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BeitragVerfasst: 14.06.2008, 11:53 
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Moinmoin,

als verantwortungsvolle " Führungspersönlichkeit :wink: mit best EQ alive" habe ich mir nun mal ein Buch zugelegt, was ich heute vorstellen möchte. Manchmal muss man mit Menschen klarkommen, die "anders" sind.

5-6 % der Bevölkerung sind an der Borderline-Störung erkrankt.

Da ich momentan auch erstmalig näher mit so einer Person zu tun habe, tue ich das, was ich immer tue: Ich hole mir Rat bei Experten.

Wie lange der Kontakt mit diesem Menschen noch anhält - zwischenmenschlich - wird sich zeigen. Dennoch habe ich privat innerhalb meines KindesmissbrauchsProjektes ohnehin sehr oft Bordis, mit denen ich zusammenarbeite (ehemalige Missbrauchsopfer, die heute die Gelegenheit erhalten, sich dafür zu engagieren, dass die Kinder von heute und morgen nicht das gleiche Trauma durchleben müssen). Auch dort habe ich - obgleich ich noch ein halbwegs distanziertes Verhältnis zu ihnen habe - schon häufiger verwirrende Verhaltensweisen erleben müssen.


Insofern ist das Buch genau richtig für mich, um diese Persönlichkeitsstörung besser zu verstehen, zukünftigen Mandanten und auch Mitarbeitern eine bessere Basis der Zusammenarbeit bieten zu können.


Folgendes Buch möchte ich dafür empfehlen:

[buch=3884143379]


Entscheidend für die Wahl waren zunächst die vielen positiven Amazonrezensionen, ich hielt es das beste für Angehörige.

"Angehörige" wird in diesem Buch aber nicht nur der Partner bezeichnet, sondern auch die Familienangehörigen, die Kollegen, Freunde und Kinder. Und v.a. auch die Eltern.


Es bietet also eine weite Spannbreite.



Erster Eindruck (ich schreibe noch einen weiteren Post, wenn ich es fertig gelesen und "sackengelassen" habe):

Ich habe es so eben abgeholt und die ersten Seiten gelesen. Der Eindruck ist durchweg positiv bis jetzt. Das Buch ist zwar nicht ganz preisgünstig mit seinen 18 Euronen, aber sehr ansprechend und umfangreich, ohne sich in blöden Nebensächlichkeiten zu verlieren (ich hab es auch immer lieber auf den Punkt gebracht bei Fachliteratur).

Es ist gut und authentisch geschrieben und gefällt mir vom klaren Sprachstil her, der ohne Affektiertheit oder übermäßiges Fachjargon auskommt.

Dennoch ist das Buch objektiv, was ich als sehr positiv bewerte. Insofern auch für Borderliner, die in einer Partnerschaft stehen oder deren Angehörige Probleme mit ihnen haben, sehr zu empfehlen.

Ich empfinde es keinesfalls stigmatisierend oder abwertend, sondern enorm konstruktiv für beide Seiten der Beteiligten.

Die Herausforderung bei der Begegnung mit einem Borderline-Erkrankten besteht in der Akzeptanz und Annahme der unterschiedlichen Realitäten, in denen beide Beteiligten leben:

Die Autorin schreibt dazu in der Einführung:

" Ich filterte mit der Zeit heraus, worum es Familienangehörigen, Partnern und Freunden primär ging.
Anschließend bat ich Menschen mit Borderline um ihre Meinung.
Wenn Angehörige von ihrer Hilflosigkeit angesichts der Wut und Aggression eines Borderliners sprachen, bat ich die Borderliner etwa zu beschreiben, was sie während eines Wutanfalls dachten und fühlten und wie andere am besten reagieren sollten."


Das finde ich also höchst konstruktiv an dem Buch.



Ansonsten ist das Buch sehr "solide" gebunden (dennoch als Taschenbuch zu kaufen), so dass es häufiges Benutzen und Blättern erlaubt. Bei mir isst das Auge ja auch immer mit, ästhetisch bisher einwandfrei.


Als besonders zu empfehlende Kapitel möchte ich noch:

- die Kinder vor BorderlineVerhalten schützen

- warten, bis die Bombe platzt: Kinder mit Borderline

empfehlen.


Denn genau bei diesem Themenkomplex kann ja von "Trennung" nicht die Rede sein.

Was "meinen" Bordi angeht, so ist mir die Problematik vertraut. So hat er zu seinen Zwillingen aus erster Ehe seit drei Jahren nur noch die Möglichkeit "betreuten Umgang" (d.h. eine Dritte "Aufpasserperson" ist anwesend) zu ihnen zu haben. Das sagt schon alles. Denn Borderliner verletzen (aus inneren Konflikten heraus) immer ihre "Nearest and Dearest" - nie Menschen, die ihnen gleichgültig sind. Das macht es natürlich............ schwierig.



Mehr dazu.............. sobald ich damit durchbin. Liest sich aber fix und unkompliziert.


LG.
Mathilde

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"Shake your Moneymaker....." James Brown-"Sex Machine", 1974


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BeitragVerfasst: 22.06.2008, 13:12 
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Rezension:

Ich empfehle das Buch für Betroffene und Angehörige weiter.

Von der Note her gebe ich ein "gut", da mir für ein "sehr gut" noch zu viele amerikanische Fallbeispiele drin sind und ich kein persönlicher Fan vom "Case-Law" bin, sondern es lieber abstrakt in Formeln in Worten habe (deutsche Normierung), unter die der einzelne dann den konkreten Sachverhalt subsumieren kann.


Dennoch ein "gut" weil die Fallbeispiele immer sehr kurz gehalten sind und das Buch sich durch enorme Überschaubarkeit auszeichnet. Jeder Problempunkt wird in einzelnen Abschnitten behandelt. Das Buch geht insbesondere ein auf


- Co-Abhängigkeit: dazu wird eine Überprüfungsliste angeboten, um sich selbst immer wieder zu prüfen, ob man sich schon im Strudel der Krankheit bewegt oder noch selbstbestimmt sein Leben meistert

- die unterschiedlichen Realitätsebenen: Es ermutigt damit dem Angehörigen, seiner _eigenen Wahrnehmung_ zu vertrauen, die im Zweifel realitätsnäher als die des Borderliners ist. Bordis haben oft Phasen, in denen sie vielleicht nicht _lügen_, wenn sie die Realität umdichten um ihre Gefühlsausbrüche in Einklang mit dieser zu bringen. Aber sie _irren_. Gelegentlich, nicht immer. Also der psychotische Bereich.

- das Buch erklärt gut verständlich, dass die abweichenden Verhalten und auch die gelegentliche Realitätsumdichtung eine pure Überlebensstrategie ist, ein Abwehrmechanismus, der sich festigend in frühester Kindheit manifestiert hat.

- es erleichtert, das Verhalten, die Gedanken und die Gefühle des Bordis _nicht_ persönlich zu nehmen

- ermutigt, immer wieder Grenzen zu setzen

- und gibt auch Tipps, wie man eine Trennung vorbereiten und gestalten sollte, um diese erfolgreich ohne Stalking durchzuführen

- weist dennoch immer wieder darauf hin, dass jeder Bordi _anders_ ist, dass das Buch nur ausführlich alle _möglichen_ Probleme behandelt, die aber keinesfalls auftreten _müssen_

- zeigt auf, wie man mit Rückzug des Bordis umgehen sollte (ihn laufen lassen, in Ruhe lassen, ihm vertrauen, dass er mit seiner Störung besser umgehen kann als wir es beurteilen können)

- mit selbstverletzendem Verhalten (Ritzen, Alkoholmissbrauch, Selbstmordversuche, Prügeleien) umgehen soll: Nämlich sich einerseits abgrenzen, andererseits sich distanzieren und schließlich diese Verhaltensweisen keinesfalls unterstützen oder gar "belohnen".

- gibt einen knappen Überblick über die Schwere der Störung

- wie man sich bei Wutanfällen und Gewalttätigkeiten, wenn der Borderliner sich gerade im "bösen Segment" seiner gespaltenen Persönlichkeit befindet, umgehen soll, wie man sich schützen kann und dass man v.a. diese Seite an ihm akzeptieren und achten lernen muss, weil der Borderliner weder "nur gut" noch "nur böse" ist, sondern eben aufgrund seiner Fragmentierung seines Ichs beide Seiten nur _extrem_ ausleben kann, während der Normalo eben "überwiegend gut" ist, da er die Fragmente zu einer einheitlichen Persönlichkeit, die in sich geschlossen ist, vereint.


und vieles andere mehr.



Sehr hilfreich für Menschen, die mit einem Borderliner zusammenleben wollen oder aber müssen.


Gruß,
Mathilde

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BeitragVerfasst: 22.06.2008, 13:34 
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Kurzer Überblick zur Schwere der Störung:

- Die Fähigkeit, etwas als "relativ" wahrzunehmen, setzt die Fähigkeit der Bindung und Beziehung voraus. (Relation). Diese wiederum ein abgegrenztes ICH, also eine Persönlichkeit bei der diese Grenzen gelungen sind.

- Bei Menschen, wo das "Ich" noch nicht ausgebildet oder besser: noch fragmentiert ist, fehlen also die Grenzen um beziehungsfähig zu sein und dies nicht nur im interpersonellen Kontext, sondern auch den Bezug zur Realität "relativ" zu gestalten und wahrzunehmen.

- aus diesen Gründen ist der Borderliner nicht "relativ" sondern "absolut". Er ist entweder absolut "gut" oder "absolut böse". Und zwar unvereinbar in zwei Segmenten seiner fragmentierten Persönlichkeit.


- wichtig: Dieses "Entwicklungsstadium" haben alle Menschen zwischen dem 18. und 24. Monat. Das heißt zwischen anderthalb bis zwei Jahren, wo sich das "ICH" im Kinde ausbildet, macht jeder Mensch diese Phase durch, wo er die Mutter eben noch nicht "RELATIV GUT" oder "ÜBERWIEGEND GUT" erleben kann, sondern: er erlebt sie entweder idealisiert "nur gut" oder aber "nur böse".

- während dann beim normalen Menschen dann die Entwicklung zu einem geschlossenen "ICH" weitergeht, ab dem dritten Lebensjahr (der Beginn der "Trotzphase", wo das Kind oft "NEIN" und "ich will meinen Willen durchsetzen" äußert, was sehr entwicklungspositiv ist), geht man davon aus, dass beim Borderliner bereits in frühester Kindheit während dem Frühstadium der Ichbildung massiver Missbrauch stattfand, so dass die Ausbildung eines geschlossenen "ICHS" nicht geglückt ist.

- gewissermaßen befindet sich dann dieser Mensch "immer noch" in dieser Frühphase und ist gleichermaßen von Distanzierungs- und Wiederannäherungswünschen überwältigt, hat große Angst vor dem Verlassenwerden, sieht die Bezugsperson mal als "nur gut" oder "nur böse" (wie ein Kleinkind seine Mutter), ist enorm kränkbar durch bereits kleine Kommentare oder Minen, usw., wenn dann die "Idealisierung" zusammenbricht und enttäuscht wird, geht diese Person ins "böse Fragment" des ICHs und wir kennen das ja von Kleinkindern, wenn sie gerade Wut- und Hassphasen haben und mit ihren winzigen Fäusten in dieesem Alter einen hasserfüllten Schlag auf die Wade der Mamma geben...........

allerdings: Die Bordis werden größer, stärker und intelligenter. Und so werden diese Schläge irgendwann für Angehörige sehr gefährlich :wink: - wenn sie nämlich mit der Kraft und dem Verstand eines Erwachsenen ausgeführt werden.




Vielleicht zum Verständnis, worum es da geht.


Unterschied Neurotiker/ Normalo und Persönlichkeitsgestörter BPSler:

Während der Neurotiker ANGST vor Frustration und Liebesverlust hat, und als Abwehrmechanismus die "Verdrängung" verwendet, welche einen "inneren Konflikt" verursachen, fehlt dem BPSler gerade dieser "innere neurotische Konflikt", weil er eben nicht "verdrängen" kann. Die ANGST des BPSlers ist viel größer:

Es ist die Angst vor Selbstverlust, bezogen auf das "böse Segment" ist das die Vernichtungsangst, bezogen auf das "gute Segment" die Angst vor dem Verlassenwerden.

Also ganz heftige innere Ängste. Wie bei einem Kind von anderthalb Jahren dass diese durchsteht in großer Abhängigkeit zur Mutter.


Dennoch darf man nicht vergessen, dass Bordis sich grundsätzlich auch normal verhalten können und hohe intellektuelle Leistungen vollbringen. Darüberhinaus ist oft eine außerordentliche Kreativität zu bemerken. Viele Stars haben übrigens diese Störung und sind bekennende Borderliner.

Beispiel:
Madonna, Angelina Jolie, Axl Rose von Guns'n'Roses fallen mir spontan ein.
Also durchaus kompetente Menschen! Nur mit einer "darken" Seite ausgestattet.

Welcome to the Jungle

:wink:

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BeitragVerfasst: 22.06.2008, 16:34 
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achso, einer fällt mir noch ein:

Klaus Kinski!! Den konnte man - so wird gesagt - bei den Drehs nur mit der Schrotflinte beruhigen, wenn er gerade abdrehte. :wink:

Nosferatu - Blue Öyster Cult


Kinski - Interview - seeeeeeeeeeeeeeeeeeehr interessant, lach!


Sorry! Also das Interview mit Kinski ist ja wohl der Hammer! Genau _DAS_ ist Borderline - im "bösen" Segment. Nicht immer einfach für die Angehörigen. Wirklich nicht.

Ansehen!!! Muss man gesehen haben!

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BeitragVerfasst: 22.06.2008, 17:35 
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Alter Finne :!:

SEHEN!!!!! Das sind die Wutausbrüche, gegen die man sich schützen muss. Heftig.

Kinski - Wutausbruch am Filmset

Also psychologisch betrachtet - unheimlich INTERESSANT! Sehr informativ und erhellend. Ansehen! Auch zum besseren Verständnis. Auch gut erkenntlich, wie der Regisseur eben _ENORM_ ruhig und einfühlsam damit umgeht, da er seine "Pappenheimer" kennt. Auch wenn damals die Borderline-Störung noch nicht erforscht war. Aber so etwas ist beispielsweise typisch.

Das "böse" Segment, wo er eben sich selbst und auch sein Umfeld _NUR NOCH_ als "böse" wahrnehmen _kann_, und den Realitätsbezug verliert.

Wenn der Borderliner in diesem Segment ist und nicht einsichtig - kann das verheerend werden.

[Edit: Was ich hoch interessant finde, an dieser Szene, ist die "Übertragung" (nennt man das im psychologischen Bereich): Das heißt, eigentlich wehrt sich Kinski hier gegen seine "Mutter", er will sich aus der Symbiose, die er als bedrohlich erlebt, befreien. In diesem Moment "ist" der andere "die Mutter", und: Am Anfang reagiert der Produktionsleiter (mit dem Schnauzbart) auch so! Das nennt man "Übertragung" (und darf eigentlich nicht passieren, Stichwort: Abgrenzung!): Der Regisseur antwortet hier mit: "Tja, dann bekommst Du eben nichts mehr zu essen!" Also wie eine Mutter - und Kinski ist wütend darüber. Seeeeeeeeehr interessante Szene!]

-----------------------------

Dennoch: Ich möchte hier nur auf _mögliche_ Schwierigkeiten hinweisen, mit denen man zurechtkommen muss, wenn man eben auch die faszinierenden, guten Seiten des Bordis miterleben und nutzen möchte. Denn diese wiederum sind _extrem_ gut, und - anders als bei uns Normalos - haben diese Menschen eben Fähigkeiten und Begabungen, die sehr genial sind und die ein Normalo so niemals ausgebildet hätte. Und die sind schon großartig.

Also ich weiß schon, warum ich "meinen" Bordi bei uns behalten will, denn das kann kein anderer, was er kann. Einzigartig und hochgenial, dann wieder total diabolisch und wahnsinnig, das _kann_ die Ausprägung dieser Störung bedeuten (muss es aber nicht, wie gesagt).

"Mein Bordi" hat mir zum Beispiel - wir unterhalten uns ja oft über psychische Störungen, auch berufsbezogen - einmal gestanden, dass er als Kind von seiner Mutter, ebenfalls an Borderline erkrankt, während eines Wutanfalls mit dem nackten Ars** auf die heiße Herdplatte gesetzt worden ist. Der Missbrauch war bei ihm also enorm - und bei Überforderung "schützt" sich die Seele des Kindes, immer dann, wenn Dinge einfach seelisch nicht mehr zu bewältigen sind, wird eine Störung ausgebildet. Je früher der Missbrauch, umso verletzlicher die Seele (da noch nicht gefestigt). Ergo umso schwerer und "gefestigter" die Störung. Ein Überlebens- und Abwehrmechanismus. Sonst nichts.

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BeitragVerfasst: 23.06.2008, 19:08 
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Der Kinski ist schon genial. Definitiv. Wieviele Leute sind in Vergessenheit geraten, nachdem sie tot waren?

Er nicht. Im Gegenteil. Er wird immer bewunderter. Jahrzehnte später und das wird sich noch steigern.

Ein _hervorragender_ Schauspieler. Hervorragend. Absolut. Und ich bin da _enorm_ anspruchsvoll, hab durchaus auch eine künstlerische Vergangenheit und Begabung und _enorm_ hohe Anspruchshaltung. So schnell sage ich das nicht. Da muss schon was kommen. Da bin ich sehr streng. Das schafft kaum einer, von mir künstlerisch anerkannt zu werden. 99, 99% aller "Künstler" kann man meiner Ansicht nach in die Tonne treten. Absolut.

Keine Zweifel - wenn BPSler im "guten Segment" sind, dann sind sie ideal, perfekt, göttlich. Genial eben. Nicht nur "überwiegend" gut, sondern genial: "Absolut gut" eben. Nicht nur "überwiegend gut" (so wie ich zum Beispiel.)

Aber - naja. Da gibt es ja noch die andere Seite, lach.


P.S.: Das ist mir schon klar, mit dem Herren. Ich war schonmal mit ner "härteren" Variante zusammen, vor einigen Jahren: Die maligne (!!!) narzisstische Persönlichkeitsstörung. Das hab ich ihm auch gesagt: "Ach, Spatzerl. Dagegen bist Du ja noch harmlos!" Da sagte er: "Schluck. Allerdings." (Kennt sich da auch aus, gegen die "maligne NPS" ist Borderline in der Tat noch "ganz lustig"). Aber ich habe auch gesagt: "Sorry - ich muss mich hier auch schützen okay? Nicht nochmal, bitte!"

Das verstand er auch. Ist ja einsichtig. Er weiß wie er sein kann und er weiß, was ich durchgemacht habe.


Schaun mer mal............ Gefühl sagt: "Ich will ihn" ......... Verstand sagt: "Bist Du noch zu retten, Mathilde? Geht es noch?"


Er sagt zu mir: "Du nimmst mir den Wind aus den Segeln. Das ist gut."

Ja okay. Kenn mich ja aus. Aber ich hab hier auch noch andere Sachen zu tun, okay? Außerdem grinste ich ihn an: "Manipulation oder Anerkennung?" (bezogen auf das Kompliment mit dem Wind aus den Segeln, die Typen wissen ja genau, wie es zu laufen hat, nicht wahr?).

Er überlegte und sagte dann sehr ehrlich: "Nein. Anerkennung. Ehrlich."

Alles nicht so einfach, *seufz*

Zur Zeit ist hier alles peacig. Er war heute nur ganz kurz da.

Mal sehen was der morgige Tag bringt.

Greetings,
Mathilde

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BeitragVerfasst: 23.06.2008, 22:40 
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Ich glaube auch nicht, dass Borderliner, die nicht therapiert sind, lieben können. Sie _glauben_ vielleicht zu lieben, ja sie ordnen es so ein. Aber die lieben sich ja nichtmal selber.

Also das ist mir klar. Ich will gar nicht von ihm geliebt werden. Ich lieb mich ja selber schon.

Ich weiß auch nicht was ich will........... irgendne Attraktion ist da. Aber Liebe kann man nicht erwarten.

Von seiner Ex - mit der er seit 10 Jahren zusammen war - spricht er folgendermaßen:

"Mein PFLEGEPERSONAL............" :?

Soweit zur Liebe.

Keine Ahnung. Zur Not bestell ich mir halt nen Mars, das ist ja nicht schwer. Zur Zeit hab ich Bock auf B-Mars hier. Mal sehen ob das auf Gegenseitigkeit beruht?

LG,
Mathilde

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BeitragVerfasst: 24.06.2008, 02:12 
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Tante_Mathilde hat geschrieben:


Dennoch darf man nicht vergessen, dass Bordis sich grundsätzlich auch normal verhalten können und hohe intellektuelle Leistungen vollbringen. Darüberhinaus ist oft eine außerordentliche Kreativität zu bemerken. Viele Stars haben übrigens diese Störung und sind bekennende Borderliner.

Beispiel:
Madonna, Angelina Jolie, Axl Rose von Guns'n'Roses fallen mir spontan ein.
Also durchaus kompetente Menschen! Nur mit einer "darken" Seite ausgestattet.

:wink:


Hier ist noch eine super Leistung von Axl. Also die können schon was, die Bordis. Enorme Kreativität, auf jeden Fall.

Axl

Aber heute ist der auch superfertig, aufgedunsen von all dem Koks und Saufen, Beziehungen kaputt und "Chinese Democracy" ist zum Witz des Jahrhunderts deklariert worden......ohne SLASH (den flotten gutgebauten halbfarbigen da an dem Zupfinstrument mit dem Hut) ist G'n'R ohnehin nicht mehr das, was es war............ der hat die Tyranneien von Axl (der hat die ganze Band terrorisiert und sich diktatorisch aufgeführt) ja irgendwann nicht mehr mitgemacht und sich abgesahnt.......... kein Wunder......... komplett am Ende, ist Axl heute. Ist auch von seinem Vater sexuell und von seinem Stiefvater körperlich misshandelt worden, als Kleinkind. ("Mein Bordi" von seinem NACHBARN (kinderlieber Onkel....... shice Pädo, -> hat ihn bis zum 11. Lebensjahr in den Hintern gef****.....- wo er sich doch so "lieb" um den Jungen gekümmert hat - die Eltern wussten nichts...) Könnte kotzen was die Typen aus den Kiddies machen........

Damals hatte Axl eine gute "Phase". Sehr kraftvoll - einzigartig. Ich habe ohnehin das Gefühl, dass die Bordis ihre "innere Welt" nach außen transportieren - in den Extremen eben, und den Widersprüchen.


*schlaflose Grüße*
von Mathilde

Axl -how everything started - 4 Years before
same song, bad soundquality btw.

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BeitragVerfasst: 24.06.2008, 09:21 
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Madonna - successful

:wink:

very creative...

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BeitragVerfasst: 24.06.2008, 12:59 
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Ach liebe Mathilde,

damit Du hier nicht so allein vor Dich hinschreibst, nun auch mal mein Senf dazu. Ich habe mich amüsiert über Kinski, aber da war auch gleich wieder diese Faszination für solche Menschen. Selbst in ihrer negativen Argumentation brillieren sie noch irgendwie und dennoch ist dieser hilflose Versuch, das Gegenüber "platt an die Wand zu reden" irgendwie zu bedauern.

Ich denke Bordies brauchen ein Höchstmaß ein Aufmerksamkeit .. negativ wie positiv. Sie wollen selbst für offensichtliche Unaustehlichkeiten geliebt und bewundert werden, denn das ist für sie die Reinform der vermutlich nie gespürten Mutterliebe: Ja mein Kind, ich liebe Dich und bin für Dich da, egal, ob Du ein Arschl... bist, ein Massenmörder oder ein liebender, fürsorglicher Familienvater.

Geliebt zu werden für das, was sie sind, auch, wenn sie die Grenzen ihrer Liebens"würdigkeit" bis an die Schmerzgrenze austesten, dass ist es, was sie wollen. Denn sie suchen in diesem "Liebesbeweis" das Urvertrauen in den Menschen, das sie vor so langer Zeit verloren haben.

Bordies sind oft völlig diskussionsunfähig. Weil sie Angst haben, man können ihnen "die Liebe entziehen" ... denn selbst ein einziger Satz kann ihr Kartenhaus völlig zerstören.

Choco

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hat es wohl meistens damit zu tun,
dass sie sich bevorzugt dort aufhalten,
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BeitragVerfasst: 24.06.2008, 19:56 
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und vielleicht mögen es "bordies" auch nicht, wenn sie wie käfer unter mikroskopen oder affen im zoo bestaunt werden. und vielleicht verletzt es "bordies" auch, wenn von ihnen gesprochen wird, als handele es sich um eine seltene hunderasse.

peppino hat darum gebeten, dass die "bordies" vor allem erstmal als menschen gesehen und nicht dermaßen respektlos über ihre erkrankung definiert und bezeichnet werden. es wäre wirklich mal ein fest, wenn ich hier ein wenig achtung herauslesen könnte. wenn es euch nicht möglich ist, eine gewisse toleranz den menschen entgegenzubringen, die unter dieser erkrankung leiden, dann achtet doch bitte wenigstens den wunsch eines betroffenen mitglieds des forums, für die diese analysiererei jedes mal einen verbalen tiefschlag bedeuten muss.

und vielleicht wäre es auch mal schön, wenn die moderatoren ein machtwort sprechen würden, werden hier immerhin menschen wegen einer unveräußerlichen krankheit diskriminiert, stigmatisiert und entwertet.

lg luci


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BeitragVerfasst: 24.06.2008, 21:29 
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Championtipper

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@ Luci

Peppino ist neben Käti meine beste Freundin und das schon LAAAANGE :) Ich wäre sicherlich nicht mit ihr befreundet und vor allem SIE NICHT MIT MIR !!!!, wenn sie sich in irgendeiner Weise respektlos von mir behandelt fühlen würde :)

LG
Choco

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BeitragVerfasst: 24.06.2008, 22:19 
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verpostet.

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BeitragVerfasst: 24.06.2008, 22:25 
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peppino hat geschrieben:

Zitat:
Ich finde es schade wenn Menschen nicht mehr nach Namen sondern "Störungen" benannt werden. Wie zb. Bordi Mars, die Bordis.
In aller erster Linie sind wir alle Menschen, in zweiter Linie Mann oder Frau. Ein Mensch sollte nicht mit einer Krankheit benannt werden.

Wir sagen ja auch nicht die Migräne Marse, die Allergie Marse. Es ist schon eine Bewertung jemanden die Krankheit vor der Nase zu halten.

Ich bin in erster Linie Peppino die Frau


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BeitragVerfasst: 24.06.2008, 22:30 
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Hat nix mit dem Threadthema zu tun.

Luci - für mich bist Du eine Grundschullehrerin, wie sie im Buche steht. Ich habe mich von Leuten, die LEHRER sind oder WERDEN WOLLTEN immer ferngehalten - verstanden hab ich mich noch nie mit denen. Auch keiner aus meinen Bekanntenkreis - ich komm auf diese Leute nicht klar. Die glauben immer, dass sie andere belehren können, dabei interessiert Ihre Meinung keinen. Hätte sie was gekonnt hätten sie was anspruchsvolles gelernt und keinen minderwertigen akademischen Grad angestrebt. Also sollen sie sich still halten.

Hör auf hier Stunk zu machen, Du nervst. Ganz klare Ansage. Es nervt einfach. Wenn mich eine Meinung interessiert, dann muss der Mensch mir erstmal beweisen, dass er was kann. Das habe ich bei Dir bisher nicht gesehen, also laber nicht so altklug daher. Und Schuster bleib bei Deinen Leisten. (Ich bin arrogant, ich weiß, geht nicht anders manchmal.)

Wenn Du was lehren willst, geh in die Grundschule. Wenn Du Glück hast, respektieren dich die Kinder - ich tue es nicht bei Dir.

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