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 Betreff des Beitrags: Das Schwarzbuch der Markenfirmen
BeitragVerfasst: 11.01.2007, 20:42 
bezugnehmend auf die Fragestellung in unserem "Fragethread"


[buch=3216305929]

Das Buch ist mittlerweile in aktualisierter Neuauflage erschienen.

" DAS NEUE SCHWARZBUCH MARKENFIRMEN"

Kurzbeschreibung
Dieses Buch kratzt am Image jener internationalen Markenfirmen, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz besonders erfolgreich sind. Es deckt Machenschaften in Billiglohnländern auf, wo oft Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört werden. Das Schwarzbuch Markenfirmen zeigt aber auch, welche Macht die Konsumenten haben, um die Konzerne zu einer Änderung ihrer Geschäftspraktiken zu zwingen. Deshalb enthält das Buch detaillierte Porträts der 50 "bösesten" Markenunternehmen sowie ein umfangreiches Produkt- und Firmenregister.

Die Macht der Weltkonzerne ist nur von den Konsumenten geborgt.
Nutzen sie sie???? Oder ist es denn so schwer, sie zu nutzen???? Viele erwachsene Menschen sitzen resigniert vor den Tatsachen.....nie haben sich erwachsene Menschen so HILFLOS gefühlt....


Auszug aus meiner Neuauflage:

" Eine Markenfirma mit besonders hohem Nachholbedarf in Sachen "Imagepflege" ist NIKE gewesen. Seit US- Medien Mitte der Neunziger Jahre pakistanische Kinder dabei filmte, wie sie das NIKE-LOGO auf Fußbälle nähten, wurden diese Berichte über die Wahrheit zu einer ernsthaften Bedrohung für das Image des Konzerns. Nikes berühmter Werbespot wurde von den Teenies zu "Just boycott it" umgedichtet. Zu einer regelrechten PR- Katastroophe kam es im Herbst 1997 in New York:
Der Sozialarbeiter Mike Gitelson hatte es satt, die Kids, die er in der BRONX betreute, in Turnschuhen rumlaufen zu sehen die weder sie noch ihre Eltern sich leisten konnten. Gitelson erzählte ihnen, dass die Kinder in Indonesien nur knapp 2 Doller pro Tag verdienen und es Nike nur 5 Dollar koste, die Turnschuhe herzustellen, die aber in New York für 12o bis 200 Dollar verkauft würden. Er erzählte ihnen, dass NIKE keinen einzigen Schuh in den USA herstellen lässt und dass DAS einer der Gründe sei, warum IHRE Eltern KEINE Jobs hätten.......... "Tja Alter, du wirst verarscht. Wenn das hier einer im Viertel mit Dir machen würde - dann weisst du ja, was Sache ist!"

....... Mit der Zeit wurden die Kids wirklich böse und so zogen etwa dreihundert 11 - 14 jährige KIDS aus der Bronx vor die NIKE-Town
- eine Art Erlebnissupermarkt des Konzerns in New York.

Schreiend und johlend schütteten die Kids tonnenweise Müllsäcke mit stinkenden alten Turnschuhen den Sicherheitsbeamten vor die Füße - unter reger Anteilnahme der Medien.

In Erinnerung ist sicher der Satz einer 12-jährigen schwarzen Aktivistin
geblieben, die direkt in die Kamera des größten US-amerikanischen Nachrichtensenders sagte: "Nike WE made you! Nike - WE 'LL brake you!"

Die Umsätze des Konzerns fielen nach dieser Aktion rapide bergab.........."

(S. 22)

ergo:
Image ist alles! :wink:


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BeitragVerfasst: 11.01.2007, 22:02 
[buch=3548368476]


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BeitragVerfasst: 12.01.2007, 02:20 
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Danke, Arista! Wird demnächst bestellt!

Gruß,
Rosalyn


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BeitragVerfasst: 12.01.2007, 10:14 
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Jahrhundertposter
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naja..

das Ding is aber wohl auch in Anlehnung an Das Schwarzbuch des Kommunismus gemacht.

Den Firmen wird angelastet, dass sie nichts gegen die Mißwirtschaft, Gewaltherrschaft und Ungerechtigkeit der Krisengebiete tun, in denen sie produzieren lassen. Sie wären damit verantwortlich für deren Ausbeutung.

ein Unterschied zum Das Schwarzbuch des Kommunismus wird sein, das im Das Schwarzbuch der Markenfrimen zum Schluss ein Spendenkonto für die Ärmsten der Armen angegeben ist.

_________________
KAUFT EUCH WAS


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BeitragVerfasst: 12.01.2007, 10:15 
Das Stichwort Antiglobalisierung, unter dem die Proteste gemeinhin verortet werden, weisen die beiden Autoren weit von sich. "Denn es ist nicht gesagt, dass die Globalisierung nicht auch im Dienste der Menschen stehen kann."

Nein, es fordert nicht zum Spenden auf. Es fordert nichtmal dazu auf, NUR NOCH "saubere" Produkte zu kaufen. Es fordert zur VERANTWORTUNG auf - beim Konsumenten. Eine Medienkampagne ist sicher sehr viel wirksamer, als wenn Familie Meyer auf die Produkte verzichtet beim Einkaufen. Den Autoren ist durchaus klar, dass nicht jede Familie soviel Geld hat, komplett auf einen Einkauf bei ALDI zu verzichten, und darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, zu wissen, was passiert. Und zweitens, ZU TUN WAS JEDER EINZELNE TUN KANN. Also was in seiner Macht steht.

Es geht um den Kontext von Macht und Verantwortung. Man hat ja immer nur für den Radius die Verantwortung, wo seine Machtradius liegt. Viele Leute fühlen sich aber nicht verantwortlich, und das ist, was heute der absolute Kritikpunkt ist: Freiheit ohne Verantwortung ist pubertär! Und entweder man ist erwachsen oder nicht.


Es fordert auf,

- sich bewusst zu informieren, was heute kaum mehr ein Problem ist im Gegensatz zu Zeiten VOR der Informationsgesellschaft
- und: EINMAL DARÜBER nachzudenken, was QUALITÄT (nichts anderes sollen Labels etikettieren) eigentlich heutzutage heisst.
- und sich DARÜBER BEWUSST zu werden, dass es NICHT reicht, nur den SPIEGEL oder die andere Blätter zu lesen, WEIL DIESE WERBUNGSFINANZIERT VON EBEN GENAU DIESEN FIRMEN SIND, den MULTIS!!!!! Und wenn diese Medien ETWAS GEGEN DIESE FIRMEN SAGEN, DANN HAT DAS EXISTENTIELL BEDROHENDE KONSEQUENZEN FÜR DIE MEDIEN. Die Giganten kontrollieren also gewissermassen auch den Informationsfluss - zu ihren Gunsten, versteht sich.

Diese ganzen immensen Zusammenhänge, das alles scheinen viele Menschen gar nicht zu wissen.


Ich habe nichts gegen LABELS. Vorausgesetzt ES SIND LABELS! Und keine manipulativen LOGOS.

Es gibt IMMER welche die es machen, und das geht nur solange es die Leute mit sich MACHEN LASSEN.

Bequemes "das geht mich nichts an" ist out. Nicht mehr meine Denke. DENN SO WILL ICH NICHT SEIN! Denn damit zieht sich inzwischen JEDER aus der Verantwortung, ähnlich wie bei Adolf damals.... " damit hab ich nichts zu tun". Ich steh nicht so auf "Verantwortung delegieren". Das geht nämlich niemals gut.


SO MÖCHTE ICH NICHT SEIN!

Wir haben heute eine Wahlfreiheit ohne gleichen. Wahl bedeutet aber auch immer Verantwortung. Das ist wie in der Politik: Früher haben die Menschen Politiker gewählt, um ihre Interessen zu vertreten. Heute wählen sie Produkte, um ihre Interessen zu vertreten. JEDEN TAG.

Und es geht nur darum, zu tun was man tun kann. Nicht mehr, nicht weniger und auch nichts anderes. Und jeder KANN was anderes und UNTERSCHIEDLICH viel. Aber er MACHT nicht immer was anderes und unterschiedlich viel.

Es geht darum, sich selbst morgens in den Spiegel in die Augen zu schauen und zu sagen

"DAS BIN ICH!"

Darum geht es Cogan. Und nur darum.


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BeitragVerfasst: 12.01.2007, 12:52 
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njagutt dann kein Spendenkonto. Dennoch erinnert mich das etwas an die elitäre Linke.
Mit ehrlicher Arbeit is noch kein Mensch reich geworden. Da muss eben mal hi und da bischchen gemauschelt werden, das is logisch.

Und dann muste ja auch mal tschaun, wer so nen Kram kauft. Das sind hierzulande auch nur die Armen (sonst wären die ja auch nicht arm). die sind nicht so drauf wie du und ich, die kennen kein Schwarzbuch und keine Zeitung, die wollen sich was kaufen und fernsehengucken.

Da können die Aufklärer noch so viel Bücher schreiben, die werden von den Prollköppen sowieso nich gelesen.

_________________
KAUFT EUCH WAS


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BeitragVerfasst: 26.03.2009, 00:50 
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Erste Erfolge!

25.03.2009

CHIQUITA
"Bald kommt keiner mehr an klaren Standards vorbei"

Chiquita war der Inbegriff für Ausbeutung auf Bananenplantagen - am Ende ging der Konzern auf seine Kritiker zu. Manager Jaksch erklärt im SPIEGEL-ONLINE-Interview, wieso der Druck gut war und es bald kein Unternehmen mehr ohne Sozial- und Umweltstandards geben wird.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,614302,00.html

:D

Social Responsibility - wieder ein Themenkomplex für die Pluto in Steinbock Ära ("Verantwortung").



ach! hier steht es ja:

"Jaksch: Das Ganze ist ein Lernvorgang. Und sicher waren wir nicht von Anfang an perfekt. Aber klar ist: Nachhaltigkeit ist für uns nur ein Aspekt des ganzen Kapitels "Soziale Verantwortung". Wir sind in der tropischen Landwirtschaft vor allem in Entwicklungsländern tätig, da haben wir eine besondere Verantwortung. Dabei geht es nicht nur um die Einhaltung von Gesetzen, sondern auch um ethisches Verhalten, um Umweltstandards, Menschenrechte und Kinderarbeit."




Greetings von Tilde - wie immer ihrer Zeit immer ein wenig voraus.


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BeitragVerfasst: 30.03.2009, 17:23 
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Noch einer...... wird doch.

30.03.2009

BIO-KLAMOTTEN
Boom der sauberen Sachen

Von Susanne Amann

Der Markt für Ökomode wächst - weil die Klamotten aus Biobaumwolle endlich gut aussehen. Dass sich das Geschäft mit hohen Sozialstandards lohnt,
zeigen nicht nur die großen Hersteller, sondern auch viele kleine Labels aus Deutschland.

"Wir beziehen unsere Stoffe von Herstellern, die zertifizierte Ware anbieten, und lassen unsere Sachen in deutschen Nähereien herstellen. Damit wissen wir, wo und zu welchen Konditionen unsere Kollektionen produziert werden, und müssen uns keine Sorgen um die Sozialstandards in irgendwelchen Nähereien in Asien machen."

So klein das Label derzeit noch ist, so repräsentativ ist es für einen Boom, der nach der Nahrungsmittel- jetzt auch die Bekleidungsbranche erfasst: "Die Öko-Ökonomie, die 2008 Schlüsselmärkte wie Tourismus, Gesundheit und Nahrungsmittelbereich erfasst hat, dehnt sich jetzt auch auf die Mode aus", sagt Kirsten Brodde, Buchautorin und Bloggerin für grüne Mode. Ökologisch unbedenkliche und ökonomisch faire Mode sei die logische Fortführung des Trends zum Bioessen. "Ich beobachte, dass es eine feine, kleine grüne Gründeravantgarde gibt, die den großen Konzernen mit ihrem Engagement und ihren Erfolgen Dampf macht."


mehr:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,615487,00.html[/i]


In übrigen: Je weniger die Leute in den Industriestaaten absetzen können, was von ausgebeuteten Leuten in Asien hergestellt wurde, umso größer das Interesse die Typen dadrüben gefälligst anständig zu bezahlen und zu behandeln und auch Wohlstand dadrüben zu schaffen - um die Produkte vor Ort absetzen zu können. Daran besteht natürlich logischerweise bislang kein Interesse, wird ja alles hier verkauft.

"Qualität" heißt für mich persönlich jedenfalls nicht, dem Vorstand von Ralph Lauren wieder diverse Kohlen in den Rachen zu werfen um mit nem Label a la "Ich bin ein Idiot" rumzurennen, wofür Näher in Asien ausgebeutet und nichtmal anständig bezahlt werden. Für die gleiche Kohle kann man auch mal nen Einzelhandelsladen wie den da oben supporten. Hält auch mit Sicherheit etwas länger und geht nicht sofort kaputt. Unterstützt auch den hiesigen Arbeitsmarkt und schafft Steuererleichterungen, Leute. Im übrigen braucht es dann auch nicht mehr ganz soviel Steuern von Euch, weil die Einnahmen nicht vom Vorstand nach Liechtenstein und Co geschafft wurde zum Horten.

Sobald die mal dafür gesorgt haben, die Menschenwürde auch drüben zu achten, dann schnacken mer mal weiter.

Aber ohne Druck passiert nischt.
Aber hilft ja.


Schön.
Mal sehen wie das weitergeht. Also trended Euch mal up. 2009 iss angesacht. Und wir sind alle life dabei in the Stageshow. Seit den 80er Jahren simma im Informationszeitalter angekommen...... die nächste Stufe iss die Bewusstseinsgesellschaft, logischerweise. Und damit neue Aufgaben. Sonst bleibt Ihr auf der Strecke.


------------------

Was der DRUCK der NACHFRAGE bei dem Angebot bewirkt, daran könnt Ihr Euch noch alle gut erinnern, wenn Ihr Euch mal auf das einstige Qualitätsmerkmal "Made in Germany" besinnt:

Das entstand auch durch den Druck. England boykottierte damals den deutschen Markt um den eigenen Arbeitsmarkt zu schützen. Deutschland, am Absatz interessiert, reagierte eben darauf mit enormer dreister Qualität.

Und setzte sich durch. Und die anderen Länder zogen sogar nach und erhöhten die Standards.

Also - es bringt was. Definitiv. Altes Prinzip der Marktwirtschaft. Funktioniert auch heute noch.

Think about it! Kunde iss König. Vergesst das nicht. Die Frage was für ein König ist er? Ein guter oder ein schlechter? Oder am Ende gar ein Idiot.


- just my two Cents -
Tilde


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BeitragVerfasst: 11.08.2009, 19:41 
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Beiträge: 4357
11.08.2009

Absatz steigt um 40 Prozent
Fair Gehandeltes hoch im Kurs

Nach einer aktuellen Verbraucherstudie nimmt der Absatz von fair gehandelten Produkten rasant zu. Als Vertriebsweg bleiben Weltläden wichtig. VON ANNA MAUERSBERGER


Es muss nicht immer Weltladen sein: "Fair Trade"-Kleidergeschäft in Nürnberg. Foto: dpa

Der Absatz fair gehandelter Produkte in Deutschland ist im vergangenen Jahr um fast 40 Prozent gestiegen. Nach Zahlen einer gestern in Berlin vorgestellten Verbraucherstudie des bundesweiten Netzwerks Forum Fairer Handel wurden 2008 insgesamt fairer Kaffee, Saft oder Zucker für 266 Millionen Euro verkauft. Lebensmittel machen dabei mit 80 Prozent immer noch einen Großteil des Umsatzes im fairen Handel aus.

Besonders erfolgreich sind laut der Studie Produkte, die eines der von den Fair-Handels-Importeuren wie Gepa, El puente, dwp, Globo oder Banafair ausgegebenen Labels tragen. Insgesamt arbeiten weltweit 820 Kleinbauernorganisationen und Plantagen unter Fairtrade-Standard.
Anzeige

Die Wirtschaftskrise beeinträchtigt die Bereitschaft zum Kauf fairer Produkte laut Studie kaum. "Trotz der Wirtschaftskrise oder gerade wegen der Wirtschaftskrise kommt das Geschäftsmodell des fairen Handels gut an", erklärt Hans Christoph Bill, der Vorsitzende des Forums fairer Handel. Beim fairen Handel gehe es nicht um Profit, sondern um Dialog und Gerechtigkeit.

44 Prozent der für die Studie befragten Deutschen gaben an, zumindest gelegentlich fair gehandelte Produkte zu kaufen; zudem hielten rund 30 Prozent der Nichtkäufer das Konzept der gerechten Einkaufspreise zumindest für "unterstützenswert".

Die positive Absatzentwicklung sei auch damit zu erklären, dass sich die Verkaufsmöglichkeiten von fair gehandelten Produkten vervielfacht haben, sagt Volkmar Lübke, Verbraucherexperte und Autor der Studie: Käufer müssen nun nicht mehr unbedingt in den Dritte-Welt-Laden gehen, um gerecht einzukaufen, sondern können Fair-Trade-Artikel verstärkt in Discount-Ketten erwerben. Allerdings bleiben die Weltläden laut Forum Fairer Handel der wichtigste Vertriebsweg, gefolgt vom Lebensmitteleinzelhandel. Obwohl der Naturkosthandel nur zu sieben Prozent am Umsatz beiträgt, spielt die ökologische Landwirtschaft auch eine große Rolle: rund drei Viertel aller fair gehandelten Lebensmittel wurden kontrolliert biologisch erzeugt.

Die "altruistische Motivation beim Kauf von fair gehandelten Erzeugnissen" sei nicht zu unterschätzen, meint Studienautor Lübke. "Die Vermeidung von Kinderarbeit, die richtige Verwendung des Geldes und die Unterstützung der Produzenten in ärmeren Ländern werden mit Abstand am Häufigsten als Kaufgründe genannt."

Dies sei wichtig, denn die weltweite Finanzkrise treffe den Kleinbauern in Mexiko oder die Rosenschneiderin in Tansania besonders hart. Steigende Preise für Nahrungsmittel, Brennstoff oder Dünger führten zu Hunger und Durst, zumal der Zugang zu Krediten in den ärmsten Regionen der Welt für Bedürftige so gut wie unmöglich geworden sei.

Der faire Handel bietet neben langfristigen, zuverlässigen Lieferbeziehungen und gerechten Preisen auch die Möglichkeit der Vorfinanzierung, die in der aktuellen Lage viele Leben retten kann. Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das die aktuelle Verbraucherstudie förderte, sah im fairen Handel unlängst "ein hervorragendes Mittel der Armutsbekämpfung". Dies trifft offensichtlich mit der subjektiven Wahrnehmung vieler Verbraucher zusammen. Auf die Frage, wie man sich in Deutschland am besten gegen Armut in Entwicklungsländern engagieren könne, landete der Kauf von fair gehandelten Produkten mit 39 Prozent auf dem ersten Platz, vor Spenden oder Formen des freiwilligen Engagements von Unternehmen.

http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/arti ... h-im-kurs/


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BeitragVerfasst: 12.11.2009, 16:07 
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Beiträge: 675
Christoph & Lollo: Sponsoren

http://www.youtube.com/watch?v=sgE3qdP1nuU

;)

_________________
*Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens
ist das Leben dann auch schon vorbei*
-Westernhagen-


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BeitragVerfasst: 14.11.2009, 20:36 
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Hey! :D

Das Lied iss ja cool. Da passiert ja was bei den Erdlingen! *freu*

"Schwachkopf" iss auch cool, was die aus den Logos gemacht haben, lach. "Adios"...... Iss ja auch so. "Ich bin ein Idiot" auf dem Shirt.


Mad Mike von Underground Resistance hat das mal, als man ihn fragte, "welchen Rat er begabten Künstlern von heute geben würde" folgendermaßen formuliert: "Wenn sie intelligent genug sind, gute Kunst zu machen, dann sollten sie erst recht intelligent genug dazu sein, ihr eigenes Label aufzuziehen, um sich von den Majors unabhängig zu machen."



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BeitragVerfasst: 14.11.2009, 20:54 
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In diesem Sinne, weil man es den Leuten heutzutage nicht oft genug verdeutlichen kann, weil die "Sponsorengesteuerte Presse" sich darüber natürlich entschieden ausschweigt *seufz*, und es leicht in Vergessenheit gerät, nochmal ein kleiner juristischer Beitrag zu den Majors.


Die EU, Vertrag von Lissabon und die Majors - Entdemokratisierung ehemals freier Länder - Kurzdokumentation


Unbeachtet von den Massenmedien hebelt der Vertrag von Lissabon die nationalen Gesetze aus. Das durch Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshof zu den Grundfreiheiten unbemerkt etablierte "Herkunftslandprinzip" drückt die Lohnstandards - und Arbeitnehmerrechte auf ein Minimum.

Zugleich sind grundlegende Menschen - und Völkerrechtsgrundsätze nicht mehr unantastbar: Todesstrafe, Schießbefehl auf Demonstranten, Angriffskriege - nichts soll mehr ausgeschlossen werden.

Doch es regt sich Widerstand.


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BeitragVerfasst: 14.11.2009, 21:31 
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Da fällt mir noch ein Song aus Duisburg ein, die sind ganz niedlich, die Jungz da:

Die Bandbreite - Der Vertrag von Lissabon


Sie ham ihn abgenickt, die DamnundHerrn im Bundestag
:arrow: Ohne zu wissen, watt dem eijentlich zu Grunde lag....
Ich habe Angst vor dem Vertrag von Lissabon
Vor der neuen EU.
Und vor Bertelsmann.....
Ich fürchte mich vor dieser Flagge mit den Sternen,
Vor nem Europa übermächtiger Konzerne...

Ich hoff bislang auf uns're Karlsruher Richter.....
Ihr seid schon viel zu lang für meine Hoffnung unverzichtbar....


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BeitragVerfasst: 15.11.2009, 23:37 
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Jahrhundertposter
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hab's grad nochmal angehört:

Die beste Textpassage iss ja wohl (musikalisch müssen wir da nochma drüber reden, aber die Aussage stimmt!):

"In dem EU Content da sitzen Lobbyisten
Die auf die Interessen ihrer eigenen Völker pissen.
Ich les mich ein in den Vertrag und krieg nen Rotzschock.
Vielen Dank an die CDU und ihren Kotzbrock!
Es müsste sein, datt hier Millionen auffer Straße stehn -
Doch Ihr habt's so getarnt - datt dat hier keine Sau versteht!"
:devil: :lol:

aber hallo! :mrgreen:

RESPEKT! :!: :thumb:

gar nich schlecht für deren Alter. Aus denen wird noch mal watt.
Gefällt mir!

Sach ich doch immer - die Jugend von heute iss reifer und weiter als wir es damals waren, die sind weiter.

Es ist also doch noch nicht alle Hoffnung in die Jugend verloren. auch wenn die Medien die als volldoof darstellt. An die kann man ja doch wieder glauben.


*hach*
Das baut einen ja dann doch wieder auf so........ :)


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BeitragVerfasst: 16.11.2009, 00:26 
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Jahrhundertposter
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Beiträge: 4357
"Ich fürchte mich vor dieser Flagge mit den Sternen,
Vor nem Europa übermächtiger Konzerne..."



Napola - Uns're Fahne flattert uns voran.......

Bild

Refrain:
Uns're Fahne flattert uns voran!
In die Zukunft ziehen wir Mann für Mann!
Wir marschieren für die (Konzern-)Führer, (Abänderung v. Tilde. "Hitler" im Original)
Durch die Nacht und durch Not
Mit der Fahne Europas (Abän. Tilde)
Für Freiheit, Geld und für Brot,
Ja, uns're Fahne flattert uns voran!

Uns're Fahne ist die neue Zeit!
Und die Fahne führt uns in die Ewigkeit!
Ja - die Fahne ist mehr als der Tod!



Lied aus der Hitlerjugend......

Napola - Elite für die Konzernführer, äh den Führer


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