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BeitragVerfasst: 16.04.2013, 15:49 
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Zwischendurchtipper

Registriert: 11.08.2008, 12:11
Beiträge: 115
Hallo Ihr Lieben,

kurz auf dem Vorbeispringen erstmal vielen, herzlichen Dank Euch, mein Herz ist momentan wieder ein Stück leichter. Vor allem auch wegen Eurer Beiträge, liebe Ansa, liebe Mariella und lieber Schocky! Danke, dass Ihr Euch so viel Zeit genommen habt.
Hab noch ganz viele Gedanken dazu, die ich aber arbeitsbedingt :cry: grad nicht ausführlich schildern kann, meld mich bald.

Herzlich, die Paula :zauberer:


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BeitragVerfasst: 18.04.2013, 01:59 
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Zwischendurchtipper

Registriert: 26.04.2009, 02:46
Beiträge: 149
Hallo Paula,

jetzt mußte ich lachen: das Formulieren von Ansprüchen fällt dir also schwer? Tatsächlich? ;-)

Ich finde das überhaupt nicht schwer. Ansprüche fallen mir dutzendweise ein, die Annonce würde ganz schön teuer. Allerdings glaube ich nicht daran, über formulierte Ansprüche einen Partner zu finden. Übrigens auch nicht über formulierte Ausschlußkriterien. Eine Liebespartnerschaft setzt für mich das "Pling" voraus. Den Moment, der das Gehirn abschaltet, der Hormone freisetzt, der einen alles andere vergessen und für einen Augenblick zum guten Menschen werden läßt. Ich glaube an die Verbindung zwischen Menschen, die sich nicht über Strichlisten definieren oder sich überhaupt in Worte fassen lassen.

Das heißt natürlich nicht, daß sich dieses "Pling" nicht auch auf eine angebahnte (über Annonce, Internet oder sonstwie) Weise einstellen kann. Vielleicht ist es sogar etwas wahrscheinlicher, weil beide doch dieses "Pling" suchen, vielleicht aber auch nicht. Ich habe letztens einen Bericht über Speeddating gesehen und mußte lachen, daß es sowas heutzutage schon gibt. Es sind alles Versuche, daß zwei Menschen zueinander finden, völlig in Ordnung. Daß aber immer mehr solcher Möglichkeiten angeboten werden, zeigt zum einen, daß es viele gibt, die den Wunsch nach diesem "Pling" haben, zum anderen, daß es offenbar noch nicht die eine Methode gibt.

Vielleicht ist dieses "Pling" ja auch nicht methodisch zu erreichen. Vielleicht ist es überhaupt nicht zu "erreichen", wie man etwa ein gestecktes Arbeitsziel zu erreichen sucht. Es stellt sich zwischen Menschen ein, die gerade mit den unterschiedlichsten Dingen beschäftigt waren, warum also eher, weil man gerade auf der Suche danach ist und dabei methodisch vorgehen will?

Das soll nicht heißen, daß man nichts tun kann oder soll, es ist auch kein Plädoyer gegen Börsen. Ich halte es jedoch für wahrscheinlicher, andere auf sich aufmerksamer zu machen, wenn man selbst glücklich oder zufrieden ist. Das macht attraktiv. Und es ist natürlich nicht verkehrt, sich in Gesellschaft des jeweils anderen Geschlechts zu begeben. Als männlicher Student hatte man früher an den Unis Aachen sowie Clausthal-Zellerfeld in dieser Hinsicht schlechte Karten und mußte andere Plätze aufsuchen, mancher ist von Claushal nach Göttingen gefahren, um Germanistikvorlesungen zu besuchen. ;-)

Und die Ansprüche? Ich kann wirklich behaupten, daß meine Frau einige meiner zuvor erwähnten Ansprüche nicht erfüllt. Und vice versa. Wahrscheinlich wären wir sogar jeweils auf der Ausschlußliste des anderen gelandet, hätten wir früher schon gewußt, worauf wir uns da eingelassen haben. Wäre da nicht das "Pling". Das mit Verliebtheit abzutun würde ihm nicht gerecht. Es ist mehr. Natürlich spielt es später nicht mehr die Rolle wie zu Anfang, aber... wenn ich meine Frau (richtig, du weißt schon wie) sehe oder an sie denke, ist es wieder da, da kann keine kommen, die dies oder jenes mehr erfüllt oder besser kann. Das "Pling" kann nur meine Frau.

Paul


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BeitragVerfasst: 18.04.2013, 08:53 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
paul!
:dafuer: :dafuer: :dafuer:

genau so seh ich das auch, ein plädoyer für das nicht "coachbare" sozusagen.

das "pling" ist das sich erkennen, und das geht tatsächlich tiefer als hormonelles angezogensein und die damit verbundene aufregung, oder das wiederfinden der strichlistenkriterien.
wir leben aber in einer zeit, die so die selbst-und andereoptimierung anstrebt, daß man tatsächlich meint, es ginge per liste.
deswegen kann ich persönlich auch nicht in internetbörsen suchen, die bestimmte partner von vornherein herausfiltern, weil da was nicht "passt" von den gewohnheiten her. weilich daran nicht glaube, daß diese kriterien das heil sind.

wobei das natürlich auch einen grund hat, daß es diese entwicklung gegeben hat.
denn es gibt 2 "plings"....und viele reagieren auf das ungesunde.
das ungesunde "pling" folgt emotionalen prägungen aus der kindheit, was eben häufig in den neurotischen und unter anderem z.b. auch kriegstrauma-geerbten etc. westlichen ländern zu ungesunder partnerwahl führte. "ich heirate papa"... :shock:
würde jetzt zu weit führen, aber man kann ja nun wirklich nicht behaupten, deutsche z.b.seien voller urvertrauen und generell instinktsicher, optimistisch und glaubten tief unten kollektiv, sie hätten das glück verdient und liebe sei die stärkste kraf1." im universum etc.....
hier wirken tiefe unsicherheiten, tiefes misstrauen und in den herkunftsfamilien viele probleme mit gewalt und angst.
das sind unter anderem kriegsfolgen, immer noch.
ausserdem leben wir im kapitalismus, der uns beibringt,man könne alles haben und wenn nicht, habe man eben nicht genug getan.
in dem spannungsfeld zwischen emotionalen, neurotischen und z.t. generationsbedingten GEGEBENHEITEN und DEM anspruch gehen wir auf partnersuche, das muss man sich auf der zunge zergehen lassen..

der letzte ausweg aus dem spannungsfeld war eben "alles emotional runterkühlen, hormone von herz trennen und auch ansonsten verhaltenstherapeutisch vorgehen".
zeigt sich aber nun, daß der weg an seine grenzen kommt.

das 1."pling", was du wohl meinst und zu dem wenige zugang haben oder was am ende vllt gar schickalsbedingt nicht jedem widerfährt, (der kann ja dann immer noch verhaltenstherapeutischen kompromiss finden, wenn er das herz nicht vergisst), das erste pling ist das aus der seele, das echte.
dafür gibt es kaum ein rezept ausser vllt, das lauschen auf die eigene seele zu üben.
das könnte dazu führen, daßsie sich öffnet und in der folge eher jemanden anzieht, mit dem es in der tiefe wirklich "pling" sagt.
aber, dazu gehört halt mut.

dabei lass ich es jetzt mal.
:)

lg pamina

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Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.

(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 18.04.2013, 10:09 
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Jahrhundertposter
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Registriert: 28.04.2006, 09:16
Beiträge: 4249
Wohnort: Marsdorf, nicht das bei Dresden oder Köln
Liebe pamina,

im Resultat sind wir da nicht weit auseinander, wenn auch vielleicht in der Ursachenbestimmung. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt, dafür sollte man besser offen sein.

Ich würde mir deswegen das Nachdenken und Planen nicht abtrainieren wollen. Das gehört für viele dazu und ohne wollen sie nicht. Also von mir aus kann es Abhaklisten geben und meinetwegen auch Wünsche :chrash: an das Universum. Nur nähme ich das nicht ganz so ernst. Gern wüsste ich, wieviele Partner in familientauglichen Lebensumständen eigentlich solche sind, die genommen haben, wovor sie früher immer gewarnt haben. Ich bin so einer und meine Partnerin ist so eine. Das als ein Herunternehmen von Ansprüchen zu beschreiben, greift zu kurz. Ein Pling würde ich da auch nicht verantwortlich machen. Es ist, wie es ist, das trifft es eher, finde ich. Erst kommt das Ding und dann die Erklärung, die immer etwas mangelhaft ist, wenn man genau hinguckt.

Aber die Listenverfasser sollen ruhig weiter feilen, warum auch nicht. schocky


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BeitragVerfasst: 18.04.2013, 11:30 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
jeder soll alles machen, was er will. :wink:
es kommt auf die motivation an und den grad der (verbissenen?) fixierung auf das jeweilige vorgehen, weil der ein indiz für angst und kontrollieren wollen ist.

man muss immer ein bisschen "platz lassen", in dem man nichts weiß, damit das schicksal da reingrätschen kann und einem den bringen, der es sein soll.
kann ich zum beispiel null, aber ich weiß alles drüber.. :mrgreen: . :roll:

lg pamina

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(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 18.04.2013, 14:47 
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Olympiareiftipper

Registriert: 19.03.2013, 23:13
Beiträge: 955
Äh ... Paul, die Schwierigkeit, Ansprüche zu formulieren, hat aber nicht Paula gehabt. Zumindest hat sie sich dazu nicht geäußert. Das war ich. Und damit meinte ich genau das, was Shocky und auch Pamina nun sagen: Damit hätte Shocky seine Frau vermutlich von vornherein ausgeschlossen, und Pamina hätte Bedenken, dass sie ebendies täte. Ja, genauso hatte ich das gemeint.
Und ich muss es einfach noch mal sagen: Wenn ich von Paula so Sachen lese wie "ich will kein Trauerklops werden", was sie gleichsetzt mit "Single sein", finde ich das höchst bedenklich. Weil ich es - jetzt, wo ich hier mal freiwillig gezwungen werde, mir überhaupt darüber Gedanken zu machen - so formulieren würde: Das gegenseitige Wissen, dass man selbst und der andere als Single eben kein Trauerklops wäre, ist der Kitt. Zumindest eine wichtige Komponente des Kitts. LG, Trixie


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BeitragVerfasst: 18.04.2013, 17:38 
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Zwischendurchtipper

Registriert: 11.08.2008, 12:11
Beiträge: 115
Oh, schön, was sich hier alles getan hat, kaum kann man mal nicht gleich reinschauen. Also, zum Einen Trixie, Danke, das wollte ich Paul auch fragen... Musste ganz irritiert nochmal nachlesen, was ich selbst geschrieben hab, hab da aber nix gefunden (Frau halt :wink: )

Zum Anderen Trixie, auch nochmal, aber diesmal von mir, vereinzelte Sätze herausgreifen und drum herum eine Interpretation aufbauen, da fühl ich mich total miss-gedeutet (siehe auch nochmal meinen zweiten Beitrag..) von wegen Trauerkloß und so..
das betrifft nicht das "Singlesein" pers se, sondern es gibt manchmal einfach Momente, wie Verlust an Freundinnen-Zeit oder Freundin selbst... , vielleicht noch Probleme auf Arbeit, oder, oder...da einfach alles zusammenkommt und wo alles Sich-bemühen, immer wieder Neu-beginnen, Kämpfen, Neu-Probieren sich hinzieht, Kraft raubt und man manchmal den Mut verlieren könnte, da ist das "Single"dasein an sich nur das I-Tüpfelchen. Und man sucht Lösungen, wie z.B. in einem Mars-Venus-Forum (sic) für eine der vielen Lebensfragen. Um eben kein "Trauerklops zu werden".. im Gegenteil, eigentlich bin ich eher ein sehr lebenslustiger Mensch.

Ja, ja, ...ich weiß nicht, wer dies sagte: "Worte sind die Quelle der Missverständnisse", deshalb fühl ich mich wahrscheinlich auch so zur Malerei hingezogen.


So, und by the way, beim Nachlesen ob Pauls Irrtum las ich Schockies Statistik-Darlegung nochmal.. und nach etwas Nachdenken musste ich sehr grinsen. Auch ein schöner Trost, noch dazu ein sehr männlicher :D bin ich halt eben ein statistisches Serienopfer :wink:

tja, mit dem Pling und dem pling, da bin ich mir selbst noch nicht ganz schlüssig, ich sehe, wie Pamina das Einerseits und das Andererseits.

War vorgesten bei einem sehr spannenden Vortrag in der Urania vom Paarcouch Christian Thiel, von dem ich gern ein anderes Mal bei Interesse mehr berichte. Unter anderem meinte er, dass entgegen der Darstellungen in den Medien zwischen den 30er und den 60er Lebensjahren die Häufigkeit, auf Singles zu treffen statistisch gesehen(Schocky :hammer: ) zwischen 10-20% liegt. Wow.
Dann stellte er ebenso, wie ich erlebte, fest, dass heutzutage ein Trend zur Schnelligkeit im Be-(Ver-)urteilen von potentiellen Kandidaten/-innen besteht. Manche Menschen entscheiden schon nach 10 Minuten, mit dem/der ist es nicht perfekt genug, wird es nichts... TROTZ gegenseitiger Sympathie, Sich-Riechenkönnens, eines Prickelmomentes und eines oder zweier netten Dates. Man gibt sich häufig keine Zeit mehr für nettes, unverbindliches Kennenlernen.

Und u.a. legte er dar, warum auf dem Weg zur Selbsterkenntnis Nachdenken allein nicht hilft, auch nicht mit Freunden, eher runterzieht, sondern ein fremder Blick wichtig ist und weiterhilft.
Wie z.B. liebe Mariella, Deine Schilderung zu lesen. Oder Ansa, Deine Worte dazu (find ich übrigens toll, dass Du jetzt den Mod machst!)
Also, ich geb nicht auf :wink: , und werde auch nicht "verbissen" mich nur auf das "Eine" konzentrieren. Deine anderen Gedanken, Pamina, find ich auch sehr spannend. Bin aber heut zu groggy und muss gleich noch weiterarbeiten :chrash:

lg Paula


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BeitragVerfasst: 18.04.2013, 18:25 
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Mittagspausentipper
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Beiträge: 232
Wohnort: Österreich
Jetzt würde mich wirklich interessieren, wie euer Pling, von dem hier die Rede ist eigentlich definiert ist.
Das klingt ja zwar romantisch, aber wie pamina schon richtig geschrieben hat, wir sind Opfer unserer (frühkindlichen) Prägungen. Und auch wenn wir glauben, wir hätten diese schon längst ausgeschaltet, unser Unterbewusstes arbeitet schon längst ohne uns.

Wenn es bei mir "pling" macht, führt dies ins Verderben. Ich bin da ein gebranntes Kind und verlasse mich nicht mehr auf mein Gefühl, dass mir ein Verliebtsein vortäuscht.
Ich habe mit meinem Partner "plong" erlebt, dies kam später, war nachhaltiger und konnte mich auf einer viel tieferen Ebene erreichen und hat mich dort glücklich gemacht.

Da bin ich näher bei schocky. Der Mensch, den ich lieben kann und mit dem ich leben will ist einer, der mich in jungen Jahren überhaupt nicht angesprochen hätte. Damals war ich auf der Suche nach den coolen, verwegenen Typen. Testosteronorientiert. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass ich mit denen keinen Alltag erleben will (und kann).

Scheinbar sind wir in dieser Hinsicht alle ein wenig anders.

lg
Mariella


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BeitragVerfasst: 18.04.2013, 18:36 
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Championtipper
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Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
Moin,

na dann sei mal fleissig..... ich muss auch noch ein bisschen was tun.

Ansonsten, die Listen haben einen, für mich, positiven Nebeneffekt, ich lerne nämlich daraus (ich jedenfalls) was ich will....

In meinem Profil stand damals "ich suche jemanden, der weiß, was er will und niemanden, der nur sicher in dem ist, was er nicht will" was eigentlich so wie das andere klingt, macht für mich einen sehr sehr großen Unterschied.

Ich hab niemals eine Liste geführt die wie so oft beginnt:

- 1,80 groß
- dunkle Haare
- sportlich
- schlanke Figur

sondern für mich waren übereinstimmende Werte wichtig, und da musste ich schon für mich klären, welche. Es gibt durchaus welche die mir nicht so wichtig sind und wo ich gut damit klar komme, das mein Liebster andere Ansichten hat, solange er meine respektiert. An erster Stelle stand immer Authentizität. Das ist wichtig, es gibt da einen ziemlich spannenden Test aus der Individualpsychologie in welchem Werte miteinander getestet werden, bei mir kam damals tatsächlich Authentizität an erster Stelle dabei heraus und die Kurslieterin meinte, das sei ziemlich selten, meist würden die Leuts das eine sagen und sicher sein, dass das ihr 1. Wert ist und heraus käme ein anderer.

Und ja, ich hab bei meinen Dates tatsächlich gemerkt, wenn einer unauthentisch war und das hat mich von weiteren Treffen abgehalten. Sicher auch ein Erbe aus meiner Zeit mit dem Ex, ich hab einfach zu gut zugehört und nach gefragt, wenn mir etwas unstimmig war - ich wollte einfach wissen, wer ist mein Gegenüber.

Und was das Online Daten anbelangt, ich hatte kleine Kinder und konnte max. alle 14 Tage Abends ausgehen - und da wollte ich nicht so gern irgendwen treffen, sondern jemanden, bei dem es so aussah, als könnte sich ein Kennen lernen lohnen. Also war mein Profil kantig und man hat vorher gechattet, telefoniert - die Hälfte flog da schon raus..... so jammerige Typen "och was Du alles schaffst, soviel Energie hab ich gar nicht, mein Wochenende muss chillig sein" Okay, chillig kann ich sein mit 80 hinterm Ofen... nicht mit Anfang 40 - da tobt das Leben. Oder solche "na ja, ich mache zur Zeit gar nichts, weil ich allein bin, aber mit Dir, da würden wir jeden Tag etwas unternehmen" steht in meinem Profil etwa, das ich Animateurin bin? Weg damit..... Freunde sollte er haben, Menschen in meinem Alter ohne Freunde sind mir höchst suspekt. Das war ernsthaft ein Kriterium.... wer mit 40 keine Freunde hat, hat etwas falsch gemacht und auch Therapeutin stand nicht auf meinem Lebensplan.

Und etwas,für mich, sehr stimmiges und Wesentliches hab ich aus meiner Datingzeit gelernt, beim Richtigen kann man nichts falsch machen - der verzeiht auch peinliche Momente - und der Rest ist einfach nur unkompliziert. Zumindest ich stehe auf unkomplizierte Beziehungen, ich brauche keine Herausforderung zu Hause. Ich möchte, das der Mann, der am Wochenende heim kommt, immer der Gleiche ist und nicht jedes mal von etwas anderem getragen wird und ich nie weiß, wer ist er heute - ich weiß, manche finden das spannend - ich nicht.

Und zusammen lachen, der gleiche Humor, gern auch schwarz - oder mal männerfeindlich, wobei alle die mich kennen, wissen, das ich das nicht bin. Aber ich lache gern mal darüber. Wenn man nicht zusammen lachen kann, das geht gar nicht und wenn es richtig gut passt, kann man auch im Bett miteinander lachen. Was nicht heißt, das man beim Daten ausgerechnet diesen Punkt überprüfen sollte. :mrgreen:

Ich hab keine Abstriche gemacht, ich hab nur verstanden, das etwas Anderes nicht schlechter ist, nur anders. Als ich 20 war, da dachte ich, man müsse unbedingt die gleichen Hobbies haben, etwas, das verbindet - die Zeit gemeinsam verbringen. Heute sehe ich das anders. Der Liebste und ich teilen wenig Hobbies miteinander, ich jage - ihm ist das suspekt. Er fährt Motorrad - mir ist das suspekt. Wir beide lieben alte Autos, ich von außen (Volvo P1800 Coupe als Cabrio - zum sterben schön..........) er von innen, ich fahre gern rasend schnell, er gemäßigt, cruisen.... wir ergänzen uns, aber wir sind nicht gleich. Solche Dinge muss man einfach von Zeit zi zeit überdenken und so eine Datingzeit eigent sich genau dafür "was will ich....."

Und wenn ich das weiß und auch weiß, besser allein als BAN - dann findet man den Richtigen, man muss nur daran glauben und so alberne Dinge wie Aussehen nicht in den Vordergrund stellen. Das kann sich ändern - und dann?

Nur Mut
Ansa

P.S. ach ja das "pling" ich glaube es blendet ein wenig, wie war das, ich war in den Liebsten von Anfang an sehr verschossen - aber ich hab mir große Mühe gegeben, meinen Verstand im Auge zu haben, es ging ja nicht nur um mich - während er, wenn ich ehrlich bin und ich hab da lang mit zu tun gehabt, am Anfang dachte "Du und ich, ich halte das für eine richtig gute Idee." Aus dieser Idee ist etwas ganz Besonderes geworden, ein "pling" gab es bei ihm nicht.

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


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BeitragVerfasst: 18.04.2013, 20:02 
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Olympiareiftipper

Registriert: 19.03.2013, 23:13
Beiträge: 955
Was seid ihr schon wieder fleißig gewesen. Nicht, dass ich gleich wieder eins aufs Dach kriege, weil ich mir immer EINEN Satz rauspicke (ich find halt die Beiläufigkeiten immer am interessantesten), aber der Garten fordert vollen Einsatz. Daher beschränke ich mich erst mal auf Mariellas Frage.

Zitat:
Jetzt würde mich wirklich interessieren, wie euer Pling, von dem hier die Rede ist eigentlich definiert ist.

Pling heißt für mich, ich schau ihn an und denke, IST DER SCHÖN! Ich muss auch immer wieder hinsehen, das Profil, dieser Übergang von der Stirn zur Nase, diese Nase. Und dass er so ein Quirl ist und - anders als ich - aus einer Großfamilie kommt, die mich sofort adoptiert hat. Außerdem kann ich ihn gut im selben Raum ertragen, wenn ich z.B. male. Das geht mir nur mit sehr wenigen Leuten so. Vielleicht fällt mir später noch mehr ein ...


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BeitragVerfasst: 18.04.2013, 22:21 
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Jahrhundertposter

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Beiträge: 3164
also,

ich kann die beiden verschiedenen plings aus meiner erfahrung nur so erklären:
das erste, das ungesunde pling ist verbunden mit hoher angezogenheit bei gleichzeitiger alarmbereitschaft.
es ist ein erkennen, aber das fühlt sich eher an wie angespannt und aufgeregt und ist irgendwie sogartig.
man kann nicht anders, man muss ins verderben rennen, obwohl es bereits innerlich alarm gibt.
daran erkennt man, daß es das falsche ist.
allerdings sind meine prägungen auch sehr dramatisch.

das andere pling ist auch ein erkennen, aber es geht mit entspannung und öffnung einher, mit dem gefühl, zuhause zu sein und in der tiefe auch vom anderen erkannt zu sein.
es tut nicht weh, kein bisschen, das ist der unterschied.
als ich das erlebt habe allerdings, war ich kaum in der lage, es wahrzunehmen und zu wertschätzen, weil ich da erst 17 war und zugestopft mit meinen unaufgearbeiteten prägungen, die ich viel spannender fand damals.
im rückblick jedoch kann ich sagen, ich kenne es, und ich habe es erlebt. jeder kennt es eigentlich und jeder sehnt sich danach, das ist so angelegt.
es ist nur die frage, wie überlagert es ist und wie reif die seele, wenn ihr diesen spirituellen ausdruck entschuldigen mögt, ich komm nicht drumrum, es so auszudrücken. :mrgreen:
man erkennt den anderen so, wie gott ihn gemeint hat und umgekehrt.
du weisst plötzlich genau, wer du bist, denn du erkennst dich selbst im blick des anderen und umgekehrt.
kommt selten vor, aber kommt vor.

und trixie, pass auf, was du jetzt sagst!! :twisted: :D

lg pamina

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(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 18.04.2013, 22:39 
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Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
p.s. wenn man dem 2. pling begegnet, bedeutet das übrigens nicht immer, das von stund an alles easy ist, aber auch das gibt es.
sollte es einem nie begegnen, gibt es immer noch die möglichkeit, zumindest auf keinen fall dem ersten zu folgen, wenn es einem begegnet.
dann ist man immer noch besser mit listen und verhaltenstherapie bedient..auch da kann mächtig was wachsen, sofern beide erwachsen sind den üblichen narzissmus überwunden haben.

lg pamina

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(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 18.04.2013, 22:54 
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Jahrhundertposter
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Registriert: 28.04.2006, 09:16
Beiträge: 4249
Wohnort: Marsdorf, nicht das bei Dresden oder Köln
Nun pick ich mal bei Trixie einen Satz heraus, weil der so schön ist: ja, die Beiläufigkeiten... Wenn einer sich vorstellt und seine Geschichte erzählt, dann sind tatsächlich die Nebensätze und das nicht Gesagte oft aufschlussreicher als alles andere. Aber auch das ist richtig: man kann sich beim eigenen Interpretieren völlig verhauen und kann auch goldrichtig liegen, alles ist möglich. Weil etwas spannend ist, ist man noch nicht auf dem richtigen Weg, was den anderen betrifft.

Trotzdem bin ich im Zweifelsfall für Spannung und das tut keinen Schaden, wenn man mal mögliche Nickligkeiten nicht in Rechnung stellt. Wir reden halt in diesem unmöglichen offline-Format miteinander. Am Besten ist, alle haben ein nicht ganz dünnes Fell, oder ersatzweise sie klettern ohne viel Aufhebens wieder von Palmen herunter, die sie in heftiger Erregung erklommen haben. schocky


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BeitragVerfasst: 19.04.2013, 02:12 
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Olympiareiftipper

Registriert: 19.03.2013, 23:13
Beiträge: 955
Zitat:
und trixie, pass auf, was du jetzt sagst!! :twisted: :D
Gut, gut, ich lass den Trumpf im Ärmel. :lol: Obwohl ich jetzt natürlich total neugierig bin, was dich zurückhält - da war doch was mit "im Krieg und in der Liebe ..."?

Aber ja, drunter würde ich's auch nicht machen. So, oder eben die Katzennummer (na ja, zwei reichen auch). Keine Abstriche bei diesem Anspruch. Und nö, "alles easy" ist natürlich auch dann nicht. Aber immer auf Augenhöhe und keiner hat Angst. LG, Trixie

@shocky
Ja, stimmt. Ich hab mal gelernt, dass es Leute gibt, die richtig biestig werden, wenn sie länger nichts gegessen haben. Ich gehöre auf jeden Fall dazu. Essen regt den Parasympathikus an, der für die Entspannung zuständig ist und steigert den Serotoninspiegel. Kein Witz. Manchmal tut's statt Therapie auch ein Brötchen. Nur mal nebenbei bemerkt - für die Palmenkletterer.


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BeitragVerfasst: 19.04.2013, 02:18 
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Zwischendurchtipper

Registriert: 26.04.2009, 02:46
Beiträge: 149
Stimmt Paula, da habe ich in der Erinnerung die Posts verwechselt, tut mir leid.

Pamina, daß ich das noch erleben darf... :mrgreen:

Alles andere schrieb ich schon: der Moment, in dem man das "Pling" spürt, ist nicht mit Verliebtheit gleichzusetzen oder gar "verschossen sein", auch wird ihn jeder unterschiedlich wahrnehmen und nachträglich bewerten. Definieren geht gar nicht, eher nähern. Mancher spürt ihn schnell, mancher erst spät, mancher blockt vorher...

Und bitte: ich schrieb doch schon: kein Plädoyer gegen Börsen o.ä., auch wer Listen erstellen möchte, weil er meint, es hilft, soll das doch tun! Ich weiß allerdings von mir, daß (gedachte) Listen im Moment, wo es "Pling" macht, nichts mehr wert sind. Wenn ich da bei uns allein schon an die äußerst unterschiedlichen Wünsche bezüglich Kinder denke... Vielleicht ist das für andere anders. Den Weg muß ohnehin jeder für sich wählen, Umwege sind dabei keine Verschwendung sondern notwendige Zwischenetappen, ohne sie geht es kaum.

Ich stimme Pamina zu, es ist später nicht alles per se easy going. Bei uns zumindest nicht. Vielleicht oder wahrscheinlich hätte es auch andere mögliche "Plings" in meinem Leben geben können, doch das interessiert mich einfach nicht mehr.

Paul


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