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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 23.05.2013, 14:52 
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Olympiareiftipper

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Liebe Ansa, ich überfordere dich. Das tut mir leid. Ich glaube, das ist - wie eben im anderen Thread geschrieben - eine Frage des Betriebssystems.

Aber es gibt ja immerhin genug Überschneidungen auf anderem Terrain. LG, Trixie


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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 23.05.2013, 17:11 
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Championtipper
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Oh nein, Du überforderst mich nicht, gar nicht, ich hab nur den Eindruck, das Du meine Entscheidung, die in 11 Jahren gewachsen ist und die vielfach durchdacht ist, mit Hilfe von Menschen die uns nahe stehen, nicht akzeptieren kannst, als ein Ergebnis das uns möglich ist und hilft. Als das Ende eines Prozesses, der lang und schmerzhaft war.

Deine Reaktion erinnert mich an jeden neuen JuAMitarbeiter den wir hatten "aber sie müssen mehr mit ihrem Exmann reden........." und nur ich hörte stets "ja, aber wollen sie denn nicht das Beste für ihre Kinder?" Mit so einem vorwurfsvollen Unterton der besagte "aber sie quälen ihre Kinder!" Das er nicht mit mir sprach war denen völlig egal, niemand ging hin und sagte "Herr Sowieso, SO geht das aber nicht" alle zuckten die Schultern, sagten "mit dem könne man ja nicht reden" und sagten im gleichen Atemzug "aber sie müssen mehr mit ihm reden!" :? Ja ist klar, ne....

Es war nie eine Entscheidung die ich wollte, so ein Zusammenleben, aber es ist das, was ich bekommen hab und ich habe gelernt, das man, wenn einer nicht will gar nichts mehr tun kann, außer das aushalten und seinen eigenen Weg damit finden. Es war mit das Schwerste in meinem Leben, ich wollte immer gemeinsam Eltern sein. Bis ich begriff, das genau DAS nie möglich sein wird.

By the way, ich kann verzeihen, mich versöhnen und jedem die Hand reichen, ich kann auch ehrlich zugeben "das war nicht gut von mir, verzeih, was können wir tun um es besser zu machen?" Aber wenn die andere Seite das weder will noch möchte (weil sie für sich das Bild der Bösen aufrecht halten muss und die eigene Position zu halten) dann kann man einfach nichts tun. Und zwischen uns gibt es ja keinen Kontakt, er lehnt ihn im Falle der beiden Großen ab - obwohl wir grad etwas zu klären hätten, nämlich wie es mit unserer Großen weiter gehen könnte - ihr Bibelschuljahr ist beendet) und meine Jüngste möchte ein Auslandsjahr machen, es gäbe allerlei zu klären - aber er spricht nicht mit mir.

Also, was sollte ich Deiner Meinung nach tun, oder, was würdest Du tun? Die Frage hast Du bis jetzt immer außen vor gelassen, vielleicht überfordert Dich diese Situation und ich nähme es Dir nicht übel, hier sind schon ganz andere gescheitert und am Ende steh ich immer allein im Regen, okay, der Liebste hält mir den Schirm, immerhin....

Ansa

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Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 23.05.2013, 18:54 
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Olympiareiftipper

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Ansa, du brauchst ihn doch gar nicht dazu. Nur die Mädels. Ich verlange doch gar nicht, dass du ihn magst, so wie er heute ist. Stell dir meinetwegen vor, er wäre gestorben, während er noch nett war.

Und nee, bitte jetzt nicht noch ne Runde dazu, wie schön das wäre ... Wie muss man denn mit dir reden, um durchzudringen? Vielleicht kann Trurl es dir übersetzen? LG, Trixie


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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 23.05.2013, 20:47 
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Championtipper
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Okay, ich geb`s zu, ich hab mir das schon vorgestellt - aber mein Schwiegersohn in Spe weigert sich beharrlich, mir dafür einen Panzer zu besorgen - :twisted: Lassen wir das, real life hab ich solche Sehnsüchte nicht.

Ich weiß einfach nicht worauf Du hinaus willst..... Deine Aussagen sind so interpretationsfähig, das ich sonstwohin suche, aber nicht verstehe, was Du meinst.

Ansa

P.S. Mein Liebster meint immer "sag ihm, er soll endlich erwachsen werden!" aber das mache ich bestimmt auch nicht. Ich habe mich damit ausgesöhnt, mit ihm verheiratet gewesen zu sein, ohne ihn, wäre ich nicht so wie ich heute bin und ohne ihn gäbe es meine drei wunderbaren Töchter nicht, aber, das wissen hier alle. Da bin ich mir ganz sicher.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 23.05.2013, 22:07 
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Olympiareiftipper

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Ansa, dein Widerstand ist für mich absolut verständlich - den lasse ich dir jetzt einfach, weil ich nicht dein Therapeut bin. Wenn er so stark ist, wird er wohl eine wichtigere Funktion erfüllen, als ich dachte.
LG, Trixie


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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 27.05.2013, 11:45 
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Championtipper
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Moin,

mein Widerstand wird gleich noch verständlicher - und da bin ich schon mal gespannt, was Dir als "Entschuldigung" einfallen wird......... :twisted:

Eben telefoniere ich mit meiner Großen, sie ist ja wieder zu Hause, die Bibelschule ist beendet. Papa wollte ihr einen Job besorgen, hat er auch - nichts besonderes, aber etwas, das sie so ausfüllen kann, wie sie es in den nächsten 4 Monate hinbekommt. Nichts zu meckern.

Reden wir über das kommende Jahr, Bewerbungsfrist für die Uni (sie möchte ja studieren) oder als Alternative über Bibelschule..... sie hat ein Stipendium bekommen, 25 % - die reichen hinten und vorn nicht, da unsere Vereinbarung ja war, ein Jahr, danach Studium und gut. Nun hab ich ja meine Unterstützung für ein weiteres Jahr abgelehnt. Aber sie gebeten, einen Plan zu erstellen, was sie meint, wieviel Geld sie benötigen wird, monatliches Taschengeld für das ein oder andere inclusive. Einfach einen Haushaltsplan oder anders einen Finanzierungsplan.

Erzählt sie mir eben, und da fehlen mir im Grunde ernsthaft alle Worte, das Papa ihr angeboten hat, das kommende Jahr zu bezahlen, weil er den Eindruck hat, das täte ihr so gut und sie würde sich gut weiter entwickeln - unter der Bedingung, das sie uns (dem Liebsten und mir) und ihren Schwestern kein Wort davon erzählt. Er habe keine Lust, den anderen beiden auch so viel Geld zukommen zu lassen.

Sie hat das abgelehnt, ganz offen und klar und ihm gesagt, "hinter dem Rücken von Mum mache ich sowas nicht, never....." Da ist er wohl geplatzt, hat getobt, gebrüllt und gezetert, "ihre Loyalität wäre an der falschen Stelle, denn ich würde ihm sein Leben, sofern ich könne, überall zerstören." Seitdem herrscht Schweigen, bis bei ihr eben auch die bereits angesprochene sms landete, von wegen er gehe falsch mit ihnen um.....

Übrigens glaubt keine meiner Töchter an eine Einsicht, sondern sie glauben alle, er will nur wissen, wie sie stehen um daraus seine Fäden weiter zu spinnen. Ich kann es ihnen nicht verdenken. Den schriftlichen Beweis für meine Zerstörungstaten blieb er ihr aber schuldig, den wollte sie doch zu gern sehen um ihm zu glauben. Ich auch. :chrash:

Tja, da steh ich nun und bin sprachlos - mich rührt ihr Verzicht zu Tränen, ihre Loyalität und ihr "ich steh zu dem, was ich bei Dir gelernt habe und könnte damit nicht leben...... will es auch nicht, nicht gegen Euch und meine Schwestern." Und ich bin hin- und her gerissen zwischen dem und seinem Verhalten.

Wir hatten das ja schon mal da wollte er ihr heimlich das doppelte an Taschengeld zahlen..... auch damals hat sie das abgelehnt, unter Tränen und seinem Geschrei, wie blöd sie doch wäre. Und einem Riesenstress über und mit den Schwestern. Die bleiben diesmal außen vor, ich glaub das ist besser.

Ich bin fassungslos, weil ich damit weder gerechnet hätte noch nachvollziehen kann, was diesen Menschen antreibt. Nein, ich brauch keinen Panzer mehr, den hau ich unangespitzt einfach so in den Boden und dann stell ich den Panzer drauf, damit er nicht mehr rauskriechen kann.

Ansa *stinksauer*

P.S. und ganz hin und weg von meiner Großen........... :laola:

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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 28.05.2013, 19:20 
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Championtipper
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Moin,

mittlerweile bin ich wieder unten..... zwar immer noch irgendwie fassungslos, weil ich mir überleg, wie kommt ein Vater auf solches dummes Zeug. was treibt einen Vater an, sein Kind in so einen Konflikt zu zwingen, so offen emotionale Erpressung einzusetzen und zu schauen, zieht sie mit oder nicht - kann ich sie in mein unstetes und unehrliches Leben mit nehmen? Und wenn sie sich weigert dann mach ich sie zur Sau - weil sie mich offensichtlich nicht so liebt wie den Rest der Familie? Meine Güte....

Ich komm nicht drauf. Ich sehe nur die Situation vor mir, meine Tochter, betrübt über das "kleine" Stipendium ruft ihn an um ihm das zu sagen, er entgegnet "ich bezahle Dir das, weil ich find, das tut Dir gut, kannst zusagen" und während in ihr einfach nur Dankbarkeit und Freude aufsteigt, schwingt er den Hammer und setzt nach "aber nur unter eine Bedingung, wenn Du........ schweigst....." Und mein armes Kind knallt voll runter.... das ist einfach so hirnlos und gemein.

Unfähig und ein Totalversager als Vater - ehrlich, anders kann ich das nicht sehen. Da brauchts auch keine Frage mehr nach "warum hast Du keinen Respekt vor ihm?" Wo verdammt soll ich den finden?

Ich denke aber auch darüber nach, das es ja all die Jahre mein Ziel war, meine Töchter stark zu machen, gegenüber seinen Versuchungen und Irritationen. Sie zu stärken, eigene Wege zu gehen und zu sich und ihren Wegen zu stehen. Das ist mir offensichtlich gelungen und auch wenn es Rückschläge geben wird oder aber auch mal blutige Nasen, weil ihre Hoffnung den "lieben Papa von früher" wieder zu finden, nicht schwindet, am Ende werden sie ihren Weg gehen und er entscheidet ob sie ihn mitnehmen in ihr Leben oder nicht.

Lange Zeit musste ich mich schützend vor sie stellen, dann langsam zur Seite treten und heute stehe ich hinter ihnen. Nicht immer an der richtigen Stelle, weil neben oder hinter ihnen, es ist nicht immer einfach das zu entscheiden, aber immer öfter finden wir alle den richtigen Platz. Aber ich merke auch, das mich solch Handeln von ihm immer noch extrem wütend macht. Weil es so unnötig ist, den Mädchen Schmerzen verursacht und sie zutiefst verletzt. Da hilft zwar die Trennung zwischen ihm als Person und seinen Handlungen, aber nicht immer..... emotionaler Missbrauch hinterlässt Spuren.

Ich hab keine Lust mehr, mich mit ihm in irgendeiner Form auseinander zu setzen und ich werde es auch nicht mehr tun. All die Jahre hab ich ihn, so wie es lt. Recht notwendig ist, einbezogen und versucht eine Einigung zu erzielen, aber jetzt nehm ich mich raus, meine Jüngste will nach Japan, das werde ich nicht mit ihm besprechen oder klären..... ich werde das unterschreiben, sie kann es ihm mitteilen und dann ist sie weg..... Soll er mich vor Gericht zerren - wie schon öfter - davor fürchte ich mich nicht. Wer jahrelang nicht da ist muss dann auch keinen Zinnober machen. Ich nehm einfach seinen letzten Ausraster "ich will nicht mehr mit Dir reden, schreib mir" ernst und zieh mich da ganz einfach weit weg.

Der Liebste meint, wenn Dich jemand verletzt, und Du verletzt zurück, bist Du nicht besser - aber ich kann tun was ich will, er ist immer verletzt. Frag ich ihn, ist er empört, das ich ihn anspreche, frag ich nicht, ist er empört, weil ich ihn nicht anspreche.....schreib ich ihm, so wie gefordert, bekomme ich keine Antwort, außer "muss wohl im Spam gelandet sein" wenn ich nachfrag, was ich auch empört, weil ich ihn ja anspreche. Das ist mir einfach zu blöd; also ist es völlig schnurz was ich mache. Die beiden Großen sind raus, sie kann ich nur trösten, und was die Jüngste anbelangt - zwei Jahre noch *aufatem* die gehen auch rum.

Hauptsache ich kann hier mal ne Runde abweinen oder schimpfen oder schreien..... hier ist ja keiner, an manchen Tagen ist das schwer.

Entmutigte Grüße
Ansa

P.S. und wenn meine Mädchen den Liebsten und mich als ihre Eltern bezeichnen, dann nehme ich das als was es ist, eine Ehre..... ehrlich erarbeitet vom Liebsten, gut, das er ihnen aktiv vorleben und zeigen kann und konnte, was einen Vater ausmacht. Sie hätten viel vermisst, gäbe es ihn nicht. Und nein, dorthin gedrängt hat er sich nie, aber unser Vater hat ihn dahin gestellt, ganz von allein.....

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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 28.05.2013, 22:32 
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Olympiareiftipper

Registriert: 19.03.2013, 23:13
Beiträge: 955
Ja, Ansa, lass es raus - ich verstehe das. Es ist ganz schwer, die Auswüchse einer Krankheit nicht persönlich zu nehmen. Ich weiß noch, wie meine heißgeliebte Omi Alzheimer bekam. Da gab es auch diese bösartige Phase am Anfang, die keiner verstanden hat. Es war ihre wachsende Verzweiflung über die eigene Unzulänglichkeit. Ansa, dein Ex ist krank. Er wäre bestimmt auch viel lieber sozialtauglicher, aber er weiß nicht, wie. Er weiß nur, dass es ihm immer wieder misslingt. Und das bringt ihn in einen Dauerzustand der Bitterkeit und Rebellion. Und der Kontrollsucht.

Lass dich nicht anstecken. Sei großzügig. Deine Großzügigkeit ist das einzige, was du ganz, ganz festhalten musst und auf keinen Fall hergeben darfst. LG, Trixie


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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 28.05.2013, 23:11 
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Jahrhundertposter

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Beiträge: 3164
der???ansas eeex??

der schnallt gar nichts.
nichts, nada, niente.
das wesen des narzssimus ist, "ich bin der einzige, der gesund ist und die ANDEREN sind alle krank".!
coole krankheit eigentlich, null leidensdruck, subjektiv gesehen. :mrgreen:
ausser dem an der grässlich unverständigen aussenwelt. 8)

lg pamina

_________________
Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.

(Susette Gontard)


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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 28.05.2013, 23:34 
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Olympiareiftipper

Registriert: 19.03.2013, 23:13
Beiträge: 955
Wie jetzt, ich dachte, der war mal früher lieb und das Ganze hat erst vor ein paar Jahren angefangen? Narzissmus ist doch keine Krankheit, die erst so spät im Leben nach außen sichtbar wird. Das hätte Ansa doch viel früher mitgekriegt, nicht erst nach drei Kindern.

Ich geh wieder auf meine rosarote Wolke. LG, Trixie


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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 29.05.2013, 06:29 
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Championtipper
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Moin,

nun ja, früher war ich diejenige um die sich sein Universumd rehte und er tat absolut alles um mich von seiner dunklen Seite fern zu halten - er wollte ja etwas von mir... er trug mich auf Händen.... und erst gaaanz langsam ließ er durchsickern, das er anders war. So, als ob er ausloten wollte, wie weit kann ich bei Ansa gehen. Das war ein jahrelanger Prozess.

Da ich kein nachtragender Mensch bin hab ich vieles verzeihen können, denn er warf sich förmlich in den Staub wenn er sich verrannt hatte, aber auch ich hab irgendwann gemerkt, das es nicht sein kann, das alle anderen böse, hinterlistig und gemein sind und er die Güte in Person und hab genauer hingesehen.

So eine Störung entwickelt sich in der Kindheit, bricht aber in dem gewohnten Rahmen (zuhause) eher verhalten aus und nimmt zu, je älter ein Mensch wird. War ich noch bereit für meine Ansichten zu kämpfen und konnte sie erklären so wurde das nach mir eher weniger. Seine Mutter hatte das gut im Griff, aber nicht, weil sie wusste, das er eine Störung hat, sondern aufgrund des sehr engen Verhältnisses. Sie gehörte zu den Personen, von denen er eher abhängig war und die nicht mitbekommen sollte, wie er sich mitunter verhielt.

Und in den letzten 10 Jahren, nach mir, ist es langsam immer schlimmer geworden, für uns nicht kontinuierlich, weil wir ja keinen engen Kontakt mehr haben, sondern eher sturmartig. Es gab Wochen da war eben nichts und dann aus dem Blauen heraus. Rumms!

Immerhin geht er ja zu einem Psychologen, das heißt schon, das er erkannt hat, das er mit dem Schlamassel auch zu tun hat, aber ob er es annehmen kann ist eine andere Sache. Narzissten haben keine Probleme mit ihrer Umwelt, aber ihre Umwelt hat Probleme mit ihnen. So sagte es mal mein Psychologieprofessor und erklärte auch, das dieses Krankheitsbild äußerst schwer zu behandeln sei, vor allem, weil es nötig sei, das Arzt und Patient erst mal ein enges Verhältnis finden müssen und der Arzt sich nicht verlieren darf, was nicht immer einfach sei. Abgrenzung halt, auch hier. *zuPamiwink* genau so ist es.....

Ich kenne auch die wenigen Einsichten die er zwischendurch mal hatte, Verzweifelung, dass das Leben so anstrengend sei, die Menschen so fordernd, so schweirig. Den Hauch einer Ahnung, das er beteiligt sei und ahnen würde, das etwas nicht stimmt. Das hielt aber nie lange an - er fiel immer in seine alten Muster zurück, schlimmer als zuvor. Aber eine Ahnung ist zumindest vorhanden. Allein aus seinem Verweigerungsmuster sich entscheiden zu können, er fordert das ja immer von anderen..... weil er nicht fähig dazu ist, sachliche Entscheidungen, geschäftlich etwa - das klappt gut - aber emotionale? Ging gar nicht, so ist auch seine Aussage "Du hast mich immer nur gelebt" ein klares Anzeichen für diese Störung - so fühlt er sich wirklich.

Aber irgendwann war meine Hoffnung es könnte sich befrieden auch weg und ich wusste, das die Mädchen und ich kaputt gehen würden, wenn ich bliebe. Nicht so klar, wie ich es heute ausdrücken kann, eher unbewusst aber doch so, das ich ging. Da liebte ich ihn noch...... und hatte gelernt, das Liebe nicht reicht. Das ich ging, war aber auch der Punkt, an dem ich sein Wohlwollen absolut verlor und fortan der Feind war.

Ich hab nur nicht geglaubt, das er das auf die Kinder ausweitet - damals nicht und auch heute erschreckt mich dieser Teil stets am meisten. So langsam erkenne ich, das der Liebste Recht hat, wenn er sagt, "der denkt überhaupt nicht nach" nein, er handelt intuitiv, Situationsbedingt - aber grad das macht es so schwierig. Sind die Kinder auf seiner Seite, betet er sie an, überschüttet sie mit allem was sie sich wünschen, haben sie eine andere Meinung sind sie der Feind und noch versucht er mit Erpressung an sie heran zu kommen. Das hilft uns aber nicht weiter. Ich kann ihnen doch keine Diagnose verkaufen, die nicht gestellt ist. Wie vermessen wäre das? Nur angenommen sie würden ihm das sagen - der dreht durch - und ich kann nicht einschätzen, wie sehr....

@ Trixie, die Betroffenen, die unter Narzisten leiden müssen sich schützen, sonst ist es so, als ginge man in einen bewaffneten Kampf mit einem Gesangsbuch in der Hand. Obwohl ich meinen Ex nun so lange kenne, vermag ich immer noch nicht so zu denken wie er. Könnte ich das - würde ich mich selbst als krank bezeichnen. Vielleicht ist das immer der Überraschungsmoment wenn etwas passiert, dies um die Ecke durch die Mitte blind auf etwas hauen, das weh tut - dafür hat er ein sehr feines Gespür.

Es hilft nur die Macht weg zu nehmen, das wissen wir und tun es auch im Alltag, dafür liebt er uns nicht. Beispiel, mein Mittelchen bekam seinen Unterhalt immer erst sehr spät, nun ist sie jung, haushaltet nicht so toll und war am Monatsende meist blank, kam dann das Geld nicht, geriet sie in Not. Es fehlte für Busfahrkarte und Co. Sie musste also Papa anrufen und bitten, er sagte "is Wochenende, mach ich Montag, erinner mich noch mal dran" dann waren ruckzuck einige Tage vergangen..... sie bettelnd und bittend und am Ende dann natülich auch mit "Danke Papa" voll Erleichterung. Wir haben ihn dann, nachdem wir das ein paar Monate mit angesehen haben (mein Geld für die Jüngste ist nämlich überpünktlich) ausgebootet und ihr einmal seinen Unterhalt gegeben, nun kann sie ausgleichen und weist dies Geld zwischen ihrem Sparbuch und ihrem Konto hin und her. Und als es wieder zu spät war, Papas Geld, hat sie ihn angerufen, gebeten das zu klären und als er sagte "mach ich später, hab keine Zeit, ruf noch mal an" sagte sie wohl ganz locker "das mal nett von Dir, wäre schön, es komt diesen Monat noch." Seitdem ist ihr Geld ebenso pünktlich wie meines. :twisted:

So, nun ist´s doch wieder ein Roman geworden. Weißt, ich will mich nicht mit ihm derartig einigen, (ich kann das grad nicht anders ausdrücken) das ich Verständnis für seine Eskapaden hab. Das ist brandgefährlich und bleibt den Narzisten überlassen, die um ihre Störung wissen und die damit aktiv umgehen, in ihrem Familienkreis. Solang da aber auf der Gegenseite kein Gefühl vorhanden ist, heißt die Devise "Grenze ziehen" ganz hart ohne Kompromiss, sonst gehen wir mit unter..... das haben wir auch zu oft ausprobiert. Ein Miteinander ist nur in völliger Unterordnung möglich und mit Selbstaufgabe verbunden. Never - nicht für jemanden, der meint, ich sei der Feind. Nicht für die Mädchen, die sich erst einmal in ihrem Leben selbst finden müssen.

Mir ist schon klar, das er mich so sehen muss, aber ich muss hier auf mich aufpassen und meine Kinder stärken und wenn jemand krank ist, ist unser Mitgefühl stets da und unsere Hilfsbreitschaft durchaus auch, aber hier muss das aufhören, damit wir nicht untergehen.... sollte er eines Tages in der Tür stehen und sagen "ich hab eine narzisstische Störung, können wir reden" (in der Tür der Kinder) sähe alles wieder anders aus. Solange aber darf es da kein "armer Papa" geben. Die Mädchen sind imme rnoch abhängig.... allein vom "mein Papa" her und sie sollen nicht untergehen, sondern ihr Leben leben und sich abgrenzen. Das war das Wichtigste für mich. Meist ist es gelungen.

Und wenn meine Jüngste sagt "Japan ist ja auch ganz weit von Papa weg" dann weiß ich, das daran ein winziges Stück Wahrheit ist und das sie, so wie wir alle, den Wunsch nach Ruhe hat und das ist legitim und vor allem Lebensnotwendig. Unser Stresswiderstand ist mittlerweile niedrig geworden oder anders, wir sind nicht mehr so widerstandfähig wie wir einmal waren, auch ich nicht. Gelassenheit - wäre schön, man könnte sie irgendwo geschenkt bekommen.

Trotzdem schaffen wir das, jedesmal wieder. Und darauf kommt es an, auch immer wieder.

Ansa

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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 29.05.2013, 12:41 
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Olympiareiftipper

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Liebe Ansa, das hört sich zumindest alles schon mal viel weniger wütend an. Das ist doch auch für dich angenehmer, oder? Ich glaube, nur aus dieser Haltung heraus hast du überhaupt eine Chance, die Fäden in die Hand zu bekommen.
Psychopathie kann man ja heute testen - da sind Hirnareale inaktiv, die essentiell für unser soziales Zusammenspiel sind. Du hast da - wenn die Diagnose denn stimmt - einen Menschen vor dir, der aber nicht wirklich funktioniert wie ein Mensch, sondern nur so aussieht. Erstaunlich immerhin, dass er so Dinge schafft wie Unterhalt zahlen :-) Es bringt überhaupt nichts, ihm Manieren beibringen zu wollen - das wäre so ähnlich, als würdest du versuchen, einem Affen die Relativitätstheorie zu erklären. Du würdest immer frustrierter und kämst irgendwann zu dem Schluss, dass dieser Affe doch total verblödet ist und sich absichtlich so dämlich anstellt. Was hättest du dann davon, wenn der Affe eines Tages vor der Tür stünde und sagen würde: "Du, ich bin ein Affe. können wir reden?" Wahrscheinlich würdest du dann denken, dass du ganz schön unfair warst, so viel von dem Affen zu verlangen.
Der Affe hat immerhin den Vorteil, dass er weiß, dass er ein Affe ist. Dein Ex aber schaut in den Spiegel und sieht jemanden, der genauso aussieht wie ein Mensch. Nur irgendwie klappt das mit dem Menschsein nicht. Da muss er doch verzweifeln. Er wird nicht nur von anderen Menschen überfordert, sondern überfordert sich auch selbst, weil er von vornherein keine Chance hat mit seinen inaktiven Hirnarealen.
Eigentlich gehört er in den Zoo - nur will ihn dort keiner sehen, weil er ja aussieht wie ein Mensch.

Mal überspitzt formuliert. Aber du weißt, was ich meine, ja? Wenn überhaupt was zu erwarten ist, dann, dass er soziale Verhaltensweisen imitiert, um sein Zückerchen zu bekommen.
LG, Trixie


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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 29.05.2013, 16:47 
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Championtipper
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Moin Miss Trixie,

ja natürlich kann man das testen lassen, aber nur dann, wenn der Betroffene das möchte und einfordert, allen Anderen sind die Hände gebunden.

Nun hoffe ich aber auch, das es zwischen Psychopathie und Soziopathie und einer narzistischen Störung doch noch Unterschiede gibt, die wir hier aber nicht ausarbeiten müssen.

Ich hab mich schwer getan, diese Diagnose für mich anzunehmen und dies auch nur mit Hilfe meiner damaligen Chefin (sie war Fachärztin in der Psychatrie) heraus gearbeitet, unter der Berücksichtigung das der Betroffene eben nicht anwesend ist und unter der Voraussetzung das meine Angaben der Wahrheit entsprechen. Na ja, wer denkt sich so`n Zeug aus?

Im Grunde ist es so,wie Du es beschreibst, ich wäre nur weit weniger überrascht, glaub ich :roll: stände der Affe in der Tür und würde so mit mir reden. Würde er natürlich nicht, er würde gebärden - bringt man es den Menschenaffen bei, dann kann man sich mit ihnen unterhalten. Seeehhhr spannend, aber ein anderes Thema. Man kann mit ihnen Unterhaltungen auf dem Niveau von 6jährigen führen.... wirklich spannend, hier verwischt sich die Grenze zwischen Mensch und Tier.

Ich glaube wirklich mein Ex wäre überrascht, könnte man ihm nahe bringen, das er seine Töchter emotional misshandelt. Er käme, glaub ich, nicht im Traum auf diese Idee. Meinem Aspergerkind sag ich schon mal "die meisten Menschen erwarten eine Entschuldigung wenn man sich so benommen hat" womit sie ihre Probleme hat, derweil sie glaubt - entschuldigen müsse man sich nur, wenn man etwas aus Versehen gemacht hat, aber es war bei ihr ja Absicht und wieso dann also entschuldigen? Sie hat es nicht verstanden, aber gelernt, dass das Verhalten einfach angemessen ist und gesellschaftlich gefordert wird. Natürlich klingen ihre Entschuldigungen dann auch so "gestelzt" und unbeteiligt - aber damit ist sie viiiiieeel weiter als er ihr Vater ist.

Bei ihm würden Verhaltenstherapien helfen, wenn er sie annehmen wollte und könnte - im Grunde, wenn ich so zurück denke, an die ein oder andere Diskussion, haben wir im Alltag manchmal nichts anderes gemacht. Aber das ist auch nicht meine Aufgabe und sie war es auch nicht. Überfordert er sich selbst - möglich - aber auch nicht meine Baustelle. Vielleicht haben wir ja Glück und er hat einen guten Psychologen gefunden? Zumindest hört er diesem zu, das ist ja schon mal ne ganze Menge.

Ja ja, sein Denken, Handeln und Fühlen ist sehr anders. Aber ich grenz mich trotzdem derartig ab, derweil wir sonst untergehen und das ist er nicht wert, nicht für mich. Und die Mädchen haben das Rückgrat noch nicht ganz. Sie sind zu nah dran, wie alle Kinder von psychisch kranken Menschen. Und ich habe für mehr einfach nicht mehr die Kraft.

Ansa

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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 29.05.2013, 17:06 
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Olympiareiftipper

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Ansa, ich freue mich affenmäßig, dass du den Bogen zu deiner Tochter selbst geschlagen hast!

Champagner!

LG, Trixie


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 Betreff des Beitrags: Re: Dejavue oder so
BeitragVerfasst: 29.05.2013, 17:14 
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Championtipper
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:shock:

aber Dir ist schon klar,dass das eine mit dem anderen nichts aber auch gar nichts zu tun hat?

Ansa

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