbst nachkommen. Und er begann, das zu tun, was er viele Jahre lang gemacht hatte.

Das Pflänzchen hielt sich im Boden fest und begann vom Regen und der Sonne zu leben. Aber, es wurde schwach......... und welk. Es hörte langsam auf zu singen und sein Leuchten nahm ab.

„Hey, was ist los mit Dir“ fragte der Boden. „Ich bin einsam und mir fehlt Dein Halt“ sagte das Pflänzchen. „Ph, ich habe zu tun“ seufzte der Boden, „wachsen kannst von allein, oder? Und überhaupt, für mich ändert sich nichts, Du bist ja da!“ „ja, da bin ich wohl,“ sagte das Pflänzchen, „aber ohne Deinen Halt kann ich nicht gedeihen.“ „hmmm“ sagte der Boden, „immer das Gleiche“ und schwieg.

Das Pflänzchen grämte sich sehr, wie schön war ihm Anfangs dieses Fleckchen erschienen und wie wohl hatte es sich gefühlt. Aber, es war zu spät......... als Samenkorn hätte es sich dem Wind wieder anvertrauen können, nun, das eine Wurzeln im Boden steckten, stand es ihm nicht mehr frei.

Eines Tages, es war schon sehr schwach und konnte nur noch wispern, landete ein Vogel neben dem Pflänzchen. „Was ist Dir geschehen“ fragte der Vogel erschrocken, „ich erkenne Dich, Du flogst mit mir im Wind und wir sangen zusammen unsere Träume von Liebe und Glück, erinnerst Du Dich noch?“

„Ja,“ seufzte das Pflänzchen, „ja ich erinnere mich.“ „Du sangest von Stärke und Halt, Du erzähltest mir, das Dein Wurzelwerk sich ausbreiten würde und den Boden, der Dich nährt halten wird, im Sturm und im Regen. Du sagtest, Du würdest der Halt der Erde werden und nun, was ist aus Dir geworden?“ „Halt habe ich keinen, wirklichen, ich denke der nächste Sturm spült uns beide fort......“ dann habe ich die Chance, einen anderen Boden zu finden und mich zu verwurzeln“ sagte das Pflänzchen. Der Vogel schwieg und dachte nach. Er sah sich um und fragte dann „was ist mit diesem Boden hier los? Hat er seine Bestimmung vergessen? Hat er vor lauter brach liegen vergessen, das es seine Aufgabe ist, Dich zum wachsen zu bringen?“ „Wachsen, könnte ich allein. Sagte er und so lebe ich von der Feuchtigkeit der Luft und den Strahlen der Sonne,“ erwiderte das Pflänzchen.

„phhhhh, nonsens,“ zwitscherte der Vogel, was nutzen dir die schönsten grünen Blätter, wenn Deine Wurzeln schwach sind? Wie willst Du je blühen?“ „ich weiß, ich weiß, aber ich kann nichts tun, nur warten.“ „Wie lang, willst Du das tun?“ wollte der Vogel wissen? „Bis ich den Boden besiegt habe, oder verdorrt bin, oder der Sturm uns beide von sich schleudert und verweht,“ war die Antwort. „Ende der Zeit,“ sinnierte der Vogel.

„Ich glaube es nicht, Dich so zu sehen, ihr wart so viele........“ sagte der Vogel. „Ich höre noch Dein Lied, von Freiheit und ich höre noch Deine Worte, vom auflockern und geben..... und alles was Du brauchtest, sei Halt? Hör mal, Du, hast Du denn nicht gesungen?“ „Oh doch, das habe ich“ sagte das Pflänzchen, „aber, was soll ich singen, wenn mich niemand hört?“

„Hör mal Du dummer Boden“ zeterte der Vogel plötzlich, „weißt Du nicht, wer hier in Dir wachsen möchte?“ Es kam keine Antwort. Das verärgerte den Vogel sehr, besonders als er sah, wie das Pflänzchen, die Blätter hängen ließ. „So“ zeterte er zornig, „na gut. Liebes Pflänzchen, ich werde Dir jetzt mal Luft machen.“

Mit diesen Worten begann er den Boden aufzugraben und zu hacken, so dass die Erdkrumen nach allen Seiten folgen. Eine Weile geschah nichts, nur das noch mehr Vögel kamen, die suchten und gruben, weil sie dachten, wo einer etwas findet, das bekommen wir auch etwas. Das Pflänzchen bekam Luft und hob seine Blätter, sacht begann es zu leuchten und ganz leise erhob es die Stimme......... wie zu einem letzten Mal.

Gar plötzlich wurde dem Boden bang, er merkte, wie immer mehr Erde davonflog und er hörte die liebliche Stimme wieder, die er so vermisst hatte. „Ja, warum habe ich sie eigentlich nicht hören wollen,“ überlegte er und schwieg. „Du Pflänzchen“ sagte der Vogel und wischte sich eine Träne aus dem Auge, „ sing, sing einfach......... ich habe eine Idee. Wenn wir diesem Boden hier gezeigt haben, was Sache ist, dann ziehe ich Dich heraus und nehme Dich mit. Und ich bringe Dich auf eine Wiese, wo Du singen und leuchten kannst, und wo Du nie mehr allein sein wirst.“

Die Erde flog nach allen Seiten weiter und das Pflänzchen lag schon halb frei. Seine Stimme tönte lieblich in der klaren Luft des Tages und plötzlich kam dem Boden zu Bewusstsein, was da geschah......... Erinnerungen überströmten ich, von der ersten Zeit, als er sich mit dem Pflänzchen unterhalten hatte, als er sich erlaubt hatte zu träumen........ wie schön was das gewesen. Jeden Abend hatte er dem Lied des Pflänzchens gelauscht und ..... beinahe seinen Job vergessen. Nun stand der Winter bevor und die Zeit der Stürme und der Einsamkeit, bald hatte er sein Tagewerk erledigt und jetzt....... da wollte dieses Pflänzchen nichts mehr als fort?
Na gut, sollte es gehen...... kein Gejammer, keine Bitte um Halt, kein Gespräch, das kannte er ja alles. Ph....... obwohl, so viel hatte es gar nicht gewollt, eigentlich kaum etwas...... nur ein wenig Halt. Warum hatte er das nicht tun können? Es war eigentlich die meiste Zeit still und vergnügt seinem eigenen Tun nachgegangen und hatte ihn nicht gestört? Warum kam ihm das erst jetzt zu Bewusstsein? Viele Gedanken drehten sich bei ihm im Kreis.

Als dann aber der Vogel sanft an dem Pflänzchen zog, das durchfuhr den Boden ein haltloser unglaublicher Schmerz. Tief hatten sich die feinen, zarten Wurzeln durch ihn gegraben und bis in sein Innerstes wurde er erschüttert. Lieblich klang die Stimme des Pflänzchens und plötzlich schrie er, ohne zu überlegen „HALT! AUFHÖREN! SOFORT!“ Der Vogel ließ das Pflänzchen vor Schreck los.

„Wo ist Dein Problem Boden,“ fragte er und sah hinunter. „Lass das......... das ist mein Pflänzchen, hier wächst es und hier bleibt es.“ „Ach ja?“ zwitscherte der Vogel, „warum sollte es das tun?“ Der Boden schwieg verwirrt. Das Pflänzchen lächelte fein und sang weiter. „Weil, weil, wachsen kann es von allein!“ Das klang wie hingeworfen. „Ja,“ sagte der Vogel, „das sehe ich, schwach und zart ist es immer noch, obwohl sich das Jahr dem Ende neigt. Wie soll es Dich halten, wenn der Sturm weht? Wie Dich stützen und Dein Leid im kalten Winter teilen, wenn es so zart wie es ist, sich dem Frost entgegenstellt? Was hast Du getan?“

„Meine Arbeit!“ Das klang herausfordernd. „Oh je,“ sagte der Vogel, tagaus, tagein, Stunde um Stunde, wie wenig Zeit hätte das Pflänzchen benötig um stark zu werden? Minuten, nur Minuten, Du bist so ruppig und kühl.......“ schimpfte der Vogel. „oh, streitet Euch nicht“ mischte sich da das Pflänzchen ein und hörte auf zu singen. Höre lieber Boden, ich habe Dich so oft gebeten, mir Halt zu geben und Du magst nicht. Ich habe gewartet und gewartet, es ist an der Zeit für mich, entweder zu sterben oder zu gehen.........“ „Nein“ sagte der Boden und ihm wurde ganz anders, „was kann ich jetzt noch tun?“ „Jetzt“ zeterte der Vogel, „nichts mehr, es ist zu spät, ich geh jetzt und nehme das Pflänzchen mit“ und er zog an den Wurzeln.

Die feinsten rissen und das Pflänzchen schrie.............. vor Schmerz und begann zu weinen, der Vogel ließ los und der Boden sagte ganz leise. „ich will nicht, das Du mich verlässt, Bitte bleib, ich bin schon so lang allein und will es nicht sein. Hör auf, hör auf zu weinen, warum weinst Du jetzt....“ „weil ich am gehen bin“ sagte das Pflänzchen, „wenn ich gehe, weine ich immer. Du möchtest ,das ich bleibe?“ „Ja, oh ja“ sagte der Boden, mir ist so einsam und so kalt.“ „Mir auch“ sagte das Pflänzchen und schwieg.

„Schön,“ schimpfte der Vogel und grub ein bisschen weiter, „schön und nun?“ „Vogel,“ sagte das Pflänzchen, „erinnerst Du Dich noch an mein Lied?“ „Nur an das“ erwiderte der Vogel und erinnerte sich „deshalb tut es mir in der Seele weh, Dich so zu sehen.“ „Ja, aber mein Schmerz ist nicht mehr so tief, jetzt da ich weiß, das der Boden mich nicht verlieren will.... er vergeht, da ich höre, ich soll bleiben.“ Der Vogel schwieg eine Weile. „Vogel,“ sagte das Pflänzchen, weißt Du noch meinen Namen?“ „ja, den weiß ich“ sagte der Vogel, seine Träne tropfte auf den Boden und er begann die Erde wieder fest zuscharren und das Pflänzchen grade zu setzen. „Du weißt, das Du nie mehr fort kannst, oder?“ fragte er „Ja“ sagte das Pflänzchen schlicht „aber würde ich anders entscheiden, trüge ich nicht meinen Namen.“

Er sagte kein Wort mehr und als er fertig war, sagte er „ich höre Dein Lied, jeden Frühling und es ist das einzige Lied des Lebens. Ich weiß wer Du bist......... und ich weiß was Liebe ist, wissen, was dem anderen weh tut.“ Lebe wohl, liebes Pflänzchen und ich wünsche Dir alles Glück dieser Welt. „Lebe wohl lieber Vogel“ sagte das Pflänzchen und begann zu leuchten....... hell und klar. „Danke“ sagte der Boden und schwieg. Der Vogel erhob sich in die Lüfte und flog davon.

Unter sich sah er, wie das Pflänzchen zu singen begann, sein ewiges Lied und mit der Blattspitze den Boden kitzelte......... der einfach nur sagte „Danke, das Du mich nicht verlassen hast.“ „Hör mal“ begann er nach einer Weile, „wie ist Dein Name?“ „Mein Name,“ fragte das Pflänzchen „ Meinen Namen, möchtest Du wissen?“ „Ja,“ „Aber Du kennst ihn doch........“ „Sag ihn mir, ich kann es einfach noch nicht glauben“ sagte der Boden und ihm wurde ganz leicht und froh zu Mute. „Mein Name,“ sagte das Pflänzchen, „Mein allerliebster Boden, merke ihn Dir gut, denn ich möchte nie mehr von Dir fort gehen....... mein Name ist Liebe.“

Saja

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29.06.2006, 15:42 
Offline
Championtipper
Benutzeravatar

Registriert: 28.04.2006, 08:47
Beiträge: 2316
Wohnort: Hoher Norden
Danke, Ansa. Für Saja´s wunderschöne Zeilen und dass es hier weiter geht mit Saja...

Alles Liebe
Nordlicht

_________________
Menschen sind wie Musikinstrumente; ihre Resonanz hängt davon ab, wer sie berührt.
(C.C. Virgil)


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29.06.2006, 21:23 
Offline
Championtipper
Benutzeravatar

Registriert: 28.04.2006, 07:57
Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
Ich möchte Dir Mut machen

Ich möchte Dir Mut machen, das Leben so zu nehmen, wie es sich Dir bietet, ich möchte Dir Mut machen, auch nach großen Schmerzen und Rückschlägen nach vorn in die Zukunft zu sehen, ich möchte Dir Mut machen, wieder zu Vertrauen, darauf, das am Ende alles gut werden wird.

Das Leben ist schön, wenn Du zulässt, die Schönheit zu sehen; so strahlend hell, wie die Sonne die Dunkelheit durchbricht so gleicht sie einem Lächeln, das nach tränenreicher Nacht von Hoffung spricht......... und dieses ist immer wieder bereit, alle Deine Schmerzen zu besiegen und Deine Verletzungen zu heilen, wenn Du es zulässt.

Du, der Du vor mir stehst, mit Ängsten beladen, mit Furcht und mit einer so einer unendlich hohen Mauer ohne Tor und Tür, die sich Selbstschutz nennt. Ich will Dir Mut machen, wieder aufzusehen und zu leben. Denn egal, wie Du es empfindest und erklärst und vertrittst, hinter Deiner Mauer ist es einsam und kalt......... und Du weißt es, Tief in Dir, da weißt Du es.

Schau, das ist die erste meiner Fragen, ich weiß wohl, sie ist hart und Du musst sie auch nicht für mich beantworten, ich muss es nicht hören um zu wissen. Je höher Deine Mauer ist, desto abweisender ist jetzt Dein Blick. Mauer? „Nein, mir geht es gut so, wie es ist,“ sagst Du zu mir. ........ ach ja? Und warum kann niemand wirklich zu Dir hin, ganz nah?

Deine Mauer, die Dich schützen soll, vor Schmerz und bösen Worten, vor zuviel Nähe und die Dich schützen soll vor denen, die Dir weh tun? So eine Mauer ist sehr schön, viele Menschen haben sie und leben hinter ihr und es geht ihnen, sagen wir mal, relativ gut. Es gibt große und kleine Mauern, dicke und auch welche, nur aus Holz oder Hecken, diese sind nicht schlimm, ein jeder braucht sie ab und an, aber die großen Mauern, hinter die die Sonne nicht mehr kommt und in deren Schatten es ewig kühl ist? Brauchst Du sie, diese Mauer?

Ja, sie schützt Dich und sie sperrt Dich ein, in Deinen Gedanken und in Deinen Worten, denn wenn sie hoch genug ist, dann bist Du derjenige, der an ihr steht und sich heraus sehnt und von innen heraus, das ist ein sehr schwerer Weg. Wenn sie erst einmal so hoch ist, das Du selbst vergessen hast, was hinter der Mauer ist, dann kann es auch manchmal zu spät sein für Dich.

Was ist hinter der Mauer, wenn Du innen stehst? Sonne und Licht, sie bringen Freude mit sich, sie leuchten Dir ins Herz und wärmen Dich, sie trocknen Deine Tränen.
Was ist hinter der Mauer, wenn Du innen stehst? Wind und Wolken, sie gleiten über Dich und bringen Dir Regen und weite Gedanken von Freiheit und nähren Dein Ich.
Was ist hinter der Mauer, wen Du innen stehst? Der Horizont und die Ewigkeit, sie erzählen Dir von Zukunft und Weite, von Wegen ins Leben, die Du allein wählst.

„Und?!“ fragend ist Dein Blick. Ja, ja, es geht Dir gut, niemand kommt so nah an Dich, das er Dir weh tun kann, ich sehe das wohl. Und? Es gibt Menschen, die leben hinter keiner Mauer und sie werden so oft umgestoßen und getreten und sieh ihnen ins Gesicht.......... schau, sie lächeln und frag sie wie es ihnen geht? Höre, sie sagen, die Tränen verbergend, das Leben ist schön.

Schön??? Mit allem Schmerz und allen Tränen, mit den Lügen und dem Betrug, mit der Unehrlichkeit und all dem Wissen, das es nie ein Ende hat? Ja schön....... unendlich schön, denn wie soll man die Freude kennen ohne das Leid, wie das Glück ohne die Tränen und wie die Liebe ohne den Hass?

Nein, komm ich will Dir Mut machen, Deine Mauer einzureißen und hervor zu kommen, trau Dich, denn eines darfst Du mir glauben, ein einziger Blick der wirklichen Liebe, der Dein Herz trifft, wird Dich für allen Schmerz entschädigen.

Du glaubst mir nicht? Dann frag die Frauen, die Du kennst, frag sie nach den Schmerzen der Geburt und frag sie, wie viel Schmerz sie empfanden und an wie viel Schmerz sie sich erinnerten, bei dem ersten Blick in die Augen ihres Kindes...... und die wirklichen Frauen unter ihnen, die werden Dich anlächeln und sagen „keinen, in dem Moment war aller Schmerz vergessen..........“

Genauso ist es mit dem Glück und der Freude, sobald sie in Deinem Herzen sind, wirst Du alle Wege dorthin vergessen haben und das größte Glück von allen, die Liebe?

Und ich sage Dir, ich habe auch geliebt und bin benutzt worden, ich habe unendlichen Schmerz gelitten und bin tiefer und tiefer gefallen und trotzdem wieder aufgestanden, um der Liebe willen, denn ich weiß, sie wird wiederkommen........und ich werde sie mit offenen Armen und offenem Herzen empfangen, auf das sie bei mir bleibt, ich werde nur ein bisschen hinter die Schale schauen....., das solltest Du auch tun und alles was sie sagen wird, ist folgendes : „Komm ich halte Dich, schließ Deine Augen und nimm meine Hand, ich führe Dich, Du kannst mir vertrauen, denn wenn Du mir, der Liebe nicht vertrauen kannst, dann ist es keiner Deiner Schritte wert, gesetzt zu werden.“ Und ich werde mitgehen......... und wissen, das meine Liebe mich stark macht und unverwundbar. Am Ende wird niemand über mich lachen, denn wer über die Liebe lacht, der kennt sie nicht und nichts als eine große traurige Einsamkeit hütete sein Herz. Glaub mir, ich weiß wovon ich Dir berichte....

Hast Du etwa Angst vor der Liebe? Dem größten Geschenk des Lebens? Wie kannst Du Dich vor etwas fürchten, das so schön ist? Das Dein „Ich“ zum klingen bringt und Dich wahrhaftig frei macht, von Sorgen. Wie kann Dir etwas Angst machen, das Dich tröstet, wenn es Dir nicht gut geht, das Deinen Schmerz teilt und aufnimmt, Deine Last kleiner macht und Deinen Schritt beschwingt? Wie.................

Ach, aus Angst vor dem folgenden Schmerz? So, so? Hast Du denn schon einmal wirklich geliebt? Warum sollte denn der Liebe Schmerz folgen? Weil sie nicht echt ist? Ach und wer befindet das? Du etwa?

Liebe, ein Wort mit unendlich vielen Bedeutungen, aber nur ein einziges davon ist die Liebe selbst, ein einziges und das ist „Geben“ alles andere war und ist Blendwerk. Ja, doch, wenn Du liebst, dann gibst Du, einzig nur das, Dich, Dein, alles was da ist und Du fragst nicht „was bekomme ich dafür....... Du gibst und keine einzige Gabe tut Dir Leid, kein Wort, kein Blick, keine Hand, nichts davon. Das hast Du noch nicht erlebt? Ja, hast Du es denn schon einmal getan? Geliebt ohne Forderung und ohne Wunsch etwas zu erhalten?

Nein, hast Du nicht! „Doch“, sagst Du und sitzt hinter Deiner Mauer und Deine Augen funkeln, „doch!!!“ Aber ich sage Dir Du hast es nicht, denn wenn Du es getan hättest, dann säßest Du jetzt nicht hinter Deiner Mauer......... also komm hervor, wirf sie um und geh in Dein Leben hinaus und gebe.... und dann wirst Du sie treffen, die Liebe, denn das ist alles wovor Du wirklich Angst hast........

Und wenn Du weißt wo sie ist, wenn Du sie gesehen hast, aber den Mut nicht hattest, sie anzunehmen, wenn Du Dich fürchtest? Dann geh zu ihr und sieh ihr in die Augen und Du wirst Deine Angst verlieren, nur eines noch, schalte Deinen Verstand ab, heiße Deine Erfahrungen schweigen, denn in diesem Moment, da Du in die Augen der Liebe schaust, da beginnt etwas vollkommen neues........... etwas, wofür Du keine Erfahrungen brauchst, nur den Mut, anzunehmen und das Wissen darum, das die wirkliche Liebe, alle Hindernisse überwindet, mit nichts als „geben“.

Und höre ihre Worte, denn sie werden lauten :“ Das größte Geschenk was ich Dir machen kann, ist, mich Dir zu schenken, aber vergiss nie, ich werde Dein Besitz sein, freiwillig in Liebe gegeben. Aber Dein Eigentum, das werde ich niemals........... und so halte mich nicht fest und enge mich nicht ein, denn dann kann ich nur eines, fliehen. Und alles was ich mir von Dir erbitte, ist, schenke mir Deine Liebe, ich werde sie in meinem Herzen tragen und sie schützen, ich werde sie frei fliegen lassen, damit ich das Wertvollste unter dem Himmel Gottes nicht verlieren werde.“

Ich möchte Dir Mut machen und Zuversicht geben, alles was Du tun musst, ist mir zu folgen und zu hören, was ich sage. Wer ich bin? Nun, weißt Du es immer noch nicht? Ich bin die Stimmer Deines Ichs, das wie ein Vogel hinaus ins Licht fliegt und am Himmel über Dir schwebt und von Freiheit singt, während Du hinter Deiner Mauer brütest, komm, komm, folge mir, sonst bist Du eines Tages nicht mehr Du Selbst. Folge mir und fliege mit mir, hinein in die Träume und ins Glück, folge mir, fliege mit mir, denn ich zeige Dir, wo die Liebe ist, aber heiße Deinen Verstand schweigen, komm und folge mir............die Liebe wartet. Und wenn Du geschaut hast, dann darfst Du auch Deinen Verstand wieder frei lassen, aber erst dann.

Saja

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.06.2006, 16:09 
Offline
Championtipper
Benutzeravatar

Registriert: 28.04.2006, 07:57
Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
Abschied

ich gehe.........
meinen Weg,
denn ich spüre,
das ich sonst zerbreche.

Zerbreche,
an der Hoffnung
die mich hielt,
zerbreche,
an einer Liebe,
die mich nicht trägt,
zerbreche,
an meinem Herzen,
das zu sehr weint.

Ich gehe.......
meinen Weg,
denn ich spüre,
das ich sonst verzweifele.

Verzweifele,
an der Sehnsucht,
die mich fesselt,
verzweifele,
an meinen Träumen,
die mich lähmen,
verzweifele,
an meinem Herzen,
das zu sehr weint.

Ich gehe,
meinen Weg,
denn ich spüre,
das ich sonst untergehe.

Untergehe,
in der Liebe,
die ich schenkte,
untergehe,
in der Hoffnung,
der Sehnsucht
untergehe,
in der Suche
nach mir selbst.

Ich gehe,
meinen Weg,
in dem Bewußtsein,
was hätte sein können,
meinen Weg,
fort von Dir,
mit den Tränen
und dem Wissen
um eine Liebe,
der immer ein Stück
meines Herzens
gehören wird.
Trauernd,
um Anfänge,
die nun unvollendet
bleiben,
für alle Zeit.
Weinend
um Sehnsüchte
und Träume.

Ich gehe.......
meinen Weg.

Saja

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 05.07.2006, 20:22 
Offline
Championtipper
Benutzeravatar

Registriert: 28.04.2006, 07:57
Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
Lebenserfahrung

Eines Tages ging ein Mann in einem großen Park spazieren, er war tief in Gedanken versunken und grübelte sehr. Kaum nahm er die Sonne wahr, die durch die Blätter schien, kaum die Blumen oder das liebliche Lied der Vögel.
Nach einer Weile setzte er sich auf ein Bank und starrte vor sich hin. „Ist hier noch frei„ fragte da eine alte Stimme neben ihm? Er sah auf und sah einen alten, verhutzelten Mann neben sich stehen, er nickte und der alte Mann setzte sich zu ihm Dort saßen sie und schwiegen. Nach einer Weile sah der alte Mann seinen Nachbarn an und fragte „Probleme?„ Der sah erschrocken, in seinen Gedanken gestört, hoch und fragte „woher wissen.........nein.„ Der alte Mann schmunzelte und antwortete „wer an einem so schönen Frühlingstag so verdrossen unter einen blühendem Baum sitzt, nun, ............. das ist doch einleuchtend.„ Ich bin nur in Gedanken„ brummte der andere. „Ja, ja, die Liebe„ seufzte der alte Mann und schwieg. Der andere antwortete nicht und überlegte, ob er gehen sollte. Aber irgendwie blieb er sitzen.

Der alte Mann begann plötzlich zu erzählen. „Als ich jung was„ fing er an, „da lebte ich ein fröhliches Leben. Gar lustig war es und schön, ich freute mich meiner Jungend und nahm mit, was das Leben mir bot. Ich studierte mit dem nötigen Ernst und ansonsten? Das Leben war schön. Die Mädchen willig und die Nächte kurz. So manches Ding glaubte, sie könne mich einfangen, aber ich wollte nicht. Ich wollte meine Freiheit.„ Der Mann hörte schweigend zu und nickte ab und an, einiges kam ihm bekannt vor.

„Nun war es so, das ich eines Tages ein Mädchen traf, das mich sehr berührte........ sie war schön und fremdartig, hingebungsvoll und freundlich. Ich verliebte mich in sie. Mittlerweile war ich älter und wollte eine Familie haben. Nach langer Zeit erhörte sie meine Bitte und wurde meine Frau. Ich dachte, jetzt ist sie mein und begann sie zu vernachlässigen. Sie bekam unser Kind, ich ging meiner Arbeit nach und wurde erfolgreich. Sie hatte alles und hätte allen Grund gehabt um glücklich zu sein.„ „Sie war es nicht„ fragte der Mann nach, von der Geschichte gefesselt? „Nein, sie wollte Nähe und mich und meine Zeit.„ „Ach, die Frauen,„ knurrte der Mann, „so sind sie, immer wollen, wollen, als wenn sie nicht wüssten, das sie einen haben, das reicht doch.„

Der alte Mann sah auf „ja,„ sagte er, „so dachte ich damals auch. Und so nahm das Drama seinen Lauf. Ich sah nicht ein, was sie von mir wollte und sie begann Dinge, die sie hätte Tags erledigen können, zu tun, wenn ich Abends heim kam. So zeigte sie mir, das sie unzufrieden war. Ich erkannte es nicht und wir stritten oft und öfter, schließlich trennten wir uns. Es war eine böse Zeit und ich war voll Hass auf alle Frauen. Es vergingen viele Jahre, ich arbeitete, hatte hier und da mal ein Verhältnis und meinen Spaß. Suchte Abenteuer und das Leben schien mir gewogen. Meine Arbeit war von Erfolg gekrönt und ich dachte, ich sei glücklich. Aber, nachdem einige Jahre vergangen waren, da spürte ich, das es so nicht war. Ich war zwar selten allein, aber trotzdem war ich einsam.„ Er schwieg.

Sein Nachbar sah ihn fragend an. Der Alte seufzte und fuhr fort „eines Tages, ich hatte mich damit abgefunden, allein zu bleiben, denn ich lebte mein Leben, war zufrieden und konnte mir all das leisten, was mir wichtig war, ging meinen Hobbys nach, hatte ab und an eine Affäre und dachte selten an eine Beziehung, die mir mehr war, da traf ich eine ganz besondere Frau.
Sie war intelligent, warmherzig und offen. Sie lache gern, hatte den gleichen Witz wie ich und war so, so lebendig und unwirklich. So überraschend und sie berührte mich tief.„ Er schwieg und der Mann neben ihm merkte, wie die Gedanken, des Alten in die Vergangenheit schweiften.

Nach einer Weile fragte er „und, wie ging es aus?„ „Es ging eine ganze Weile„ fuhr der Alte fort. „Sie war etwas ganz Besonderes, sie durchbrach meinen Panzer, den ich aufgebaut hatte und sie schenkte mir ihr ganzes Herz. Ich spürte das wohl und das Gefühl gefiel mir unendlich gut, aber ich traute mich nicht, ihm nachzugeben. Sie lebte eine Weile neben mir und je mehr ich ihre Liebe spürte, desto mehr hielt ich sie von mir fern.„ „Warum„ fragte der Mann erstaunt? „Sie sollte mir nicht weh tun.„ „Wollte sie das denn?„ „Nein, heute weiß ich, das sie mich liebte. Sie versuchte es, ließ mir Zeit, kam mir entgegen, hatte Verständnis und sie war schön, von innen her schön, wenn sie wissen, was ich meine?„ Der Mann nickte und sah den Alten an. „Sie haben sie verlassen?„

„Nein, ich konnte es nicht........... sie ging. Irgendwann, lange Zeit später, da merkte sie, das ich mein Herz vor ihr verschloss. Sie sagte damals, ich sollte es Dir nicht sagen, aber weißt Du, ich liebe Dich, mehr als je einen Mann zuvor. Ich sehe Deinen Schmerz und ich sehe, das ich Dir viel bedeute, aber ich brauche Deine Liebe und Deine Nähe, ich brauche Dein Ich, so, wie ich Dir mein Ich schenke. Ich habe lang gewartet, Du weißt, ich bin anders, als viele, aber ich sehe, Du kannst Dich nicht loslassen, deshalb lasse ich Dich los, denn ich liebe Dich. Aber zu sehr, als das ich zusehen könnte, wie Dein Rückhalt meine Liebe zerstört. Ich frage Dich, möchtest Du mit mir zusammen sein, willst Du es wirklich nicht doch versuchen? Ich möchte so gern mit Dir zusammen sein.„ Aber diese Nähe, die sie wollte, die war mir zu dicht und ich verstand sie nicht............ für mich war alles klar und ich wusste nicht, was sie wollte, mein Ich? Ich hörte nur, sie wollte gehen, nun, Reisende soll man nicht aufhalten und ich ließ sie gehen.„ „Und dann„ fragte der Mann, der nun neugierig geworden war.

„Ich hörte noch so manches Mal von ihr, sie schrieb Karten, dachte an mich, schrieb aus ihrem Leben........ aber ich antwortete nie. Mein Leben lief weiter und ich war zufrieden, ich lebte und reiste, machte Dinge, die mir Spaß machten, aber trotzdem, diese Frau, ging mir nie mehr wirklich aus dem Sinn. Aber ich konnte mich nicht auf sie einlassen, aus lauter Angst, es könnte schief gehen, niemand hätte mir eine Garantie gegeben, niemand.........„ „und„ fragte der Mann, „würden sie heute anders handeln?„

„Oh, die Geschichte ist noch nicht zu Ende,„ fuhr der Alte fort. So vergingen die Jahre, eines Tages bekam ich Besuch, ein junges Mädchen stand in der Tür. Sie sagte, sie müsse mit mir reden und so bat ich sie hinein. Irgendwie war sie mir vertraut und nah, und doch so fern. Ich hatte keine Ahnung wer sie war, sie brachte mir einen Brief und sagte „es war der Wunsch meiner Mutter, ihnen dies zu bringen. Sie hat mir ihre Geschichte erzählt und ich weiß, das sie sie liebte, mehr als alles andere..........„ Ihre Tochter und da erkannte ich sie auch wieder, das selbe Lächeln, die gleichen Augen und die gleichen Bewegungen. Ihre Tochter........ all meine Gefühle überwältigten mich und ich konnte nicht antworten. Das Mädchen sah mich an und sagte, das sie gehen müsse........ und ich ließ sie gehen.„ Der Alte schwieg. „Und der Brief„ fragte der Mann neben ihm? Der Alte griff in seine Tasche und zog einen abgegriffenen Bogen heraus und reichte ihn dem Mann hinüber, „lesen sie, wenn sie möchten„ sagte er.

Der Mann nahm den Bogen und schlug ihn auf:

„Mein Liebster,

ja, ich beginne meinen letzten Brief an Dich, wie all meine Briefe vorher auch, denn Du bist es geblieben, mein Liebster, weit über alle Zeit.

Damals, als ich eine Antwort bei Dir suchte, ob Du Dich auf mich einlassen konntest, wusste ich, das ich Dein Kind unter meinem Herzen trug. Ich war mir sicher, das Du Dich zu mir bekennen würdest und ich war mir sicher, das Du mich geheiratet hättest. Aber, nicht aus dem Grund, der für mich einzig eine Heirat gerechtfertigt hätte. Liebe.

Oh, ich war mir sicher, das Du mich liebst, aber es umgab Dich ein Gefühl der Unnahbarkeit, das ich nicht ertragen hätte. Und so bin ich gegangen, um Dich Dein Leben leben zu lassen und Dir Deine Freiheit zu schenken und die Freiheit, zu lieben. Ich habe Dir noch viele Jahre geschrieben und im stillen gehofft, ich würde Dir fehlen und Du findest den Weg über Dich und durch Dich. Ich habe mich geirrt.

Ich lebte mein Leben und ich wurde glücklich. Unsere Tochter hat mir viel Freude gemacht und mich oft an Dich erinnert. Sie ist ein wundervoller Mensch und ich sah Dich täglich in ihr wieder.

Nun bin ich krank und werde bald sterben. Viele Jahre habe ich nichts mehr von Dir gehört und ich wünsche Dir, das Du glücklich geworden bist. Wenn dieser Brief Dich erreicht, wird meine Leben zu Ende gegangen sein und ich möchte Dir sagen, das ich nie aufgehört habe, Dich zu lieben. Ich wünschte, ich hätte die Kraft gehabt, bei Dir zu bleiben, aber verzeih mir, ich war schwach. Und ich schicke Dir unsere Tochter, sie weiß, wer Du bist........ verzeih ihr, das was ich Dir getan habe. Du wirst immer in meinem Herzen sein.

Deine Anna„

Der Mann gab dem Alten den Bogen zurück. Beide schwiegen eine lange Zeit. „Wie konnte sie ihnen ihre Tochter vorenthalten,„ fragte er empört? „Ich habe lange darüber nachgedacht„ antwortete der alte Mann „heute weiß ich, das sie es aus Liebe tat. Grad weil sie mich so respektierte wie ich war und sah, in welcher Not ich mich befand, grade deshalb setzte sie mich nicht unter Druck, sondern gab mich frei. Sie hatte recht, ich hätte sie geheiratet, aber ich hätte ihr nie mehr wirklich vertraut......... immer wäre ein nagender Span da gewesen, der mir geflüstert hätte, Verlierer ihres Spieles zu sein.„

Die beiden Männer schwiegen eine lange Zeit und der Alte sah seinen Nachbarn an. Der fragte „wie ging es weiter?„ „ich suchte Kontakt zu meiner Tochter, sie ist wie sie, offen, liebevoll und warmherzig, sie hat mir ihr Licht zurück gebracht. Wir lernten uns langsam kennen, ihre Mutter hat sie vorbereitet und ihr verständlich gemacht, warum sie so gehandelt hat. Sie ist eine wunderbare Frau, mein ganzes Glück. Mehr, als ich es je verdient habe.„ „Würden sie heute anderes handeln?„

„Mit dem Wissen um das was hätte sein können? Ja, ich würde heute den Mut aufbringen und das Risiko eingehen. Sehen Sie, was habe ich versäumt? Ich habe Zufriedenheit gegen Glück getauscht............... welch ein Preis!„ „Na,„ sagte der Banknachbar „es hätte auch anders ausgehen können, woher nehmen sie nun die Sicherheit, das es gut gegangen wäre?„ Der Alte sah ihn an „ja, es hätte schief gehen können, aber heute, am Ende meines Lebens, das weiß ich, das die Liebe jeden Weg wert ist, egal wie lang oder wie kurz er ist. Heute weiß ich, das Zufriedenheit ohne Glück und ohne Liebe nichts wert ist und besser einmal geliebt zu haben, unendlich geliebt zu haben und dann durch die Liebe gebrochen zu werden, als niemals geliebt zu haben, denn das ist die wahre Armut.„

Die Beiden sahen sich an. „Sie würden sich heute auf sie einlassen, auch wenn sie wissen, das es schief gehen könnte?„ „Ja,„ erwiderte der Alte, „das würde ich, denn zum einen weiß ich heute, das der Wunsch, es zu schaffen, den ich damals nicht manifestierte, der Punkt ist, an dem es zu schaffen ist und ich weiß, wie einsam ich all die Jahre war.„ „Der Wunsch es zu schaffen?„

„Das ist einfach, wenn ich mich hinsetze und sage, na ich schau mal was da kommt und wie es wird, dann habe ich schon verloren. Wenn ich aber sage, ich probiere es aus, weil ich es möchte, ob es klappt, weiß ich nicht, dann ist sich Ergebnis ähnlich, Unsicherheit. Aber das Ziel ist ein anderes. Nämlich der Wunsch, es zu schaffen. Und an ein Ziel, geht man anderes heran, mit seinem Herzen. Und ein Ziel kann man erreichen, durch „wollen„ nicht durch abwarten.„

Der Mann stand auf und sagte „ich muss gehen, sie haben mir sehr geholfen. Danke....... wirklich vielen lieben Dank.„ „Ich weiß,„ sagte der Alte, „ich weiß. Treffen sie ihre Entscheidung mit dem Herzen, nicht mit ihrem Verstand. Folgen sie ihrem Gefühl, denn es weist ihnen den richtigen Weg, mit dem Wunsch, es zu schaffen, räumen sie alle Steine aus dem Weg, wenn die wahre Liebe wartet.„

Mit diesen Worten stand er auf und ging fort. Der Mann ging seinen Weg zurück und drehte sich nach einem Moment um, aber........... es war niemand mehr zu sehen. Er wunderte sich und dachte, nanu, wo ist der Alte so schnell hin? Verwirrt blickte er zurück, aber alles was er sah, war eine einsame grüne Bank unter einem blühenden Kirschbaum im Park und alles was er fühlte war, das Gefühl in seinem Herzen, das langsam die Oberhand gewann, über seine Gedanken. Und plötzlich überflutete ihn eine solche Freude, wie er sie noch nie zuvor empfunden hatte. Er ging beschwingt weiter und plötzlich sah er die Sonnenstrahlen und hörte die Vögel singen und sein Herz, das verspürte einen tiefen Frieden.

Saja

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 05.07.2006, 20:24 
Offline
Championtipper
Benutzeravatar

Registriert: 28.04.2006, 07:57
Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
Dunkelheit
gebietet über die Welt,
breitet sich aus,
Wolken ziehen
über den Himmel,
kein Sternenlicht
dringt hindurch,
kein Schimmer
der Hoffnung
ist noch wach.

Die längste Stunde
ist angebrochen,
hält alles
in finsterer Hand,
kein Licht,
kein Schein
durchbricht sie.
Jeglicher Mut
ist verloren
und verstummt.

Aber siehe,
langsam
wird die Dunkelheit
fahl und grau
bricht Licht
hindurch,
zieht,
leise schwebend
unter dem Dunkel
hervor.

Die Stille bricht,
leiser Wind
kommt auf,
verweht das gestern,
siehe,
dort am Horizont,
langsam zieht
der neue Morgen herauf,
kündet von Hoffnung
und Zuversicht.

Höre mich
und mein Versprechen
das ich Dir gebe,
immer,
gibt es den Zeitpunkt,
der die Dunkelheit bricht,
der die Schatten verjagt
der Dich wieder leben lässt,
immer
am Ende der Nacht............

Saja

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.07.2006, 08:27 
Offline
Championtipper
Benutzeravatar

Registriert: 28.04.2006, 07:57
Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
"Angst"

Ich fühle
langsam wie sie kommt,
sich anschleicht,
tröpfelnd, zweifelnd
in mich kriecht
Angst

Mich
unterwandernd,
leise warnend,
wispernd und flüsternd
in mir spricht.
Angst

Ein Gefühl
Uralt
wie das Leben selbst.
Lähmend,
zwingend zum Stillstand
Beklemmend.

Mir
unbeschreiblich
und nicht greifbar
Der Vernunft fliehend,
weggewischt
Warnend.

Saja

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.07.2006, 08:28 
Offline
Championtipper
Benutzeravatar

Registriert: 28.04.2006, 07:57
Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
Meine Kinder

Eines schönen Tages im Spätsommer saß die Mutter dieser Welt vor ihrem Häuschen und betrachtete die Menschen vor sich. Sie sah ihre Kinder, denen sie liebevolle Zeichen und hoffnungsvolle Hinweise sandte, um sie in ihrem Schmerz zu trösten und sie sah die anderen Menschen, die vor sich hinlebten und zufrieden waren. Und das was sie sah, gefiel ihr und sie lehnte sich zurück, um sich ein wenig vorzubereiten, denn heute würde sie Besuch bekommen.

Und nach einer Weile sah sie ihn schon von weitem. Über den sanften grünen Hügel, unter der alten Eiche kam er langsam heran, ein alter weiser Mann, der Zeit seines Lebens auf der Suche nach ihr gewesen war und, der nun, gegen Ende seiner Zeit, den Weg gefunden hatte.

Als der alte Weise beinahe heran gekommen war, erhob sie sich, nahm ein Glas Wasser und ging ihm die letzten Schritte entgegen um ihm den Willkommenstrunk zu bieten. „Mutter dieser Welt,“ sagte er und sank ehrfürchtig zu Boden. „Willkommen mein Sohn“ antwortete sie, „erhebe Dich und komm, denn heute bist Du am Ziel Deiner Wünsche.“ „Du hast mich erwartet“, fragte er erstaunt. „Natürlich, Du bist schon so viele Jahre auf dem Weg zu mir, und heute hat er nun endlich ein Ende, Dein Weg. Komm, setzt Dich zu mir und stelle mir Deine Frage.“

Sie nahmen beide auf der Bank Platz und schwiegen eine Zeit. Dann fasste sich der alte Mann ein Herz und sagte „Mutter dieser Welt, ich habe mein Leben lang Weisheit und Wissen gesucht, ich gelte als sehr gelehrter Mann, viele suchen meinen Rat, aber ich weiß nicht viel....“ „Oh, da täuscht Du Dich, Dein Wissen ist groß und tief, kaum jemand sucht vergebens bei Dir Rat, aber, ich sehe, Du bist wirklich weise, nur wer von sich sagt, er weiß nicht viel, der hat verstanden, was Wissen wirklich ist.“

Wieder schwiegen sie eine Weile und dann wandte sie sich an ihn und sprach „nun, mein Sohn, so stelle Deine Frage.....“ „lange Jahre beobachte ich die Menschen, ich kenne sie gut und weiß viel über sie“, begann er „aber im Laufe der Jahre fiel mir etwas auf. Es gibt Menschen, denen in ihrem Leben alles gelingt, sie werden geboren, liebvoll erzogen und sie lernen, ergreifen einen Beruf, bekommen eine Familie und sie trifft niemals ein wirkliches Unglück. Sie erreichen alles, was sie wollen, egal was sie beginnen, es gelingt. Sie sollten unendlich glücklich sein und sie scheinen es auch oft, aber in ihrem Inneren, das fehlt ihnen etwas, sie sind.......... suchend, aber nach was? Das wissen sie oft selbst nicht.“ Die Mutter der Welt nickte und sagte „ja, das sind die Menschen, so wie ich sie von hier sehe und beobachte, sie suchen............. das wahre Glück und die echte Liebe.“ Der weise Mann sah sie an und fragte verwundert „das wahre Glück und die echte Liebe? Aber sie lieben und haben allen Grund, wirklich und wahrhaftig glücklich zu sein. Weshalb sollten sie diese Dinge suchen?“
Sa lächelte die Mutter der Welt sanft und sagte „egal, wie viel Liebe und Glück sie finden und haben in ihrem Leben, sie erkennen es nicht wirklich......... sie suchen immer nach mehr, ohne zu wissen was sie suchen, denn siehe, sie kennen keinen Schmerz und kein Unheil, wie sollen sie da Glück wirklich schätzen und erkennen?“

Der Weise schwieg eine ganze Weile und dachte nach, vieles fiel ihm, wie Schuppen von den Augen, ja, so musste es sein........... so einfach war die Antwort und er dachte lange nach. Die Mutter der Welt saß derweil neben ihm und sah auf die Menschen hinunter und beobachtete ihr Tun.

„Ja,“ sagte sie nach einer Weile „nun, da Du mich gefunden hast, fragte einfach weiter, denn ich spüre, Du möchtest noch mehr wissen.“ Der Weise nickte und sagte dann „Mutter, es gibt aber auch Menschen dort im Leben, denen widerfährt andauernd jedweder Unheil, sie verlieren Kinder, haben schlechte Eltern, werden betrogen und belogen, von ihrem Partnern verlassen und sie erleben so viele schwere Schicksalsschläge, das andere das nicht aushalten würden. Sie werden oft so sehr getroffen, das sie im Staube liegen, aber sie geben niemals auf, auch unter größtem Schmerz erheben sie sich, gehen weiter, immer und immer wieder.
Aber, sie sind fröhlich und wenn ich sie fragte, wie sie das Leben sehen, dann hörte ich oft, noch mit Tränen in ihren Augen, das Leben sei schön....... Ich habe sie nie verstanden und es waren gerade diejenigen, die sich über Kleinigkeiten freuen konnten, diejenigen, die eine Raupe von der Strasse nahmen und ihr ein Stück des Weges abnahmen und sie vor dem überfahren werden retteten. Es waren diejenigen, die unter Lachen, das eigene Leid verbargen und anderen halfen, obwohl sie selbst oft nicht ein und aus wussten?“

Da lächelte die Mutter dieser Welt und sagte „nun, diese Menschen sind meine eigenen Kinder und ich liebe sie sehr, ein jedes hat einen tiefen Platz in meinem Herzen und ein jedes hat einen langen Weg vor sich.“ „Warum tust Du Ihnen das an.........“ fragte der Weise ganz erschrocken?

„Das ist einfach, sie tragen das Glück und die wahre Liebe in sich und geben sie unter ihren eigenen Tränen weiter und bringen sie in die Welt hinaus. Sie leben, nicht nur für sich, sondern für viele andere. Oft haben sie Kinder, denen sie ihr Wissen, die Liebe und die Wahrheit zum Glück vermitteln und diese tragen es weiter in die Welt hinaus und deren Kinder wieder und so fort........... Nun und, sie haben viele Freunde, die um ihre Stärke wissen, sie sind liebevoll und hilfsbereit und so lehren sie viele Menschen, das was diese nicht wissen, wahre Liebe und das was unausweichlich dazu gehört, geben......... Ich gebe einem jedem meiner Kinder soviel Tränen, wie es erträgt und ich schicke einem jedem meiner Kinder soviel Zeichen, wie es braucht um immer stärker zu werden und um nichts außer Liebe zu geben.“

„Aber“ fragte der Weise, „stellen sie sich denn nicht manchmal gegen Dich und klagen Dich an?“ „Nein, meine wahren Kinder tun das nicht, sie weinen, aber sie geben niemals auf und sie werden am Ende reich belohnt werden, für ihren Dienst am Leben. Ein jedes meiner Kinder findet am Ende seiner Zeit, die wirkliche wahre Liebe und ein jedes geht seinen Weg in Frieden zu Ende..........“

Der Weise überlegte lange und meinte dann, „sie sind aber oftmals schwer zu erkennen, Deine Kinder.“ Da lachte die Mutter der Welt und sagte „nein, das sind sie nicht. Du erkennst sie ganz einfach, stell ihnen die Frage, was sie sich wünschen würden, wenn sie einen oder auch drei Wünsche hätten, egal wie groß, egal was, sei würden erfüllt werden, jetzt sofort. Und aus der Antwort meiner Kinder erkennst Du sie.“

„Was wünschen sich denn Deine Kinder,“ fragte er verwundert. „Was wünschen sich denn die Menschen,“ fragte sie zurück. Er überlegte, „Reichtum, Glück und Gesundheit, denke ich bei drei Wünschen“, sagte er. Sie nickte und sagte, ja und zwar sehr oft in dieser Reihenfolge. Was tief blicken lässt. Er nickte, und fragte dann „und Deine Kinder“ „Fragst Du eines meiner Kinder, so wird es mit großer Sicherheit um Frieden bitten, Frieden für die Welt und ein gutes Miteinander, das ist der einzige Wunsch, den meine Kinder haben. Manchmal haben sie auch andere, je nachdem, in welcher Situation Du sie fragst, aber bei drei Wünschen, ist der Frieden immer mit dabei.........“

Der Weise überlegte lange und sagte dann, „ja, wenn sie sich Frieden wünschen, dann ist das der klügste Wunsch von allen, denn er schließt Akzeptanz, Toleranz und Anerkennung anderer Kulturen und Persönlichkeiten sowie die Lösung der ganzen Probleme unterschiedlichster wirtschaftlicher, biologischer, kultureller und religiöser und, nein einfach aller Fragen mit ein.“ Wer sich Frieden wünscht, der sagt in einem Wort das, worüber alle Weisen dieser Welt Bücher füllen. Frieden beinhaltet auch Glück und Liebe........ denn nur wer diese findet, wird Frieden finden........“

„So ist es“ nickte die Mutter dieser Welt und sie tragen diesen Wunsch in ihrem Herzen und sie geben ihn weiter und leben ihn........und so werden sich diese Wünsche eines Tages auch erfüllen. Denn das ist die Aufgabe meiner Kinder in der Welt. Und sie könnten sie nicht erfüllen, wenn ich sie nicht leben lassen würde, wie sollten sie Glück schätzen, wenn sie das Unglück nicht kennen, wie die Gesundheit, wenn sie die Krankheit nicht kennen, wie nicht das Leben lieben und ihm danken, wenn ich ihnen den Tod nicht nahe bringe. Ich weiß, ich prüfe sie schwer, aber sie haben eine große Verantwortung.“

Beide schwiegen lange und überlegten, „wünschen sie sich nie etwas anderes, außer Frieden?“ „Manchmal bitte sie um die Gesundheit ihres Kindes oder ihres Liebsten, aber sehr selten als erstes, und auch diese Wünsche erfülle ich ihnen dann gern....... für sich selbst bitten sie nur das sie solang Kraft und Leben haben, wenn sie schwer krank sind, bis ihre Kinder allein leben können, sie bitten so gut wie niemals um Gesundung. Sie bitten nie um Glück, denn sie wissen es kommt sowieso zu ihnen zurück, sie bitten nie um Liebe, denn sie kennen die Liebe, sie selbst sind die Liebe............, sie bitten nie um materielle Dinge, denn sie wissen, die wirklich wichtigen Dinge, kann niemand kaufen, nein, sie bitten selten um anderes, außer um Frieden. Und sag mir Weiser Mann, welcher Wunsch ist edler und größer und umfassender als dieser?“

„Keiner“ sagte der Weise, „kein einziger........ Du hast Recht, ich habe Kinder von Dir getroffen und sie haben mehr Spuren in meinem Herzen hinterlassen, als alle anderen Menschen, jetzt, wo ich um sie weiß, das erinnere ich mich an viele von ihnen.“ Da lächelte die Mutter der Welt und schwieg. Und nach einer Weile sagte er, „und ich habe sie sterben sehen, Deine Kinder und keines von ihnen war allein und keines von ihnen ist wirklich tot, denn sie leben alle in den Herzen ihrer Mitmenschen weiter......“

Und da lächelte die Mutter der Welt sanft und sagte „so ist es, das ist das ganze Geheimnis und das Mysterium des Lebens..........“ Der Weise erhob sich und dankte ihr sehr, „ich werde wieder gehen“, sagte er „und ich werde Deine Worte in meinem Herzen bewegen.“ Damit wollte er sich auf den Weg zurück machen. „Nein, mein Sohn“ sagte die Mutter der Welt, „spürst Du nicht, das auch Du eines meiner Kinder bist? Du bist am Ende Deines Lebens angekommen und am Ende ihres Lebens, stehen alle meine Kinder hier und viele haben Fragen an mich und danken mir, so wie Du und alle, kehren nicht mehr zurück, für eine lange Zeit nicht, darum, Du kannst nicht zurück gehen. Dein Weg ist hier zu Ende.“

Und da erkannte der Weise, die einzige wirklich Wahrheit und er fiel vor seiner Mutter auf die Knie und plötzlich sah er unter sich einen langen Trauerzug, dem viele vielen Menschen folgten und er hörte wie sie über ihn sprachen und er hörte viele gute und liebevolle Worte, sah viele Tränen und spürte eine grenzenlose Liebe und da wusste er, das er am Ziel seine Lebens angekommen war und das es genauso gut war. Und er ging glücklich und in Frieden heim.

Die Mutter der Welt aber besah sich ihre Kinder und sandte ihnen Zeichen um ihre Tränen zu trösten.............. und sie sandte ihnen das Glück, wenn es an der Zeit dafür war und alle ihre Kinder trugen nichts als die Liebe in ihrem Herzen und gaben nichts als die Liebe ihres selbst weiter..........

SAJA

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.07.2006, 08:33 
Offline
Gelegenheitsposter

Registriert: 28.04.2006, 08:10
Beiträge: 152
Liebe Ansa,

ich danke Dir sehr dafür, dass ich hier wieder etwas von Saja lesen darf. Ich war schon so traurig, dass all die schönen Gedichte und Geschichten weg waren.

Danke - mir ist wohl ums Herz.

LG
Maleen


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags: Re: Saja, das ein und das andere
BeitragVerfasst: 31.03.2013, 11:42 
Offline
Championtipper
Benutzeravatar

Registriert: 28.04.2006, 07:57
Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
Erkenntnis

In dem Moment,
in dem die Zeit
einen Augenblick
stehen blieb,
inne hielt
und mich
zu Atem kommen ließ,
in dem der Nebel schwand
und es hell wurde,
da erkannte ich,
das ich in all der Zeit,
in der ich
nicht an Dich
denken wollte,
in der ich
meinem Ich verbot
zu träumen,
nur eines getan habe,
Dich geliebt.

Und mit diesem Gedanken
kam das Dunkel,
unweigerlich
senkte es sich über mich
und alles ward finster.
Ich begriff,
das meine Wege
Fehl waren,
die ganze Zeit.
Ich begriff,
das ich geflüchtet
war, weit fort.
Und ich verstand,
das niemand
fliehen kann,
vor der eigenen
Erkenntnis.

Ich fühle Schmerz,
Deinen und Meinen,
Wissen,
das es für vieles
zu spät ist,
das Zeit
nicht umkehrbar ist,
ich fühle Trauer,
um mich
und um das,
was geschehen ist.
Ich fühle Zuversicht,
denn allein mit dem Wissen
kommt die Ahnung,
das es einen Weg
geben wird,
für mich.......
und am Ende,
hinten am Horizont,
wird es langsam
wieder hell..........

Saja

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 10.05.2013, 21:39 
Offline
Sonntagsschreiber
Benutzeravatar

Registriert: 04.05.2013, 15:43
Beiträge: 8
Wohnort: berlin
Ansa hat geschrieben:
Abschied

ich gehe.........
meinen Weg,
denn ich spüre,
das ich sonst zerbreche.

Zerbreche,
an der Hoffnung
die mich hielt,
zerbreche,
an einer Liebe,
die mich nicht trägt,
zerbreche,
an meinem Herzen,
das zu sehr weint.

Ich gehe.......
meinen Weg,
denn ich spüre,
das ich sonst verzweifele.

Verzweifele,
an der Sehnsucht,
die mich fesselt,
verzweifele,
an meinen Träumen,
die mich lähmen,
verzweifele,
an meinem Herzen,
das zu sehr weint.

Ich gehe,
meinen Weg,
denn ich spüre,
das ich sonst untergehe.

Untergehe,
in der Liebe,
die ich schenkte,
untergehe,
in der Hoffnung,
der Sehnsucht
untergehe,
in der Suche
nach mir selbst.

Ich gehe,
meinen Weg,
in dem Bewußtsein,
was hätte sein können,
meinen Weg,
fort von Dir,
mit den Tränen
und dem Wissen
um eine Liebe,
der immer ein Stück
meines Herzens
gehören wird.
Trauernd,
um Anfänge,
die nun unvollendet
bleiben,
für alle Zeit.
Weinend
um Sehnsüchte
und Träume.

Ich gehe.......
meinen Weg.

Saja



Das ist toll! :)

_________________
Nutze die Nacht!


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags: Re: Saja, das ein und das andere
BeitragVerfasst: 17.05.2013, 09:40 
Offline
Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
Laß uns landeinwärts gehn,
wo die kleinen Kräuter die Erde verankern.
Ich will einen festen Boden,
grün, aus Wurzeln geknotet
wie eine Matte.
Zersäge den Baum
nimm Steine
und bau mir ein Haus.

Ein kleines Haus
mit einer weißen Wand
für die Abendsonne
und einem Brunnen für den Mond
zum Spiegeln,
damit er sich nicht,
wie auf dem Meere,
verliert.
Ein Haus neben einem Apfelbaum
oder einem Ölbaum.
an dem Wind
vorbeigeht
wie ein Jäger, dessen Jagd
uns nicht gilt.

(Hilde Domin)

_________________
Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.

(Susette Gontard)


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags: Re: Saja, das ein und das andere
BeitragVerfasst: 17.05.2013, 10:51 
Offline
Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
pamina hat geschrieben:
Laß uns landeinwärts gehn,
wo die kleinen Kräuter die Erde verankern.
Ich will einen festen Boden,
grün, aus Wurzeln geknotet
wie eine Matte.
Zersäge den Baum
nimm Steine
und bau mir ein Haus.

Ein kleines Haus
mit einer weißen Wand
für die Abendsonne
und einem Brunnen für den Mond
zum Spiegeln,
damit er sich nicht,
wie auf dem Meere,
verliert.
Ein Haus neben einem Apfelbaum
oder einem Ölbaum.
an dem der Wind
vorbeigeht
wie ein Jäger, dessen Jagd
uns nicht gilt.

(Hilde Domin)



"der" Wind muss es heissen..musste ich jetzt verbessern.
lg pamina

_________________
Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.



(Susette Gontard)


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags: Re: Saja, das ein und das andere
BeitragVerfasst: 22.05.2013, 00:09 
Offline
Sonntagsschreiber
Benutzeravatar

Registriert: 04.05.2013, 15:43
Beiträge: 8
Wohnort: berlin
Gar nicht aufgefallen!:-)

_________________
Nutze die Nacht!


Nach oben
   
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 14 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC+01:00


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu Forum:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Limited
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de