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BeitragVerfasst: 24.11.2009, 15:27 
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Championtipper
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Registriert: 07.02.2008, 12:33
Beiträge: 1656
:? verstehe ich aus all dem etwas gemeinsames raus?

nämlich, die Tochter zum Jungen machen, aber wiederum projizieren sie sich selbst in den Jungen und wollen, dass der endlich zurück schlägt?

Also, bei meinem ist seine Mami, früh gestorben und es hat in ganz runter gezogen.

-------

Pami, ob es das böse so gibt oder nicht, dass ist schon eher eine Philosophische Frage: Nicht? Ich meine, dass hängt mit vielen Glaubensstellungen zusammen?
.............

Dennoch, ich will es nicht weiter geben, vorher das Kind weg geben zum eigen Schutz, oder Unterstützung und Hilfe holen.
Es ist, so meine ich, wie Gift, wovon man abhängig werden kann.
Sobald diese Grenzen gebrochen sind, ist es vorbei. Und das will ich nicht zulassen und habe ehrlich gesagt auch Angst davor.

lg

_________________
Ich bin garantiert nicht auf der Welt, um so zu sein, wie es anderen in den Kram passt.


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BeitragVerfasst: 24.11.2009, 15:40 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
es ist eine glaubensfrage, ja, aber eine mit konsequenzen finde ich....

trennung vom aggressor, das habe ich schon anfangs geschrieben, dafür bin ich absolut.

aber wie man AUS DEM ABSTAND HERAUS den anderen DANACH SIEHT, das ist eine wichtige sache.
war er einfach BÖSE, bleibe ich eine schwache unschuldig getroffene, ohne macht.
ich kann nur flüchten, aber ich kann es nicht geistig überwinden.

ist er für mich eher krank und bedauernswert, distanziert mich das NOCH MEHR; ich komme NOCH WEITER WEG von ihm und wachse über die situation hinaus, wenn ich das so sehe.
und, ich nehme seine aktionen nicht mehr so ganz persönlich.
ich lasse vieles bei ihm, er agiert ja nur was eigenes aus.

du wirst das nicht so machen mit deinen kindern lila, weil du gelernt hast zu reflektieren.
das können viele eltern nicht, die machen es nach wie frembestimmte roboter.....

lg pamina

_________________
Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.

(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 24.11.2009, 15:47 
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Registriert: 21.03.2009, 18:06
Beiträge: 4357
So meinte ich das nicht mit dem "es gibt das Böse".

Ich denke man kann sogar "Das Böse" lieben, solange man, und jetzt kommt es, "weit genug weg" ist. Solange man nicht betroffen ist. Oder nicht mehr betroffen.

Aber dadurch wird es auch nicht "gut".


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BeitragVerfasst: 24.11.2009, 15:51 
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Jahrhundertposter
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Beiträge: 4357
"Gut und Böse"

dazu hat nicht nur Erich Fromm mal ein gutes Buch geschrieben, sondern ich habe da noch ein Buch von Armin Risi: "Machtwechsel".

Ich hole es mal hervor, da war eine Passage, die gefiel mir, moment.


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BeitragVerfasst: 24.11.2009, 16:17 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
ich finde diese frage superentscheidend, ob das böse mehr ist als das, wafür ich es halte: DAS VERIRRTE; das kranke, das, woran man wächst und lernt ja auch.
am vergleich definiere ich ja das gesunde..

wir reden hier von pap und mam , von beziehungskämpfen und sonstwas greuslich menschlichem.

bis später.

lg paminnen *skorpion-ac, daher: böse!*

:devil:

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(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 24.11.2009, 16:17 
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Registriert: 21.03.2009, 18:06
Beiträge: 4357
Tippsel mal eben ab.

"Nichts in der relativen Welt ist absolut negativ. Auch das Negative hat eine Funktion innerhalb der Schöpfung, die man mit einem "negativen" Bewusstsein nicht zu erkennen vermag.

Das Negative rüttelt auf und fordert heraus. Das Positive bestärkt und verbindet. Wer nicht über das Positive hinausgeht, bleibt in einer trügerischen Selbstzufriedenheit stecken, die den Blick für die weitere Entwicklung schwächt und den Ansporn für die Entwicklung schwächt. Hierin besteht der göttliche Zweck des Negativen. Die Frage lautet deshalb nicht: "Wie können wir das Negative vernichten?" sondern sie lautet: "Wie soll ich mit dem Negativen umgehen? Wie kann ich es für mich selbst überwinden?" - "Verurteile die Sünde - aber liebe den Sünder!" Das ist die entscheidende Antwort, formuliert in den apokryphen Lehren Jesu.

Während wir das Verwerfliche klar erkennen und bestimmt von uns weisen, verzeihen wir demjenigen, der sich dazu hinreißen ließ. Dies heißt aber in keiner Weise, dass wir das Negative gutheißen, nicht erkennen oder gar ignorieren. Es bedeutet einfach dass wir selbst das Negative loslassen.

Solange wir nicht verzeihen können, halten wir immer noch am Negativen fest und nähren Hass und Rachegefühle, statt sie aufzulösen. Dies bezieht sich sowohl auf das Opfer als auch auf den Täter. Sind wir Opfer, dann sollten wir nicht in ein "Opferbewusstsein" verfallen, sondern sollen lernen zu verzeihen.
Haben wir selbst etwas Negatives getan müssen wir lernen, uns diese Schwäche einzugestehen und uns selbst zu verzeihen, während wir Schritte zur Wiedergutmachung einleiten: angefangen mit einer Entschuldigung, was konkret die Bitte um Verzeihung bedeutet.

Verzeihen ist die Aufgabe des Opfers.
Wiedergutmachung und die Bitte um Verzeihung (die Entschuldigung) ist die Aufgabe des Täters.

Wer die Wirkungsweise der Dualität durchschaut, ist den Tätern und den Opfern (den "Bösen" und den "Guten") gleichermaßen wohlgesonnen. Nur dadurch kann wirkliche, allseitige Heilung entstehen, auf persönlicher, auf nationaler und internationaler Ebene.


Nur wer lieben kann, kann verzeihen. Und wer heil genug ist, um zu verzeihen, kann sich vom Negativen lösen. Wer das Negative hundertprozentig loslassen kann, gibt dem Negativen null Prozent seiner Energie.

Solche gottesbewusste Menschen sind tatsächlich revolutionär, weil sie die Dunkelheit nicht nähren. Sondern sie verwenden ihre Energie dafür, Licht in die Dunkelheit zu bringen. Mit einer göttlichen Bewusstseinsausrichtung entwickeln wir eine entsprechende Resonanz: wir werden immun gegen alle Formen von negativen Beeinflussungen, und wir werden ermächtigt, die Sünde und das Böse zu erkennen.


Alles in Gottes Schöpfung hat also einen Sinn, auch das Negative. Aber deswegen ist das Negative immer noch negativ. Es wäre ein großer Fehler zu denken, das Negative (Mord, Gewalt, Lüge, Betrug, usw.) sei gottgewollt, bloß weil es in der Schöpfung eine Funktion erfüllt. Denn die negativen Mächte dienen _ NICHT_ bewusst - sondern sie verfolgen ganz andere Absichten. Der Sinn des Negativen ist nur demjenigen offenbar, der bereits eine höhere Sicht des Lebens entwickelt hat. Somit ist das Erkennen des Sinns immer eine individuelle Herausforderung und bedeutet in keiner Weise eine Rechtfertigung des Negativen."


("Ich bin die Kraft, die stets verneint.
Die stets das Böse will -
und doch das Gute schafft."

Mephisto in Goethes Faust).


Das alles mag nun sehr fromm und philosophisch klingen, aber wir werden es brauchen, für die Herausforderungen, die auf uns in nächster Zeit zukommen werden.


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BeitragVerfasst: 24.11.2009, 16:20 
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Beiträge: 3164
überflogen.
unterschrieben.

bis später.

muss ich nochmal lesen und nachdenken.

lg pamina

danke fürs abschreiben!

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(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 24.11.2009, 21:36 
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Meisterschreiber

Registriert: 28.04.2006, 18:09
Beiträge: 675
@Pamina
Zitat:
verständlich, diese wut, nur wenig nützlich.


Es kommt drauf an, aus welcher Ecke man kommt. Wenn man aus der Alles-Versteher-Ecke kommt "ach - sie ist einfach zu schwach und hat es nicht leicht gehabt" - dann ist die "Wut" - oder Standfestigkeit - sehr sehr nützlich. Weil sie Entscheidungen erleichtert - ohne ewig breites Erörtern, Abwägen blablabla.

Da ich aus der Alles-Versteher-Ecke komme - verstehe ich übrigens auch Deinen Standpunkt! :D ;)

Es nervt und langweilt mich - dieses alles immer verstehen - aber das ist ein anderes Thema. Also, zurück zum Bösen - das mich auch nicht interessiert.

Ich glaub ich geh ins Bett - liebe Grüße Melinda, heute offensichtlich desinteressiert ;)

P.S. an Mathilde - ich weiß nicht in welchem Thread: in BaWü gibts keine Kruzifixe in den Schulen - wir sind die mit der Kehrwoche - die Häuslesbauer und Sparer.

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*Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens
ist das Leben dann auch schon vorbei*
-Westernhagen-


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BeitragVerfasst: 24.11.2009, 21:48 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
achso,

nee, dann solltest du selbtverständlich ausgiebig inbrünstig und volle kanne wütend sein!
ich hoffe, dass es dir dann wenigstens auch spass macht. so richtig "f**** dich ins knie, alter!! mir scheissegal, was mit dir ist, und warum du was gemacht hast, du beschissenes dreckschwein, mit mir nicht mehr, gefressen, arschloch??!!" and so on, you know...

weil, wenn du aus der alles-versteher-ecke kommst, ist das andere ja zunächst fürn a...... :D

*war keine ironie, meine ich ernst.*

nur ich, ich habs satt, mir bringt die wut nüscht mehr.
ich hab pap und mam in einigen therapiesitzungen virtuell grausam hingemeuchelt, meine mutter musste damals leider im folterkeller enden, tja, es half nichts, sie musste angekettet sterben über viele tage.......leider leider....
:mrgreen: das war sowas von grunzbefriedigend, liebe güte, wie sadistisch man selber sein kann, schnurr...... :twisted:

ich durfte sie ausgiebig hinmeucheln, und das unter therapeutischer freundlich anfeuernder begleitung, durfte ich alles fühlen und virtuell machen.
dat waren noch zeiten.....


lg pamina :)

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(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 24.11.2009, 21:53 
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Meisterschreiber

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Beiträge: 675
:mrgreen:

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ist das Leben dann auch schon vorbei*

-Westernhagen-


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BeitragVerfasst: 26.11.2009, 21:23 
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Championtipper

Registriert: 20.05.2006, 18:25
Beiträge: 1775
Oh, die Diskussion ist hier ja weit gediehen! Ich hab heut den Kopf nicht frei, krieg ständig sms für ein Date am Samstag - jaaa, NOCH EINS, und nichtmals mit demselben Kerl :shock: - und das lenkt unheimlich ab, wenn man über das Böse nachdenken soll.

Liebe Pamina,

ich denke, soweit sind wir nicht voneinander weg. Ich hab meinen Frieden auch gemacht, ich konnte am Ende verzeihen. Für mich gibt es diesen Widerspruch nicht, den Du da siehst (so wie ich das verstehe) - man kann schließlich auch das Böse verzeihen. Oder anders ausgedrückt, Vergebung ist nicht zwangsläufig daran gekoppelt, ein Verhalten als "nicht böse" zu erkennen. Ach weiß auch nicht, wie ich das ausdrücken soll...

Jedenfalls glaube ich schon daran, daß Menschen so sehr zerbrechen können, zerbrochen werden können - ja natürlich sind sie dann auch Opfer! - daß in ihnen etwas irreparabel zerstört wird. Etwas, die Seele... ? - das, was zum Licht strebt. Es verkehrt sich dann ins Perverse. Es strebt dann nicht mehr zum Licht, nicht mehr zur Liebe, zur Ganzwerdung und so weiter - sondern es strebt nach Macht, nach Besitz- und Gefangennahme, ja ich glaube auch, es ist der Neid, der sie dann antreibt. Sie will zum Licht, aber sie kann den Weg nicht mehr finden. Das Perverse daran, das Böse, ist dann, das Licht zu zerstören.

Wir reden hier ja nicht von den ganz handelsüblichen Gemeinheiten, die Menschen sich so tagein, tagaus gegenseitig antun...

Mir zum Beispiel hat es sehr geholfen, das Böse in Zusammenhang mit meinem Vater zu sehen. Vielleicht lag es aber auch daran, daß ich zeit meines Lebens Verständnis für die arme gequälte Seele aufbringen sollte :roll: , weil meine Mutter sich das nur so erklären konnte (weil sie eben NICHT wußte, daß es das abgrundtief Böse nunmal gibt), und mir das gleiche unermeßliche Verständnis abzuringen versuchte, das sie selber aufzubringen bereit war. Ja, daran liegt es wahrscheinlich. Da war das Konzept von Gut und Böse wie eine Erlösung für mich, wie eine Art Absolution, weil ich einfach kein Verständnis aufbringen wollte - es gar nicht konnte.

Heute kann ich das schon so sehen, daß er eine arme gequälte Seele war - mißhandelt von seinen Eltern, klar. Das spricht ihn aber nicht frei von Schuld. Auch wenn ich heute zu glauben geneigt bin, daß er eben KEINE Wahl hatte, diese vielbeschworene... Deshalb habe ICH ihn freigesprochen. Zu diesem Thema verweise ich mal auf das Märchen vom Kragen des Bären, aber DAS führt heut abend nun wirklich zu weit, das pack ich nicht bei dem Gepiepe hier die ganze Zeit. :wink: Und dann läuft im Hintergrund auch noch Ocean´s Eleven... :shock:

Vergebung ist die Waffe gegen das Böse. Da braucht es nicht mehr die Bitte um Verzeihung, das ist das Wunder dabei. Hoffe, das ist einigermaßen verständlich ausgedrückt...

Lieben Gruß, Simone

_________________
Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit wagemutiger Sorglosigkeit.
(14. Dalai Lama Tenzin Gyatso)

Hör auf die älteren frauen....ich sags dir: ein mann muss eine frau glücklich machen. sonst braucht sie keinen. (Pamina)


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BeitragVerfasst: 27.11.2009, 09:52 
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Championtipper
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Registriert: 07.02.2008, 12:33
Beiträge: 1656
Hallo zusammen

Naja, es braucht, um überhaupt bis an den Punkt, der Vergebung zu gelangen zu können einiges an Mut, zu sich selbst.

Weil was tut es an?
Es verblendet und vernebelt die Sicht die man auf sich hat.
Der Selbstwert.... :roll: ...den kennt ein "Opfer" nicht, oder nicht mehr.
Man kann es da garnicht mehr er spüren, was es heisst, den Kopf hoch zu halten und gelassen, voller Zuversicht und Vertrauen auf sich, auf die Welt zu zugehen.
Nein, man beginnt sich in Frage zu stellen.
manche bringen es fertig, und gerade wenn es Eltern tun, in den Prägephasen den Kindern eins reinzuwürgen, so das das Kind von sich selbst auch denkt, ich bin ein Nichts ein Niemand etc. Es verliert die Eigenliebe, da es zu spüren bekommt, so was wie du ist es nicht Wert geliebt zu werden.

Wie kommt man da raus?
Gute Frage, gibt so unendlich viele Wege....

Pamina, dass mit der Thera...ist wohl die beste Wirkung.
Also wenn man sich so schnell wie Möglich Hilfe von Aussen holt. Leider ist es manchmal schwer, die richtige Hilfe zu finden.
Die Wut muss man zulassen.
Wut, über was? ..........
Was ist es aber wirklich?
Was will man?
Tut es----

Also, als Ansatz-Beispiel, aus der Story von Pami.

Das kleine Mädchen, wurde langsam Erwachsen, begab sich in Liebesbeziehungen. Das fatale, sie selbst verspürte extreme Wut, Enttäuschung und Lieblosigkeit in der Liebe. Natürlich, kam ein Partner nur in Frage, der noch Salz in die alte Wunde streut :wink: ... wobei er sonst sicher nett sein könnte, bei dem Mädchen geht es eben nicht.
Warum passiert immer ihr das?
Weshalb ist sie so wütend, baldig auf einfach alles!!!! Vorsicht Bombenalarm!Rotlichter und Sirenen leuchten und quietschen Gefahr Gefahr Wut Wut Wut.
Doch, was woher birgt es das?
Trauer, tiefe Trauer.... jaja sie sucht in der Gegenwart warum ist sie so traurig, weil er ihr es nicht geben kann was sie braucht, jedoch ist sie zuuu schwach um sich davon zu lösen. Vielleicht kommt darauf noch ein Streit und alles.

Aber alles das nützt nix.
Dennoch fühlt sich das Mädchen, hässlich, klein und nix Wert. (gibt solche die sind schon bald zu Oberst und fühlen sich immer noch klein etc)

Was sie tut, damit es besser wird:

Sie fängt an zu reden, wie es ihr so geht, was sie gerade tut etc. Also zuerstmal über die Gegenwart, sie hat kaum Träume, da sie denkt ich schaff es ja eh nicht, oder hängt sich an s falsche Glück, also wenn ich das habe und so dann bin ich glücklich.
Dann beginnt die eigentliche Reise, die über die wir uns heute schon bald nicht mehr trauen offen darüber zu sein, weil es als Tabu gilt, darüber zu reden.
Sie durchlebt nun in der Erinnerungsphase, nochmals ihre Kindheit.
Da! Da ist sie wider diese Wut. Aber wer ist es den wirklich? Aha.
Sie sieht alles wie im Film abläuft.
nur jetzt bekommt sie das Drehbuch in die Hand, sie darf sich in diesem Film wehren!
Sie sieht den Peiniger mit Augen einer grossen starken Frau, ach du kleines erbärmliches Würstchen, die schwachen Seelen sind wohl deine Lieblingsspeisen!!
Es geht bis zu dem Punkt, wo sie atmet und sich ein Stückchen freier fühlt.
Nun geht diese Geschichte weiter, der Blick fällt auf die Zuschauer, auch dort, Klare Worte und wenn es sein muss, taten, sprich rausschicken oder was auch immer angebracht gewesen wäre, man lässt die Rollen neu spielen.

Doch der wichtigste Kern kommt erst.
Das Mädchen, welche Gefühle hat es den wirklich, was wünscht es sich den wirklich....

Es wird Zeit, es in den Arm zu nehmen, Trost zu spenden, gut zu zureden, solange bis es sich beruhigt hat.
Schlussakt des Filmes, dass kleine unscheinbare Mädchen, erblüht es leuchtet von innen heraus, voller Kraft und zuversicht, nichts kann es mehr runter drücken, denn es ist erfüllt von liebe. Es hat einen guten Freund gewonnen.

Nämlich sich selbst.



Geschichte, geht auch mit einem Jungen!

lg

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BeitragVerfasst: 29.11.2009, 13:24 
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Championtipper
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Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
Was mir wichtig war, war die Erkenntnis von der Autorin, das die Opfer jedenfalls viele von ihnen) keine masochistischen Menschen sind, die einen eigenen Anteil an dem haben - denn, wenn sie sich von dem Aggressor gelöst haben, suchen sie dieses Gefühl nie wieder..... anders als coabhängige Menschen, die sich immer wieder den gleichen Typ Partner suchen und innerlich glauben, das sie das was sie erleben, auch verdient haben.

Es dauert manchmal Jahre bis man erkennt, mit was man da zusammen lebt. Mit dem Bösen? Mein Exmann ist ansich Gefangener seiner selbst, ist er böse? Ich bemerke immer wieder, das er scheinbar planlos handelt. Es sitzt nicht da und denkt sich "was kann ich denn heute mal anstellen, damit Ansa ausflippt" sondern er nutzt das was ich ihm als Vorlage biete, instinktiv und aus dem Bauch heraus, ohne vorher zu wissen, wo das jetzt hingehen wird.

Und mein Psychologieprofessor drückte das so aus, "Menschen mit NPS haben keine Probleme mit ihrer Umwelt und den sie umgebenden Personen, die Umwelt hat Probleme mit Ihnen, aber das ist nicht das Problem des Menschen mit NPS." Das sagt, finde ich, eine ganze Menge.....

Ich habe ja nun mehrere Bücher zum Thema gelesen und manche treffen den Punkt, aber bislang habe ich kein lösungsorientiertes Buch gefunden, das ist vielleicht auch einfach unmöglich..... so etwas veständlich und allgemeingültig zu schreiben.

Ich weigere mich momentan Mitgefühl mit meinem Exmann zu haben, ich sehe seine Not (weil ich ihn nach wie vor, sehr gut kenne), ich kann sein "suchen" nach jemandem, der ihn hält verstehen - ich vermag mir nicht vorzustellen, wie er sich fühlen mag, in seltenen stillen Momenten..... in denen er sich selbst nahe ist.

Meine Kinder stellen alle übereinstimmend fest, "Papa ist ein komplett anderer Mensch, je nachdem, wo er sich aufhält." Er spielt eine Rolle, auf der Suche nach sich selbst. Er passt sich an.... "Er hat kein Selbst" sagt mein Liebster - und auch kein Gewissen, keinen eigenen Anteil an dem was passiert. Wie sagt er einmal, was mich damals komplett aus dem Ruder warf "DU hast mich immer nur gelebt!" Heute kann ich entgegnen "oh nein - Du hast Dich, wenn..... leben lassen." Auch Nichts tun ist eine Handlung die auf einer Entscheidung beruht.

Ich will hier keine Lanze brechen für Menschen mit schwerer NSP, aber ansonsten ja, es stimmt - die immer gleiche Frage nach dem eigenen Anteil der klassischen Psychotherapie bedeutet für Betroffene oftmals ein erneutes hineinwerfen in ein Trauma und das lernen, das sie allein sind, verständnislos und verlassen - reflektierte Menschen die sich eh schon von allein die Frage stellen, nach dem was da geschehen ist, könnten genau daran zerbrechen.

Und meine Paarberaterin war eigentlich die Einzige die damals erkannte was geschehen wird. Ihre letzten Worte werde ich nie vergessen, "Ihr Drama beginnt jetzt erst" sagte sie "passen sie auf sich auf. Ihr Mann hat mit allem in seinem Leben gerechnet, aber niemals damit, das sie gehen - DAS ist für ihn und unvorstellbar und, das wird es, vermute ich, auch bleiben....." mit diesem Hintergrund geraten seltsame unmoralische Angebote, die er mir noch machte, als ich schon mit dem Liebsten zusammen war, in einen andere Zusammenhang, wie sagte er zu ihm? "Pass auf meine Frauen auf." Er sprach noch vor zwei Jahren öffentlich zu mir von "meine Frau und ich....." in seinen Gedanken bin ich immer noch "sein".

Schlimm ist es immer noch, wenn es gilt, die Geschichte neu zu erzählen, von vorn zu beginnen, wieder zu erklären, was passiert ist und immer wieder zu hören "ja aber, was hast DU bloss getan, damit dieser Mann so durcheinander ist?" Ich? Nichts? Außer das zu tun, worauf er mich jahrelang vorbereitet hat, "sein" zu sein zu boykottieren und mich ihm zu verweigern.

Er sucht Kontkat zum Liebsten - und hat ihm erzählt ich sei brandgefährlich, denn ich würde ihn dazu bringen, Dinge zu tun, die er nicht tun wollte ohne das er selbst es merken würde. Er will also immer noch etwas von mir. Neuerdings behauptet er, er habe seine Töchter haben wollen, aber ich habe sie ihm nicht gegeben.

Das stimmt, er wollte gern die Kinder haben, ich sollte meiner egozentrischen Wege gehen..... aber in einer Mediation haben wir dann eine Lösung erarbeitet und notariell beglaubigen lassen. Und er und ich haben sie gemeinsam in Worte gefasst und unterschrieben. Nicht mit einer Waffe in meiner Hand - nein, freiwillig - und das habe ich die Kinder gestern erst lesen lassen (nur den Passus und die Unterschriften) um ihnen zu zeigen, das wir es waren, die das gemeinsam erarbeitet und entschieden haben.

Und das tragische an der Sache ist, glaubten wir wirklich, das es Menschen gibt, die SO sein können, so skupellos, so gewissenlos, so berechnend, so beeinflussend, so manipulativ - wir würden uns selbst nicht mögen, weil genaus DAS Verhalten ausserhalb unserer Vorstellungskraft liegt. Und so geht es beinahe allen Menschen...... und am Ende ist das gut so. Ein Teil meines Lebens macht meine Gutgläubigkeit aus, ich habe sie mir bewahren können.... und mein Liebster hat so nichts, aber auch gar nichts mit einem Psychopathen oder sollte ich besser sagen Soziopathen zu tun. Ich habe nach vielem Sehnsucht, aber ganz sicher niemals eine, nach einem solchen Menschen.

Nachdenkliche Grüße
Ansa

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


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BeitragVerfasst: 31.01.2010, 15:56 
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Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
wer sagt, dass du da eine "der wenigen" bist, die sowas erlebt haben, oder die wüssten wie das ist, quasi unter psychopathen aufzuwachsen.

ich würde mich da nicht täuschen, das ist weniger exclusiv als man denkt....

lg pamina

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BeitragVerfasst: 01.02.2010, 07:43 
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Registriert: 07.02.2008, 12:33
Beiträge: 1656
Nö biste wirkliklich nicht alleine, da der wo sowas und so erlebt hat.

Das ist doch ein normaler Alltag mit solch kranken nur das, perverseste ist, wenn die eigene Mutter noch hämisch vergnügt zu schaut und so schmunzelt.
Was willst du tun?
Brauchst du ne Medalie?
-ich achte penibel, auf heute. Das es nicht weiter gegeben wird.
Ich heiratete einen Mann, der als Kind auf einem Bein stehen musste, wärend sein Vater mit seiner Mutter v.

Also 2 Vorgeprellte- Nur weisst du wo jetzt die Angst lauert?
Ich schon.

lg

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