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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 23.06.2012, 16:45 
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Championtipper
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Moin,

und auch wenn Du alles getan hast, was Du tun konntest, so haben Deine Eltern Dein Weltbild, Dein Bild von Familie und viele viele weitere Werte und Vorstellungen geprägt. Denen entkommt man nicht so leicht. Du und ich, wir entkommen vielleicht weiter davon weg, als man andere Menschen, weil wir darüber nachdenken und solche Dinge reflektieren. Aber das tun nicht alle....

Von daher ist es für mich eine Lebenslange oder besser Lebensprägende Beziehung. Och, keine Bange, ich neige nicht zu Übertragungen, das passiert mir äußerst selten.

Weißt, mir ist Familie wichtig, ich freue mich über das gute Verhältnis das ich zu meinen Töchtern habe. Ich schätze es, das mein Mittelchen z.B. jeden Samstag mit ihrem Liebsten zu uns zum Frühstück kommt, ihr ist das ebenfalls wichtig, denn der Liebste ist ja nur am Wochenende hier. Und ich schätze es, wenn meine Große regelmässig am Wochenende heim kommt, nicht weil das irgendwer müsste, sondern weil sie es möchten.... ich freue mich, wenn sie sagen "kann ich ne Woche mit nach Schweden kommen" und wir machen uns solche Zeiten schön. Unser Verhältnis wandelt sich langsam, aus Erziehung wird Beziehung und das ist etwas, das einfach mein Herz erfreut.

Wie sich das einmal entwickelt, wenn sie selbst Kinder haben - das werden wir dann sehen. Aber ich wünsche mir, das unser Verhältnis immer gut bleibt, darauf habe ich sie vorbereitet - ich entziehe ihnen nicht meine Gunst wenn sie Dinge tun, die ich nicht schätze und das wissen sie. Und ich weiß, das auch ich zu diesen Beziehungen etwas beitragen muss, sie ernst nehmen muss, als junge Frauen, die ihren Weg gehen, nicht als meine Kinder für die ich alles besser wüsste - wie es eben leider bei so vielen Familien ist. Auch bei meiner Familie und bei meiner Schwiegerfamilie - und ich sehe, wie es sich fortsetzt.

Der Bruder meines Mannes war immer einer, für den die Eltern alles besser wussten und es hat ihn immer gestört und heute sitzt er da und meint, er wüsste besser, was für seinen Sohn gut ist....... er lässt ihn, aber im Grunde geschieht da eine Wiederholung. Nie drüber nachgedacht..... weißt, was ich meine?

Und doch doch, der Tod verändert eine Menge, in jedem Fall sämtliche Möglichkeiten miteinander ins Gespräch zu kommen, etwas zu verändern, oder auch nur noch einmal etwas zu sagen. Ich fand es sehr schön, bei meiner sterbenden Oma zu sitzen und daran zu denken, wie schön wir es hatten, als ich klein war und ihr eine gute Reise wünschen zu dürfen und das auszusprechen. Ich fand es ganz schlimm, das meine Mutter das nicht zulassen konnte, das sie nicht wahr haben wollte, das sie im Sterben lag.... selbst mein "ich hab Dich lieb" wurde barsch abgetan. ich hab lange gebraucht, um damit abzuschließen. Der Tod verändert Beziehungen, er beendet sie - absolut. Danach gibt es keine Veränderung mehr, nur noch Annahme. Ich finde schon, dass das sher viel ist.

Dir liebe Grüße
Ansa

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Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 23.06.2012, 18:45 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
Eltern in Bezug auf Kinder ist was anderes als andersrum.
In die Richtung würde ich auch eher denken, dass es eine lebenslange Beziehung ist, obwohl es auch da Ausnahmen gibt. Aber das sind wirklich Einzelfälle, wenn die Eltern alles versucht haben und nichts hinhaut.
Meinetwegen das Kind ist drogensüchtig und in der Folge gewalttätig in der Familie oder sonst etwas, wo unbedingt Abgrenzung nötig ist.

Eltern haben aber an sich kein Recht auf die Kinder für das ganze Leben, wenn sie sich das nicht verdient haben.
Kinder müssen sich gar nichts verdienen. Und haben das Recht, die Eltern zu verlassen, falls sie sie schlecht behandelt haben.
Kinder schulden Eltern gar nichts, nicht das Geringste.
Es ist traurig, wenn sie etwas Gutes später nicht zurückgeben, aber es ist nicht ihre Pflicht, das zu tun.
Es ist aber die Pflicht der Eltern ihre Kinder gut zu behandeln.
Da wo die Kinder sind, ist vorne.
Und wenn die Eltern sie behindern, dann dürfen sie weitergehen.

Deswegen ist es eine andere Sache, als Eltern für die Kinder alles zu tun, damit die Kinder es gut haben, und das ist eine familiäre Verpflichtung, das sehe ich auch so.

Ich finde aber, das ist das Einzige,was in familiären Zusammenhängen sowas wie ein Gesetz ist.
Sonst kann ich keins entdecken, wenn die Beziehungen schlecht sind.

Das ist ja auch alles ganz schön und löblich und wunderbar (waage-mässig eben.. :mrgreen: ), was du da erzählst, was für dich persönlich in deiner Familie wichtig ist, aber das muss ja nicht für jeden so sein.
Und der Tod verändert eine Menge, natürlich, *seufz*!! Vor allem für die, die nichts FÜR SICH geklärt haben! :roll:
Ich meinte nur, dass es nicht unbedingt sein muss, dass JEDER vor dem Tod noch alles Mögliche klärt, weil sonst Chance auf Klärung für sich auf ewig vertan und blabla, was immer so alle quatschen und womit sich unter Druck gesetzt wird.
na egal.

Ich steig dann mal aus jetzt, wir reden doch vielfach aneinander vorbei.. :wink:



lg pamina

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Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.

(Susette Gontard)


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 23.06.2012, 19:56 
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Championtipper
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Beiträge: 2301
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Hej Hej,

ich weiß gar nicht, ob wir aneinander vorbei reden, ich hab das Gefühl eigentlich nicht. Wir drücken uns unterschiedlich aus und ich find, grade tauschen wir uns darüber aus?

Deinem letzten Post kann ich auch nur zustimmen, das sehe ich genauso..... Dankbarkeit ist für mich nichts, das in einer Eltern-Kind-Beziehung einen Platz haben sollte. Aber ich sehe in meinem Umfeld eben auch, das ich damit relativ allein stehe. "Wofür hab ich sie großgezogen" sagt meine Freundin, "wenn sie dann nicht für mich da sind?" Öh - sie sollte vielleicht Khalil Gibran lesen "Deine Kinder sind nicht Deine Kinder............." aber ich denke auch, das sie es nicht verstehen würde. Kennst Du es?

Wenn ich es nicht geschafft habe, meinen Kindern zu vermitteln, das wir als Familie füreinander da sind und ihnen das nicht auch genauso vorlebe - dann sollte ich bei mir suchen, wenn etwas unerwartet läuft und sie haben es noch immer in der Hand, das für sich so anzunehmen oder zu verwerfen. Im günstigsten Fall nehmen sie es an und leben es weiter, aber eben nicht aus Verpflichtung oder Dankbarkeit, sondern weil es ihr Lebenskonzept geworden ist.

Und nein, Familie bedeutet natürlich für jeden etwas anderes. Was ich da erzähle, z.B. über das gemeinsame Frühstück - ich erlebe in meinem Freundeskreis da häufig Neid. Und werde gefragt "Wie hast Du das hinbekommen......... was tust Du, damit sie zum Frühstück kommen?" Und ehrlich, ich kann diese Frage nicht beantworten, sie kommen gern und manchmal nicht, wenn es in den Tagesablauf nicht passt, das bedauern wir dann gegenseitig, aber wir sind uns nicht böse..... es hat sich, so ergeben, aber am Ende ist es das, was sie bei mir durch meine Art der Erziehung gelernt haben, oder weil ich es nie eingefordert habe, sondern mich jedes Samstag erneut freue, das sie da sind? Familie. Die war und ist mir immer wichtig, die Mädchen sind mir wichtig, mir und dem Liebsten.

Wobei es mitunter doch schwierig für mich war und ist, mich da abzugrenzen, mich nicht vereinnahmen zu lassen. Wenn ich also an meiner Hausarbeit sitze und meien Bürotür schließe - dann - den ganzen Tagen siehste keine Tochter - aber wenn ich die Tür schließe, dann sind sie da und alle brauchen was. :roll: Da hab ich mein Tun gehabt, für mich zu sorgen, das gehört auch dazu.

Dir liebe Grüße und einen schönen Samstagabend
Ansa

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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 24.06.2012, 11:21 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
liebe ansa,

ich finde, wir reden deshalb etwas aneinander vorbei, weil es ja eigentlich in diesem thread um das geeier mit schwiegereltern ging und eltern....
und ich theoretisere lieber, als dass ich immer mit meiner persönlichen geschichte antworte, deswegen empfinde ich die ebenen oft als aneinander vorbei redend.
ich rede lieber allgemein und auf der meta-ebene als auf der persönlichen ebene, weil es mich interesssiert, bei diesen themen lebensgesetze rauszufinden, die ich stimmig finde.

aber gut, nehmen wir es konkret:
ich kann nicht verstehen, sich in einem gewissen alter noch darum zu kümmern,. was schwiegereltern am kaffeetisch ablassen, oder sich das so reinzuziehen.
diese wolldeckenstory, z.b. das würde ich freundlich übergehen und innerlich ab da auf die uhr starren, wann das kaffeetrinken beendet ist, fertig.
wie kann man auf so eine ebene ernsthaft einsteigen.

ich krieg das k*****, wie diese generation ihre konflikte abmacht, und ist mir inzwischen auch häufig völlig egal, dass sie das aufgrund ihrer sozialistation nicht können.
ach je, die armen.
die meisten könnten schon, sie geben sich nur keine mühe, so sieht es häufig nämlich auch aus.
einfach mal normal menschlich mühe geben, fertig.
und genau an so einem punkt sage ich eben, wo die kinder sind, ist vorne! ich habe das recht, solche sachen freundlich distanziert abzuhandeln, weil ich keine lust habe auf so einen kleinkarierten sch****. und damit ende.
nur weil das schwiegereltern sind.

da steige ich nicht drauf ein, und schon gar nicht wegen eines unausgespochenen gesetzes, was da heisst "es ist doch familie."
diese gesellschaftlichen regeln engen mich bis zur erstickung ein und ich sehe ihren sinn nicht.

bzw. ich sehe den sinn manchmal schon, aber ich sehe nicht ein, dass ich in richtung auf die ältere generation als erwachsene noch echten emotionalen stress auf mich nehme, wenn die da sitzen und nur ihren müll projizieren, weil sie das schon immer geacht haben.
die ersten 30 jahre haben mir da gereicht und ende.
wenn sie herzlich sind oder ich was echtes spüre, behandle ich sie so wie leute, die ich sonst auch nett finden würde, ohne verwandschaft.
ansonsten tschüss und oberflächlich nett, mehr wollen die doch meistens eh nicht.

und khalil ghibran habe ich in der tat im kopf, bei allem,was ich sage.
das, was er in diesem gedicht sagt, ist ein gesetz, was ich als gesetz anerkennen kann.
ansonsten gelten normale mitmenschliche regeln auch in einer familie.
wenn sie sich keine mühe geben, pech gehabt, dann gibts kaffeetrinken mit abgespreiztem kleinen finger.


überflüssig zu sagen, dass ich mit allen 3 schwiegermüttern, mit denen ich je zu tun hatte, nicht klar gekommen bin, was mir aber egal war. :wink:
dieses eifersüchtige abgeklopfe und rumgefrage und rumgeteste, diese machtspielchen, lecko mio.
ende, echt.
lass ich mich nicht drauf ein, fertig.
wenn ich keine mühe und keine offenheit auf beiden seiten sehe, strampel ich mich nicht nach rückwärts ab, hin zu den alten, nee, echt nicht.
was die natürlich immer total provoziert hat.
ist doch gut, so konnten sie sich richtig aufregen und ihre eiweiss- und- schweinefleisch-überschüsse ein bsischen darüber abbauen..... :mrgreen:

aber wenn mir nochmal eine wirklich nett käme, würde ich mich schon freuen, und dann würde ich sie auch respektieren in ihrer position.
man muss ja keinen stress haben, wenn es nicht sein muss.

lg pamina

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(Susette Gontard)


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 24.06.2012, 11:52 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
p.s. ich wollte natürlich sagen, "alle 3 POTENTIELLEN schwiegermütter".. :mrgreen:
kommt ja irgendwie wohl rüber, dass ich nicht so scharf bin auf familienbande.. :wink:

lg pamina

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(Susette Gontard)


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 24.06.2012, 16:09 
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Championtipper
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Registriert: 28.04.2006, 07:57
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Liebe Pami,

vielleicht liegt es daran, das ich keine Eltern mehr habe.... das ich mich bemüht habe, ihnen entgegen zu kommen. Ich kann einfach (normalerweise) gut mit Menschen umgehen, da ich sie so lassen kann, wie sie sind. Ich nehm es eben, wie es kommt. Wird so ein verhältnis enger - erwarte ich allerdings das Gleiche - und mir scheint, ich muss da meine eigenen Erwartungshaltungen überprüfen.

Ich weiß nicht ob es auf er Metaebene eine Art des Umgangs miteinander gibt, die für alle gleich ist, ich weiß, was ich erwarte - aber gilt das für alle? Was wäre das schön, wenn es so wäre..... es gäbe ja keinen Streit mehr? Der Liebste und ich stellen immer mehr fest, das wir auf dieser Beziehungsebene eher einsamer werden, d.h. abgesehen von unserem Freundeskreis. Aber die sucht man sich ja auch nach seinen Vorlieben aus. Und, so manche meiner ganz alten Freunde sind schon ganz schön weit weg gelebt. Irgendwann hab ich mal geschrieben, die haben einen Zeitbonus, man entwickelt sich zwar mitunter ganz auseinander, aber das so nebeneinander, das man einen Weg miteinander finden kann.

Das hab ich bei meinen Schwiegereltern nicht gekonnt, ich hab sie ja vor knapp 8 Jahren kennen gelernt, und dann zwar regelmässig gesehen und gesprochen, d.h. so ein Mal im Monat, mehr Zeit haben wir nicht wirklich, da wir auch nicht so nahe beieinander wohnen. Da dauert es doch, bis man einen Eindruck hat, bis sich der verändert oder festigt. Und natürlich, ich bin nicht auf Krawall aus, wenn mir jemand blöd kommt, wie etwa bei der Sache mit der Wolldecke..... so was erwischt mich auch aus der ganz Kalten, weil ich selbst nie auf solche Ideen kommen würde und so etwas nicht mal sagen würde, find ich nämlich schlicht unerzogen. Also halte ich mich einfach zurück.... und natürlich ziehe ich mich auch in gewissem Rahmen zurück.

Und wenn das nur bedeutet, das ich über manche Themen einfach nicht mehr rede. Um Streit zu vermeiden. Und auf der anderen Seite, der Liebste mag seine Eltern und fand es immer schön, das ich neue Termine gemacht hab und ihn begleitet habe. Für mich gehört das dann wieder auf die Beziehungsebene, auch mal Dinge füreinander tun, nach denen ich mich nicht unbedingt reißen würde. Familie kann man sich nicht aussuchen und muss (das ist meine Meinung) einen Weg finden, miteinander klar zu kommen zumindest solange es geht. Wenn es nicht geht, dann endet es so wie zwischen meinem Papa und mir und das ist auch okay.

Man kommt wohl über Schwiegereltern und Eltern irgendwann zu Kindern.

Ich bleibe dabei, ich hoffe, ich mache es besser und ich wünsche mir, das es mir gelingt, zu meinen Töchtern immer ein gutes Verhältnis zu haben. Und zu den Schwiegerkindern - obwohl ich da grad erlebe, dass das wirklich nicht einfach ist - aber das ist ein anderes Thema.

Dir liebe Grüße
Ansa

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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 26.06.2012, 11:22 
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Freizeittipper

Registriert: 23.04.2009, 19:48
Beiträge: 53
"Und mich trifft es natürlich in diesem Moment auch wieder, das ich keinen Kontakt zu meinem Vater habe, und auch nicht weiß, wie es ihm geht.... einen winzigen Moment habe ich überlegt, zu ihm zu fahren, aber ich werde es nicht tun. Zu groß ist meine Angst, das er mir wieder die Tür weist... er hat ja über meine Exschwiegermutter gesagt "ich habe keine große Tochter mehr", worauf sie meinen Töchtern gesagt hat "Eure Mutter ist so eine schlechte Person, sie muss ihrem Vater so verletzt haben, das ist abgrundtief böse." Immerhin, das hat sich relativiert, da mein Vater ja auch mit meinen Töchtern umgeht, kein Kontakt, keine Antworten auf Einladungen etc. regt sich jetzt mein Exschwiegervater darüber auf "wenn er mit Ansa nicht spricht ist das ja in Ordnung, aber mit seinen Enkelinnen, DAS geht gar nicht." Na ja, ist nicht ganz korrekt, aber ich lass das mal so stehen...."


Liebe Ansa,

ich führe an Deiner Stelle zu ihm hin, zu Deinem Vater. Angst ist ein schlechter Ratgeber, lähmend, destruktiv, die Wirklichkeit verstellend. In unserem Alter haben wir doch eine innere Reife, die uns wappnet gegen die bösartigen Kalamitäten des Lebens, die uns großzügig macht gegen Boshaftigkeiten, denn wir beziehen all das ja nicht mehr auf und gegen uns, sondern sehen eher die hilflose Person hinter diesen quälenden Worten, oder ?

Lebensblinde Flecken sind gerade innerhalb der eigenen Familie nur deshalb so groß, weil wir ihnen einen viel zu mächtigen Platz einräumen. Andere Mitmenschen außerhalb unserer eigenen Familie sehen das meist glasklar. Strecke die Hand aus zu Deinem Vater, bevor es eines Tages dafür zu spät sein wird, Ansa ! Ich habe dies in eigener Sache getan und gereue es nicht, im Gegenteil, die Beziehung ist auf dem Weg der Gesundung. Nimm Abschied vom alten Denken, von den schlechten Erinnerungen und versuche zu gesunden. Anschließend wird die beidseitige Erleichterung das Ewiggestrige überwiegen.

VLG
s.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 26.06.2012, 14:40 
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Championtipper
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Hej Olaf,

schön mal wieder etwas von Dir zu hören.

Ach, wie oft habe ich genau das überlegt, einfach hinfahren..... wie oft bin ich Umwege gefahren, um durch meinen Heimatort zu fahren? Unzählige.....

Ich glaube nicht, das es um Angst geht. Natürlich hätte ich Angst vor dem Moment an der Tür, aber das ist auch eher die Angst, die man vor solchen Begegnungen hat, die man einfach nicht einschätzen kann. ich weiß auch ehrlich nicht, was ich ihm sagen sollte. "Hej, ich wollte mal sehen, wie es Dir geht?" Irgendwie ist das eine seltsame Vorstellung. Andererseits, wir hatten nie ein gleichwertiges Verhältnis. Ich erinnere mich an das letzte Treffen, das war vor etwa 6 Jahren und ich stellte meinem Vater meinen Liebsten vor.

"Na endlich kommt ein Mann ins Haus," sagte er "das wird auch Zeit, damit diese Kinder wieder Zucht und Ordnung lernen!" :pillepalle: Der Liebste, der meine Töchter sehr gern hat, war verwundert und ich dachte daran, auf der Stelle umzudrehen und nach Hause zu fahren.

Uns trennt so viel, mehr, als uns verbindet. Ich mein, Du hast, soweit ich weiß, immer Kontakt zu Deinen Eltern gehalten, Ihr habt Euch reelmässig gesehen - das ist bei mir ja ganz anders. Mein Vater war nie wirklich für mich da, angefangen davon, das ich nicht die Ausbildung machen durfte, die ich gern wollte (PTA), über, das ich dann nicht den Ausbildungsvertrag annahm, den er wollte (Bürogehilfin - beworben hatte ich mich als Industriekauffau), durfte ich dann nicht über meine Ausbildung zu Hause sprechen, kein Wort - ich schloß als Beste meines Jahrgangs ab, er sagt "mir egal, ist in meinen Augen kein Lehrberuf, verkaufen - kann jeder." Also machte ich in Abendschule meinen Handelsfachwirt, damals auch, um ihn zu beeindrucken. "Blödsinn" sagte er "Frauen brauchen keine Ausbildung, die sollen ihre Männer unterstützen, das geht am Besten über Teilzeitjobs." Na ja - also, ich sehe das ganz anders, ich sah das damals auch ganz anders.

Meine Schwester hat er immer unterstützt, egal was sie angestellt hat, meinen Bruder auch.... aber ich war eben nie so, wie er sich seine Tochter wünschte. Wäre ich heute so? Ich bin dafür, das Eltern sich um ihre Kinder kümmen - umgekehrt ist Schieflage - wie oft muss ich mir zeigen lassen, das er mich und uns nicht will, bevor meine Entscheidung keinen Kontakt zu haben, als angemessen gesehen wird?

Manchmal, in seltenen Momenten überkommt mich die Sehnsucht - ich glaube, wenn ich darüber nachdenke, nicht nach meinem Vater sondern nachdem, was er hätte für mich sein können, Sehnsucht nach einem Wunschbild und die Wirklichkeit, die ist ganz anders..... ohne ihn bin ich in meinem Alltag besser dran, was nicht heißt, das ich es mir nicht anders wünsche. Aber ich bin auch alt genug, um zu wissen, das ich nicht alles haben kann, so sehr ich es mir auch wünsche.

Dir liebe Grüße
Ansa

P.S. Die Hand habe ich immer ausgestreckt, immer wieder, zuletzt haben wir ihn letztes Jahr zur Konfirmation meiner Jüngsten eingeladen - es kam nichts - keine Reaktion, keine Absage, keine Karte an seine Enkelin, kein Anruf - Nichts..... absolut gar nichts. Und ich respektiere das, als seine Entscheidung. Wäre es achtsam, darüber hinweg zu gehen und an der Tür zu klingeln? Schwierig, finde ich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 28.06.2012, 10:38 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
liebe ansa,

nein, tu das nicht, fahr da nicht hin.
man hat auch eine verantwortung sich selbst und den eigenen verletzungen gegenüber.
und wenn von ihm nichts, aber auch gar nichts kommt, was soll das dann.
du darfst doch selbst auch nicht verraten, das ist wichtig.

ich habe mal eine aufstellung gemacht, und wollte dann am schluss, es war eine 3stündige für alle teilnehmer sehr belastende aufstellung, damit nun alles wieder gut ist, meinem vater in die arme fallen.
der therapeut hat mich gerade noch gestoppt und mich dazu gebracht, das zu hinterfragen.
das kind in mir war bereit, loszurennen und alles zu vergessen. nur bei papa sein, und in arm genommen werden.
so sind kinder, sie strecken den eltern noch die blaugeprügelten ärmchen aus dem krankenhausbett entgegen, weil sie die eltern lieben.egal, was die getan haben.

bei mir war es mit meinem vater so, dass da alles war.
alle gefühle.
als kleines kind auch liebe, grosse gefühle, auch von seiten meines vaters. später dann immer mehr verachtung, kein interesse mehr, undurchsichtig, unberechenbar, gwalttätig, psychoterror. und doch wieder liebe....
das macht einen irre.
ich bin mir bis heute nicht sicher, ob er mich geliebt hat oder nicht.
die antwort wird sein, mal ja mal nein.
das hat es sehr schwer gemacht, den kontakt einzustellen auf das mass, was angemessen ist.

sowas macht einen so neurotisch, das man sich benimmt wie ein hund. man ist nie bei sich selbst.
immer nur am abtasten, auf- und wieder zumachen, man ist ständig nur mit dem kerl beschäftigt, nie bei sich, nicht einmal eine abgrenzung kriegt man hin, nichts.
gar nichts. keine würde, keine selbstachtung, nichts.
nur ausgeliefert. wie ein neurotischer entwürdigter hund.
lag natürlich auch an der emotionalen abwesenheit meiner mutter von anfang an.
sonst hätt ich vielleicht einfach nur mal KLARERE empfindungen haben können.

ich hätte es manchmal lieber gehabt, er wäre durchweg ein arschloch gewesen.
so wie deiner sich anhört, durchweg fürn eimer.
dann kann man das bedauern und vllt trauern, aber die instinkte wären vielleicht intakt geblieben.
meine instinkte sind nicht intakt geblieben.
mein verhalten war völlig normal für ein kind in der situation, aber es ist trotzdem schwer, das anzunehmen, dass man so vollkommen ohne die geringste würde in diesem kontakt war.

jetzt funktionieren sie einigermassen, und ich habe zum ausgleich eine brachial aktive meta-ebene intsalliert, die alles beobachtet.
aber trotzdem, in dieser aufstellung, da war ich schon 30! wollte das kind noch immer zu ihm, noch immer, egal, was da los war.
wenn der therapeut nicht eingegriffen hätte, hätte es noch nicht mal da "klick" gemacht.
ich meine emotional, im kopf hatte ich das schon alles analysiert, aber, die gefühle funktionierten nicht.

von daher: kein kontakt ist es wert, seine würde und seine instinkte zu verraten.
das ist das schlimmste, weil es bedeutet, den kontakt zu jemandem mit sich selbst zu bezahlen. mit selbstaufgabe.



lg pamina

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(Susette Gontard)


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 28.06.2012, 11:24 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
p.s. es ist übrigens noch heute so, dass mir da ausrutscher passieren ihm gegenüber.
ein bisschen zu doll gelacht über seinen witz, ein bisschen zu vebindlich im kontakt, ein bisschen zu dies und zu das. ein bisschen zu sehr ausser mir eben.

nur, ich kriege das schnell mit und kann es hinterher in mir selbst wieder ausbügeln.
ich halte mich keine sekunde mehr damit auf, wie das nach aussen gewirkt haben muss, oder was das für die weitere "beziehung" nun heisst, das kann ich mir schlicht nicht leisten.
das muss mir völlig geal sein, sonst sässe ich nach jedem 3.treffen an meinem küchentisch und würde mich geisseln und denken, das wären dramatische rückschritte.
dann würde ich mich mit ihm und seinen beurteilungen aufhalten und schon wäre ich in der verstrickung.
insofern gibt es die beziehung als fortlaufende irgendwie "neue, erwachsenere" oder bla beziehung nicht, es darf sie nicht geben.
es gibt nur eben ein treffen und dann das nächste.
ich habe keine jetzt-bezehung zu meinem vater, weil ich das nicht zulasse, das so zu nennen.

distanz heilt.
wenn es wieder schiefgeht, wieder distanz, de-identifizierung, immer immer wieder.
ich bin mehr als meine gedanken und gefühle, die trauma-sätze halt.

ob ich auf diesem boden aber jemals eine beziehung hinkriegen kann, also zu nem kerl, bezweifele ich sehr.
:?
ist mir auch egal, hauptsache ich hab meine instinkte und meine würde wieder.

deswegen kann ich diese beziehungsorientiertheit manchmal schwer nachvollziehen.
das muss man sich leisten können..und ob man das im jeweiligen fall kann, muss man entscheiden.

so handhabe ich das auch mit anderen schwierigen beziehungen.
ich erkläre, dass es keine beziehung ist, sondern dass es immer nur ein treffen nach dem anderen gibt. Immer nur das jetzt, keine bilder, keine vorstellungen. Und auch das ob überhaupt, wird jedes mal neu entschieden.
klappt gut.


lg pamina

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(Susette Gontard)


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 28.06.2012, 13:07 
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Championtipper
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Liebe Pamina,

danke für Deine vielen Zeilen und nein, keine Sorge, ich würde mich nur auf den Weg machen, wenn er das einfordert, wie auch immer, als Aussage, Bitte oder einfach so - ohne Aufforderung, denn ich finde, nach all dem was gewesen ist, ist er derjenige, der den ersten Schritt machen muss.

Der Vergleich mit dem Hund, ja - doch - so kommt man sich vor. Gequält, misshandelt und verstoßen und dann doch wieder kommend? Ne - muss ich nicht haben, das ist ja auch die andere Seite über die man selten sprechen kann, die gedemütigte Seite. Und darum geht es, sich selbst in die Augen sehen zu können und zu sagen "Nein, nicht um jeden Preis." Und der Preis heißt Selbstachtung, wie schwer habe ich mir diese in all den zurückliegenden Jahren wieder erarbeiten müssen? Und Misshandlung, psychisch wie pysisch war ja da...... jahrelang, nö, auch wenn ich heute weiß, das war seine Möglichkeit und ich das annehme und die Schuld nicht bei mir suche (lt. Aussage meiner Eltern war das ja umgekehrt "Aber wir mussten Dich verhauen, Du warst ja so ein böses Kind..... wir wollten das nicht, aber Du hast uns förmlich dazu gezwungen...." O-Ton meiner Mutter, wird es dadurch nicht richtig und nicht besser. Ich erkenne seine Motivation aber ich weigere micht schlicht, das durch Verzeihen negieren zu lassen. Ich bin ihnen nicht böse, aber was sie getan haben und was sie tun, ist schlichttweg falsch - no way.

Ich lasse doch Eltern in der sozialen Arbeit auch nicht einfach ihre Kinder weiter prügeln, weil sie keine Alternativen haben und wenn sie nicht in der Lage sind, sich zu ändern, dann entziehe ich ihnen die Kinder. Käme doch keiner auf die Idee, dem Kind zu sagen "liebes kleines Kind, Dein Papa weiß es nicht besser, also geh nach Hause, hab ihn lieb und lass Dich prügeln?" Seltsame Vorstellung, oder?

Und was den Satz meiner Mutter anbelangt, durch mein Studium und die Auseinandersetzung mit misshandelnden Elternteilen weiß ich, das soche Sätze immer nur eines sind, das Entziehen aus der eigenen Verantwortung, die Verweigerung das eigene Handeln als aus sich selbst kommend zu akzeptieren, das Kind ist schuld.......... aber ich armes Eltern kann nichts dafür.

Wie lang war der Weg von "Du bist nix wert" bis heute? Das setze ich nicht einfach so aufs Spiel. Und ich bettele bestimmt nicht nach Aufmerksamkeit oder um Zuneigung.

Mein Liebster wollte mal wissen, was damals so alles passiert ist und meinte, mein Vater wüsste, das er mich wirklich schlecht behandelt hätte und aus der Nummer käme er nicht mehr raus. Also wäre es für ihn vermutlich leichter, mich weiterhin von sich zu stoßen als sich damit auseinander setzen zu müssen, das er mich schlecht behandelt hat. Wie auch immer, das ist seine Baustelle, also, die meines Vaters, nicht meine.

Er müsste aus den vielen Briefen und Karten (okay, ich schreib nicht mehr - hab ich aber mal ne Zeit lang und immer nur so, das ich keine Fragen stellte, auf die ich eine Antwort hätte erwarten können, sondern immer nur Ich Botschaften und liebe Grüße) wissen, das ich da bin und das meine Tür offen steht. Wie gesagt, ich habe alles getan, was ich guten Gewissens tun konnte. Und ich bleibe guten Gewissens zu Hause.

Das es mir da um einen Teil meiner Kindheit leid tut, okay. Das meine eigene unverstandene Kindheit dazu beigetragen hat, bei meinen Kindern andes zu handeln, dafür kann ich ihnen danken, aus ganzem Herzen, ohne sie - hätte ich niemals so darüber nachgedacht, was ich will.

Und die Instinkte, kannst Du mir glauben, das man sie sich wieder erarbeiten kann? Vertrau Deinem Gefühl und dann hinterfrage es. Manchmal täuscht es einen, abe rman kann es lernen. Ich glaub daran. Es dauert nur so unendlich lange.

Liebe Grüße
Ansa

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 03.07.2012, 08:09 
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Championtipper
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Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
Moin Ihr Lieben,

gestern war nun die Beisetzung meiner Schwiegermutter, es war ein bewegender Tag, traurig und schön zugleich.... Mein Schwiegervater hat das Ganze sehr schön und festlich zelebriert, es war ja ohne Kirchlichen Beistand und daher auch ganz anders, als gewohnt.

Ich hab mich sehr darüber gefreut, das er seinem einen Sohn doch eine Karte geschrieben hat, zwar ausdrücklich mit "lass Dich hier nicht blicken" - aber er hat ihn informiert und so weiß auch dieser, das seine Mutter verstorben ist. Darüber bin ich sehr froh.

Und über eines habe ich mich sehr gefreut, auf der Trauerfeier war eine liebe Bekannte meiner Schwiegereltern und im Gespräch haben wir heraus gefunden, das wir uns kennen - ich lag ja damals viele Wochen mit zwei gebrochenen Beinen im Oldenburger Krankenhaus und sie war dort Auszubildende als Krankengymnastin und erinnerte sich noch an mich und auch an meine liebe Oma Steenken.... :cry: wir haben uns sehr gut verstanden und uns vieles zu erzählen gehabt. Mal sehen, vielleicht treffen wir uns wieder. Manchmal ist die Welt sehr klein.

Und nun mache ich mich an meine letzte Hausarbeit vor dem Urlaub in Schweden, die Mädchen an ihre letzten Arbeiten in der Schule (nein, meine Große ist fertig, mit einem Gesamtschnitt von 1,9 darauf darf sie wirklich stolz sein) und der Liebste ist wieder auf dem Weg zur Arbeit. Der Alltag hat uns wieder, wir werden bestimmt in Schweden Gelegenheit finden uns über alles in Ruhe auszutauschen.

Euch einen schönen Tag
Ansa

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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer
BeitragVerfasst: 23.07.2012, 19:04 
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Olympiareiftipper
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Registriert: 28.04.2006, 00:25
Beiträge: 926
Wohnort: Österreich
Liebe Ansa,

ich wollte dir noch schreiben, dass ich es wirklich gut finde wie du für dich mit der Beziehung zu deinem Vater umgehst. Du findest du hast ihm ja oft genug die Hand gereicht und deine Türe wäre ihm offen. Da lässt es sich gut Frieden finden, glaub ich.

Dir, deinem Mann und deinen Kindern eine schöne Zeit in Schweden!

Liebe Grüße
S.


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