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BeitragVerfasst: 26.06.2009, 22:18 
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1. Nach Freud ist das Unbewusste des erwachsenen Menschen ein System, das vor allem aus verdrängten oder abgewehrten Bewusstseinsinhalten besteht. Das Unbewusste beinhaltet insbesondere die Triebe bzw. genauer deren psychische Vorstellungsrepräsentationen („Triebrepräsentanzen“). Diese unterliegen, so Freud, einer „Urverdrängung“, sind aber dennoch, auch ohne bewusstes Wissen der Individuen, handlungswirksam, indem sie sich dem Bewusstsein (Ich) in den Träumen symbolisch mitzuteilen und im Alltag u.a. durch die sog. Freud'schen Fehlleistungen durchzusetzen versuchen.
Es, Ich und Über-Ich
Freud kombinierte später die drei oben genannten Bereiche seines ursprünglichen Seelenmodells mit einem weiteren, jedoch nicht ganz deckungsgleichen Drei-Instanzen-Modell, das drei psychische Funktionen bzw. „Instanzen“ unterscheidet: Es, Ich und Über-Ich. In diesem Modell der Psyche ist das Unbewusste weitgehend – jedoch nicht ganz – identisch mit dem Es, dem Bereich der natürlichen, d.h. im Erbgut eingespeicherten, angeborenen Triebe und Instinkte. Das Über-Ich im Gegensatz zu diesen demnach artspezifischen Inhalten der Psyche, gilt als die internalisierte Elternautorität, der Sitz von Erfahrungen, die die Individuen ab ihrer Geburt selbst erwerben, bzw. mittels Prägung in die dafür zuständige psychische Instanz verinnerlicht werden, wobei Freud diese Erfahrungen prinzipiell nach zwei Richtungen unterscheidet: a) solche, die die Instinkte und respektive das Es erweitern ohne mit ihm in einen Konflikt zu geraten. Und b) umgekehrt jene Erfahrungen, die den Instinkten zuwiderlaufen, so dass das Es mit vielen seiner Inhalte schließlich ins Unbewusste verdrängt werden kann, v.a. der Ideale, der Moral und des Gewissens.
Das Ich ist vor allem die Instanz des Bewusstseins und kann sich reflektierend sowohl mit seinen eigenen Inhalten als auch denen der beiden anderen psychischen Instanzen befassen und gegebenen Falls - sollte ein Konflikt bestehen (siehe [b]) - zwischen ihnen vermitteln. Darüber hinaus ist das Ich die Instanz, in der die Entscheidung über eine anschließend ins Vorbewusste verlagerten, gegen die angeborenen Inhalte des Es gerichteten Abwehrmechanismen gefällt wird, ein Phänomen, das zur Frustration der abgewehrten, sonst instinktiv befriedigten Grundbedürfnisse führt und von neurotischem Leiden begleitet gehen kann. So ist es eines der Hauptanliegen der psychoanalytischen Behandlung, diese Verlagerung nach und nach wieder bewusst zu machen und es somit zu ermöglichen, die einmal gefällte Entscheidung zu revidieren. Als Neurologe - ein Zweig der Biologie - sah Freud die Bedürfnisse des Es, welche auch die psychische Energie (Libido) des Individuums lieferten, als somatisch, d.h. körperlich bedingt an und war bemüht, seine psychologischen Thesen mittels Befunden aus der biologischen Forschung abzusichern.
Unbewusstes und Neurose
Das Hauptanliegen der Psychoanalyse nach Freud ist die Aufhebung der zwischenmenschlichen Illusionen und die Wiederbewusstmachung jener psychischen Inhalte, die aufgrund von sittlicher Erziehung und/oder erlittener Traumata in das Unbewusste verdrängt wurden. Damit einher geht nach Freud die Behebung des mit der Verdrängung verbundenen neurotischen Leidens und der sinnlosen Destruktivität des Wiederholungszwangs. Denn das Verdrängte wirkt im Unbewussten unsichtbar weiter und führt so zu unerwünschtem Verhalten, zwischenmenschlichen Beziehungsstörungen und psychischem Leiden. Erst durch eine Bewusstmachung des Verdrängten vermag der Mensch sich von der Macht seines Unbewussten zu befreien. Das Ziel der Psychoanalyse fasste Freud deshalb in dem bekannt gewordenen Schlagwort zusammen: „Wo Es war, soll Ich werden.“ In einer anderen berühmten Formulierung geht es nach Freud dem Subjekt in der Psychoanalyse darum, „Herr im eigenen Hause zu werden“. Zu beachten ist hierbei, dass Freud ausschließlich mit Kranken arbeitete, sich diese Zielsetzung also auf Fälle bezieht, in denen unbewusste Anteile von einer aktiven Verdrängung bedingt sind und von Leiden begleitet sind. Generell lässt sich das Unbewusste nicht komplett ausschalten; für ein gesundes Seelisches ist es sogar unabdingbar.
Das Unbewusste bei Jung
Die von Carl Gustav Jung begründete „analytische Psychologie“ weist viele Ähnlichkeiten zur Freudschen Psychoanalyse auf. Beide beschreiben die Möglichkeit der (Wieder-)Aufdeckung des Unbewussten durch die tiefenpsychologische Therapie. Eine bedeutende Abweichung Jungs gegenüber Freud besteht in Jungs Annahme, dass es neben dem persönlichen Unbewussten auch ein „Kollektives Unbewusstes“ gebe. Er sah dieses gewissermaßen als Lagerstätte des psychischen Erbes der Menschheitsgeschichte an, welches sich analog zum Körper während der Evolution entwickelt hat und durch sie geprägt wurde. Freud konzipierte seine Theorie des Unbewussten dagegen stärker auf einer individuellen Ebene, ohne dabei allerdings die Existenz kollektiver Erfahrungen (etwa den kollektiv verdrängten „Urvatermord“ in der Urhorde) oder kollektiver Symbole (etwa die berühmten Phallussymbole) zu verneinen. Jungs Konzeption des kollektiven Unbewussten und der Archetypen dagegen besitzt ein deutlich religiöses Moment, das der Atheist und Religionskritiker Freud kategorisch ablehnte.
Die Entdeckung des Unbewussten
Die historische und anthropologische Forschung zeigt, dass bereits in archaischen Gesellschaften Methoden (teilweise auch zur Behandlung psychischer Störungen) angewendet wurden, in denen Suggestion, also die Beeinflussung des Unbewussten, eine entscheidende Rolle spielt. Beispiele dafür sind etwa der Schamanismus, der Exorzismus, „Geistiges Heilen“ und religiöse Riten.
Gemeinsam ist diesen „magischen“ Behandlungsformen in der Regel die Annahme einer ‚unsichtbaren Welt‘ hinter der sichtbaren Alltagswelt, die als Quelle einer geheimen Kraft angesehen wird. Eine solche Annahme kann – in gewissem Sinne – als die früheste Form des später unter anderem von Freud angenommenen Unbewussten gelten. Den Zugang zu dieser – oft als lebensspendend betrachteten – Quelle wieder neu zu erschließen, erachteten die Heiler als maßgeblich für den Erfolg einer von ihnen durchgeführten Behandlung. Erst im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich aus diesen Praktiken die erste systematische Beschäftigung mit dem Unbewussten:
Der deutsche Arzt Franz Anton Mesmer (1734–1815) war der Begründer der ersten „dynamischen Psychiatrie“ (ab 1775). Wie die Heiler der außereuropäischen Kulturen ging er von heilenden Kräften aus (magnetische Ströme, Fluidum, Rapport), die der Arzt im Patienten wieder anregen könne. Diese Kräfte nannte er – in Analogie zu den zeitgenössischen Entdeckungen auf dem Gebiet der Elektrizität – „tierischen Magnetismus“.
Sein Schüler, der französische Artillerieoffizier Marquis de Puységur (1751–1825), entwickelte Mesmers Behandlungsform weiter zur Verabreichung eines sogenannten „magnetischen Schlafes“ bzw. der „magnetischen Hypnose“.
Der deutsche Arzt und Naturphilosoph Carl Gustav Carus (1789–1869), ein Freund Goethes, veröffentlichte 1846 das Buch Psyche. Zur Entwicklungsgeschichte der Seele. Dort entwickelte er die Begriffe des „Unbewußten“ sowie des „Unbewußtseins“, wobei er diese spiritualistisch-romantisch als „göttliche Natur“ deutete.
1869 veröffentlichte Eduard von Hartmann (1842–1906) sein Buch über die Philosophie des Unbewussten, welches zur Verbreitung und Popularisierung des Begriffs maßgeblich beitrug.
Der französische Neurologe Jean-Martin Charcot (1825–1893) untersuchte am Hôpital Salpêtrière in Paris die „traumatischen Lähmungen“ und erkannte mit Hilfe der Hypnose, dass ihnen keine organischen Störungen zugrunde liegen können: Unter hypnotischer Suggestion ließen sich die Lähmungen beheben. Sigmund Freud arbeitete 1885–1886 vier Monate an dieser berühmten französischen Klinik.
Der französische Philosophieprofessor, Arzt und Psychotherapeut Pierre Janet (1859–1947) war der Gründer eines „neuen Systems der dynamischen Psychiatrie“ (ab 1900). Sein Werk wurde zu einer der Hauptquellen für Freud, Alfred Adler und C. G. Jung.
Nach anfänglichen Experimenten mit der bei Charcot erlernten Hypnosetechnik distanzierte sich Sigmund Freud (1856–1939) später von dieser, da die suggestive Behebung psychosomatischer Symptome nicht von Dauer ist, und gründete stattdessen seine eigene Schule, die „Psychoanalyse“. Deren Erfolge beruhen nach Freud zum einen auf der vernunftgemäßen Einsicht, die der Patient im Laufe der Behandlung über die Ursache seiner Erkrankung gewinnt, und zum anderen auf der Möglichkeit, das neurotische Verhalten anhand der Diagnose in therapeutisch wirksamer Weise aus eigener Kraft zu ändern. Freuds Schriften und Einsichten in die psychische Dynamik sowohl der Individuen als auch ganzer Kulturen haben unsere heutige Auffassung vom Menschen grundlegend geprägt. Als Beleg für die Existenz des Unbewussten sah Freud zunächst die so genannte posthypnotische Suggestion an, worunter verstanden wird, dass Befehle, die einem hypnotisierten Probanden suggeriert werden, nach dem Erwachen aus der Trance ausgeführt werden, obwohl sich der Handelnde an den Befehl selbst nicht erinnert. Auch das Phänomen des „Freudschen Versprechers“ und andere Fehlleistungen galten Freud als Belege für die Existenz unbewusster Motive.
Die von Alfred Adler (1870–1937) entwickelte „Individualpsychologie“ unterscheidet sich von der Psychoanalyse grundlegend durch ihre pragmatische Theorie mit der Betonung der Unteilbarkeit des Individuums und der teleologischen und sozialen Orientierung des Menschen. Mit Freud nahm Adler jedoch an, dass die frühkindlich erlebten Situationen den Lebensstil des Erwachsenen unbewusst beeinflussen. Adlers Lehre hat die Neopsychoanalyse stark mitgeprägt.
Die von Carl Gustav Jung (1875–1961) begründete „analytische Psychologie“ unterscheidet sich von Freuds Psychoanalyse vor allem durch die große Bedeutung, die Jung den archetypischen Dimensionen des Unbewussten beimisst – den im Inneren verwurzelten Bildern früher Bezugspersonen („Imago“), oder dem das Individuum übersteigenden „kollektiven Unbewussten“. Einen allgemeinen Beleg für die Annahme eines Unbewussten fand Jung in seinen Assoziationsexperimenten. Dabei rief er Probanden einige genau festgelegte Wörter zu. Die Probanden sollten so schnell wie möglich mit dem erstbesten Einfall antworten, der ihnen in den Sinn kam. Bei diesen Experimenten fiel Jung auf, dass einige der von ihm vorgebenen Wörter bei manchen Probanden merkwürdige Reaktionen auslösten. Die Assoziationen zu manchen Wörtern wurden gestört, waren zu langsam oder enthielten Inhalte, die auf einen konflikthaften Zusammenhang schließen ließen. (Zum Beispiel: Arzt: „Wolke“ – Proband: „Luft“. Aber: Arzt: „Mutter“ – Proband sehr spät: „Friedhof“). Aus diesem Zusammenhang schloss Jung, dass es abseits des Bewusstseins unbewusste, oft konflikthafte Zusammenhänge gebe, die er als „Komplexe“ bezeichnete.
Der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan (1901–1981), der für die Entwicklung der Psychoanalyse in Frankreich eine zentrale Rolle spielte, widmete sich einer erneuten Lektüre der Schriften Freuds im Lichte der strukturalistischen Methode. Lacan betonte, auch vor dem Hintergrund der Freudschen Theorie der Fehlleistung und des Witzes, dass das Unbewusste „wie eine Sprache“ strukturiert sei. Die Arbeit des Unbewussten erfolge nach linguistischen Gesetzen wie Metapher und Metonymie, Ersetzung und Verschiebung. Die entsprechenden Elemente des psychischen Geschehens nannte er Signifikanten, jedoch spiele neben dem sprachähnlichlich strukturierten Feld des Symbolischen auch das Imaginäre und das Reale eine zentrale Rolle im psychischen Apparat. Die eigentliche Strukturierungsleistung, und auch die psychoanalytische Kur, vollziehe sich aber auf dem Feld des Sprechens. Lacans Weiterentwicklung war vor allem für den Poststrukturalismus von prägender Bedeutung.
Das Unbewusste in der heutigen Psychologie
Freuds Grundannahme, dass durch automatische, also unbewusste Abwehrmechanismen Gedanken oder Impulse, welche Angst auslösen können, aus dem Bewusstsein verdrängt werden, aber unbewusst weiter wirken und sich als Krankheitssymptome ausdrücken können, wird auch noch heute von allen tiefenpsychologischen Schulrichtungen vertreten. Auch das Freudsche Drei-Instanzen-Modell mit der Annahme von Ich, Es und Überich als unterschiedliche Persönlichkeitsanteile ist bis heute aktuell geblieben. Insgesamt wurden Freuds Theorien über das Unbewusste in den letzten 100 Jahren auf der einen Seite immer wieder bezweifelt und grundsätzlich in Frage gestellt, auf der anderen Seite aus verschiedenen Perspektiven auch immer wieder modifiziert, erweitert und bestätigt.
Den somatischen Aspekten des Unbewussten schenkte Freud im Vergleich zu seinen Auswirkungen auf Charakter und Verhalten eher wenig Aufmerksamkeit. Die heutige psychosomatische Medizin geht davon aus, dass aus dem Bewusstsein verdrängte Inhalte sich nicht nur in psychischen Krankheitssymptomen, sondern auch in Form körperlicher Krankheiten ausdrücken können. In der Körperpsychotherapie wird angenommen, dass sich das Unbewusste nicht nur körperlich auswirken kann, sondern dass unbewusste Inhalte selbst weitgehend körperlich-emotional gespeichert sind. Alfred Adler bestritt hier den umgekehrten Weg, indem er Zusammenhänge zwischen - oft angeborenen - Organminderwertigkeiten und daraus resultierenden Komplexen als Folge einer Überkompensation der körperlichen Schwächen vorstellte.
Stark gewandelt haben sich die Annahmen über die Inhalte des Unbewussten in den psychodynamischen Theorien. Die Verdrängung sexueller Impulse hat heute lange nicht mehr die Bedeutung wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Letzteres wohl auch beeinflusst durch gesellschaftliche Entwicklungen wie die in der westlichen Welt erfolgte sexuelle Enttabuisierung und auch ihre nachfolgenden Gegenbewegungen. Aggressive Impulse haben auch heute noch große Bedeutung. Die psychodynamischen Theorien haben ihre stärksten Erweiterungen durch Forschungen in der Entwicklungspsychologie und durch die Psychotraumatologie erfahren. Heute geht die Psychoanalyse vor allem von einem Mehr-Personen-Modell der psychischen Entwicklung aus.
Empirische Forschungen mit Säuglingen und Kleinkindern und ihrer Interaktion mit der Mutter legten nahe, dass sich in frühen Bindungserfahrungen ein Selbstbild entwickelt, welches aus einer Verbindung sensorischer Erinnerungen mit körperlichen und emotionalen Erlebnissen entsteht. Solche sensorischen Erinnerungen sind dann später dem kognitiven Bewusstsein nicht zugänglich, bestimmen aber unbewusst das Erleben und Verhalten.
Forschungsergebnisse aus der Entwicklungspsychologie führten auch dazu, dass die Freudschen Annahmen verdrängter Triebimpulse weitgehend durch Annahmen ersetzt oder ergänzt wurden, welche der Verdrängung schmerzhaft erlebter Enttäuschungen der Bedürfnisbefriedigung des Kindes größere Bedeutung beimessen. Dem gegenüber stehen aber auch Auswirkungen einer verzärtelten Erziehungsweise oder aber einer zu früh erfolgenden Überforderung durch die Eltern.
Die Psychotraumatologie geht davon aus, dass auch ins Unbewusste verdrängte traumatische Geschehnisse eine dramatische Auswirkung auf das Selbstbild und Weltbild haben können. Frühkindliche traumatische Erlebnisse können, obwohl sie der bewussten Erinnerung nicht zugänglich sind, in Situationen, welche der traumatischen Erfahrung ähneln, Panik und Hilflosigkeitsgefühle auslösen.
Der Begriff „unbewusst“ wird auch in der psychologischen Generationsforschung verwendet. Hier meint er ein verdecktes, meist einschneidendes und traumatisches Ereignis, das über unterschwellige Verhaltensbeeinflussung von einer Generation an die nächste weitergegeben werden kann, ohne dass das Ereignis selbst allgemein offen thematisiert wird. Dies kann sowohl einzelne Familien als auch größere Gemeinschaften betreffen.
Auch die Kognitionspsychologie verwendet sich den Begriff: „Viele kognitive Psychologen bestätigen inzwischen Freuds Ansicht, wonach ein großer Teil des menschlichen Verhaltens durch unbewusste Prozesse determiniert wird“. Allerdings nehmen die meisten Kognitionspsychologen lediglich an, dass uns viele kognitive Prozesse oder Wahrnehmungen nicht bewusst sind. Die Freudsche Konzeption eines Es als Instanz für verdrängte Triebe und Bedürfnisse lehnen sie in der Regel ab.
Das Unbewusste in der Neurowissenschaft
Die wissenschaftliche Diskussion über das Unbewusste wurde in den letzten beiden Jahrzehnten vor allem von den empirischen neurowissenschaftlichen Studien von Antonio Damasio sowie durch neurobiologische Forschungsergebnisse, die durch die neuen bildgebenden Verfahren in der Hirnforschung möglich wurden, wiederbelebt. Dabei erfahren die tiefenpsychologischen Annahmen über die Bedeutung unbewusster Prozesse für das menschliche Erleben und Verhalten eine starke Aufwertung.
Der von Freud ursprünglich angestrebte biologische Zugang zum Unbewussten wird jetzt durch die bildgebenden Verfahren möglich. So formulieren führende Neurowissenschaftler in einem gemeinsamen Manifest: „Wir haben herausgefunden, dass im menschlichen Gehirn neuronale Prozesse und bewusst erlebte geistig-psychische Zustände aufs Engste miteinander zusammenhängen und unbewusste Prozesse bewussten in bestimmter Weise vorausgehen
Selbstbild
Selbstbild bezeichnet die Vorstellung, die jemand von sich selbst hat bzw. macht. Der Begriff des Selbstbildes deckt sich teilweise mit dem Begriff der personalen Identität, bezieht sich aber stärker als dieser auf psychische und stimmungsmäßige Aspekte und unterliegt stärkeren Wandlungen und Schwankungen. Das Selbstbild beruht auf Selbstwahrnehmung und steht im Gegensatz zum Fremdbild, also wie Dritte jemanden von außen wahrnehmen. Das Selbstbild misst sich am Wunschbild, also daran, wie jemand gerne sein möchte.
Funktionen des Selbstbildes
Das Selbstbild steuert das Denken, Fühlen und Verhalten. Die Übereinstimmung von Selbstbild und Wunschbild sowie die von Selbstbild und Fremdbild sind wesentliche Voraussetzungen für die Leistungsfähigkeit, die psychische Gesundheit und zu angemessenem Umgang mit Dritten. Je klarer das Selbstbild ist, und je besser es mit den Fremdbildern übereinstimmt, desto eindeutiger kann der Unterschied zum Wunschbild gesehen werden. Daraus können dann persönliche Entwicklungsschritte abgeleitet werden.
Dimensionen des Selbstbildes
Das Selbstbild setzt sich aus verschiedenen Dimensionen zusammen:
kognitive Elemente: Vorstellungen von den eigenen Eigenschaften und dem eigenen Wesen
emotional-affektive Elemente: Selbstliebe und Antrieb
wertende Elemente: Selbsteinschätzung und Einstellung zur eigenen Persönlichkeit
Zur kognitiven Dimension des Selbstbildes gehören sowohl die Selbstwahrnehmung der eigenen Person als biographisch geprägter und im Fortgang der Zeit und der verschiedenen gemachten Erfahrungen dennoch mit sich selbst identischer Person (Identität) wie auch das Wissen um den eigenen Charakter, die eigenen Werte, Ideale und Wünsche, Talente und Begabungen, den erreichten sozialen Status, aber auch den eigenen Körper und seine Wirkung auf andere. Das Selbstbild ist aber immer auch mit emotional-affektiven Elementen sowie wertenden Elementen verknüpft, sofern ein Mensch sich selbst aufgrund seiner Selbstwahrnehmung mehr oder weniger Selbstliebe und Selbstachtung entgegenbringt und darüber hinaus auch zur Selbstkritik fähig ist. Die auf einem jeweiligen Selbstbild beruhende emotionale und rationale Einstellung zu sich selbst, wirkt wiederum auf das eigene Handeln und die eigene Motivation und damit auch auf das Selbstbild zurück.
Zu psychologisch-psychotherapeutischen Zwecken lässt sich das Selbstbild eines Individuums in verschiedenen Kategorien betrachten und klassifizieren:
Wertigkeit: positiv, negativ, ambivalent (zwiespältig).
Stabilität: konstante Wertigkeit, oder fragil, flüchtig, wechselhaft.
Kongruenz: Selbst- und Fremdbild sollten innerhalb des Lebensmilieus nicht zu sehr bzw. zu stark voneinander abweichen, um nicht Dauerkonflikte oder Beziehungsprobleme hervorzurufen.
Im allgemeinen gilt, dass jeder Mensch ein im Grunde stabiles und positiv kongruentes Selbstbild anstrebt.
Feedback als Korrektur
Feedback ermöglicht dem Empfänger, sein Selbstbild mit Fremdbildern zu vergleichen und es gegebenenfalls zu korrigieren. Ein positives Selbstbild wird gefördert durch eine wertschätzende Umgebung.
Das Selbst im spirituellen Bereich
Das Transzendieren, die bewusste Klärung von Ich (Ego) und Selbst, ist das Hauptthema und Ziel im Hinduismus und im Buddhismus. Der Schüler (Tschela) eines geistigen Weges im Hinduismus (Yoga) erkennt, dass sein Ich sich im „inneren Selbst“ (dem Atman) auflöst und damit die Einheit mit dem Göttlichen (Brahman) als Selbsterkenntnis stattfindet. Im Buddhismus hingegen wird die Existenz einer Seele und von etwas Göttlichem abgestritten, alle Phänomene sind letztendlich Leerheit und der Weg ist lediglich ein Erwachen zur Erkenntnis der Realität.
Dieses Erlebnis wird Samadhi genannt, im japanischen Buddhismus Satori. Alle Yogapraxis (Jnana-Yoga, Raja-Yoga) dient nur dazu, diese Täuschung einer eigenen separierten Existenz des Ichs (Egos) zu überwinden. Es gibt in der Erfahrung des eigenen Selbst das Licht-Erlebnis des Einen ohne ein Zweites (Erleuchtungserlebnis).
Das Ich (Ego) gibt seine Täuschungs-Existenz auf und wird eins mit dem Ganzen (mit dem spirituellen Licht des ewigen Lebens). Tatsächlich „wird“ es nicht eins: Da das Ich (Ego) tatsächlich nie existiert hat, wird diese Einheit nach dem Loslassen von der Täuschung eines „Ichs“ als allumfassende Glückseligkeit im ewigen Licht erlebt.
Im ursprünglichen (Theravada) Buddhismus existiert dieses spontane Erleuchtungserlebnis zwar auch, wird aber letztlich als Täuschung bzw. ohne bleibenden Wert begriffen. Das „kleine Tor“ (Lankavatara Sutra) des Erleuchtungserlebnisses ist dort lediglich ein erster Kontakt mit dem durch Übung zu beschreitenden Weg, und kein erstrebenswerter Zustand.
Entsprechende Licht-Erlebnisse haben Eingang in die religiöse Literatur aller Kulturen gefunden, obwohl sie nicht überall als zentrales Gotteserlebnis begriffen werden. Diese Selbsterfahrung wird auch in der Bibel bei Johannes beschrieben: „Gott ist Licht und in ihm ist keine Finsternis.“ Weiter wird Jesus ein Satz in den Mund gelegt, womit er sich selbst, aber auch das Prinzip der Selbst-Erkenntnis meinte: „Das Licht leuchtet in der Finsternis (Ego), und die Finsternis hat es nicht begriffen“. Auch der Satz über dem Eingang zum Orakel von Delphi Erkenne dich selbst!, als Imperativ auch als Leitsatz dem Sokrates zugeschrieben, handelt von der Transzendenz des Egos hin zum göttlichen Selbst (Licht).
Im christlichen Bereich ist besonders der Mystiker Joel S. Goldsmith (†1964) zu erwähnen, der die philosophischen Grundlagen für das Loslassen des menschlichen Ichs (Egos) hin zum göttlichen Selbst in seinen Büchern beschreibt:
Das mystische Ich
Der Donner der Stille
The infinite way
In der Psychologie der Sufis (islamische Mystiker) existieren sieben verschiedene Stufen des Selbst (arabisch: nafs), die unterste ist an-nafs al-ammara, das niedere Selbst, die höchste an-nafs al-safiya, das reine Ich. Dazwischen liegen die Stationen der Gottessuchenden auf dem Weg zur göttlichen Einheit (tauhid).
Schwangerschaftsdepression
Eine Schwangerschaftsdepression ist eine unipolare Depression während der Schwangerschaft, die oft als Folge einer Anpassungsstörung zustande kommt.
Wie andere Erkrankungen kann auch eine Schwangerschaftsdepression laut ICD-10 anderenorts klassifiziert werden, wird jedoch aufgrund der Tatsache, dass sie Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett komplizieren kann, gesondert aufgeführt und mit O99.3 kodiert.
Etwa 10 Prozent aller Frauen sind während der Schwangerschaft von einer Depression betroffen, nach einer Studie von Evans erfüllten in der 32. Schwangerschaftswoche 13,5 % der Schwangeren die Kriterien einer möglichen Depression. Die Ursachen dafür sind immer noch unklar und die Behandlung, insbesondere die medikamentöse, ist heikel. Ergebnisse einer finnischen Studie, wonach eine Schwangerschaftsdepression der Mutter bei den herangewachsenen Kindern mit einer geringen Zunahme kriminellen Verhaltens assoziiert sein soll, sind durch andere Arbeitsgruppen bisher nicht bestätigt worden.
Postpartale Stimmungskrisen
Postpartal beschreibt Zustände nach der Geburt (lat. partus=Entbindung, Trennung). Es wird auch der Begriff postnatal (lat. post=nach; natus=Geburt) verwendet. Die psychischen Krisen, in die eine Mutter nach der Geburt des Kindes geraten kann, gliedern sich in drei verschiedene Kategorien, welche oft fließend ineinander übergehen: das Postpartale Stimmungstief (Baby-Blues), die Postpartale Depression (PPD) und die Postpartale Psychose (PPP). Diese stehen oft ursächlich in Beziehung zur Schwangerschaftsdepression.
Postpartales Stimmungstief
Hierbei handelt es sich um ein kurzfristiges Stimmungstief, welches in den ersten 10 Tagen nach der Entbindung auftritt und meist 3-5 Tage anhält. Die Symptome vergehen meist schnell und von selbst. Die Betroffenheitsrate liegt bei 50%— 80%, aufgrund dessen wird das Stimmungstief heute schon als Normalzustand angesehen. Es bleibt dabei aber zu beachten, dass wenn es länger als zwei Wochen anhält, es sich auch zu einer dauerhaften Depression entwickeln kann. Kennzeichen für das Stimmungstief sind Traurigkeit, häufiges Weinen, Erschöpfung, Ängstlichkeit, Reizbarkeit, Schlaf- und Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwierigkeiten.
Postpartale Depression (PPD, Wochenbettdepression)
Sie kann jederzeit im ersten bis zweiten Jahr nach der Geburt entstehen. Typisch für die PPD ist eine schleichende Entwicklung; sie wird meist erst aufgrund von körperlichen Symptomen erkannt. Die Betroffenheitsrate liegt hier bei 10-20%. Kennzeichen für die PPD sind Energiemangel, Traurigkeit, inneres Leeregefühl, Schuldgefühle, ambivalente Gefühle dem Kind gegenüber, allgemeines Desinteresse, Teilnahmslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Tötungsgedanken (auf sich, auf das Kind oder andere Familienmitglieder bezogen), sexuelle Unlust, Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, extreme Reizbarkeit, Taubheitsgefühle, Zittern, Schwindel, Konzentrations-, Schlafstörungen, Ängste, Panikattacken, Zwangsgedanken.
Postpartale Angstzustände können als eigenständige Kategorie gesehen werden, da diverse Angststörungen nicht zwangsläufig eine Depression bedeuten. Sie treten in den ersten zwei bis drei Wochen auf und umfassen schwere, wiederkehrende Angst- und/oder Panikgefühle, die meist mit dem Wohlergehen des Babys in Bezug stehen. Unbehandelte Symptome der Angstgefühle können zu einer Depression führen.
4% der Väter leiden nach der Geburt eindeutig unter einer postpartalen Depression.
Postpartale Psychose (PPP)
Sie ist die schwerste Form der Krisen. Sie entsteht vorwiegend in den ersten 2 Wochen nach der Entbindung, kann sich aber auch aus einer Depression entwickeln. Von 1000 Müttern sind 1-3 Mütter betroffen. Es gibt drei Formen, welche sich bei der PPP oft als eine Mischform zeigen:
Manie: Es zeigen sich eine starke Antriebssteigerung, motorische Unruhe, Verworrenheit, Größenwahn, gehobene Stimmungslage mit Euphorie, Enthemmung und ein vermindertes Schlafbedürfnis. Eine Gefährdung resultiert in diesen Fällen durch falschen Umgang mit dem Kind bzw. eine Störung der allgemeinen Urteilsfähigkeit.
Depression: Es äußern sich Angstzustände, Antriebs-, Bewegungs- und Teilnahmslosigkeit.
Schizophrenie: Zeigt sich durch Halluzinationen und Wahnvorstellungen, die betroffene Frau glaubt Stimmen zu hören oder Dinge zu sehen, die nicht existieren.
Ursachen
Für die Erklärung der Ursachen gilt ein multifaktorieller Ansatz, der bei jeder Frau verschiedene Gewichtung haben kann.
Biologische Ursachen
Zum einen die physische Erschöpfung und Umstellung nach der Geburt, durch die große körperliche Anstrengung während der Geburt und der plötzlichen körperlichen Veränderung von Bauch, Brüsten, Stoffwechsel und der Verdauung. Auch spielt das (Un-)Gleichgewicht der Hormone eine Rolle. Durch den plötzlichen Abfall des Progesteron kann es zu Depressionen kommen und der Abfall von Östrogenen führt zu erheblichen Schlafstörungen. Frauen, die am prämenstruellen Syndrom (PMS, besondere Reizbarkeit, hervorgerufen durch Hormonveränderungen) leiden, sind meist häufiger von einer PPD betroffen.
Auch ein Mangel an Schilddrüsenhormone (Unterfunktion) kann zu depressiven Symptomen und/oder Angst und Panikattacken nach der Geburt führen. Die Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis bricht oft nach der Geburt aus und führt zu einer Schilddrüsenunterfunktion mit ihren Symptomen wie Kraftlosigkeit, Müdigkeit/Erschöpfung, Depression usw. Ebenfalls kann eine Schilddrüsenüberfunktion zu Angst und Panikattacken führen. Meist wird sie durch die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow ausgelöst, die auch postpartal ausbrechen kann.
Psychische Ursachen
Die Geburt ist ein sehr einschneidendes Erlebnis. Die Frau wird dabei sehr stark mit ihren Ängsten, wie Versagens- oder Schmerzangst und einem unrealistischen und überzogenen Mutterbild konfrontiert. Geburt kann auch bedeuten, dass die Frau sich von ihrer eigenen Kindheit verabschieden muss, noch vorhandene Defizite oder unverarbeitete Erlebnisse erschweren diesen Prozess. Neue soziale Strukturen können zu einer psychischen Belastung werden, z.B. war die Frau zuvor berufstätig und bleibt nun als Mutter zu Hause, dies kann zur Isolation führen. Frauen mit einem starken Kontrollbedürfnis, einem ausgeprägten Perfektionismus oder solche, die schon Panikattacken oder Depressionen hatten, sind eher gefährdet.
Psychosoziale Ursachen
Sie liegen besonders im aktuellen gesellschaftlich vermittelten Mutterbild begründet. Nicht selten fühlen sich Frauen dem Bild einer immer perfekten, immer glücklichen Mutter nicht gewachsen, z.B. wenn Probleme beim Stillen des Kindes auftreten. So geraten die Frauen unter psychischen Druck, der aus der Wahrnehmung resultiert, den eigenen und fremden Erwartungen an die Situation nicht gerecht zu werden. Zur Verinnerlichung dieser Erwartungen an die junge Mutter tragen Kultur (Werbung, Filme, Literatur, ...), Freunde und Verwandte bei. Auch bei Männern kann es zu postpartalen Symptomen kommen, diese werden jedoch oft nicht rechtzeitig erkannt oder nicht ernst genommen.
Mißbrauchs-/Vergewaltigungserfahrungen
Sie stellen in besonderer Form massive traumatische Lebenserfahrungen dar. Forschungsergebnisse zeigen, dass für Überlebende die Gefahr einer Retraumatisierung durch Schwangerschaft und Geburt in besonderem Ausmaß möglich ist, wobei alle drei oben genannten Ursachen in verstärktem Ausmaß wirksam werden können. Dies wiederum macht postpartale Problematiken wahrscheinlicher als bei nicht in dieser Weise vorbelasteten Frauen.
Aufgrund der vermuteten hohen Dunkelziffern von Sexualstraftaten sollte der Erforschung dieser Ursache weitaus mehr Bedeutung zugemessen werden als bislang praktiziert. Ebenso spielt die Vermittlung spezifischer psychologischer Kenntnisse im Umgang mit betroffenen Frauen vor, während und nach der Geburt in der Ausbildung des Fachpersonals noch keine oder eine zu geringe Rolle.
Weitere Zusammenhänge
Bei einigen Faktoren kann es unklar sein, ob es sich um biologische, psychische oder kulturell bedingte Einflüsse handelt. So korreliert das Risiko einer Post-Partum-Depression mit dem Geschlecht des Kindes, die Korrelation scheint aber kulturell verschieden zu sein: Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Risiko in Frankreich höher sei, wenn das Neugeborene männlich ist, in China hingegen dann, wenn es weiblich ist. Die Zahl der diesen Studie zugrunde liegenden Fälle ist allerdings klein, und Zusammenhänge mit anderen Faktoren sind nicht auszuschließen.
Hilfsmaßnahmen
Die Prognose der allermeisten psychotischen Erkrankungen nach der Geburt ist sehr gut. Die Zeit bis zur Genesung ist für die psychisch kranke Mutter meistens mit einem großen Leiden verbunden. Betroffene Frauen können in dieser Situation oft nicht mehr glauben, dass die Depression bei nahezu 100 % aller Betroffenen wieder vollständig abklingt. Die Hoffnungslosigkeit ist einerseits ein Symptom der Depression. Andererseits wird sie unterstützt durch den Mangel an Aufklärung und den Mangel an kompetenter professioneller Unterstützung auf diesem Problemfeld.
Professionelle Hilfe
Bei mittelschweren Depressionen kann Selbsthilfe begleitend eingesetzt werden. Auch Hilfe durch Partner, Familie und den Freundeskreis oder professionelle Unterstützung bei der Hausarbeit und der Babybetreuung (durch Familienpfleger) kann sich positiv auswirken.
Selbsthilfe allein reicht aber oftmals nicht aus, so dass Fachleute mit herangezogen werden sollten. Bei einer schweren postpartalen Depression oder gar Psychose ist eine sofortige professionelle Hilfe absolut notwendig. In einigen Fällen ist auch ein Klinikaufenthalt erforderlich, um das Leben von Mutter und Kind zu schützen. Unter anderem stehen folgende Wege der professionellen Behandlung, die miteinander kombiniert werden können, zur Verfügung: Psychotherapie, systemische Familientherapie, Musiktherapie, Psychopharmakotherapie, Hormon-Therapie, naturheilkundliche Therapie, Alternative Therapie, Stationäre Behandlung.
Es existieren Spezialambulanzen für postpartale psychische Störungen. Ein Beispiel ist die „Mutter-Kind-Ambulanz für postpartal psychisch erkrankte Mütter“ der LWL-Klinik Dortmund. Von einer solchen Spezialambulanz können Mütter in eine stationäre Behandlung vermittelt werden. So können Mütter zusammen mit ihrem bis zu einem Jahr alten Kind in der Mutter-Kind-Einheit im Westfälischen Zentrum Herten aufgenommen werden.

Der Name Mutter

(alt)griechisch: (metér, μητήρ) mitéra, μητέρα oder mána, μάνα
bulgarisch majka майка
lateinisch: mater, matrix, mamma
französisch: mère
russisch: mat' мать
tschechisch: matka, matinka
slowakisch: matka, mamka
polnisch: matka
albanisch: matrice (Mutterleib)
serbokroatisch majka мајка
spanisch: madre
bosnisch/kroatisch: majka
persisch: mādar ‏مادر‎
alt-englisch: modor
alt-irisch: mathir
alt-indisch: matar
sanskrit: matr
Nicht-indoeuropäische Sprachen:
arabisch: 'umm ‏أم‎
hebräisch: 'êm אם
chinesisch mǔ 母, mǔqin 母亲/母親, māmā 媽媽 oder māmī 媽咪
finnisch: emämaa (Mutterland)
thailändisch: mae แม
türkisch: Anne/Ana
ungarisch: anya
vietnamesisch: mẹ
japanisch: Okaasan お母さん / Hahaoya 母親

Die Macht
Es hat schon immer Menschen gegeben die nach Macht streben. In grauer Vorzeit wurde das Ziel durch eigene körperliche Stärke erreicht. Später wurde mehr der Verstand eingeschaltet und man bediente sich anderer Menschen um an die Macht zu kommen. Den Begleitern versprach man die Teilhabe an der Macht. Macht ist die Fähigkeit von Individuen und Gruppen, das Verhalten und Denken von anderen Individuen oder Gruppen in ihrem Sinne zu bestimmen.
Hatte man die Macht, so hieß es diese Macht unter allen Umständen zu verteidigen. Dabei wurde noch nicht einmal davor zurückgeschreckt die Religion zu missbrauchen. Da auch Andere nach der Macht streben, steht von nun an der Machterhalt an erster Stelle.
Selbst in einem demokratischen Staat wie Deutschland geht es in erster Linie um die Macht im Lande. Mit dem kleinen Unterschied, daß anstelle der körperlichen Stärke das Kapital getreten ist. Anders ausgedrückt, "Wer das Geld hat, hat auch das Sagen ". Nun wird aber in unserer Demokratie alle vier Jahre neu gewählt. Der einfache Bürger hat die grandiose Möglichkeit, die politischen Machtverhältnisse im Land zu verändern. So machen die Regierenden einen Spagat zwischen der mächtigen Wirtschaft und der Bevölkerung. Die Interessen der Wirtschaft stehen oftmals den Interessen der Bevölkerung entgegen. Ihnen geht es in erster Linie um die Steigerung ihrer Profite und einer Vergrößerung der Marktmacht im Land.
Das Wahlvolk ist das Zünglein an der Waage, doch das interessiert sich leider immer weniger für Politik. Das ist wiederum sehr gut für die allmächtige Wirtschaft, die mittlerweile auch schon mit ihren Lobbyisten in etlichen Gremien der Regierung sitzt. So ist es für sie ein leichtes ihre Interessen durchzusetzen. Die regierenden Politiker sind fortwährend damit beschäftigt ihre Macht zu erhalten. Dabei treten die Belange der Menschen im Land in den Hintergrund. Nur vor einer Wahl beginnen sie sich des Wahlvolkes zu besinnen, daß eigentlich die Macht hätte, die eigene Macht zu beenden.
Doch was macht das Wahlvolk ? Es interessiert sich nicht für Politik und es bleibt alles so wie es ist. Dabei muss sich auch die übermächtige Wirtschaft an Regelungen und Gesetze halten, wenn sie denn verabschiedet würden.
Die Mächtigen sind eigentlich einsame Menschen, die in ihrer eigenen Welt leben und sich fortwährend darum sorgen, ihre Macht zu verlieren. Deshalb fällt es den Mächtigen auch so furchtbar schwer, das ganz normale Leben zu verstehen. Vielleicht sollten sich die Bürger ihrer Möglichkeiten bewusst werden und einige Mächtige wieder zurück in die reale Welt holen.


Liebe Grüsse

LiLa

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BeitragVerfasst: 30.06.2009, 10:09 
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Viel Spaß!
Melde mich nächste Woche wieder mit meiner Interpretation. Je mehr wir haben - umso bereichernder.


:?:
:) HuHu

:leser: ?

Bist du schon dazu gekommen?

Ich hätte da mein absolutes Kindheits Favoriten Märchen, ich war damals so was von Fan....aber ich warte, bis der Froschkönig ist. Oder? Weil mich kribbelt es und brennt es an den Fingerkuppen :lol:

glg

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BeitragVerfasst: 05.07.2009, 04:18 
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Hallo Mäuserich Lila,

komm gerade nach Hause. Ich habe das nicht vergessen, wir machen das, aber bei diesen seelischen - tiefenpsychologischen Angelegenheiten, da muss ich "in der Stimmung" zu sein.

Ich weiß, ich hab hier viel zwischendurch geschrieben, auch nebenan. Aber diese intellektuellen, rein verstandesmäßigen Dinger, die gehen schnell, nebenbei. Da ist alles "flüchtiger". Zwischendurch sozusagen.
Lichtgeschwindigkeit sozusagen. Schreibt schon John Gray:

Der Verstand ist fix - die Seele braucht ihre Zeit.

Deswegen bei der Traumdeutung und den seelischen Sachen, Kunst etc. Dafür brauche ich Muße. Raum, den ich mir nehme und schaffe - nicht so zwischen Tür und Angel. Das geht viel tiefer als was über den Lissabon-Vertrag reinzuschreiben.


Vielleicht komme ich morgen nachmittag dazu. Wenn ich in der Stimmung bin. Ich hab es schon in mir drin, also ich weiß schon, was ich schreiben möchte, aber ich muss dafür ein bisschen "in die Versenkung" gehen, sozusagen. Um die Bilder zu sehen und sie erfassen zu können. Ich muss das in mich aufnehmen, um zu deuten.


Also - morschen erstmal auspennen und dann tschaun mer mal! :wink:
Wenn der richtige Zeitpunkt ist. Ich muss das dann so durch mich durchfließen lassen um es zu erspüren und die Eingebungen zu bekommen, deswegen.

Ich freu mich aber schon drauf. Ist aber auch very touchy jedesmal.
Seelische Sachen sind special. Die gibt's von mir nur Sonntags oder zu Ostern.

Also nicht böse sein. Verstand ist bei mir Uranus - no problem. Doch diese seelischen Dinge, das ist Neptun. Der ist sehr "kapriziös". :wink:

Wach gut auf morschen früh!
Tilde


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BeitragVerfasst: 05.07.2009, 15:59 
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lila hat geschrieben:
Ich hätte da mein absolutes Kindheits Favoriten Märchen, ich war damals so was von Fan....aber ich warte, bis der Froschkönig ist. Oder?



Welches willst Du denn zuerst?

Den Froschkönig oder Schneewittchen?
Das moderne Märchen "Jeanny" hätt ich auch noch im Angebot. Das hat aber soviele Ebenen, also Täter-Opfer, und dann noch der Heilungsprozess, also die beiden Lieder sind ja ein Kreislauf. Von daher schon anspruchsvoll.

Dann hab ich noch andere, Hans Christian Andersen fällt mir ein.

Fangen wir mal mit Schneewittchen an, bevor hier alles in den Fugen gerät.
Ich mach mal die Interpretation zuerst.

Moment..... erstmal die Symbole.
Tilde hat geschrieben:
Schneewittchen

Inhalt


Eines Tages wünscht sich die schöne Königin sehnlichst ein Kind. An einem kalten Wintertag sitzt sie am Fenster, das einen Rahmen aus schwarzem Ebenholz hat, und näht. Beim Betrachten der Schneeflocken wird sie abgelenkt und sticht sich mit der Nähnadel in den Finger. Als sie das Blut auf den Schnee tropfen sieht, denkt sie: „Hätt ich ein Kind, das Haut so weiß wie Schnee, Lippen so rot wie Blut, und Haare so schwarz wie Ebenholz.“

Bild

Nach Schneewittchens Geburt stirbt ihre Mutter. Nach einem Jahr nimmt sich der König eine andere Gemahlin. Diese ist sehr schön, aber stolz, hochmütig und böse. Sie kann es nicht ertragen, an Schönheit übertroffen zu werden. Als ihr sprechender und allwissender Spiegel Schneewittchen und nicht sie die Schönste im ganzen Land nennt, beauftragt sie den Jäger, ihre Stieftochter umzubringen und ihr zum Beweis Lunge und Leber zu bringen, doch der Mann lässt das Mädchen laufen und bringt der Königin Lunge und Leber eines Frischlings.
Schneewittchen flüchtet durch einen Wald, und die wilden Tiere tun ihr nichts. Sie kommt zu einem Häuslein, in dem ein Tisch für sieben Personen gedeckt ist, und bedient sich von ihm. Als es ganz dunkel ist, kommen die Herren des Häusleins, die sieben Zwerge, die in den Bergen nach Erz gehackt und gegraben haben. Sie sind erstaunt, dass jemand von ihrem Tellerchen gegessen, aus dem Becherchen getrunken usw. hat. Im Bett des siebten Zwerges finden sie das schlafende Schneewittchen. Am nächsten Morgen erklärt Schneewittchen ihnen ihre Lage, und es darf im Hause wohnen bleiben, wenn es die Hausarbeiten verrichtet. Dann wird es ihm an nichts fehlen.

Währenddessen befragt die böse Königin ihren Spiegel ein weiteres Mal nach der schönsten Frau im Königreich. Er verrät ihr, dass Schneewittchen noch am Leben ist und sich hinter den Bergen im Haus der Zwerge versteckt.
Drei Mal versucht nun die Königin, Schneewittchen zu töten, indem sie sich als Händlerin verkleidet: mit einem Schnürriemen (Mieder), einem Kamm und einem Apfel. Die ersten beiden Male können die Zwerge Schneewittchen ins Leben zurückholen. Beim dritten Mal legen sie es in einen gläsernen Sarg, in dem es aussieht, als schliefe es nur.

Ein Königssohn reitet vorüber und verliebt sich in die scheinbar tote Prinzessin. Als der Sarg auf sein Schloss getragen wird, stolpert er über eine Wurzel und das giftige Apfelstück rutscht Schneewittchen aus dem Hals. Sie erwacht, und der Prinz heiratet sie.


Schneewittchen
Schnee-weiß. -> Schnee: Gefühlskälte ->Weiß: Unschuld -> „Die/ der unschuldig Gefühlskalte““die/ der unschuldig seelisch Tote“ ( = Narzisst, Narzissmus entsteht immer in der frühern Kindheit -> vor dem 7.ten Lebensjahr durch falsche (Selbst-)bemutterung und narzisstischen emotionalen Missbrauch).

Königin

Ursprung, Vollkommenheit, Ganzheit

Schön, Schönheit
Entweder Wahrheit, Aufrichtigkeit oder aber Eitelkeit, Erfolg und Glück

Kind
Entweder ein sehr positives Traumsymbol, das neue Möglichkeiten anzeigt, oder aber dem Zusammenhang nach ein Widerstand gegen Reife und Vollendung. Das Kind verdeutlicht Wesensteile des Traumichs, die erwachsen werden wollen.

Rahmen
Eitelkeit, man soll ruhig mal aus dem Rahmen fallen

Blick
Wahrnehmung

Schnee
Gefühlskälte, aber auch unberührte Unschuld

Nähen
List, Feigheit, Eitelkeit

Stich
Seelische Verletzung

Finger

Geschicklichkeit, nach konventioneller Psychoanalyse Penissymbol, männlicher Anteil in einem Selbst. Mut, Tapferkeit und Durchsetzungsvermögen. Selbstbehauptungskraft.

Blut
Leidenschaft, Liebe aber auch Verletzung und Enttäuschung.

Ebenholz
Schönheit

Blutsverlust
Liebesverlust, Verwundung

Wunde/ Verletzung

Man fühlt sich verletzt und getroffen. Eine Verletzung im Finger deutet auf eine Verletzung der eigenen Männlichkeit hin. Man fühlt sich schwach und hilflos.

Boden
Basis und Grundlage einer Angelegenheit

Lippen
Erotische Wünsche, Kommunikation

Haut
Zeigt als Spiegel der Seele den nervlichen und seelischen Zustand einer Person an. Abgrenzung gegen die Außenwelt, Schutz der Person.

Schnee
Gefühlskälte

Blässe
Blasiertheit, Angst, Krankheit

Haar
Vermögen, Potential

Schwarz
Seelischer Stillstand, Trauer und Tod

Tod
Radikaler Wechsel, Wandlung

König
Fähigkeit zur Selbstbestimmung und Selbstkontrolle

Heirat
Verbindung zwischen verschiedenen Teilen in einem Selbst

Stiefmutter
Negatives Muttersymbol, die starke magische Frau, vor der man sich fürchtet und die ihre Pflicht gegenüber den kindlichen Bedürfnissen sträflich vernachlässigt. Immer ein Verweis auf das Unbewusste des Traumichs, der Teil der einen furchtbar erzieht und ängstigt anstatt für die echten Bedürfnisse zu sorgen und einem die Fähigkeit zur Selbsterziehung (wie die gute Mutter, Königin, Fee) zu geben. Archetypische Rolle, da sie das Traum-Ich, bzw. den Helden von seinem königlichen Ursprung der Vollkommenheit und Ganzheit trennt, auf dass er diesen nach bestimmten (Lebenprüfungen) zurückgewinnen muss.

Spiegel
Der einsichtige Intellekt, der die Realität reflektiert. Geläufige Allegorie der Selbstbetrachtung. Im Märchen und im Traum schaut man in den Spiegel, um sich der eigenen Identität zu versichern. Sieht man im Spiegel nicht sein echtes, sondern sein Scheinabbild, so verweist der Spiegel auf die Phantasiewelt und das Scheinleben des TraumIchs. Der Spiegel gilt als Attribut der Narren und er deutet auf die Eitelkeit als eine der 7 Hauptsünden hin. Das Traumsymbol des Spiegels muss im Detail analysiert werden – es ist immer enorm wichtig. Durch den Gebrauch eines Spiegels gerät man meist in die Gefahr der psychischen Aufgeblasenheit und verliert seine Erdung.

Schönheit
Doppelsinnige Botschaft, siehe oben: Entweder Wahrheit und Aufrichtigkeit oder aber Eitelkeit und rein körperliche Schönheit

Jäger
Verfolgung eigener Ziele. Der Jäger ist ein männlicher Archetypus und symbolisiert den Teil von uns, der die eigenen Ziele verfolgt und dabei männliche, marsianische Eigenschaften beweisen muss, um diese zu erreichen.

Wald
Häufigstes Traumsymbol und häufigstes Symbol des Unbewussten. Der Wald ist der Ort der Gefahr, wo sich das Geheimnisvolle noch Unbewusste abspielt und welches den Helden und das Traum-Ich in Gefahr bringen kann. Auf der anderen Seite kann dieses Traumbild auch anzeigen, dass man Kontakt mit seinem Unbewussten sucht.

Verstecken
Symbol des Unbewussten. Verdrängung und Flucht aus einer Problemsituation. Wer sich im Wald versteckt, verdrängt seelische Probleme in Unterbewusstsein. Im Wald als Ort der Gefahr können diese (unbewussten) Probleme aber umso größeren Schaden anrichten.

Wilde Tiere

Das Animalische als der bewusstseinsferne Instinkt (Anima, weiblicher Anteil in einem Selbst) oder als instinktfernes Bewusstsein (Animus, männlicher Anteil in einem Selbst)
Das Bild des Verdrängten oder auch teilweise des Schattens. Wilde Tiere bedeuten zumindest nach Freud böse Triebe und Leidenschaften.

Erschießen

Etwas in sich gewaltsam abtöten. Das kann eine Beziehung, ein Gefühl oder ein ungewollter Anteil in einem Selbst sein. Man sehnt sich nach Befreiung.

Lunge

Symbol der Stärke die man aus geistigen Energien, klaren Gedanken und persönlicher Urteilskraft gewinnt.

Leber

Symbol der Lebenskraft und der Leistung

Junges
Verweist auf eine noch schwache Männlichkeit oder auch schwach ausgeprägte Männlichkeit bei der Frau, schwaches Geschlechtsrollenbewusstsein beim Mann, mangelnde Heldenhaftigkeit und Tapferkeit

Schwein
Gier, sexuelle Gier, Geilheit, Faulheit, Wühlen im Dreck, Gemütlichkeit

Haus
Immer Symbol der Seele und Psyche des Traumichs.

Häuslein:
Man fühlt sich seelisch minderwertig. Aber auch kleine Sicherheit bei (seelischer) Armut.

Tellerchen:
(Lebenshunger) nach Gleichwertigkeit und Sicherheit

Becherchen:

Gefühle und Bedürfnisse der Seele nach Gleichwertigkeit und Sicherheit

Bettchen:
Sehnsucht nach seelischem Frieden aufgrund von Mindertigkeitsgefühlen und Angst.

Zwerge:
Der Teil von einem Selbst, der sich minderwertig fühlt. Man fühlt sich wie ein Kind, man ist emotional steckengeblieben. Man sollte eventuell etwas demütiger werden. Man empfindet sich noch als Kind und sehr klein.

Sieben

Heilige Zahl: 7 Zeiten sollen über den zerstörten König hinweggehen. Besitzt nach Jung immer Zeitcharakter. Etwas braucht seine Zeit.

Im Haus bleiben, sich schützen
Das Märchen-Ich schützt sich im "Inneren Gefängnis". Man fühlt sich befangen und bedroht. Es handelt sich um den wunden Punkt des Märchen-Ichs, dass sich schützt. Manchmal hat es auch die Bedeutung des "blinden Flecks".


Schnürmieder
Die Luft wird genommen. Etwas schnürt einem die Kehle zu. Man soll ausspucken was einem im Halse steckt. Etwas bedrängt einen. Man schreit nach mehr Freiraum. Man verlangt nach mehr Luft. als symbolischen Ausdruck von persönlichen Zukunftsaussichten, persönlichen Ansichten und persönlichen Vorstellungen dar.

Atem

Lebenskraft, Austausch mit der Umwelt

Giftig
boshaft

Kamm

Eitelkeit

Haare
Vermögen und Potential (boshaftes Potential, boshafte Macht)

Speise
Nahrung für die Seele. Die Art der Speise zeigt, was unsere Seele am dringendsten braucht.

Apfel

Gesundheit und Natürlichkeit, Sinnbild des Lebens

Giftiger Apfel

vergiftende Gedanken und Gefühle über
alles, was dem Leben und der Natürlichkeit und dem Gesunden entspricht

Essen
Etwas in sich hineinnehmen, sich in der Seele berühren lassen.

Tod/töten

Alte Lebenshaltungen sterben ab. Radikaler Wechsel. (Ver-)Wandlung.

Atem
Austausch mit der Umwelt, Lebenskraft

Bild

Glas, Glaswand, Glassarg
Man ist gefühlsmäßig vom anderen abgeschirmt, kontaktmäßige Isolation, denn man sieht etwas, was man nicht erreichen kann. Dennoch Zerbrechlichkeit und Überempfindlichkeit. Aber auch das Gefäß und die Retorte, in der die Wandlung und das Wachstum des Menschen wie jenes der Pflanze stattfindet.

Prinz
Der Träumer oder die Träumerin selbst. Oft die verzauberte seelische Würde, neue seelische Ausdrucksfähigkeit und Selbsständigkeit.

Erblicken
Man nimmt etwas wahr. Was man erblickt, sollte man genauer betrachten.

Leiche

Abgestorbener Persönlichkeits- oder Gefühlsanteil. Warnsignal: Man schleppt etwas Fremdes oder Totes mit sich herum. Ist dieses Traumsymbol bedeutend, sollte man einen Therapeuten aufsuchen.

Pferd
Leidenschaften des Menschen. Entweder Eros (Lebenstrieb) oder Thanatos (Todestrieb).

Reiten

Beherrschte Leidenschaft, beherrschte Bewegungen und Taten.

Stolpern

Etwas ist überhaupt nicht in Ordnung. Es wird einem klar, dass etwas nicht in Ordnung ist. Es kann daraus eine neue Ordnung entstehen. Die Hindernisse des Lebens die es zu überwinden gilt. Das positive an diesem Symbol ist dass die unbekannten Widerstände und Schwierigkeiten in einem Selbst auf diese Weise bewusst werden was eine Voraussetzung ist, sie aus dem Weg zu räumen. Wichtig ist, worüber man stolpert.

Wurzel
Die Ahnen und Vorfahren. Die Herkunft. Auch Ahnungen.

Hinfallen:
Zweifel und Unsicherheit. Man soll sich fallen lassen. Wenn man vom Fallen träumt, steht man am Übergang zu einem neuen Lebensabschnitt. Besonders wenn man etwas Neues ausprobiert, fällt man im Traum oder im Märchen häufig auf die Nase. Dieses Symbol zeigt also an, dass man gegen eine Begrenzung ankämpft. Im Traum hilft es sehr, wenn man Fallträume in Flugträume verwandelt, so dass einem Flügel wachsen.

Zerbrochenes Glas
Verletzung, Zerstörung der Unschuld - aber auch Glück

Ausspucken, Herausfallen des vergifteten Apfels
Zweifel und Unsicherheit über die Bosheit und der Lebensablehnung, der Ablehnung des Eros. Zweifel an der Leidenschaft des Thanatos. Übergang zu Neuem. Man entledigt sich von etwas.

Hals
Verbindung zum Kopf. Der Ort wo einem die (boshaften) Worte steckengeblieben sind. (??? Hier bin ich mir nicht ganz sicher -> unter Vorbehalt!)

Erwachen

Etwas wird einem bewusst.

Schloss
Archetypisches Muttersymbol. Seelische Sicherheit bei positivem Zusammenhang. Jedoch seelische Gefangenschaft bei negativem Zusammenhang (s.o. am anfang)


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BeitragVerfasst: 05.07.2009, 16:23 
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Interpretation:

Der Mensch, das Traum-Ich, Märchen-Ich beginnt die Reise des Helden wie immer am Ursprung der Vollkommenheit und Ganzheit. Sein göttlicher Ursprung, die seelische Vollkommenheit... um in dem Leben seine Herausforderungen gestellt zu bekommen und diese zu überwinden.......

Diesmal sind es folgende:
Befangen, denn da draußen sieht er nur förmliche Gefühlskälte, seelische Eingefrorenheit und presst - wohl aus Feigheit oder einfach nur zum Schutze - sich in einen "schönen" Rahmen. Es kommt zur Verletzung, der seelischen Wunde, dem Schmerz aufgrund dieser Wahrnehmung.

Die Handlungsfähigkeit, der Finger, wird zuerst verletzt. Darauf wird noch nicht erwachsen, reif reagiert sondern kindlich. Denn vielleicht fanden die Verletzungen bereits im frühesten Kindesalter statt. Man will Kind bleiben.

Ach wäre ich nur "tot" sozusagen, um nichts mehr spüren zu müssen. Wie der Schnee, kalt. Seelische Kälte bei gleichzeitiger Anziehungskraft. Eigentliche ein Roboter. Es ist schön, es kann sich im Rahmen bewegen und es spürt nichts mehr. Das ist Schneewittchen.


Dies ist die erste Änderung im Wesen.

Dann kommt die zweite, die Verwandlung der Mutter, bzw. deren Änderung zur Stiefmutter.

Wer nichts mehr spürt, sich selber nicht mehr fühlen kann, braucht einen Spiegel um sich seiner Identität zu versichern. In diesem Spiegel wird ständig überprüft, ob man auch vollkommen ist. Perfekt. Vielleicht, weil der seelische Ursprung, die Vollkommenheit, nicht mehr selber gefühlt werden kann.

Die innere Wahrheit ist so abhanden gekommen, dass man in Abhängigkeit vom Spiegel, dem "Gegenüber", den Rückmeldungen und dem Feedback von außen, nach dieser sucht.



(gleich geht es weiter.....)


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BeitragVerfasst: 05.07.2009, 16:42 
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Dritte Änderung des Wesens: Die Selbst-VERACHTUNG und der Selbst-HASS

Da wären wir also angekommen bei dem "Spieglein, Spieglein an der Wand" oder auch "der stolzen Rose, die stets bewundert will sein".

Der Spiegel antwortet, er sagt die Wahrheit. Bedenklich und auffällig ist hier, dass die Königin nicht ihr wahres Ich im Spiegel sieht, ihre Identität, zu der sie nämlich keinen Zugang mehr hat, sondern eben etwas anderes. So sagt ihr der Spiegel auch die Wahrheit:

"Ihr seid die Schönste HIER.
Doch Schneewittchen ist noch tausendmal schöner als Ihr."


Im Klartext: Das WAHRE SELBST, der göttliche Ursprung, hat eine Anziehungskraft und eine Schönheit, die das falsche Wesen, oder besser: "das verfälschte Wesen", niemals erreichen kann. Die Königin hat aber in ihrer Eitelkeit und der Sucht nach Anerkennung soviel Aufwand darauf getrieben, von anderen bewundert zu sein, diese Ersatzselbst wird sie nicht aufgeben, für etwas was dieses bedroht.

Daraufhin beginnt der Selbsthass, die Königin beginnt Schneewittchen zu hassen. Sich selbst zu verachten, sich selbst zu hassen. Den kleinen inneren Teil in sich, der immer noch verletzt, dafür aber echt ist. Das "innere Kind in sich".

Und bekanntlich: Wer sich selbst verachtet, der muss auch die anderen verachten und hassen.

Wobei der Hass es ist, da sind wir bei Thanatos, dem Todestrieb als Gegenpol zu Eros, dem Lebenstrieb, der eben nur nach einem strebt: Macht über alles andere, Kontrolle und schließlich dessen Zerstörung. Ein Sadist will vernichten aus Hass.


Vierte Änderung - Die PERVERSE ANZIEHUNG - Ich hasse Dich dafür, dass Du etwas bist, was ich niemals sein kann, will Dich mir aneignen, sonst zerstöre ich Dich....zumindest will ich Macht über Dich haben um Einfluss nehmen zu können





(to be continued.........)


an dieser Stelle möchte ich Schneewittchen gerne mal unterbrechen. Für ein anderes Märchen, was diese "perverse Anziehung" gut verarbeitet, nämlich "Jeanny".

Den Heilungsweg von Schneewittchen, der kommt dann am Anschluss wieder, es ist ein anderer Weg, als der des "Opfers" :wink: .


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BeitragVerfasst: 05.07.2009, 17:06 
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Jeanny - Ein Märchen und Traum

Hier das Märchen
Falco sagte in Interviews selber, dass es eines sei, ein Märchen, ein Traum und das Lied nie begriffen worden sei, aber die Menschen es wohl eines Tages verstehen werden. Aber wer versteht schon einen Fisch? Falco war auch einer. Durch den ganzen Trouble damals, den das Lied in den Medien machte, kam es zu vielen Spekulationen "lebt Jeanny noch?" fragten die Zeitungen und sie fragten auch Falco selbst. Der antwortete "Natürlich lebt Jeanny. Zweifellos." "Ja und?"
"Falco als Künstler drückt sich niemals klar aus - so auch hier. Sie werden es eines Tages herausfinden."

Gut. Also wieder sehr "fischig" und "geheimnisvoll". Aber langsam kommen die Leute drauf. Neulich sah ich in den USA eine Site "Falco - the latest FREUDIAN!" :mrgreen:

Ach. Wer hätte das gedacht....

Bild

Jeanny Part 1


und


Jeanny Part 2 - Coming Home



Und dann die Entschlüsselung der Symbole - moment.
:wink:


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BeitragVerfasst: 06.07.2009, 07:27 
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:mrgreen: soo viel Deutungen das alles von Schneewittchen...

ahh....ganz anderst, als meine Version :wink:

also nacher der Froschkönig.....bevor es dan neu weiter geht....habe dir meins im Ärmel bereit :wink:

spannend das....

lg

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BeitragVerfasst: 06.07.2009, 10:04 
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wot, Lila.
(ja wie gez)

und Tildi mal wieder mit ihrem Traumhit, hast aber schon fünf oder sechsmal hier propagiert. Würde eher sagen, die Lyrics sind im Gegensatz zu Falco´s "Kommissar" oder "Maschine brennt" von eher zweifelhafter Qualität. Träumen die Veni hier wohl alle, mal eine JEANNY zu sein. Könnte natürlich sein. Das sind wohl so upper-class-club-disco-sm und Kleinmädchenträume: Jeanny wird im Wald nach der SM-Party auf Schloss Dünkel vom großen schwarzen und gutaussehendem dominaten Ihn entführt und mit Samttüchern die Augen verbunden und dann mit Rosen gegeißelt oder so ähnlich.

Ich war mal aufm Literaturseminar beim Kempowski, da war eine die ihre Stories verkaufen wollte, die hatte sie uns zum lesen gegeben. Die fuhr auch so auf der Jeanny-Schiene, auf alle Fälle kamen immer die Elemente Nacht, Sterne, Rosen, Samt, Schloss, Entführung, Männlichkeit, Hingabe, Geborgenheit, nochmal die Nacht und die Sterne, neue Rosen, schwarze Anzüge, und dann der ganze Kram nochmal in ner anderen Version, SIE als ne Art Grechtchen und ER als Mischung aus Faust und Mephisto, irgendwie so "Herrenreiter für gefallene Mädchen", ein schwülstiges Zeugs bis zum Abwinken auf über 100 Seiten, wobei 99 Seiten aus der Beschreibung der Gefühle bestand.

moin, C.

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BeitragVerfasst: 06.07.2009, 10:22 
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Nee, also irgendwie nicht.
So simpel iss das Märchen nun auch wieder nicht, Cogan.

Außerdem frag ich mich, was an dem Irren, den Falco da darstellt (wobei ich das cool gemacht finde) , äm, "attraktiv" sein soll, wenn ich das mal so sagen darf. Also ich kenn ja Deinen Geschmack jetzt nicht so oder die Art und Weise wie oder was Du glaubst, was Frauen "attraktiv" finden, aber das wäre doch genau das Gegenteil von ihm.

Würd ich mal sagen.

Auf mich wirkt der mitgefühlerregend, armseelig, abartig und irgendwie "ekelig" (aber gut gemacht!). Psycho halt, arme Sau eben (am glidschigsten finde ich diesen Gesichtsausdruck in der Untergrundkanalisation von ihm! Oder: Auch gut gemacht: Wie er da so im Turm rumspackt und sich die Welt um IHN dreht und er so wie Frankensteins Monster, welches anfängt Energie und Strom zu bekommen, sich so ruckartig bewegt - so fast ein Spastiker eben! Brrrrrrrrr!) . Das ist doch kein Held. Und so soll er auch meiner Ansicht nach auf die Betrachter auch wirken, ganz bewusst.

Wie gesagt, ganz arme Sau, mit Arroganz übertüncht, aber eben auch latent lächerlich - und genau das ist es doch, was im Betrachter dann wieder Mitgefühl für diese Kreatur erweckt. Eine total interessante Person von daher - zweifellos. Aber datt soll doch kein Mars sein! :mrgreen:


Meine Interpretation geht in eine vollkommen andere Richtung und ist wesentlich komplizierter. Aber ich find es genial gemacht, echt. Gerade weil er, also Falco sowas darstellt - ich find es mutig, also diesen Mut zur Hässlichkeit, den man Schauspielern immer so hoch anrechnet. In jedem Fall interessant und nicht billig.


Was findest Du denn an dem "attraktiv" oder wie kommst Du jetzt darauf? Also so würdest Du dann gerne sein oder was? :mrgreen:


Er vereinbart doch alles, was ein Psycho zu bieten haben muss. Kann einem richtig leid tun, denn sogar JEANNY lacht ihn am Ende aus.
Das ist ja gerade das heftige, weil er tut einem auch leid so - wobei man auch Abscheu empfindet. Vielleicht sogar Angst.

Jedenfalls alles, was nicht gerade auf nen tollen Typen schließen lässt.

Am genialsten finde ich eigentlich die Videoclips dazu. Die strotzen nur so von Traumsymbolen aus der Jung'schen Analyse, die da ganz bewusst in Szene gesetzt wurden. Bis hin zu der Bedeutung von seinem Mantel und Hut und alles. Oder wie er da mit den Schnüren in diesem Fernseher sitzt! Das ist das Geniale daran und dann versteht man das Lied auch.

Deswegen hab ich doch die Videos extra nochmal oben reingesetzt: Wegen den Traumsymbolen, darum geht es doch hier! Dass man die auch mal SIEHT und nicht nur LIEST.

Das ist nämlich obergenial gemacht, aber dazu später.

Die Interpretation mach ich aber ein anderes Mal.
Ist schon ganz große Kunst. Und auch nicht einfach, bisher das anspruchsvollste Märchen.



Also so ne Art "Idol" von Dir? :wink: :mrgreen:
Interessant. Watt nich aans jifft......

Also ich find das langsam bedenklich, was für Frauen Du bislang getroffen hast die da Deine Sichtweise so prägten. Schätze mal das hängt damit zusammen.

Andererseits.......wenn die Frauen so drauf waren, und Du die angezogen hast, dass Du die immer triffst, dann frag ich mich natürlich schon, was für nen Typ DU wohl bist *kopfkratz*.
Lässt ja tief blicken.


na denn man tau, Koggen.
Gruß,
Tilde


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BeitragVerfasst: 06.07.2009, 11:25 
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Welches willst Du denn zuerst?

Den Froschkönig oder Schneewittchen?
Das moderne Märchen "Jeanny" hätt ich auch noch im Angebot. Das hat aber soviele Ebenen, also Täter-Opfer, und dann noch der Heilungsprozess, also die beiden Lieder sind ja ein Kreislauf. Von daher schon anspruchsvoll.

Dann hab ich noch andere, Hans Christian Andersen fällt mir ein.


Na es wartet im office ganz geduldig :wink:

ich verrate noch nichts, nur so viel....ich lies mich davon immer verzaubern....

Rumpelstilzchen gefiel mir auch, meiner Siss der gestiefelte Kater,aber my Favorit....das behalt ich jetzt noch ein wenig Geheim :wink: :lol:

@ Cogan danke gut...selbst? alles ok?

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BeitragVerfasst: 06.07.2009, 12:15 
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janä Lila; ich hatte jez nur nicht gerafft was das sollte da bei dir mit dem Schneewitschen und Froschkrönling und so.

Tilde: ja wieso, ich dachte die Veni stehen alle auf den myströsen Graf Dracula mit Umhang und weltmännischen Auftreten? So voll der interessante Typ mit Macht und Ansehen.
Ansonsten sind sämtliche Schlager und Arztromane doch auch voll davon: Nacht, Mond, Sterne, Sonne, die Liebe, die Bosoukis klingen, Rosen aus Athen, Caprifischer, (für die Hauptschülerinnen) und dann Entführer, Rosen, Schlösser, Gedichte, Zaubertanz, wilder Sex und Finca in Valdemossa für die Abiturientinnen.

mit meinen Exxen hat das aber nix zu tun, ich dachte eher, soo wär das

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BeitragVerfasst: 06.07.2009, 16:46 
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cogan hat geschrieben:
Ansonsten sind sämtliche Schlager und Arztromane doch auch voll davon:


Ja und die Frauen träumen alle vom Prinzen auf dem Schimmel der alles erlöst. Deshalb habe ich ja diesen Thread gemacht. Die Märchen sind missverstanden worden, beziehungsweise nicht zuende interpretiert worden. Diese Verherrlichung von fragwürdigen Inhalten in Liedern ist ja gerade das, was auch seit den 80er Jahren zunehmend kritisiert worden ist, weil die Leute dann ja auch gewissermaßen programmiert werden dadurch und es ihnen falsche Inhalte suggeriert.


Dafür ist doch dieser Thread da. Du hast ihn nicht gelesen, oder? Nichtmal den Eingangspost.

Der Prinz/die Prinzessin ist immer die eigene Würde, das "Selbst". Das ist was vieles erlöst und wonach alle Leute sich sehnen. Das Pferd ist die Leidenschaft, das Reiten die Beherrschung dieser Leidenschaften. Oder besser: Die Leidenschaften im Sinne des Eros. Ich denke Leidenschaft und Liebe - diese Kombination ist eigentlich NUR möglich, wenn man sein Selbst errungen hat.

Jedes Märchen hat immer wieder den gleichen Handlungsstrang in vielfachen Variationen. Auch Jeanny übrigens. Ursprung - Unfall - Verlust des Selbst - Heldenreise zu sich selbst - Happy End mit Pferd und Hochzeit.

Symbolisch vereinfacht. Weil so das Leben ist Cogan. Wenn Babies auf die Welt kommen sind sie immer sie selbst. Im Laufe des Lebens aber rückt der Mensch immer weiter von sich ab - bis er sich selbst zurückerobert. Meist geschieht das nach der Pubertät oder dem frühen Erwachsensein. Man nennt das auch die "Selbstfindungsphase".

(Bei Dir bislang nicht eingetreten, wie ich vermute. Jedenfalls wenn ich Dich so lese.)

Dafür sind doch die psychoanalytischen Deutungen da, ich schreibe sie doch immer wieder hier rein. Ich halte mich dabei sehr genau an die Jung'sche Traumdeutung, also da gibt es Lexika drüber, was das bedeutet.


"Jeanny" tarnt sich als Schlager, aber ist sehr viel tiefgehender. Jedenfalls wenn ich die Jungsche Traumdeutung anwende.


Du hast den Thread nicht wirklich gelesen, oder? Aber schnell abstempeln, um nen paar Schubladen aufzumachen. So kennma unsere Beamten im Behördenstrang der Bürokratie.

cogan hat geschrieben:
j

mit meinen Exxen hat das aber nix zu tun, ich dachte eher, soo wär das


Es hat sehr wahrscheinlich mit beidem zu tun. Sowohl mit Deinen Exen als auch v.a. mit Dir selbst. Vielleicht solltest Du mal darüber nachdenken.

N'abend,
Tilde


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BeitragVerfasst: 06.07.2009, 17:09 
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latürnich hab ich nicht alles gelesen, das wär ja wohl auch etwas vermessen, oder.
soll ich etwa auch noch "Tildes lustige Gerichtskunde" lesen alles, Zwanzich Seiten mit jeweils 700 Zeilen-Postings und Text ausm Netz plus sämtliche Querverweise vorbehaltlich der noch zu ergehender Verwaltungsgesetze nebst Verordnungen fort-folgende oder was :?

...am Oberlandesgericht ist anhänglich ein Verfahren jüngster Musterprozesse diverser Grundsatzurteile wobei die genaue Kenntnis sämtlicher Verlautbarungen des deutschen Steuerrechts vorausgesetzt...

und dann kommt wieder Schlagermusik die zum Nachdenken anregt, und das dann auch alles wieder durchlesen, Jungmädchenträume.
:? :?
:arrow: :?:
:krank: :party: :zauberer:

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BeitragVerfasst: 06.07.2009, 17:33 
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:shock: :huepf: Huhu .....winke hallo?
Büütte?

Zitat:
welchem Ausmass.....





Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich



Einer Prinzessin fällt ihre goldene Kugel beim Spiel in den Brunnen, und ein Frosch erbietet sich, ihr zu helfen. Sie muss ihm dafür versprechen, seine Spielkameradin zu werden und Tisch und Bett mit ihm zu teilen. Als sie die Kugel zurück hat, läuft sie davon. Doch der Frosch folgt ihr und auf Drängen ihres Vaters bekennt sie sich widerwillig zu ihrem Versprechen. Als jedoch der Frosch einfordert, dass sie ihn mit in ihr Bett nehmen solle, ist ihr Abscheu so groß, dass sie das Tier an die Wand wirft. Im gleichen Augenblick verwandelt sich der Frosch in einen Prinzen. Nach dem Willen ihres Vaters führt er die Königstochter als seine Gemahlin in einer Kutsche in sein Königreich. Während der Fahrt springen Heinrich, dem treuen Diener des jungen Königs, aus Freude über die Erlösung seines Herrn mit lautem Krachen die drei eisernen Bande entzwei, die er (der „Eiserne Heinrich“) sich hatte um sein Herz legen lassen, als sein Herr in einen Frosch verwandelt worden war.



Deutungen
Sexuelle Initiation
Der Froschkönig kann (auch) als Geschichte sexueller Initiation eines jungen Mädchens gelesen werden. Der Brunnen steht für die Welt der unbekannten und daher zunächst beängstigenden männlichen Triebe, mit der die sexuell noch unerfahrene Prinzessin konfrontiert wird, als ihr argloses Spiel mit der goldenen Kugel am Brunnen eine plötzliche Wendung erfährt. Die goldene (runde) Kugel steht für weibliche Anziehungskraft. Der als ekelig empfundene Frosch steht nicht nur für die männliche Pubertät, die Jungen in diesem Alter als noch wenig attraktiv für gleichaltrige Mädchen erscheinen lässt, sondern auch allgemein für die zunächst als zudringlich und unheimlich empfundene männliche Sexualität. Erst als das Mädchen nach dem „Brunnenerlebnis“ zu einer jungen (selbstbewussten) Frau heranreift, kann sie die Angst vor dem anderen Geschlecht überwinden (der Wurf an die Wand), der Frosch entpuppt sich als Prinz.



Entzauberung und ihre Entsprechung in der Psychoanalyse
Als weiterer Aspekt möglicher Deutung: In dem Märchen wird mit dem Wurf an die Wand bzw. vor allem mit dem Ausspruch des den handelnden Personen (un)bekannten Wortes „Fretsche“ eine Entzauberung des zuvor verhexten Königsohns herbeigeführt bzw. abgeschlossen. Die Entzauberung findet durch Freisetzen bzw. Bekanntwerden von ablehnenden Emotionen statt. Entzauberungen finden sich in vielen Märchen, z.B. in dem Märchen Rumpelstilzchen. In dem Augenblick, in dem dessen wahrer Name ausgesprochen wird, ist der Zauber gebrochen bzw. gebannt. Eine Parallele besteht insoweit in der Psychoanalyse. Erst mit dem Bewusstwerden und Aufdecken von Ängsten und Verdrängungen ist der (negative) Zauber gebrochen, kann der Heilungsprozess beginnen.
Interpretation von C G Jung
Einer Interpretation von Carl Gustav Jung folgend handelt die Geschichte von einer Initiation der Psyche einer jungen Frau. Der Analyse Jungs folglich sind Märchen eine reiche Quelle für Archetypen und können wie Träume analysiert werden. Der Ego-Charakter in dieser Geschichte ist die Prinzessin. Als Jungfrau sieht sie ihre männlichen Mitmenschen noch wie fremdartige Tiere, genauer wie Frösche. Der goldene Ball steht für ihr bewusstes Selbst, das im Brunnen im Wald verloren ging. Sowohl der Brunnen als auch der Wald stehen für ihre Unbewusstheit. Während des Prozesses der Selbstsuche trifft sie einen Frosch, eigentlich: einen Mann. Der Frosch hilft ihr und will aus ihrem Becher trinken und von ihrem Teller essen, was für das Verlangen, sie zu küssen steht. Mit ihr in einem Bett schlafen zu wollen steht für die Intimität zwischen Mann und Frau. Als die jungfräuliche Prinzessin den Frosch gewaltsam an die Wand wirft, wird sie sich plötzlich über die männlichen Züge in ihrem eigenen Unbewussten klar: sie wird von der passiv erduldenden zur aktiv handelnden Person. Nach dieser plötzlichen Entdeckung wird der Frosch zum realistischen Bild eines Mannes oder in diesem Falle zu einem Prinzen mit wunderschönen Augen. Die Prinzessin ist nun eine erwachsene Frau, die fähig ist zu heiraten.





Prinzessin
Die Prinzessin steht für Weiblichkeit, Sanftmut, Mitgefühl und Harmonie.
Oft versteht man sie als Symbol für Liebesglück.
Männer kann sie auffordern, die weiblichen Seiten ihrer Persönlichkeit nicht zu unterdrücken, sondern sie zu akzeptieren.



Kugel
Sie wird mit Vollkommenheit und Vollendung aller Möglichkeiten in Verbindung gebracht.
Er ist der Punkt, an dem alles beginnt, von dem aus sich auch die Form entwickelt.



Spiele
Wenn Sie Vergnügungsspiele arrangieren, bringt Ihnen das Glück, Freude und Angenehmes.
Daran teilnehmen verkündet Gefahr durch Leichtsinn und dabei gewinnen bringt Unglück in der Liebe.
Verlieren heißt, dass Sie durch Schaden klug werden.
Bei Kartenspielen und dgl. zusehen verspricht Gewinn und Freude.
Spielen Sie Kartenspiele und dgl., nehmen Sie eine harmlose Sache schrecklich ernst.
Sie pflegen recht abgedroschene Gewohnheiten oder sind im Bann einer Leidenschaft gefangen, die Sie nur verzehrt.
Sind es Vergnügungs-, Pfänder-, Ballspiele im Freien, werden Sie geneckt und gefoppt.
Bei einem Würfelspiel erleiden Sie durch Leichtsinn oder schlechten Rat anderer einen empfindlichen Verlust.
Beim Billardspiel stößt ein gewünschtes Zusammentreffen mit jemandem auf große Schwierigkeiten.
Brettspiele, Domino, Kugelspiel zeigen, dass sich mit dem Freund oder der Geliebten Schwierigkeiten oder Differenzen ankündigen.
Wenn Sie in der Lotterie spielen, müssen Sie sich auf Unehrlichkeiten vorbereiten und hegen dazu noch große Illusionen.
Glücksspiele bringen eine Enttäuschung, die den Ärger nicht wert ist.
Mit Geld spielen mahnt zur Vorsicht, Betrug und Ärger sind in Anmarsch.



Brunnen
Für einen Kranken kann dieser Traum baldige Genesung heißen.
Hinabsteigen in den Brunnen weist auf tiefe Erkenntnis oder auf das Unterbewusstsein hin.
Helles, klares Wasser, in das Sie eintauchen, bedeutet Jugend und Vitalität.
Wer in einen Brunnen stürzt, fällt in alte schlechte Angewohnheiten zurück und wird sich dadurch kaum Freunde machen.
Läuft der Brunnen über, deutet das manchmal auf Gefühlsüberschwang hin, kann aber auch zeigen, dass Sie sich durch zu viele Aktivitäten verzetteln, dann sollten Sie lernen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Geben Sie jemandem aus dem Brunnen zu trinken, ist Vorsicht geboten, denn nicht jedem Menschen soll man Vertrauen schenken.



Frosch

Der Frosch ist ein zweideutiges Tier.
Er ist ein Tier des Wechsels, pendelt er doch zwischen Wasser und Land hin und her.
Ist Ihnen der Frosch im Traum zuwider, hegen Sie vielleicht im realen Leben gegen jemanden große Abneigung.
Hat sich der Frosch in einen König verwandelt, ändert sich auch Ihre Gefühlslage zum Positiven.
Töten Sie einen Frosch, werden Sie sich selbst Schaden zufügen.
Hören Sie Frösche quaken, ist das ein Zeichen, dass Ihr Ruf unbeschadet ist.
Sehen Sie einen Frosch oder halten Sie einen in der Hand, verspricht das Glück und Gewinn.



Hilfe

Leisten Sie Hilfe, werden Sie belohnt.
Rufen Sie um Hilfe, können Sie sich aus einer Gefahr befreien.




Versprechen
Es gilt eine wichtige Entscheidung zu treffen, der richtige Entschluss führt zu glücklichen Zeiten, allerdings sollten Sie gut darüber nachdenken.



Tisch

Allgemein steht er für das äußere Leben, zum Beispiel die Arbeit. Ist er schön gedeckt, spricht das für Glück und Erfolge, andernfalls für Misserfolge und Kummer.
Ein Tisch kündet eine Geselligkeit an, Sie werden sich bei schön gedecktem Tisch gut dabei amüsieren, bei ungedecktem Tisch dabei langweilen,
- decken oder decken sehen: an einer großen Festlichkeit teilnehmen, auch: verheißt glückliche Verbindungen und positive Umstände,
- einen vollen sehen: jetzt können Sie häusliches Glück und zukünftigen Wohlstand genießen,
- von einem ohne Tischtuch essen: frei und unabhängig entscheiden, Geld oder das Verhalten anderer hat für Sie keine Bedeutung,
- abräumen: Freude wird bald Sorgen und Gleichgültigkeit weichen,
- einen leeren sehen bedeutet Armut oder Streit, Sie sollten sich in Zukunft vermehrt um Haus und Familie sorgen,
- bei guter Unterhaltung an einem sitzen: Freude,
- andere an einem sitzen sehen: sehr günstiges Omen,
- ein sich selbst bewegender Tisch: Sie werden von Unzufriedenheit heimgesucht und wollen etwas ändern,
- ein schmutziges Tischtuch symbolisiert Ungehorsamkeit von Dienern oder Kindern, Freude wird Streit Platz machen,
- ein zerbrochener Tisch ist ein Zeichen für schwindendes Glück,
- jemand auf dem Tisch sitzt oder steht, heißt dies, dass er seine Wünsche mit unlauteren Mitteln umsetzen will,
- jemand auf den Tisch klopfen hören: Sie werden Ihre Einstellung gegenüber Freunden ändern und sich in Gefahr bringen, auch: den Respekt von Freunden und Verwandten verlieren.




Bett

Der Zustand des Bettes weist auf Ihren Allgemeinzustand hin.
Ist das Bett ordentlich und sauber, zeigt es auf Beständigkeit hin.
Ist es zerwühlt, kommen unruhige Zeiten auf Sie zu.
Ein schmutziges Bett zeigt innere Unzufriedenheit.
Ein leeres Bett kündigt eine Trennung an.
Mit einem großen Bett messen Sie der Sexualität einen sehr großen Stellenwert bei, bei einem kleinen Bett gilt das Gegenteil.
Das Bett ist der Hort der Geborgenheit, in dem Sie manchmal tiefe Unruhe erfasst, Sie sollten diesem Gefühl im Wachzustand nachgehen, weil es auf irgendeinen verborgenen Herd seelischer Krankheitskeime hinweisen könnte.




Vater
Der Vater repräsentiert Autorität und die konventionellen Formen von Recht und Ordnung. Im Leben eines Mannes übernimmt der Vater die gleichgeschlechtliche Vorbildrolle (oder auch nicht).
Im Leben einer Frau stellt der Vater die Schablone dar, anhand derer sie alle zukünftigen Beziehungspartner bewertet.
Reifere Beziehungen sind jedoch nur möglich, wenn sie sich beispielsweise mit Unterstützung der Traumarbeit, von ihrem Vater löst.




Abscheu

Der Traum, dass Sie Dinge oder Menschen verabscheuen, ist ein Omen.
Wenn das Gefühl der Abneigung Ihnen ernsthaft zu schaffen macht, dann sagt es Schwierigkeiten auf Ihrem Weg voraus. Sollten Sie hingegen nur eine Aufgabe nicht sonderlich mögen und sich der entledigen können, dann werden Sie Ihre Sorgen überwinden,
- vor ekeligen Dingen haben: Unannehmlichkeiten werden Ihnen nicht erspart bleiben.
- selbst jemanden verabscheuen: eine Abneigung gegen jemanden hegen, und Ihr Verdacht wird sich als zutreffend erweisen,
- sich selbst verabscheut glauben: Ihre guten Absichten werden andere zur Selbstlosigkeit führen,
- (für eine junge Frau) ihr Liebster verabscheut Sie: Sie werden einen Mann lieben, der in keiner Weise sympathisch ist.




Wand

Sie repräsentiert eine Verhinderung des Fortschritts - Schwierigkeiten, welche Sie vielleicht haben oder auf die Sie stoßen werden.
Häufig geben uns die Eigenschaften der Wand näheren Aufschluss darüber, was blockiert wird.
Verputzte Wände sehen kündigen von Erfolg, der jedoch nicht von langer Dauer sein wird.
Von der Wand auf Sie herab fallender Putz deutet auf Katastrophen und Enthüllungen hin.
Eine Wand die alt aussieht, symbolisiert ein altes Problem, eine Wand aus Glas hingegen deutet auf Schwierigkeiten mit der Wahrnehmung hin.
Eine umschließende Wand könnte Ihre Erinnerung an Gefühle während der Geburt symbolisieren oder aber dem Eindruck Gestalt verleihen, dass Sie sich durch Ihre eigene Lebensweise eingesperrt fühlen.
Eine Ziegelwand, Schutzwall oder Trennwand symbolisieren den Unterschied zwischen der inneren und der äußeren Realität.



Prinz
Der Prinz verkörpert Verstand, Vernunft und Männlichkeit, er gilt als allgemeines Glückssymbol und verheißt die Erfüllung von Wünschen.



Kutsche

Sie sehnen sich nach etwas Romantik und Erholung.
Gönnen Sie sich einen kleinen Ausflug aus dem Alltag, im Moment scheinen Sie es wirklich besonders nötig zu haben.
Sehen Sie eine Prunkkutsche, hegen Sie eitle, vergebliche Hoffnungen.
Wenn Sie eine Reisekutsche sehen, werden Sie belohnt werden, unverhoffte Einnahmen überraschen Sie, Sie werden Besuche bei anderen tun.
Sich fahren sehen zeigt Erfolge und sorgloses Dasein, das Ziel der Wünsche erreichen.
Wenn Sie in eine Kutsche ein - oder aussteigen, können Sie einen Verlust nur umgehen, wenn Sie in nächster Zeit sehr vorsichtig agieren.



fahren

Damit ist immer eine Veränderung in Ihrem Leben in Sicht, ein Weiterkommen.



Diener

Ein Diener kann vor dem Geschwätz oder Betrug anderer warnen, Sie sollten erforschen, ob es dafür tatsächlich Anhaltspunkte gibt, und sich rechtzeitig wehren.
Sie machen es sich in allem bequem,
- von ihm bedient werden: Sie werden Verdruss haben.
Ärger wird Sie vielleicht in überflüssige Sorgen und Streitigkeiten treiben.



König
Fast immer stellt ein König im Traum den Vater oder die Vaterfigur dar.
Ein Kaiser kann darauf hinweisen, dass manche Einstellungen des Vaters Ihnen fremd sind, dass Sie sie aber vielleicht dennoch akzeptieren sollten.
Wenn der König alt ist oder stirbt, sind Sie in der Lage, veraltete oder altmodische Familienwerte abzulegen.



Freude
Freude taucht als Gefühlszustand in verschiedenen Formen in Träumen auf, sie wird meist als Zeichen für ein ausgeglichenes und gelassen-heiteres Wesen mit guten Beziehungen zur Mitwelt verstanden. Je nach den persönlichen Lebensumständen fordert das Symbol manchmal aber auch dazu auf, sich um mehr innere Ausgeglichenheit und Selbsterkenntnis zu bemühen.



Herr

Sind Sie ein vornehmer Herr, werden Sie Beleidigungen ertragen müssen.
Ist er Ihr Arbeitgeber, verspricht das ein gutes Einkommen.



Eisen
Sie müssen Entschlusskraft und Härte beweisen, wenn Sie weiter kommen wollen.
Es stehen besonders schwere Prüfungen bevor.
Man deutet das Symbol je nach den weiteren Begleitumständen vor allem in folgender Weise:
Eisen schmieden kann Pläne ankündigen, die aber leicht zu Streitigkeiten führen werden.
Rostiges Eisen kündigt eine Enttäuschung durch eine nahestehende Person oder sogar eine Trennung von ihr an.
Glühendes Eisen steht für heftige, beständige Gefühle für einen geliebten Menschen.
Eisen schmelzen weist darauf hin, dass Sie durch Treue in einer Beziehung glücklich werden können.
Durch Eisen verletzt werden verkündet bevorstehende Sorgen und Enttäuschungen.
Eisen zu zerbrechen stellt Zwist und Hader in Aussicht.
Damit schlagen zeigt Selbstsucht und Grausamkeit gegenüber abhängigen Personen.




Eisenring
Ein Eisenring kann andeuten, dass Sie sich eingeschränkt, durch die Lebensumstände in Ihrer Beweglichkeit behindert (angekettet) fühlen.
Sie werden eine goldene Hochzeit erleben oder an einer teilnehmen.



Herz
Es ist das Zentrum des Seins und repräsentiert "emotionale" Weisheit statt intellektueller Klugheit.
Wenn Sie ein Herz sehen deutet das eine innige Liebesbeziehung an.
Ein Herz zerschneiden kündigt Kummer und Trennung von einem geliebten Menschen an.
Ein blutendes Herz warnt vor einer Beleidigung oder ähnlichen seelischen Verletzung durch einen nahestehenden Menschen.
Herz essen symbolisiert oft das Bedürfnis, mit einem geliebten Menschen in eine ganz innige Beziehung zu treten, kann aber auch vor der Vereinnahmung durch andere in einer solchen Beziehung warnen.
Wenn Sie Ihr eigenes sehen, drohen Krankheit und Energieverfall,
- das eines Tieres sehen: die Feinde aus dem Feld schlagen und sich Respekt verdienen,
- schlagen fühlen warnt vor einem Fehltritt,
- zerschneiden: Trennung von einem nahestehenden Menschen,
- ein krankes oder verwundetes haben: bringt Sorgen in der Verwandtschaft,
- ein schmerzendes haben: es gibt berufliche Probleme, Sie begehen einen Fehler, der Verluste bringt,
wenn Sie ihn nicht korrigieren,
- keines haben oder es verlieren: Vorteil für die Feinde,
- Herzklopfen haben: Sie empfinden Zuneigung,
- Herzleiden bedeutet innere Qualen und Unruhen,
- Herzlos sein: Kummer und Not.



Ungeduldig da mal anklopfend fragend..... :dance: gehts weiter? oder wollt ihr euch verbalschlachtend unterhalten?
:?

_________________
Ich bin garantiert nicht auf der Welt, um so zu sein, wie es anderen in den Kram passt.


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