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BeitragVerfasst: 01.10.2014, 18:14 
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Championtipper
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Über Missverständnisse lässt sichja reden....

Ja, ich wundere mich da auch, wir hier, mit all unseren Umweltauflagen sollen die ganze Welt retten, mein Ansatz wäre da ein anderer, Beteiligungszölle auf eingeführte Waren aus Ländern, von denen man einfach weiß, das sie Umweltauflagen nicht umsetzen. Was nutzt uns das hier, wo wir schon so viel tun, wenn in anderen Ländern auf Teufel komm raus damit umgegangen wird.

Und alten Damen noch Bioklärgruben aufzuzwängen ist Bullshit, sorry, aber über solche Dinge kann ich mich echt aufregen. Mal sehen, wie sich das anlässt, das verkaufen. Ich würde das gern ohne Makler über die Bühne bringen, aber ich merke einfach, wie es mich unglaublich viel Kraft kostet, von Mal zu Mal wird das Haus hübscher und ich komme einfach nicht umhin, daran zu denken, wie ich es mir vorgestellt hab und welche Pläne dazu gehörten. Ich denke, Ende Oktober werde ich es einem Makler übergeben und mich heraus nehmen. Ich hab gestern einem das Haus gezeigt und er ist sehr interessiert, war auch der Einzige der es gern sehen wollte - nicht nur verkaufen.

In Schweden gibt`s das auch, wer heute ein Haus kauft und modernisiert muss eine 3 Kammer Abwasseranlage einbauen, heißt, meist in die Felsen sprengen lassen - da sind fix mal 30.000,- € und mehr weg und auf den Preis schlagen kann man es auch nicht, gut, das unser Haus in Schweden das schon hat, fehlte mir noch.... aber Umweltschutz tut uns eh allen gut. Bisschen mehr Menschenschutz würde mir auch gefallen. Was da in den Asylbewerberheimen los ist lässt mich sprachlos werden. Anderes Thema.

Ich hab am 29. Geburtstag gehabt und war zum Frühstück noch beim Liebsten in Dänemark, meine Mädchen haben es mir dann schön gemacht, gekocht, eine Torte gezaubert und einen wunderschönen Spätsommerstrauß gekauft. Die Feier hab ich verschoben, ich wollte eine gleichzeitige Einweihungspary im neuen Haus geben.... so mitten im packen, planen, Bau betreuen und umziehen passte mir das nicht so recht. Jetzt feiere ich meinen 51sten, 50 - kann ja jeder. Und irgendwie fühlt es sich nicht anders an, als gestern..... Immerhin ist dann meine Jüngste auch wieder hier, sie durfte mir nicht gratulieren und war echt geknickt - blöde Gastmutter - kann man nichts machen, dafür haben wir heute ausgiebig geplaudert.

So, Kohlrouladen sind fertig, Abendessen ruft.

Ansa

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Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


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BeitragVerfasst: 18.05.2015, 11:33 
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Championtipper
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So, ist ja nun wieder eine Weile her, das ich hier geschrieben hab, aber heute Morgen bin ich mit Vater zusammen gerasselt.... manche Dinge lassen sich einfach nicht vermeiden.

Das Problem, ist vielschichtig. Zuerst wollte er keine Klingel von uns an "seinem" Tor haben.... wir könnten die ja, seitlich in die Büsche oder so..... wo sie nicht stört - und unter uns, wo sie dann erst mal keiner findet, weil Besucher ja vor dem Tor landen und nicht in die Büsche sehen, über den Weg wohlbemerkt. Da steht allerdings auch schon der Briefkasten - über den Weg, weil er auch den - nicht wollte.

Also, keine Klingel - die Folge aber ist, das niemand das Grundstück betritt sondern alle bei ihm klingeln. Das ist lästig, weil ich den Hauptteil meiner Einkäufe mit der Post bekomme..... also holt er brav (weil ich davon nix mitbekomm) meine Pakete am Tor ab und stellt sie dann an einen trockenen Ort, an dem ich sie abholen kann. Aber es stört ihn zunehmend.

Ich hab gedacht, ich mach ein Schild ans Tor auf dem steht "Klingel und Eingang befinden sich am Haus - Herzlich willkommen bei......." und darüber knallt es nun.

Vorab, Klingel kommt, wir sind dabei, eine Funkklingel zu besorgen.

Das Schild soll ab - er will nicht, das irgendwer sein Grundstück betritt - die Post habe am Tor zu liefern - ich könne hingehen und Besucher zum Schutz vor seinem Hund zu begleiten - seinen Hund wolle er nicht beschränken - und fertig, aus und Punkt.

Tja..... ich könne ja den Postboten, wenn ich das Paket an die Tür haben wollte, begleiten, vom Tor zur Haustür. Ja is klar....

Sein Hund, Deutsche Dogge, 3 Jahre alt, schwarz, 65 Kilo, total unerzogen, springt einen an, hat keine Hemmungen. Total harmlos - aber wer keine Ahnung von Hunden hat, ist überfordert. Man muss sich das so vorstellen, es klingelt bei ihm - Hund wird raus gelassen, stürmt wild bellend zum Tor.... das passiert auch, wenn andere (meine Tochter neulich) nicht klingeln sondern das Grundstück betreten und zu uns kommen und er es mitbekommt.

Ich solle also meine Besucher vor seinem Hund schützen, dem ich nichts zu sagen hab.... und der auch nicht hört. Das mal nebenbei.

Erst mal informiere ich mich grad über die rein rechtlichen Schritte und Punkte - ansonsten bin ich total entnervt.

Weder will ich Streit im Alltag, noch klagen..... aber mit ihm reden geht nicht. Er will seinen Kopf durchsetzen.... egal wie. "Bisher habe er ja geduldet, das die Post ihm meine Pakete gibt" - da kann ich sicher sein, das sich ab morgen Zettel im Briefkasten find und meine Pakete im Shop abholen kann. :? Er untersagt das Betreten "seines" Grundstückes (hat er heute dem Postboten gesagt) und ich steh da und schnapp nach Luft und :? der Postbote - der spielt natürlich Fledermaus, blind und taub und geht den Weg des geringsten Widerstandes, was - noch ohne Klingel - vermutlich ein Leichtes sein wird.

Und dann? So langsam beschleicht mich das Gefühl hier eingesperrt zu sein.....

Sein Hund hat hier, in seinem angelegten Garten und Park (wirklich und ehrlich wunderschön) keinen Platz zum Laufen, er rennt also um unser Haus und das in einem Tempo, bei dem ich beim zusehen Angst bekomm und mich an die Hauswand stelle, wirklich aus Furcht umgeworfen zu werden. Der Sand fliegt nur so.... Rasen oder etwas pflanzen geht nicht, zumindest solang es keinen Zaun gibt. Da wir rechts von ihm liegen, meine ich, er müsste einen ziehen, aber er will natürlich nicht. Sein Hund kommt nie raus.... dies um unser Haus flitzen ist mehr oder weniger die einzige Bewegung die er bekommt. Und das ist doch so schön, wie ich das überhaupt anders sehen kann? Unglaublich von mir.

Passiert nicht täglich, aber eben häufig und meine Angst umgelaufen zu werden ist tatsächlich real. Abgesehen davon, das sie einen vollsabbert und wehe man trifft sie nach dem Füttern, heißt - einmal bitte umziehen, komplett. Solange die Sachen waschbar sind, okay, aber bei Reinigung? Ich überleg grad, die Zettel zu sammeln und sie ihm zu geben.

*seuftz* ich versuche dem aus dem Weg zu gehen, wann immer das möglich ist - aber das klappt natürlich nicht immer.

Ansa

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BeitragVerfasst: 19.05.2015, 11:27 
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Olympiareiftipper

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Ihr habt doch ein eigetragenes Wegerecht? Dieses hattet ihr doch vertraglich festgelegt - verweigern kann er es sowieso nicht. Und so ein Weg zum Grundstück darf auch nicht in eine Wolfsschlucht verwandelt werden. Er kann allerdings Geld dafür verlangen - einen kleinen jährlichen Obulus. Aber das müsste alles im Notarvertrag geregelt sein und im Grundbuch stehen? LG, Trixie


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BeitragVerfasst: 19.05.2015, 11:52 
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Championtipper
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Ach ja, natürlich ist das geregelt - allerdings die Dinge drumherum, wie Schnee räumen oder erhaltende Arbeiten - die nicht - aber was nutzt es mir, wenn er da steht und sagt "Schön - mach ich nicht, will ich nicht" und seinen Hund raus lässt. Den kann ich ja nicht erschießen.....

Sprich, soweit ich weiß muss er allen die zu uns wollen, freien Zugang gewähren (und wir müssen das Wegerecht schonend ausüben, also keine Ralleyestrecke ums Haus anlegen oder eine Pilgerstelle einrichten) und er muss dafür sorgen, das sein Hund niemanden bedrängt, belästigt oder beschmutzt - dafür ist er haftbar.

Nutzt aber eben nichts..... weil es ihm schnuppe ist. Grad hab ich denTipp bekommen, bevor ich das gerichtlich kläre, eine Mediation anzudenken. Darüber werde ich mit dem Liebsten beraten, in Ruhe - wenn er wieder hier ist. Ebenso auch darüber, ob es möglich wäre, einen eigenen Eingang zu legen - nicht sofort, weil es zu teuer wird, mit den Erdarbeiten und dem notwendigen Umundzu - aber später. Schade, wieder ein paar wunderbare alte Rhododendren und der schöne Gingko - weg.... aber dafür weniger Ärger.

Geht aber erst, wenn wie einen Zaun gezogen haben und sein Tor abgebaut haben. Und das wird richtig stressig.

Ansa

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BeitragVerfasst: 19.05.2015, 12:36 
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Olympiareiftipper

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Dann passt es ja, dass der Titel lautet "gäbe es doch einen WEG?" :)

Die Sache ist doch klar. Er muss sich entscheiden zwischen A: Der Hund darf laufen, ihr bekommt eine Klingel am offensichtlichen Eingang. Und B: Der Hund bleibt drin und die Klingel kommt an euer Haus (worauf ein Hinweisschild am Tor verweist). Denn der Postbote muss zustellen können, und zwar in ihm zumutbarer Weise. Nicht zumutbar sind unberechenbare Hunde sowie stundenlanges Suchen im Gestrüpp nach Klingeln oder Briefkästen.

Und wenn das Wegerecht vertraglich geregelt ist, wie kann es da eine andere Sicht geben, aus der heraus der Vater alles richtig macht? Wie wäre es denn mal mit einem kleinen Betreungsantrag? Nur mal so als Begriff fallen gelassen. :mrgreen:
LG, Trixie


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BeitragVerfasst: 19.05.2015, 12:51 
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Championtipper
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:mrgreen: ja, das würde mir gefallen, einfach mal fallen lassen - zusammen mit dem Begriff Realitätsverlust oder so..... :fechten: den Streit hinterher halt ich aus :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 20.05.2015, 09:16 
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Championtipper
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Moin,

über die Dinge reden hilft dann doch ungemein, so entstehen am Ende Pläne.... und ich hab erst mal einen "kleinen" Plan. Ich hab mich entschieden, das Ordnungsamt anzurufen, wenn Vater - wie er es meinem Schwager mitgeteilt hat, nein nein, nicht mir, mit mir spricht er ja sehr ungern - ein Schild an die Pforte hängt "Achtung Dogge, Betreten auf eigene Gefahr!".

Ich darf es nicht abnehmen, aber mich dagegen wehren. Erst OA und schauen was die tun, notfalls Anwalt mit Androhung einer einstweiligen Verfügung auf Unterlassung. Er darf`s nämlich nicht hinhängen - bei eingetragenen Wegerechten und mir ist es nicht zuzumuten, Besucher abzuholen und wegzubringen um sie vor einem Hund zu schützen, über den ich keine "Gewalt" hab.

Es gibt so oder so Stress und Streit - will ich nicht, aber kann er haben.

Ansa

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BeitragVerfasst: 20.05.2015, 14:46 
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Olympiareiftipper

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Also, mir ist tatsächlich nur eine Sicht eingefallen, aus der heraus der Vater alles richtig macht: Er hat sich auf neue Nachbarn gefreut, damit er endlich jemanden zum Streiten hat. Weil ihm das Spaß macht und die Langeweile vertreibt. Dann muss er natürlich so handeln, wie er handelt. Das sind ja schöne Aussichten - was für eine Verschwendung von Lebenszeit. LG, Trixie


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BeitragVerfasst: 20.05.2015, 16:06 
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Championtipper
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Nene, sagen wir mal so, er ist 78, erfolgreich, war und ist (immer noch - nach außen hin) äußerst wohlhabend (davor auch richtig reich), hat ein Altersheim für Alkoholiker geleitet und gehörte einfach zu den Menschen, die sagen wo es langgeht und die Anderen - sind ihm gefolgt. Er hatte das Geld.... und wer das Geld hat, hat Recht.

Seine Welt funktionierte so, das ihnen nach und nach die Kinder (das waren mal 5) abhanden gekommen sind und es nun keinerlei Kontakte mehr gibt - ich glaub, das ist Generationenbedingt - daran haben er und seine Frau nie einen Anteil gesehen.

Die ticken anders.... ich erinnere mich "Du musst Deinem Mann sagen, das er mich Sonntags anzurufen hat." Und ich, naiv wie ich war - "Öh, nein, wenn er Dich anrufen möchte, wird er das tun - das ist nicht mein Job ihm zu sagen, was er tun soll, er ist erwachsen." Waren sie beleidigt..... tödlich beleidigt. Und ich war die Böse.

Er hat also immer getan was er wollte und immer durchgesetzt wo es lang geht, ohne Rücksicht auf Verluste. Sein Sohn, mein Liebster ist das Einzige seiner 5 Kinder, das in keiner Form abhängig von ihm ist - nichts, was er schätzt. Möglicherweise sind diese Gängeleien ein Mittel seiner Wahl, den Sohn klein zu kriegen und durchzusetzen, das der tut, was er will? Wir haben immer alle Darlehn abgelehnt, alle Hilfsangebote, okay, da gab`s mal eines, aber auch das war ein Geschenk. "Man muss doch auch mal etwas annehmen können" - die Art.... aber die anderen Kinder haben alle Rückzahlungsvereinbarungen getroffen, denen sie nicht nachgekommen sind. Nichts was jemandem Freude macht. Und daher haben wir zu jedem Angebot bisher brav "nö - Danke, nett aber nicht nötig" gesagt. Der Preis war zu hoch.

Egal, wir können uns mit vielem arrangieren, aber bestimmt nicht mit dem Verlust unserer Freiheit - und da muss er nun mal durch. Heute - hat`s geklappt mit der Post. Ich hab auch den leisen Verdacht, er hat da nachgehakt und sich auch informiert. Warten wir es ab.

Ansa

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BeitragVerfasst: 20.05.2015, 20:17 
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Olympiareiftipper

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Ansa, ich hatte das hier
Zitat:
und ich hab mich mit dem Liebsten gestritten, weil der nämlich sagt "aus seiner Sicht heraus hat er keinen Fehler gemacht."
aus dem AM-Thread hier rübergeholt, weil ich dachte, hier passt es besser, den Faden weiter zu verfolgen. Nun weiß ich nicht, ob du deinen Trurl gefragt hast, was genau er damit meinte? Denn natürlich gelten Verträge - mündliche wie schriftliche - auch für Reiche und Heimleiter. LG, Trixie


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BeitragVerfasst: 21.05.2015, 07:25 
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Championtipper
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Wir haben an anderer Stelle über seine Aussage "aus seiner Sicht heraus macht er nichts falsch" gezankt.... und so sehr mir diese Aussage ein Kribbeln entlockt, aus Vaters Sicht heraus - kann ich das nachvollziehen. Hat immer geklappt, war seine persönliche Erfolgsstrategie und wenn ich die verkrachten Exitenzen seiner anderen Kinder sehe - kann ich das fast noch besser verstehen.

Obwohl, dies "verkracht" ist einfach auch ene Folge von Misshandlung, Vernachlässigung und Zwang..... manchmal bin ich verundert wie gut mein Liebster das hinter sich gelassen hat. Ich weiß nicht, ob ich das schon mal schrieb, ich hätte dieser Familie die Kinder entzogen - Kindeswohlgefährdung. Aber in den 60ern und 70ern sah man manches anders, als heute.

Wir haben intensiv darüber gesprochen, was er damit meint, ihm geht es darum, Vater zu verstehen.... und dessen Strategie war eben seit über 50 Jahrn sehr erfolgreich, es gibt für Vater keinen Grund seine Strategie (Macht, Durchsetzungswille und Bestimmen ws wo wann wie läuft) zu verändern oder gar in Frage zu stellen. Aus seiner Sicht heraus sind seine Kinder unfähig. Meinen Mann hat er nie verstanden, er macht E-commerce, die ganz großen Projekte, wenn er eine Projektpause hat (was normal ist) ist er also Arbeitslos. Vater "sorgt" sich dann um ihn und schickt ihm Anzeigen aus der Presse "Systemadminstrator bei der Bank" oder so. Das wäre so, sagte meine Bankerin als würden ihre Eltern ihr Jobangebote als Kassierein bei Lidl schicken, verlöre sie ihren Job. Schon schräg....

Klar gelten Verträge für alle, aber es gab ja nun in Vaters Augen keinen, auf dem stand "ihr könnt das Haus bauen wo ihr mögt und wie ihr mögt" sondern nur einen Vertrag über die Schenkung des Grundstücks. Und wer schenkt hat in seinen Augen ein Mitbestimmungsrecht (unausgesprochen natürlich) und der Beschenkte hat alles zu tun, was der Schenkende will um seine Dankbarkeit zu zeigen..... ja - und da treffen wir dann aufeinander.

Wollen kann er viel, an mir wird er sich die Zähne ausbeissen. Ich hab meinen Ex überlebt, was soll noch kommen?

Aber natürlich wird es auch wieder dunkle Tage, an denen ich überrascht bin - was er sich einfallen lässt, geben.

Ansa

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BeitragVerfasst: 21.05.2015, 11:00 
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Olympiareiftipper

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Verstehe. Er hätte bestimmte Sonderauflagen und Nutzungsbeschränkungen im Vertrag formulieren müssen. Z.B. so zu bauen, dass der Baumbestand vollständig erhalten bleibt. Dann hättet ihr die Schenkung von vornherein ablehnen können. Aber das hat er nicht für nötig befunden, weil er dachte, es verstehe sich von selbst, dass er weiter das Sagen hat.

Das kann noch heiter werden. Denn natürlich ist er nun auf das normale Nachbarschaftsrecht zurückgeworfen. Und ich vermute, dass er dieses besonders eng auslegen wird. Zählen, wie oft ihr grillt, aufschreiben, wie lange Lucas täglich bellt ... Da könnt ihr ja froh sein, dass er sich NOCH mit dem Ausschneiden von Jobanzeigen beschäftigt :-)
LG, Trixie


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BeitragVerfasst: 21.05.2015, 11:14 
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Championtipper
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:mrgreen: ja und dabei haben wir zwei mal vorher zusammen gesessen und expliziet nach seinen Erwartungen und Wünschen gefragt, was möchte er gern im Gegenzug dafür, das er uns das Grundstück schenkt. Klarer kann man nicht nachfragen, finde ich - da wäre es an der Zeit gewesen, zu sagen, ich möchte gern das Haus mit aussuchen, das Schlafzimmer soll unten sein, damit meine Dogge bei Euch übernachten kann oder eben auch, das er die Farbe des Hauses mitbestimmen möchte, weil er ja drauf sehen muss.

Hat er aber nicht, von daher..... wir haben über Haushaltsführung, Einkaufen, zusammen Esse gesprochen und dererlei mehr und mein Liebster hat glasklar gesagt, das es - etwa - keine häusliche Pflege geben wird, also, gedacht haben wir tatsächlich schon an vieles. Aber gesagt hat er nichts. Merh als fragen - konnten wir nicht tun.

8) Mein Hund bellt nicht, da macht seiner mehr Kram und Auffallen. Und nein, klingt komisch, SO ist er dann nicht.... anders, mein Schwager hat eben grad Blumen gepflanzt, die er los werden wollte, Kamelien, große Azaleen und das ein oder andere, als er hier anfing eine Pflanze einzusetzen, kam er aus dem Haus und bestimmte mal eben kurz, das die anderen in gar keinem Fall auf diesem Grundstück zu landen hätten (eher gehen sie ein.... das sehe ich ja vor der Tür) - aber wenn er meint, das ich mich darüber ärgere? Nö - leider nicht. Da steh ich nur und wundere mich und bin mal wieder froh, das wir keine irgendwie gearteten Abhängikeiten zu ihm haben (wie mein Schwager halt).

Meine Lieblingsantwort? Passt in 99% der Fälle "schade, das Dir das nicht gefällt, aber wir mögen es so." Nimmt ihn ernst, macht klar, das wir anderer Meinung sind und lässt das Problem dort, wo es hin gehört, bei ihm.... Hat schon bei den Kindern seinerzeit geholfen. :D und kann in der Wortwahl durchaus abweichen, von "ich verstehe, dass das schwer für Dich ist......" bis hin zu "es tut mir leid, dass das ein Problem für Dich ist....." Da fällt ihm wenig zu ein, denn ich bin ja nicht frech.

Ansa

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BeitragVerfasst: 21.05.2015, 11:34 
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Championtipper
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:mrgreen: die reissen jetzt tatsächlich ein ganzes Beet voller Vergißmeinicht aus, damit die Kamelien dorthin passen - weil es keinen Platz mehr in seinem Garten gibt. Wie cool.... genau meinem Küchenfenster gegenüber, ich kann mich daran freuen und hab keine Arbeit damit. Könnt nicht besser sein.

Ernsthaft, ich bin am überlegen ob ich mich für die nette Idee bedanken soll? :dance:

Ansa :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 28.05.2015, 10:15 
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Championtipper
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So, ich noch mal, am Wochenende hat es zwischen dem Liebsten und Vater ordendlich geknallt, dabei sagte er dann endlich, das er natürlich Erwartungen habe.... und über die wollen der Liebste und er nun an diesem Wochenende, wenn der Streit so ein bisschen raus ist, miteinander reden.

Ich bleib mal gespannt.

Hier wird sich über kurz oder lang so oder so alles entspannen, denn das andere Grundstück ist wohl verkauft uns im Herbst soll gebaut werden. Dann gehört Vater weder der Weg noch der Eingangsbereich, sondern den neuen Nachbarn und ich erhoffe mir davon Ruhe in dieser Diskussion.

Drückt mir die Daumen, das sich das Ganze hier damit in Wohlgefallen auflöst, alles andere - halte ich aus.

Ansa

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