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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Alter Ego
BeitragVerfasst: 26.04.2007, 14:46 
Ergreife die Hände der Freundschaft,
die die entgegengestreckt werden.
keine Angst -

nur die Hand,
nicht deinen ganzen Körper gibst du.

So wirst du die Wärme spüren,
die Energie, die deine Hand ausstrahlt
und selbst erhält
und wie sie sich ausbreitet
und schließlich deine Seele erfüllt.

Und erst wenn es zu spät ist
wirst du merken,
dass die Wärme flüssiges Blei ist
das deine Adern durchfließt
sie erstarren lässt
dich von innen auffrisst.

Erst zu spät wirst du merken,
dass deine Seele tot ist
verloren, verraten, verkauft.
Dass dir deine Energie fehlt
sie ist verströmt zu mir ins Nichts.

Unendliche Leere
Unendliche Kälte
ist alles, was bleibt.

Ich bin ganz tief in deinem Herzen

und bin dort für alle Zeit.

Ich bin deine Nacht und bin dein Tag.
ich bin stets da in deinem Leben.

Sehe zu wie du versagst.
Ich bin Krankheit, ich werde deine Seele
und ich bin dein Hass.

Ich wecke in dir die finsteren Triebe
und nur auf mich ist noch Verlass.

Ich lass dich fliegen, lass dich fallen,
hab dich fest in meiner Hand.
Du entkommst nie mehr aus meinen Krallen
denn deine Seele war mein Treuepfand.

Du gehörst mir!


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 Betreff des Beitrags: @arista
BeitragVerfasst: 06.05.2007, 10:51 
Jetzt bist Du frei :D

Liebe Grüße
Micha


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 06.05.2007, 17:56 
:wink: Yapp...... aber immer noch Mohrhuhn mit gebrochenem Flügel...

Weißt du, es ist nicht schwer, frei zu sein........

Aber zu wissen, dass man die Fähigkeit hat, sich zu befreien, das fühlt sich stark an!

Arista - gestärkt! .......ich fühle mich wie ein Entfesselungskünstler! Wie ein Held und sehr stark....... stärker als andere!


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 Betreff des Beitrags: @arista
BeitragVerfasst: 06.05.2007, 18:30 
Ich Tarzan - Du Jane. Ganz nach John Gray :lol:

Merkst Du was :?: 8)

LG
koke


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 Betreff des Beitrags: Re: Alter Ego
BeitragVerfasst: 07.05.2007, 10:00 
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Olympiareiftipper
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Registriert: 28.04.2006, 00:25
Beiträge: 926
Wohnort: Österreich
Halli Hallo,

Ich schätz mal koke meinte dieses Gedicht.
Und da werd ich es mir doch gleich mal zu Gemüte führen.
"Warum sollte mir dieses Gedicht im Speziellen etwas sagen?"

Ergreife die Hände der Freundschaft,
die die entgegengestreckt werden.
keine Angst -

nur die Hand,
nicht deinen ganzen Körper gibst du.


welch lieblicher Anfang .... :-)

So wirst du die Wärme spüren,
die Energie, die deine Hand ausstrahlt
und selbst erhält
und wie sie sich ausbreitet
und schließlich deine Seele erfüllt.


Der Gedanke sich gegenseitig zu wärmen, nur indem die Hände gespürt werden, find ich an sich schon wärmend.

Und erst wenn es zu spät ist
wirst du merken,
dass die Wärme flüssiges Blei ist
das deine Adern durchfließt
sie erstarren lässt
dich von innen auffrisst.


An dieser Stelle bekommt das Gedicht für mich etwas von einem Psychothriller. Was ist da passiert? Warum zu spät? Ist der eigene Energiehaushalt so unausgeglichen und ist das Selbstwertgefühl so demontiert, dass es nicht mehr möglich scheint sich davon zu machen? Was für Möglichkeiten gibt es da raus zu kommen? Ich frag da so, weil ich glaub etwas in Worte zu fassen tut gut.
Exerdferkel war übrigens nicht das warme Blei in meinen Adern. Ich mochte seine Körpertemperatur, seinen Geruch und ich konnt ganz lang mit ihm kuscheln und mich geborgen fühlen. Vielleicht wäre die Energie zwischen uns zu Blei geworden, wenn ich unter den unverbindlichen Umständen geblieben wäre. Doch das bin ich nicht. Eines hab ich in einer früheren Beziehung gelernt. Wenn die Alarmglocken laut läuten, ist es Zeit zu gehen solange einen die Füße noch in Würde bei der Türe raus tragen.

Erst zu spät wirst du merken,
dass deine Seele tot ist
verloren, verraten, verkauft.
Dass dir deine Energie fehlt
sie ist verströmt zu mir ins Nichts.


Dieser Gedanke tut jedenfalls mir nicht gut. Ich stell mir da lieber einen Löwenzahn vor, der sich selbst an asphaltierten Wegen seinen Weg ans Licht bahnt.
Ein Samenkorn bleibt immer.

Unendliche Leere
Unendliche Kälte
ist alles, was bleibt.


Zeit für sich selbst zu sorgen. Und was ich diese Kälte hasse. ;)

Ich bin ganz tief in deinem Herzen

Und das ist auch gut so. Die Liebe darf bleiben, die Distanz zu einem Menschen der einem nicht gut tut bringt mir Erholung. Ich finde es berührend und wunderschön selbst Menschen die einem mal nicht gut taten, mit einem liebevollen Blick betrachten zu können. Es gelingt nicht immer, doch wenn schon, halte ich es für innere Größe und ein Zeichen für wieder gefundene Wärme.

und bin dort für alle Zeit.

Ich bin deine Nacht und bin dein Tag.
ich bin stets da in deinem Leben.


ein Teil der Lebensgeschichte. So würde ich es sehen wollen.

Sehe zu wie du versagst.
Ich bin Krankheit, ich werde deine Seele
und ich bin dein Hass.

Ich wecke in dir die finsteren Triebe
und nur auf mich ist noch Verlass.

Ich lass dich fliegen, lass dich fallen,
hab dich fest in meiner Hand.
Du entkommst nie mehr aus meinen Krallen
denn deine Seele war mein Treuepfand.

Du gehörst mir!


Klingt nach dem Film "Alien" oder nach einer düsteren SM-Geschichte mit ver-rückten Verantwortlichkeiten. Sich ausliefern, Verantwortung abgeben, Energiespiralle nach unten. Die Erleichterung spüren die Verantwortung für sich selbst abgeben zu können. Wie als Baby, da ist mensch auch nicht für sich verantwortlich. Aber was ist in diesem Fall mit dem Bedürfnis nach Unabhängigkeit? Kann etwas krank machendes auch glücklich machen? Es gab da mal einen Hit in früheren Jahren. "I´m only happy, when it rains..."
Ich versuch das zu verstehen, doch leben möcht ich "den Löwenzahn".
Ist das was mir dazu einfällt.

Koke, ich hatte keine SM_Geschichte am laufen.
Von der S-Börsengeschichte mal abgesehen, war das in der ersten Hälfte mehr eine sonnige Blumenwiese. In der zweiten Hälfte lief es nicht mehr so rosig(blumig), doch ich hab auf mich geschaut und die Verantwortung für mich gelebt und mich ihm nicht ausgeliefert. Ich schau auf mich.

Das Gedicht find ich jedenfalls echt gut. Ich spür da richtig Beklemmung, ... beim Lesen.

Liebe Grüße

S,


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.05.2007, 10:25 
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Jahrhundertposter
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Hallo,

das Gedicht ist deutlich ein Ausdruck einer gestörten Wahrnehmung: jemand (das auch noch als Ich auftritt) übernimmt die Kontrolle über das Gegenüber, nachdem er zunächst Wärme angeboten und gegeben hat. Das Gedicht drückt die gestörte Wahrnehmung eines in sich gefangenen Menschen aus, der auch zarte Angebote von Nähe als Bedrohung ansieht und schon im Angebot den höhnischen Triumpf des Anbietenden antizipiert.

Liebe S., ich sehe hier die Tragik der unterliegenden Störung. Das Gedicht ist womöglich gut in dem Sinne, als es bei jemandem ein vorhandenes Gefühl ausdrückt. Es ist nicht gut darin, dass es ohne Hoffnung ist und einen mit solchen Gefühlen darin bestätigt: das bedrohende Ich ist real, ist ein außen stehendes Ich, gegen das nichts zu machen ist außer alle Wärme als das zu sehen und zu behandeln, als das sie erscheint: als immerwährende Bedrohung.

schocky


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BeitragVerfasst: 07.05.2007, 13:29 
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Championtipper

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......ich lese im letzten abschnitt nur eine sexuelle abhängigkeit raus und das hat für mich null aber auch rein gar nichts mit sm zu tun.


Grüße,
Luna


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.05.2007, 13:49 
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Olympiareiftipper
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hm. ja. da liest ja jeder was anderes raus. ich kenn mich mit sm nicht so gut aus. vielleicht sind´s ja nur vorurteile meinerseits.


eine form der abhängigkeit interpretier ich da ebenfalls. nur nicht nur eine rein sexuelle sondern eine allumfassendere.

lg
s.


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BeitragVerfasst: 07.05.2007, 13:57 
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Olympiareiftipper
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ich hab mal einen warhol-frankenstein-film gesehen.
darin gräbt sich der meister mit bloßen händen in frau frankensteins körper, der dies in der filmischen darbietung gefällt und wo sie keinen schaden trägt. danach geht er raus und der lehrling versucht selbiges. er mantscht bei der frau rum, und sie stirbt.
ich geh mal davon aus richtiger sm, so wie du das vielleicht definierst, macht der meister.
und dann gibt es dilletanten die nur alles kaputt machen.
und wenn es ganz anders ist, sorry, besser kann ich es mir leider nicht vorstellen.
oder du klärst mich auf ;)

in meiner bisherigen sicht gibts halt bei sm sowohl welche die gut und klar damit leben, und welche die sich gegenseitig oder einseitig damit kaputt machen. ich erweitere aber gerne meinen horizont.

lg

s.


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 Betreff des Beitrags: @S.
BeitragVerfasst: 07.05.2007, 14:12 
Pst S.

nicht Sadomasochismus (ja, ja, die ÖsterreicherInnen :wink: )

sondern: sexueller Mißbrauch :!:

LG
koke


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.05.2007, 14:26 
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Championtipper

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Beiträge: 1748
hast eine PN, S.


ja, und so entsteht ein Begriffs-Wirr-Warr ;-)

Naja, so abwegig ist S.' Interpretation des Gedichtes gar nicht. Meine Meinung......

Grüße,
Luna

P.S. wen's interessiert, ein wirklich schöner, schräger und romantischer Film zum anderen "SM" ist "Secretary".......


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.05.2007, 14:34 
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Olympiareiftipper
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pst. koke. danke. von der perspektive hab ich es nicht gelesen.

warum legst du mir dann das gedicht nahe?

hätte ich den anscheinend gemeinten zugang gewußt,
hätt ich mir mein kommentar gespart oder jedes wort dreimal gründlicher überlegt.

naja, ich hoff da niemanden zu nahe getreten zu sein und wenn doch, tut es mirleid - es stand nicht in meiner absicht. :(

liebe grüße

s.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.05.2007, 14:35 
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Olympiareiftipper
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Beiträge: 926
Wohnort: Österreich
danke auch dir luna, pn erhalten :-)
lg
s.


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 Betreff des Beitrags: @S.
BeitragVerfasst: 07.05.2007, 15:56 
Zum Zeitpunkt meinens Nahelegens war mir der Zusammenhang auch noch nicht bewußt. Aber das Gedicht ist toll geschrieben und hat mich tief berührt.

LG
koke


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.05.2007, 16:48 
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Jahrhundertposter
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Wohnort: Marsdorf, nicht das bei Dresden oder Köln
Zitat:
Aber das Gedicht ist toll geschrieben


Hm, da liest tatsächlich jeder etwas anderes. Ich habe überhaupt nicht an sm gedacht, wenn ich sage, dass im Gedicht jemand in einer bemerkenswert gestörten Wahrnehmung schreibt. Innere Einsamkeit, ein Unvermögen Nähe als Bereicherung zu erleben, so springt mir das an. Misstrauen. Und all das dem anderen Unterstellte - tatsächlich also der personifizierte innere Mangel - einem anderen Ich angedichtet. Das ist die Sprache von seelischer Störung.

schocky


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