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BeitragVerfasst: 30.06.2008, 14:32 
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RundumdieUhrPoster

Registriert: 08.05.2006, 09:30
Beiträge: 401
Ui Cogan, da musst wirklich vorsichtig sein. Manch Privatversicherter hat Krankheiten das glaubt man gar nicht. Hm, und manche nicht Privatversicherten kriegen die Behandlung nicht die sie brauchen würden. Aber "alle Menschen sind gleich, nur manche sind gleicher".
In diesem Sinne, es muss immer Unterschiede geben.
Es muss die Dummen und die Gescheiten geben, es muss die Reichen und die Armen geben, es muss die Intelligenten und die nicht Intelligenten geben. Es muss die Akademiker und die nicht Akademiker geben.
Das Eine erkennt sich eben nur durch das Andere. Und dass unsere Tante_Mathilde intelligent ist das weiß sie doch auch nur, weil hier einige nicht intelligente herumschreiben.

LG Chiara

_________________
Sich selbst zu lieben ist der Beginn einer lebenslangen Romanze.


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BeitragVerfasst: 30.06.2008, 17:00 
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Championtipper

Registriert: 20.05.2006, 18:25
Beiträge: 1775
Liebe Mathilde,

ich wollte mich bei Dir für den Link bedanken!!! Klaus Kinski hat mich immer angewidert - ich hab auch das Interview kaum durchgestanden, in Minute 4 dachte ich mir noch, ich klick die andern 3 Teile gar nicht erst an. Ich kann ganz schlecht dabei zuschauen, wenn jemand eine andere Person, die ihm auf irgendeine Weise (der Umstände halber) ausgeliefert ist, auf derart subtil-sadistische Art quält, um das eigene Machtbedürfnis zu befriedigen.

Der Faszination konnte ich mich jedoch auch nicht entziehen, und so hab ich tapfer bis Teil 4 durchgehalten. In der allerletzten Minute konnte ich einen Einblick erhaschen, der mich sicher noch lange beschäftigen wird. Dafür DANKE.

Liebe Grüße, Simone


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BeitragVerfasst: 30.06.2008, 20:06 
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Jahrhundertposter
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Registriert: 03.05.2006, 11:26
Beiträge: 2635
Wohnort: MA
Tilda wird zufrieden mit dir sein, Simone.

Chiara hat geschrieben:
[...]Manch Privatversicherter [...]
das is richtig, aber das sind wohl Typen die drauf stehen sich in Kliniken aufzuhalten.

Und, für die Venus: lieber nen Vollbordi als überhaupt keinen interessanten Typen

_________________
KAUFT EUCH WAS


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BeitragVerfasst: 30.06.2008, 21:42 
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Championtipper

Registriert: 20.05.2006, 18:25
Beiträge: 1775
Nee Cogan,

lieber GAR KEINEN Typen! 8) 8) 8)


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BeitragVerfasst: 01.07.2008, 05:56 
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Jahrhundertposter
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Registriert: 04.06.2007, 17:35
Beiträge: 3718
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simone hat geschrieben:
Der Faszination konnte ich mich jedoch auch nicht entziehen


Liebe Simone,

Du schreibst immer so nett........das kann nicht jeder, weißt Du?
Fällt mir gerade mal wieder auf.

Ja die Faszination.............was genau dahintersteckt, warum diese BPSler / NPSler ein unvergleichliches Charisma besitzen.......... das interessiert mich brennend. Aber ich weiß, was Du meinst. Dagegen verblassen die Normalomarse jedenfalls vollkommen.

Ich habe keine Ahnung, was es damit genau auf sich hat, und sicher muss man vorsichtig damit umgehen.

Adolf Hitler hat damals auch alle in seinen Bann gezogen.......... und von meinem Ex (Horst) kenne ich das auch. Es ist irgendwie immer das gleiche, und ich weiß nicht, was es ist.

Faszinierend - zweifellos. Warum das aber so ist, das würde ich gerne mal herausfinden.

Schön, wenn es Dir weitergeholfen hat!

LG,
Mathilde

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"Shake your Moneymaker....." James Brown-"Sex Machine", 1974


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BeitragVerfasst: 01.07.2008, 06:02 
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Jahrhundertposter
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Registriert: 04.06.2007, 17:35
Beiträge: 3718
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P.S.:
Habt Ihr genau hingehört, wie Kinski dort aber tatsächlich über sein "SEIN" redet, in dem Interview, als er sein Buch beschreibt?

"Ich bin ALLES. Und darum bin ich NICHTS. Die Schauspielerei hat mich gerettet. Sonst hätte ich vielleicht jemanden umgebracht."

Die Möglichkeit, eine Scheinidentität in den Rollen annehmen zu können, hilft ja auch irgendwie. Er spielt diese Figuren nicht, er IST diese Figur (deshalb übrigens auch so faszinierend!).

Und der Todestrieb (entweder gegen sich selbst oder jemand anderen) kommt ja nicht von ungefähr: Das Gefühl, ein Nichts zu sein. Da ist es eben besser, ALLES zu sein (Größenwahnsinn) oder zumindest - hilfsweise - Schauspieler zu sein.


Also durchaus.......... interessant. Aber er berichtet eben auf _seine_ Art und Weise - denn zu einem "Begegnungsaustausch" in Kommunikation ist er natürlich nicht in der Lage. Dazu braucht es eine Identität. Deswegen ein sehr "außerordentliches, schwieriges Nicht-Interview", lach.

Ich hatte gestern die Idee, B-Mars mit zwei Büchern von Erich Fromm zu konfrontieren. Eine Entscheidung diesbezüglich habe ich aber noch nicht getroffen. Er ist ja auch "auf der Suche nach sich selbst" - und ein hervorragender Schauspieler, übrigens. Verschlingt Literatur gierig wie sonstwas.

Jedenfalls, das eine stellte ich hier vor: Die Anatomie der menschlichen Destruktivität und das andere von ihm heißt: "Gut und Böse".

Da geht es eben um Todestrieb und Lebenslust: Zwei Seiten, des Gleichen. Thanatos und Eros.

Da mich die Themen "Gut und Böse" schon seit einiger Zeit beschäftigen, habe ich mich auch schon gefragt, ob ich B-Mars getroffen habe, damit mir dadurch irgendwas klar wird............ also irgendwas ist da.


Bis bald! Muss los!
Mathilde

_________________
"Shake your Moneymaker....." James Brown-"Sex Machine", 1974


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BeitragVerfasst: 01.07.2008, 12:28 
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Championtipper

Registriert: 20.05.2006, 18:25
Beiträge: 1775
Liebe Mathilde,

danke für das Kompliment *freu*. Also ich weiß ganz genau, was mich fasziniert hat! Ich bin mir bloß nicht sicher, ob ich es in Worte fassen kann. Ich versuch´s mal.

Also da wäre als erstes mal dieser ungeheure Charme, der wirklich unbestreitbar ist. Das charmante Augenzwinkern ist zwar nicht echt, sondern dient einzig und allein der Selbstdarstellung und der Manipulation des Gegenübers - und ist vielleicht grade deshalb so extrem charmant, künstlicher Charme quasi. So wie künstliches Erdbeeraroma im Joghurt immer intensiver schmeckt als echte Erdbeeren.

Und dann dieses Gefühl, ich sitze einem Ungeheuer gegenüber, aber zu mir ist es doch ganz lieb. :wink: Verstehst Du, was ich meine? Man hat das Gefühl, etwas besonderes zu sein, weil man die potentielle Gefahr durchaus spürt - sie wird auch zur Genüge demonstriert, das ist das widerliche daran für mich - einem gleichzeitig aber suggeriert wird, daß sich diese grausame Macht nicht gegen einen richten wird. Natürlich nur, solange man brav ist... Und das allerbeste daran ist, daß man schon die ganze Zeit gequält wird! OBWOHL man brav war! Und gleichzeitig auch genau deswegen. PERVERS.

Beim Zuschauen hatte ich das Bild von einem Vogel vor Augen, der in einem engen Käfig eingesperrt ist - das war der Moderator - und jemandem, der dem Vogel langsam und genüßlich eine Feder nach der andern ausrupft und dabei lächelt und sagt: Das tut doch nicht weh, oder?

Das macht die Faszination aus. Drum sage ich ja, dieses Spiel ist gefährlich.

Was Du ansprichst, alles und nichts... ja, das hat mich aufhorchen lassen, war mir aber schon klar, bevor er es gesagt hat. Am Ende, wirklich in der allerletzten Minute, konnte ich es dann wirklich SPÜREN, in seinen Augen SEHEN, da war es echt... das war ein ganz kurzes Aufflackern seiner Seele... ich frage mich seitdem, wie kalkuliert das war? Ich war fast entsetzt, daß das Interview an der Stelle endete, von dem Punkt an hätte ich gern mehr erfahren, über ihn als Mensch, über seine Seele... Ich schätze die Möglichkeit, daß Kinski das genau kalkuliert hat, quasi auf die Sekunde genau, auf über 95% ein. Und das ist BRILLIANT!!! So auf den Punkt... So viel Selbstbeherrschung hat aber wahrscheinlich niemand... sowas geht nur, wenn wirklich überhaupt keine Gefühle im Spiel sind. Und trotzdem war da was... Gefühle... eine hilflose Seele mit unendlicher Leere und Traurigkeit.

Auf Dauer wär´s mir zu anstrengend. Es ist ein perverses Spiel, bei dem man als Mitspieler nur verlieren kann, weil man gar kein Mitspieler ist, sondern bloß die Kulisse.

Liebe Grüße, Simone


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