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BeitragVerfasst: 24.06.2008, 23:02 
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liebe mathilde,

was den anspruch eines lehramtsstudiums für gymnasien angeht, kannst du dir wohl kein urteil erlauben, also maße es dir doch auch nicht an.

"schuster bleib bei deinen leisten.", meinst du nicht?

der akademische grad, das zweite staatsexamen, ist meines wissens nach der gleiche wie bei anwälten... ups? (falls du glaubst, dass ein akademischer grad überhaupt ewas über charakterliche merkmale aussagt...)

was threadthema ist und was nicht entscheidest auch nicht du, sondern die moderatoren.

weiterhin kann man eine sachliche diskussion auf einem gewissen niveau führen oder fehlende argmente mit persönlichen angriffen kaschieren. falls du noch weitere versuche starten willst, mich zu provozieren, mach das doch bitte per pm, dann kann ich angemessen reagieren und ungelesen löschen und die anderen werden von deinen ausbrüchen auch nicht belästigt, ok?

liebe grüße
luci


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BeitragVerfasst: 25.06.2008, 01:15 
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Und ich habe wenig Lust, mich mit Deinen Postings auseinanderzusetzen. Sie bringen mich einfach nicht weiter, verstehst Du?

Wenn ich was lese, will ich auch was davon haben. Von daher lese ich sie nicht - ich ÜBERlese sie.

Mir ist auch nicht klar, was Du hier mit Deinem "erhobenen" Zeigefinger überhaupt erreichen willst. Ich habe viel Erfahrung mit Bordis und bisher sind die enorm dankbar, dass sich Normalos überhaupt mit deren - völlig anderer Innenwelt - beschäftigen, um sie überhaupt verstehen zu lernen. Schließlich müssen sie sich ja auch mit "unserer" Normalen Welt, die ihnen komplett fremd ist, auseinandersetzen. Anders geht es nunmal nicht, wenn zwei von komplett anderen Planeten (egal ob Mars, Venus oder Pluto (Pluto steht für Trauma)) miteinander zu tun haben. Man würde sich permanent missverstehen, würde man sich nicht auf die anderen "Kulturen" einlassen oder sich zumindest damit auseinandersetzen.

Und wenn ich von "Bordis" rede, dann ist das nett gemeint. Sie bezeichnen sich auch gerne selber so. Viele sagen dann "Ich BIN Borderline". (Nicht: Ich HABE Borderline).

Ich führe vieles dieser Reaktionen (Ich BIN Borderline) auf eine ICH-Schwäche zurück.

Zumindest habe ich als - diagnostizierter chronisch Depressiver - überhaupt kein Problem damit, wenn ich Fachtexte lese (und so sind nunmal psychologische Schriften verfasst), in denen steht:

"Der Depressive sehnt sich nach....... blablabla."

Überhaupt nicht - im Gegenteil, ich fühle mich verstanden. Ist zwischendurch mal von Selbstmordtendenzen die Rede, dann kann ich mich dagegen abgrenzen. Es kratzt mich nicht. Ich habe nämlich keine und auch nie welche gehabt - und gewiss nicht, weil meine Depri nicht hart genug ausgeprägt war - schlimmer geht's nimmer als es bei mir vor den Tabletten war. Vielleicht ist mein (depressivbefreiter, individueller) Charakter dafür zu "lebenslustig" irgendwo. Aber ich weiß, dass es dennoch typisch ist für die seelische Behinderung der Depression. Na und? Ich habe dennoch eine chronische Depri, mit der ich gut leben kann mit AD's (Psychopharmaka). Wie ein normaler Mensch lebe ich damit. Aber ich rege mich nicht über Texte über Depressive auf, nie.

Und zwar, weil ich eine IDENTITÄT habe. Doch genau die ist bei - zumindest untherapierten Borderlinern - NICHT ausgebildet. Das macht dann solche Überempfindlichkeiten oder Aussagen a la "Ich BIN Borderline" aus............

Dass man Menschen im _persönlichen_ Kontakt nicht direkt anspricht mit "Hi Bordi, wie geht es?" finde ich so dermaßen selbstverständlich, dass ich es total überflüssig finde, darüber überhaupt Worte zu verlieren.

Ich hätte auch keine Lust auf "Hi Depri, alles klar?" im persönlichen Kontakt. Ich bin nicht Frau Depri, ich bin ein MENSCH.

Aber wenn ich Texte lese - und sei es nur in einem Forum - wo "über den Depressiven" gepostet wird, dann habe ich überhaupt GAR kein Problem damit. Wie will man es auch sonst bezeichnen?????

Die Krankheitsbilder sind nunmal charaktertypisch.

Und ich habe hier oft genug betont, dass jeder "Bordi" anders ist. "Bordi" ist ein Begriff, den ich mir nicht ausgedacht habe, sondern eine weit verbreitete Bezeichnung für Menschen, die an dieser Störung erkrankt sind. Es ermöglicht schlicht und einfach, Verhaltensweisen, die oft nicht in das "Normaloschema" passen, einzuordnen.
Und das kann sehr hilfreich sein, um zumindest zu verstehen und zu verzeihen und vergeben. Es nicht _persönlich_ zu nehmen. Ob man dann dauerhaft mit "sowas" leben kann oder will - ist noch eine ganz anderer Frage, nicht wahr.

Wenn einer jemanden auf das Demütigendste _abwertet_ ("Du bist so fett!") oder was, dann zu _erkennen_, der fühlt sich nur _selber defekt_ (und zwar extrem!), so dass er den anderen abwerten muss, um sich "sicherer" zu fühlen. Solches Verständnis wäre aber nicht da, wenn man sich nicht damit beschäftigen würde. Denn normalerweise würde man dann auf dem Absatz kehrt machen und gehen. Doch _so_ mit dem Hintergrundwissen kann man sagen: "Pass auf ich hab Dich total lieb, aber so redet NIEMAND mit mir - und Du AUCH nicht. Das mag ich nicht und das hast Du auch gar nicht nötig, denn Du bist gut genug." Also eine sehr ANDERE Reaktion.

Sowas ist wichtig zu wissen!


Es gibt nunmal schwierige _Ausprägungen_ dieser Krankheit. (Besser "emotionalen Behinderung" - nein diesen Begriff habe ich mir auch nicht ausgedacht, sondern das steht so im SGB II, dass seelische Krankheiten, die länger als 6 Monate anhalten als "Behinderung" gelten.) B-Mars hat zum Beispiel auch einen Schwerbehindertenausweis, kann ja oft Vorteile bringen (zum Beispiel beim Parken usw.).

Ich denke jeder der hier genauer liest, sieht, dass ich hier keine Bordis abwerten möchte. Das habe ich hier oft genug betont. Ich war mal mit einem _schwerst_ persönlichkeitsgestörten 4 Jahre lang verlobt und die Trennung ist mir superschwer gefallen, deswegen bin ich hier aufgeschlagen.

Zur Zeit bin ich in einen Persönlichkeitsgestörten verknallt - obwohl ich genau um die Beziehungsschwierigkeiten, besser: - unfähigkeit weiß, besser als fast jeder Laie. Trotzdem bin ich verknallt.

Ich habe kein Problem mit Persönlichkeitsgestörten, wenn sie es selber haben oder andere Leute es ihnen in den Mund legen, dass sie es haben sollten, dann ist das absolut nicht mein Problem.


Wer darauf nicht klar kommt, der muss sich abgrenzen lernen.


Wenn Du schreibst: "Und Borderliner wollen sicher nicht von vorn bis hinten durchleuchtet werden" dann könntest Du genauso schreiben: "Und Männer / und / oder/ Frauen wollen sicher nicht von vorn bis hinten durchleuchtet werden."
Nichts anderes ist das. "Mein Bordi" zumindest ist froh, dass ich mich damit auseinandersetze, denn fühlt sich verstanden und dadurch auch besser respektiert (das ist nämlich einfacher, wenn man Menschen versteht!).

Von daher ist es einfach inkonsequent, einerseits an einem Forum aktiv teilzunehmen, was Männer und Frauen spezifisch in Schubladen einteilt, und andererseits sich drüber aufzuregen, dass es auch noch andere Schubladen gibt, die ebenso nützlich sein können.

Es ergibt für mich einfach keinen tieferen Sinn, verstehst Du? Und es bringt mich auch nicht weiter, wenn es um "Horizonterweiterung" geht. Es gibt mir einfach nichts, was Du schreibst. Es bereichert nicht meine Kompetenz - von daher - was soll ich damit?


Mathilde


P.S.: Und falls Du es noch nicht bemerkt hast, ich HABE bereits "Bordi-Mars" in "B-Mars" geändert. Und zwar VOR diesem Thread.
Könnte sein, dass ich mir was dabei GEDACHT habe.


Im Moment ist er für mich B-Mars. Denn ein ALPHA-MARS - so sehe ich ihn nicht. Er ist nicht perfekt, ich idealisiere das alles nicht. Aber ich bin für ihn ja auch nur eine BETA-Venus. Also PERFEKT findet er mich auch nicht........... allerdings:
Genau das irritiert ihn. Und mich ebenso.......... Für ihn allerdings scheint es das absolute Neugebiet zu sein: Denn ein Bordi IDEALISIERT entweder (das tut er nicht bei mir, nur ein ganz _kleines_ bisschen (ist okay beim Verknalltsein) - aber er ist selber erstaunt: Ich bin für ihn keine AlphaVenus, "nur" eine BetaVenus. Aber........... irgendwo liebt er mich, sagt er. Und kann das selber kaum begreifen.

Beruht auf Gegenseitigkeit.

Merkwürdig.


schaun mer mal.


Gute Nacht an alle Marsis, Venis, Depris und Bordis! :)

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BeitragVerfasst: 25.06.2008, 03:45 
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Weißt Du, Luci, ich bin kein Mensch, der _vermeintliche_ "Tabuzonen" totschweigt.

Ich lebe mit und von "Tabuzonen" und rede darüber komplett offensichtlich und natürlich - weil ich einfach möchte, dass die Menschheit darüber hinauswächst, um sich dem "was auch immer" zu widmen. Und es einen Haufen Menschen mit Persönlichkeitsstörungen (ungefähr zusammen locker 10 % der Bevölkerung) gibt in dem weiteren Umfeld jedes Menschen! Es ist wichtig, diese Menschen zu verstehen und begreifen.


Ich spreche Dinge an - okay. Aber diese Dinge sind mein Leben - nichts, worüber sich Leute zu echauffieren haben, sondern Dinge, die einfach üblicherweise "da" sind. Und dass das Leben mit _einigen_ (nicht allen!!!) Bordies nicht "ohne" ist - nichts weiteres habe ich in den Videos von Kinski und Co hier reinzustellen versucht. Um mal ein Beispiel zu geben. Sowohl hinsichtlich der Schwierigkeit für Angehörige (ich KENNE das!!!!) als auch sowohl der Genialität der Erkrankten (also _keine_ Abwertung!).


Um auch den "entferntesten Laien" mal hier klarzumachen, was der Alltag der Leute überhaupt ist, die damit als Angehörige oder Betroffene leben.

Dass es sich hier nicht um "Macken" handelt, über die man sich nicht weiter informieren muss - sondern um _echte_ Herausforderungen, die mit den üblichen "Neurosen" oder "Eigenarten" die wir von nahezu jedem Menschen kennen - so _gar_ nichts mehr zu tun hat.


Ich selbst bin ein "Alkoholikerkind". Weißt Du Luci, was mich am meisten betroffen macht: In den 80ern, als das ein _enormes_ Thema für mich (und sicher viele andere) war, da hat KEINER sich um die ANGEHÖRIGEN (insbesondere die KINDER) der Alkis gekümmert. Es ging IMMER NUR um den Alkoholiker.

Sicher haben diese Menschen enorme (psychische) Probleme. Aber es ging immer nur _darum_!!! Um den Erkrankten.

Erst in den 90er Jahren (als ich erwachsen war!) begannen die Menschen sich mehr und mehr einzustehen, dass Alkoholismus eine FAMILIENKRANKHEIT ist und somit auch die ärmsten und schwächsten ENORM nicht nur mit einbezieht, sondern auch nachhaltig schädigt: DIE KINDER! Und was das überhaupt für eine Last für diese sei. Allerdings *keuch*.

Seitdem wurden dann Selbsthilfegruppen für die Angehörigen organisiert und auch Bücher geschrieben (Ende der 90er Jahre fing das an).

Und ich weiß, was damit gemeint ist.


Klar sind das "teuflische" Krankheiten, und ich werfe meinen Eltern und anderen psychisch Erkrankten nicht das _GERINGSTE_ vor! Sie sind selber traumatisiert, weshalb sie nicht standardgerecht leben konnten oder wollten.

Dennoch wird die GEWALT "soziologisch weitervererbt " - von Generation zu Generation - bis endlich mal einer im Stammbaum auszubrechen vermag und darüber zur reden und forschen vermag!

Und da ist es komplett egal ob es sich um eine Persönlichkeitsstörung oder Alkoholismus (oder sonstige Süchte) handelt. Wenn ich mir KINSKI anschaue in den Interviews - das könnte mein VATER sein! Der war GENAUSO, wenn er was getrunken hatte über den Pegel! (Also ca. 4 mal wöchentlich abends ab 19.00 Uhr!!!). Das kommt mir völlig bekannt vor! Und das SCHLIMMSTE: Ich dachte, das sei "normal"!!! Ich _kannte_ es doch nicht anders als Kind!

Nimmt man die ALKOHOLIKER und die PERSÖNLICHKEITSGESTÖRTEN (und ja, diese Menschen hatten sicher alle eine schwierige Kindheit, davon bin ich heute überzeugt!), das sind dann

8 % Alkoholiker
plus
10 % Persönlichkeitsgestörte

nemma mal ne "Schnittmenge" von beidem von 50 % (großzügig gerechnet) ----------

das ist ein _ERHEBLICHER_ Anteil der Bevölkerung, die nicht nur diese Probleme haben, sondern sogar im familiären oder freundeskreisartigen Umfeld eine VIELZAHL von Mitbürgern BEEINFLUSST!

Und man _kann_ gar nicht genug Unterstützung geben, sorry. Sowohl für die unmittelbar Erkrankten (denn _das_ bedeutet für mich RESPEKT: Zu sehen, dass diese Menschen sich das gewiss nicht ausgesucht und bestimmt ein "leichteres Schicksal" bevorzugt hätten) als auch die mittelbar Erkrankten (Kinder, Partner, Angehörige) angeht. Die "Angehörigen" sind logischerweise noch von der Anzahl her _größer_ als die _unmittelbar_ Betroffenen.

Von daher sind die ANGEHÖRIGEN meine Spezialgruppe (was selbstverständlich die direkt Erkrankten mit einbezieht). Und ich denke mir schon was dabei, wenn ich eine Buchempfehlung und "Fallbeispiele" (sei es Kinski at his "worst", sei es Axl oder Madonna at their Best) hier poste.


Ich bin mir _ziemlich_ sicher, dass das vielen Menschen weiterhilft.




Es setzt sich fort. Über GENERATIONEN!

Das betrifft nicht nur die unmittelbar Erkrankten, das betrifft deren gesamtes EMOTIONALES SYSTEM (inklusive Liebesbeziehungen, sehr inniger Freundschaften und natürlich die Kinder!).

DAS aufzuzeigen - und da für BEIDE Seiten einen Ausweg zu finden - das ist MIR wichtig! Dafür lebe und arbeite ich!


Mathilde

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BeitragVerfasst: 25.06.2008, 04:39 
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Also!

Was ich damit sagen wollte (Judex non calculat, okay!) ich *peile gerade mal wieder nur über den Daumen* und wenn GREG oder sonstwer sagt, "Mathilde das hasse aber falsch berechnet" dann ist das _absolut_ akzeptiert und okay, gut??????

Also:

Nemma mal Alkis und PSler zusammen als Querschnittssumme von 9 % der Gesamtbevölkerung des deutschen Raumes............ also samma mal, 9 % der GESAMTBEVÖLERKUNG hat SO DERARTIG einen an der Waffel (aus persönlichen Gründen heraus), dass er auch SEIN UMFELD beeinflusst und negativ krank macht.

Angenommen, im SCHNITT hamma 9 % "schwer merkwürdige" plus 6 % Frauen von den "Schwermerkwürdigen" -> dann simma schon bei 15 % der "Schwermerkwürdigen".

Nemma mal da noch im Schnitt - bloß 1 (!!!!) verdammt großzügig gerechnet, ich weiß, aber man muss realistisch bleiben!) Personenanzahl zwischen den "Schwermerkwürdigen" und "Normalos" oder "ebenso Schwermerkwürdigen" (was geht mich das überhaupt an, he?).......... dann simma bei nachwuchsmäßig durchschnittlich:

- darüber denk ich morgen nach!


:wink:

Mathilde

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BeitragVerfasst: 25.06.2008, 07:29 
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liebe mathilde,

du kannst dir die langen erklärungen an meine adresse zumindest sparen. im rahmen meines studiums belege ich mehrere psychologie-seminare und weiß daher, wie sich die entsprechende wissenschaftliche literatur liest. weiterhin arbeite ich seit über einem jahr mit kids und jugendlichen, die im rahmen der "hilfen zur erziehung" durch jugendämter usw. betreut werden. ich abeite intensiv mit kindern mit "auffälligem verhalten" (ads/adhs, borderline, dissoziale ps) und teilleistungsschwächen (legathenie, dyskalkulie usw.). ein gutes drittel "meiner kids wurde geschlagen, hat alkoholabhängige eltern, kommt z.t. aus dem jugendgefängnis, ist hochgradig aggressiv, depressiv und zu großen teilen aus sozial schwachen familien.

du kannst dir deine erläuerungen getrost schenken, die brauche ich nicht, denn entsrechende handloungsoptionen für das jeweilige kind werden mit ausgebildeten fachleuten (psychologen, sozialarbeiten, verwaltungsbeamten usw.) festgelegt, kontrolliert und ausgewertet.

mit dem "erhobenen zeigefinger" möchte ich auf einem mindestmaß an respekt und toleranz gegenüber den betroffenen beharren. wenn du mich dafür derart persönlich angehst, sagt das eine menge über dich aus.


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BeitragVerfasst: 25.06.2008, 12:29 
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Hallo Luci,

warum postest Du Peppino's Aussage ohne weiteren Kommentar ? Wie gesagt, ICH bin ihre Freundin und ich weiß, wie sie denkt. Da wir täglich telefonieren (manchmal sogar mehrmals) kannst Du mir schon glauben, dass ich Peppino mehr als wichtig in meinem Leben ist. Und ich wohl auch in ihrem .... Borderline hin- oder her. Allerdings ist Peppino auch therapiert, einsichtig und weiß genau, dass sie einmal Borderline hatte oder manchmal auch noch hat. Ich denke, DAS ist der Unterschied zu vielen anderen Personen, die diese Störung haben: sie sind nicht therapiert und überhaupt nicht krankheitseinsichtig. Und das macht den Umgang mit ihnen nicht unbedingt einfacher ...

Im übrigen: sind wir nicht alle ein bißchen BLUNA ???? :)

Choco

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Wenn Männer glauben, unwiderstehlich zu sein,
hat es wohl meistens damit zu tun,
dass sie sich bevorzugt dort aufhalten,
wo wenig Widerstand zu erwarten ist ....


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BeitragVerfasst: 25.06.2008, 13:51 
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genau.

ansonsten wären die Bordis ja ganz schön interessante Typen, die ja auch echt intelligent sind wie hier schon geschrieben wurde.

wie wird man eigentlich zum Bordi

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BeitragVerfasst: 25.06.2008, 13:57 
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cogan hat geschrieben:
wie wird man eigentlich zum Bordi


Genetische Prädisposition (oft sind die Eltern auch Borderliner) und dann noch ein sehr traumatisierenden Umfeld über längeren Zeitraum hinweg.

Manche Borderliner hatten auch ganz liebevolle Eltern, die Ursachen sind immer noch umstritten. Die forschen da derzeit enorm rum. Ein sehr spannendes Feld. Ähnlich wie man eben KREBS bekommt: Genetische Veranlagung plus bestimmter Lebensstil. Aber: Immer noch schwer zu sagen.

Jedenfalls "wird man dann spätestens zum Bordi" wenn man die Diagnose bekommen hat. Dann ist die Sache zwar klar, aber der Erkrankte kann sich nicht so schnell ändern und die Angehörigen können aber viel tun, um das Zusammenleben (für sich selbst und den Bordi) einfacher zu gestalten.

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BeitragVerfasst: 25.06.2008, 15:11 
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Kinski - "im guten Segment"- Interview Teil 1


Es geht also auch anders. :wink: Wirklich eine faszinierende Ausstrahlung, obgleich natürlich der Alkohol durchklinkt (auch eine häufige Begleiterscheinung der Krankheit, der Substanzmissbrauch, um Stabilisierung drin zu finden).

Einzigartig. Einfach anders. Faszinierend. Enorm sensitiv. Bleibt in Erinnerung.

Teil 2 - Interview


Teil 3 - je später der Abend


Teil 4 von 4, Interview

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BeitragVerfasst: 27.06.2008, 06:15 
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Championtipper

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cogan hat geschrieben:
genau.

ansonsten wären die Bordis ja ganz schön interessante Typen, die ja auch echt intelligent sind .....


Würd ich so pauschal nicht sagen. Es gibt wahrscheinlich genauso viele intelligente wie auch nicht intelligente Borderliner.


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BeitragVerfasst: 27.06.2008, 14:14 
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Stimmt. Es ging nur darum, dass das eine (Seele) nichts mit dem anderen (Verstand) zu tun hat. Außer, dass einige Borderliner eben ab und an Psychosen haben und die Realität umdichten, um sie in Einklang mit ihren überbordenden Gefühlen zu bringen.

Eine äußerst erstaunliche Leistung ist aber das enorme Einfühlungsvermögen: Genau wie Babys sind Bordis tatsächlich oft in der Lage, zu fühlen, was ihr Gegenüber fühlt. Diese Fähigkeit mussten sie beibehalten, um eben die Stimmung der Bezugsperson einschätzen zu lernen um darauf angemessen reagieren zu können oder sich in Sicherheit zu bringen, gegebenfalls auch zu manipulieren.

Daraus ergibt sich natürlich auch die Fähigkeit, "vertuschte" oder "kaschierte" Gefühle des Gegenübers wahrzunehmen, ihn total zu durchschauen. Vor allem wenn er Angst hat oder aggressiv ist (aufgrund des BorderlineVerhaltens).

Also viele Borderliner sind schon "anders" gestrickt. Nicht selten ist zum Beispiel, dass sie zum Therapeuten gehen und IHM ERKLÄREN, wie ER SICH GERADE FÜHLT (was Therapeuten sich niemals anmerken lassen würden, aber durch die enorme Empathie und Sensitivität des Bordis kann man es vor ihm nicht vertuschen).

Ganz andere Fähigkeiten als Normalos. B-Mars nutzt die zum Beispiel im Gerichtssaal: Er spürt die anderen und kann so perfekt "manipulieren", egal ob Richter oder die Gegenpartei. Es ist als würde er ihre Gedanken lesen können. Leider funktioniert das auch gegenüber mir. Der erzählt mir auch immer, was in mir vorgeht........:? Wenn ich dann frage: "Sieht man mir das an?" dann sagt er: "Ich sage nicht, dass die anderen das sehen. ICH sehe das. Du bist nunmal schnell gelangweilt."

Zum Beispiel.

Ich und die anderen können das nicht. Also das fällt mir gerade ein, dieses "Durchschauen" besser "Durchdringen" der anderen Personen - das ist außerordentlich. Diese Fähigkeit haben sonst nur Säuglinge.

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BeitragVerfasst: 27.06.2008, 20:37 
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naja vielleicht bin ich ja auch nen Bordi. Ich bleib auch immer ne Zeit lang ruhig bis mir der Kragen platzt und dann halb ausflippe.

also, wenn man da z.B. in illusterer Runde sitzt und ein guter Bekannter hat noch nen guten alten Freund eingeladen den man flüchtig kennt und der den halben abend rumbrüllt und Prollsprüche von sich gibt bis hin zu irgendwelchen dumpfen Sprüchen wo die halbe Nachbarschaft mithört wo man vorher meinte, man sei unter halbwegs gescheiten Leuten, dass man die ganze Zeit da aus Höflichkeit nix sagt und nur peinlich wegguckt und es dann aber aufeinmal aus einem rausplatzt nachdem der Brüllaffe auf gutes Zureden der anderen nicht reagiert und man dann mit seinem Zurückbrüllen die ganze Partylaune stört.
Oder, da sind 30 Typen im Hörsaal und 29 hören zu und einer liest die Bildzeitung und man blickt dezent drüber weg. Doch wenn der dann so laut raschelt mit dem Ding dass man sein eigens Wort nicht mehr hört, schaltet man plötzlich vom Leisen zum Lauten.

Oder, man erinnere sich an Trapatoni: der Typ völlig ausgerastet in der Pressekonferenz als München nur noch verloren hatte. Oder Rudi Völler nach verpatztem Länderspiel (Frage von dem dicken Waldinger ("Waldi´s EM-Club" >>> :pillepalle: ): "is das jetzt der Tiefpunkt, Rudi") flippt auch aus ("...du hast doch schon 2 Weizen getrunken!")

Wären das auch alles Bordis?

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BeitragVerfasst: 27.06.2008, 22:59 
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ach mathilde, ich glaube du verhälst dich b-mars gegenüber derart, wie du ihn immer wieder beschreibst. hast du schonmal darüber nachgedacht, ob du dabei nicht in teilen dich beschreibst? ich meine, den einen tag schreibst du hier volle breitseite über all die schwierigkeiten mit anwaltmars und analysierst das bis ins kleinste. den nächsten tag idealisiert du ihn. aber er wird ja nicht nur das eine und nicht nur das andere sein. sondern mal so und mal so. schonmal drüber nachgedacht, dass das verhalten seines umfeldes, hier im speziellen dein verhalten ihm gegenüber eine ganz entscheidende rolle dabei spielt? ich glaube ihr zieht euch an, weil ihr ähnlich seid. mathilde, du bist, wenn du so bist wie du hier schreibst für anwaltmars sicherlich eine interessante person, aber da fehlt eine kontinuität in deinem verhalten, eine verläßlichkeit. wenn du so bist wie du hier schreibst, dann bist du jeden tag anders, dann weiß er nicht, wie er dich einschätzen soll, dann ist es für ihn nicht selbstverständlich, dass du heute sagst er kann sich auf dich verlassen und du würdest ihm auch morgen noch zur seite stehen. er wird doch auch merken, dass du ihn den einen tag überkritisch siehst und den anderen idealisierst. von daher könnt ihr euch sicherlich gegenseitig impulse geben, aber eben keine stabilität. stabilität wäre aber wichtig, für ihn und für dich auch.

lg, kolibriene


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BeitragVerfasst: 28.06.2008, 13:18 
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Lieber Cogan,

geh einfach mal zum Arzt (Psychiater). Der kann Dich bei Indizierung dann weiterverweisen und die sehen, was mit Dir los ist.

Diagnosen dürfen nur von Fachärzten gestellt werden. Das gilt auch für Teenager, die diese Störung zur Modediagnose "sich selbst umhängen".

Im DSM-IV, dem Klassifikationssystem der American Psychiatric Association, wird die Borderline-Persönlichkeitsstörung wie folgt definiert:

Ein tiefgreifendes Muster von Instabilität in den zwischenmenschlichen Beziehungen, im Selbstbild und in den Affekten sowie deutliche Impulsivität. Der Beginn liegt im frühen Erwachsenenalter bzw. in der Pubertät und manifestiert sich in verschiedenen Lebensbereichen.

Mindestens fünf der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein:

1. Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.
2. Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.
3. Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.
4. Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Bereichen (Geldausgaben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, „Essstörungen“). Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.
5. Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.
6. Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z. B. hochgradige episodische Dysphorie, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).
7. Chronische Gefühle von Leere.
8. Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren, (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).
9. Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.


Diagnose immer nur von Ärzten.


Bei Dir: Ich würd mal beim Tierarzt anfragen.


Grüßle,
Mathilde




Liebe kolibriene,

ja Danke...........da gebe ich Dir recht.

Stabilität ist sehr wichtig.

LG,
Mathilde

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BeitragVerfasst: 29.06.2008, 14:37 
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moin Aritilde;

Tante_Mathilde hat geschrieben:
[...] einfach mal zum Arzt (Psychiater) [...]


"...auf einer Fahrt in die Klinik, sah er noch einmal die Lichter der Stadt.. :mrgreen:

ich bin privatversichert, da kannst davon ausgehen dass ich aus so nem Laden nicht wieder rauskomm und zum Schluss am Gehwägelchen oder im Kuckucksnest bei Mrs. Ratched ende.

gruß, c.

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