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BeitragVerfasst: 21.05.2008, 22:18 
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......... dass ein Mann sie wirklich liebt?


Ich meine nicht

- interessiert an ihr ist
- sie begehrenswert findet
- sie gerne hat
- sich um sie bemüht
- sie besitzen will
- verliebt in sie ist
- Sehnsucht nach ihr hat
- verknallt in sie ist
- sie heiraten will

sondern ich meine: Dass er sie _liebt_.



Was habt Ihr da so zu erzählen? Konkrete Lebenserfahrungen?


("Damals, als Bernd dies und jenes getan hat, da wusste ich: Der liebt Dich!")

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BeitragVerfasst: 22.05.2008, 01:16 
Die Frage halte ich für falsch gestellt. Wie will ich ein Gefühl, zumal ein dauerhaftes, denn nur daran kann ich bei Liebe interessiert sein, an einer Situation oder Handlung festmachen? Allein der Wunsch danach ist ein Indiz für völlige Unsicherheit in der Frage, und sich da auf etwas zu verlassen, gleicht einem Glücksspiel. Bitte nicht!

Es ist eher eine Frage des Trauens, Vertrauens, und zwar vor allem sich selbst. Traue ich meiner Liebe? Dann weiß ich, wie sie sich anfühlt und werde dementsprechend ein Gefühl für die Liebe meines Partners entwickeln, fernab aller Indizien oder Beteuerungen.

Oliver


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BeitragVerfasst: 22.05.2008, 11:49 
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Jahrhundertposter
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Ich muss schon gestehen, dass mich Liebe verunsichert. Ich meinte oft, jemanden zu lieben und stellte im Nachhinein fest, dass ich den gar nicht geliebt habe sondern nur das Bild von ihm. Als Beispiel.

Gleiches habe ich auch andersrum erlebt.

Ich bin zur Zeit verunsichert was das überhaupt ist. Dabei wollte ich das als Motivation haben, das nächste Mal eine Beziehung einzugehen. Also es sollte doch dabei sein.

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BeitragVerfasst: 22.05.2008, 13:23 
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Wie seid Ihr damals damit umgegangen, als Ihr den Glauben an die Liebe verloren habt (weil Ihr vielleicht realistisch seid, weil Ihr gesehen habt, dass Ihr alleine bestens zurechtkommt, weil Ihr vielleicht viele Dinge gehört habt, wie andere über diese Angelegenheit reden, was nicht gerade sehr idealistisch ist)?

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BeitragVerfasst: 22.05.2008, 13:55 
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Liebe Mathilde,

ich meine, du schwankst hier.... einerseits bei der Frage, was für dich die Liebe ist. Welche Anzeichen es dafür vermeintlich auch bei anderen, vorzugsweise Marsen, zu finden gibt.
Dann sprichst du über den Verlust des Glaubens an der Liebe und führst dazu Beispiele an, die offenbar für deine Erkenntnisse stehen.

Ich meine, es könnte vorteilhaft sein, da doch mal sich nach und nach weiter zu hangeln.


Wenn ich nicht weiß worüber ich rede, wie soll ich dann über dessen Verlust reden, meine ich?

Was ist also für dich kennzeichnend wenn du liebst?


Gemeinhin sprechen wir da öfter abgrenzend von der bloßen Verliebtheit, wo meist noch ein Bild von jemandem in unserem Kopf spukt und sich meist realisiert im Kennen lernen. Ist es dann bei dir so gewesen, dass du "erwacht" bist , somit quasi gar nicht in die Liebe rübergewechselt bist?

Zum alleine zurecht kommen. Ich frage mich, was das mit der Liebe als Gefühl zu tun hat?

Ich kann nur von mir ausgehen und ich komme immer bestens auch alleine zurecht. Ich unterscheide darin, dass ich es aber nicht will, wenn ich liebe. Da habe ich dann andere Bedürfnisse, die sich entwickeln. Da ist es so, dass ich freiwillig mich "zurückbaue".

Verstehst du, was ich meine?

Ich weiß, dass du öfter schon sagtest, du hast dich eher als begrenzt empfunden, als würde jemand an dir klammern. Zumindest erinnere ich das so, kann ja auch falsch sein, mein Erinnern.

Freiräume und Eigenständigkeit machen da ihre Wechsel durch, meine ich. Bei mir verschiebt sich der Fokus. Jemand anders als ich wird -auch- wichtig in meinem Leben. Dessen Bedürfnissen räume ich freiwillig eine Bedeutung ein. Das ist eine Ausprägung von Liebe für mich.

Glaube und Hoffnung versetzen Berge, auch der Idealismus, mehr noch für mich das positive Denken.

Also, wie wäre es, den Schwerpunkt der Betrachtung ins Positive zu richten, auf das Gefühl selber?

Ist das ein angenehmes Gefühl oder weckt es negative Seiten in dir?

Als Beispiele- Ängste vor Erwartungen? Ängste vor Begrenzungen?

Liebe Grüße
Nordlicht

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Menschen sind wie Musikinstrumente; ihre Resonanz hängt davon ab, wer sie berührt.
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BeitragVerfasst: 22.05.2008, 15:47 
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Mensch Nordlicht,

Du stellst aber Fragen. Ich weiß nicht, was Liebe ist. Ich habe auch noch nie jemanden geliebt und ich weiß nicht, wie sich das anfühlt.

Zum Verliebtsein kann ich viel erzählen, das ist einfach.

Aber was ist Liebe?

Ich stellte diese Frage schon öfter, eine Antwort hab ich dazu nicht bekommen.

Vielleicht gibt es ja gar keine Liebe. Problem:

Ich war schon einmal an diesem Punkt vor vielen, vielen Jahren. Damals habe ich halt für mich beschlossen: "Die Liebe ist eine Illusion."

Aber ich werde nicht wieder den Fehler machen und unter dieser Einstellung eine Beziehung eingehen, das endete nämlich fatal. Also so lange ich diese habe, muss ich alleine bleiben, das verkrafte ich nicht nochmal.


Was ist denn Liebe? Woran merkt man das denn? Es muss doch konkrete Anhaltspunkte geben.

Ich habe wenig Lust an etwas zu glauben, was es vielleicht gar nicht gibt.


Also ein "Gefühl" das ist Liebe nicht. Das ist Verliebtheit, das ist ein Gefühl.

Ich meine aber Liebe. Ich glaube nicht dass das ein Gefühl ist, vielleicht ein Gespür unter anderem, aber Gefühl ist es nicht.

Ich glaube inzwischen dass die Menschen gar nicht lieben. Also inklusive meiner Wenigkeit. Das ist auch okay, aber dann muss frau sich darauf einstellen und berechnender werden. Also um eine Geschäftsbeziehung einzugehen, damit ich sehe was am Ende für mich rausspringt, sobald ich was besseres im Auge habe. Wie ein Arbeitsverhältnis sozusagen.

Ich glaube nicht mehr an die Liebe. Ich hab darüber gelesen um zu verstehen was es ist. Alles was ich verstanden habe ist:

Es ist KEIN Gefühl. Das Gefühl vielmehr ist bloße Verliebtheit, die auch Jahre anhält. Liebe aber ist irgendwas anderes was fast keine Menschen jemals in ihrem Leben erfahren.

Und inzwischen denke ich, ist es an der Zeit, sich von dieser Illusion zu verabschieden.

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BeitragVerfasst: 22.05.2008, 16:38 
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Championtipper
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Tante_Mathilde hat geschrieben:
Mensch Nordlicht,

Du stellst aber Fragen. Ich weiß nicht, was Liebe ist. Ich habe auch noch nie jemanden geliebt und ich weiß nicht, wie sich das anfühlt. .


Tante_Mathilde hat geschrieben:
Also ein "Gefühl" das ist Liebe nicht. Das ist Verliebtheit, das ist ein Gefühl.


Okay, Mathilde, mal sagst du, es ist ein Gefühl, dann wieder nein. Da du sagst, du kennst es gar nicht und ich sage, ich weiß, was ich dafür halte, meine ich- es ist ein Gefühl. Wenn du weißt, was es ist , dann kannst du mich gern anfangen zu widerlegen, okay ?

Tja, Mathilde, hör ich immer wieder, ich mit meinen Fragen ;-)


Tante_Mathilde hat geschrieben:
Ich stellte diese Frage schon öfter, eine Antwort hab ich dazu nicht bekommen.


Es gibt Ähnlichkeiten, aber, für jeden ist es doch etwas Anderes. Daher kann dir keiner sagen, was es ist. Menschen beschreiben einander einen Zustand und erkennen Ähnlichkeiten. In den Korinthern steht so eine schöne Stelle :

Die Liebe ist geduldig und freundlich.
Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht,
sie prahlt nicht und ist nicht überheblich.
Liebe ist weder verletzend
noch auf sich selbst bedacht,
weder reizbar noch nachtragend.
Sie freut sich nicht am Unrecht,
sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt.
Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles,
sie hofft alles und hält allem stand.


Bei mir bedeutet es, dass ich eine besondere Form von Freude spüre, wenn ich vielleicht ein Lämmchen auf der Weide betrachte und wie es grast, zu seiner Mutter springt. Ich sehe den Sonnenschein dabei und fühle einen tiefen Frieden in mir. Ich fühle mich eins. Genauso geht es mir, wenn ich unter einem Baum stehe und seine Blätter über mir rauschen. Ich fühle mich friedvoll und eins. Für mich ist das Liebe. Zur Natur und zu mir selber.

Ich sehe Menschen an, die mir etwas bedeuten. Wenn ich wüsste, dass sie jemand bedroht, würde ich mit aller Macht alles daran setzen, das zu vereiteln. Ich spüre, dass es in mir Energien freisetzt, mich zu begeistern und mich einzusetzen. Auch für eine Aufgabe. Es ist eine Form von Leidenschaft, es ist Hingabe. Aber nicht darauf gerichtet, es mir allein gut gehen zu lassen. Es ist vollkommen unwichtig, dass ich daraus einen Gewinn ziehe.

Für mich ist das Liebe. Mein Fokus verändert sich. Ich nehme mich selber nicht mehr so wichtig. Das sind die Momente, wenn ich wirklich Liebe fühle.

Das Problem ist, dass ich auch andere Bedürfnisse habe, das ist ab und an eben der Haken. Doch das ist ja ne andere Geschichte. Aber, das sind vielleicht Anhaltspunkte für dich.

Es gibt für viele Menschen die Liebe. Ich wünsche sie dir auch. Aber, sie ist nicht selbstverständlich wie wir daran erkennen.


Tante_Mathilde hat geschrieben:
Ich glaube inzwischen dass die Menschen gar nicht lieben. Also inklusive meiner Wenigkeit. Das ist auch okay, aber dann muss frau sich darauf einstellen und berechnender werden. Also um eine Geschäftsbeziehung einzugehen, damit ich sehe was am Ende für mich rausspringt, sobald ich was besseres im Auge habe. Wie ein Arbeitsverhältnis sozusagen.


Ich kann mir vorstellen, dass viele Menschen es als einen Grund sehen, einem anderen ihren Willen aufzudrücken. Nicht ohne Grund gibt es Probleme und Machtkämpfe- das im Namen der Liebe, wie ein Glaubenskrieg.

Was du beschreibst ist für mich Kalkulation. Die passt aber nicht in mein Bild einer universellen Liebe, die sich nur an Anblicken erfreuen kann. Die lassen sich in einem Mehrgewinn, außer auf der mentalen, gefühlten Ebene sicher kaum ausdrücken.

Solange du nicht weißt, was es ist, kannst du es nicht in Abrede stellen. Nur weil du einen Teil des Mondes nicht sehen kannst, wenn kein Licht drauf fällt, so gibt es ihn doch. Wärme kannst du auch nicht sehen, aber fühlen. Und nur weil manche Tiere lediglich schwarz- weiß sehen können wie man sagt, so gibt es für viele von uns doch Farben, an denen wir uns erfreuen können.

Es gibt viele beobachtbare Phänomene, die man nicht anfassen kann. Die Liebe lässt sich halt nicht erzwingen, nicht künstlich erzeugen, sie ist. Man kann sie vielleicht zu begünstigen suchen, aber, sie ist halt wie ein Vogel, der kommt oder geht. Das ist ja gerade das Großartige, warum alle drüber sprechen. Endlich mal etwas, das nicht käuflich ist.

Sonst wäre es doch banal.

Hilft dir das ein wenig bei deiner Suche weiter?


Grüße
Nordlicht

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BeitragVerfasst: 22.05.2008, 20:29 
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Ach Nordlicht,

Du schreibst immer so lieb. Wer kann da schon lange schlecht gelaunt bleiben..........

Das Gedicht hat es wohl ziemlich erfasst. Alleine........... ich bin irgendwie gerade in so ner Phase "Männer sind doof. Aber vielleicht doch lieber nen Doofen als gar keinen?" Sehr skuril alles.

Politisch korrekt hätte ich es so zu artikulieren:
Ich befinde mich in einem Übergangsstadium der Autonomie, das mit erhöhten Zweifeln an männlichen Fähigkeiten sowie überspannten Ansprüchen an diese Spezies untermalt wird.

Es ist wohl einfach eine Zeit, um alleine zu sein. Vielleicht bin ich auch schon zuuuuu lange alleine. Ich hab das Gefühl, es wird langsam bedenklich. So was ähnliches hat Gray ja auchmal geschrieben, dass Frauen zulange und Männer zu kurz alleine bleiben zwischendurch, was beidermaßen beziehungserschwerend sein soll. Vielleicht werden meine Ansprüche auch immer höher, je länger ich alleine bin?

Ich glaube am meisten verwirrt bin ich nach wie vor von John Grays "spiritueller Anziehung".

Ich kenne die

- erotische Liebe
- die platonische Liebe
- und die vergeistigte Liebe im Sinne gegenseitiger Begeisterung und Interesses

Aber das soll ja, selbst wenn es alles auf einmal zutrifft, seiner Ansicht nach von vornherein zum Scheitern verurteilt sein. Denn worauf es eigentlich ankäme, das sei eben die spirituelle Anziehungskraft.

Da ich leider immer noch nicht genau weiß, um was es sich genau bei dieser - laut Gray - alles entscheidenden spirituelle Anziehungskraft handeln könnte, ich überdies auch keine Fortschritte bei mir erkennen kann, dies zu klarifizieren, ja nichtmal annäherungsweise......... fühle ich in mir eine latente Frustration, die sich aus "Es ist von vornherein zum Scheitern verurteilt" speist....


P.S. Das Gedicht, welches Du einstelltest, entspricht meiner Vorstellung von platonischer Liebe. Oder der Freundschaftsliebe.

Agape heißt das glaub ich, griechisch.

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BeitragVerfasst: 22.05.2008, 21:12 
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Liebe Nordlicht,

Deine Zeilen lassen mich immer wieder andächtig erschauern. Ich kann Mathildes Fragestellung verstehen, obwohl ich das Gefühl habe, Du verrennst Dich da in Kopfarbeit, liebe M. Manchmal bringt es einen viel weiter, einfach ins kalte Wasser zu springen, anstatt mit höchstkomplizierten Berechnungen das Strömungsverhalten des Gewässers und seine durchschnittliche Temperatur im Verhältnis zu anderen Gewässern zu berechnen.


Auf ganz persönlicher unplatonischer Ebene, kann ich freudestrahlend sagen: Ich werde geliebt! Mein Caveman (wir kennen uns seit 7 Jahren) ist kein Mann der großen Worte und dennoch fühle ich es. Es ist das Gefühl, genau so, wie man ist, angenommen zu werden. Es ist ein Geben, das nicht an Nehmen-Spekulationen und Erwartungen geknüpft ist, es ist ein weiches, flauschiges Federbett, das sich in kühlen Nächten um einen schmiegt. Es ist das Bedürfnis (nicht der Wunsch!), das Leben des anderen zu erleichtern, da zu sein "in guten wie in schlechten Zeiten, in Krankheit und Gesundheit". Es ist das stabile Fundament, das Stürmen stand hält, die erfüllte Sehnsucht. Ich habe immer noch Angst, wennauch nicht so oft oder so panisch wie bei den Männern vor Caveman, doch ich weiß, dass er mich auffangen wird, wenn ich stolpere und Verständnis für meine Gefühle entgegenbringen wird. Daran merke ich, dass er mich liebt. :oops:


Ich frage mich nach wie vor, ob platonische Liebe sich von unplatonischer in der Qualität unterscheidet und ob der Akt des Liebens zwingendermaßen (mindestens) zwei Personen benötigt, sprich ob Liebe allein nicht der Selbstzweck des Liebens ist.


Ganz, ganz glückliche Grüße
Myself

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"Ich möchte Bündigeres, Einfacheres, Ernsteres. Ich möchte mehr Seele und mehr Liebe und mehr Herz!" - Vincent van Gogh (Briefe)


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BeitragVerfasst: 22.05.2008, 21:29 
Liebe Myself,

Zitat:
... das Gefühl habe, Du verrennst Dich da in Kopfarbeit, liebe M. Manchmal bringt es einen viel weiter, einfach ins kalte Wasser zu springen, anstatt mit höchstkomplizierten Berechnungen das Strömungsverhalten des Gewässers und seine durchschnittliche Temperatur im Verhältnis zu anderen Gewässern zu berechnen...


Ich sehe das genauso. Es macht einfach keinen Sinn, ständig über das hätte wäre wenn zu hypothetisieren.

Ich kann kaum nachvollziehen, Mathilde, warum Du alles, aber auch alles, und damit auch Dich und Deine Gefühle, in Frage stellst.

Gut ist was sich gut anfühlt. Ob das dann Liebe ist (die auch ich nicht wirklich definieren kann) oder einfach nur ein wohliges Gefühl, das Zufriedenheit und Glück erzeugt - spielt das dann wirklich eine Rolle?

Der eine sagt am ersten Tag des Kennenlernens "ich liebe Dich", ein anderer sein Leben lang nicht und empfindet trotzdem tiefer als der erstere...

Man muss nicht jedem Kind einen Namen geben...

Nordlichts "Gedicht", entnommen dem 1. Korintherbrief, verursacht bei mir einfach nur Schaudern. Ich kann diesen Text nicht mehr ertragen...bei jeder, aber auch jeder Hochzeit, auf der ich bislang gewesen bin, wurden diese Worte - wie ich meine geradezu wahllos - gelesen.

Diese Worte sind für mich nicht Sinnbild der Liebe sondern der Gedankenlosigkeit, Beliebigkeit. Leider beliebig wie Liebe für viele beliebig ist.

Wieviele Ehen, die unter den Worten des Hoheliedes der "Liebe" geschlossen wurden, nur wenige Tage nach der Eheschließung mit Liebe nichts mehr zu tun hatten und gescheitert sind - Würgereiz bei mir.

Findet eigene Definitionen, eigene Worte für das schönste aller Gefühle.

Liebe? Zu simpel.

Hm.
Blumingdales


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BeitragVerfasst: 25.03.2012, 17:46 
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Hi Tilde,

als ich das eben las... Dein Leben ist doch heute so anders...

Was sagst Du mir heute zum Wort "Liebe"?

Ein aktives Wort...

Drück Dich,
Nordlicht

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BeitragVerfasst: 05.04.2012, 10:10 
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macht euch keine illusionen!

die wahre liebe ist platonisch!
sie kann, muss aber nicht gepflegt werden. sie ist einfach da! riesig und ewiglich.

die unplatonische liebe ist ach nicht sooo schlecht. sie ist verbunden mit lust, gier, macht, hingabe, spielchen, vor und zurück. sie verbrennt heiss wie feuer und muss ständig versorgt werden, damit sie weder ausgeht, noch das ganze haus anzündet und gefährdet.

die lösung det janzen:

versuche 2 lieben zu haben. ( möglichst mit einer/. partner/in, if possible)

dann kannst du dich in der platonischen liebe ausruhen, erholen und kuscheln und in der anderen dich reiben, kämpfen gewinnen und verlieren. eben leben.

halte die balance zwischen spannung und stabilität.


:-)


oder so.............................

lg

tsunami

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es gibt nichts gutes, ausser man tut es!


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BeitragVerfasst: 05.04.2012, 11:19 
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Danke, Tsunami,

genau das, was ich heute lesen wollte 8)

Hab ich nicht noch gestern gesagt, ich wär durchaus rundum zufrieden? Na ja, was kratzt einen das eigene Geschwätz von gestern.... was Konrad schon wußte, weiß Nordlicht doch auch :lol:

Vielleicht ist es einfach so und ich sollte lernen, es zu akzeptieren, was Du sagst. Es fällt mir aber schwer zu glauben, dass es so sein muss.

Mich nerven nun mal (Macht-) Spielchen bis zum Anschlag. Für mich hat das nichts mit Stärke zu tun und mit Liebe schon mal gar nicht, nur mit Egoismus und Kalkulation. Ich glaube, diese Beimischung brauche ich nicht und die ist doch nur dazu da, den anderen Menschen unter seine "Kontrolle" zu bringen. Und was dann? Bei mir sterben die Gefühle.

Ich habe vor ein paar Tagen einen Thread von Widur (Ego vs. Gemeinsam oder so) gelesen, das ist möglich gewesen, weil ich einfach auf meinem Profil alle meine Posts durchgegangen bin und dann kommt man auch an alte Threads ran, die man so über die Forumssortierung nicht mehr findet. Damals hab ich den Thread ein wenig "nappen" dürfen und nun mit dem Abstand einiger Jahre für mich resümieren können. Ich bin froh, nicht mehr zu schwanken und mich wieder gefunden zu haben. Mon Cher Oliver wäre glücklich, hat er sich doch damals nen Wolf geschrieben und er hatte Recht. Ich wurde manipuliert, ganz massiv, leider im negativen Sinne, aber ich habe das damals nicht für möglich gehalten.

Was mich gerade wieder beschäftigt, aus für mich gegebenen Anlass, warum läuft es immer darauf hinaus? Einer will bestimmen, was richtig ist (Denken) und wie es gemacht wird (Tun). Auf Dauer angelegt.

Vielleicht bleibe ich besser bei der platonischen Liebe, Tsunami. Mit kleinen Ausflügen in diese andere Welt. Falls du es noch nicht gemerkt hast. Heute bin ich mal frustriert.

Liebe Grüße
Nordlicht

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BeitragVerfasst: 05.04.2012, 12:03 
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Championtipper
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Liebe Nordlicht,

dann bitte, auch wenn heute kein guter Tag in so einem Sinne zu sein scheint, gib die Hoffnung nicht auf.

Platonische Liebe ist schon was Nettes, ich würde meinen, sie verbindet meinen liebsten Freund Frank und mich, seit wir 14 sind - mit kleinen Abweichungen, die aber unausgesprochen geblieben sind, seinerseits.... aber nach wie vor, unverbrüchlich. Niemand weiß so viel über mich wie er und niemanden kann ich nach wie vor alles fragen, was mir durch den Sinn geht und niemand wäscht mir den Kopf wie er.... Mein Leben ohne ihn? Ist irgendwie unvorstellbar. Und nun gibt es Menschen, die meinen, das klappe nur, weil er Homosexuell sei - aber das? Glaube ich nicht, wir waren schon so miteinander befreundet, da war er noch verheiratet und dachte nicht im Traum an sein Coming out. Mir ist das Gleich, eines aber weiß ich, ganz in seinem Sinne "Partner mein Engelchen, die kommen und gehen, aber Freundschaften, echte Freundschaften, die bleiben, für immer....."

Jemand der meinen liebsten Freund Frank nicht so akzeptiert, der kann nicht zu mir passen. Und der Liebste und Frank sind mittlerweile gute Freunde, sie schaffen den Spagat zwischen sich und mir ohne das irgend Jemand benachteiligt wird oder das Gefühl hat, nicht dazu zu gehören. Für mich ist das immer wieder ein Geschenk.

Und meine große Liebe? Bei uns gibt es keine Spielchen, keine Macht, kein "ich stehe über Dir" oder gar "ich bring das Geld nach Hause, also bestimme ich, was wir tun". Es gab niemals "das sind Deine Kinder, sieh mal zu....." niemals "geht mich nichts an" und niemals ein in Frage stellen, dessen was passiert.

Als meine Exschwiemu starb und ich nicht Abschied nehmen durfte, weder auf der Beerdigung noch so mit der Familie, da war es der Liebste der mich gehalten hat und es war Frank der zu mir kam und noch einmal viele viele Momente der Vergangenheit mir mir aushielt und zuhörte und mich verstand......... und dann war auch diese Zeit wieder vorbei.

Es gibt Menschen die leben miteinander, gleichwertig und gleichberechtigt und die erkennen, das berufliche Erfolge nur durch den Halt der Familie ermöglicht worden sind und sie erkennen das auch an. Der Liebste würde niemals sagen "DAS habe ich geschafft" sondern immer "Das haben wir gemeinsam hinbekommen" und, ich bin ehrlich, ich sehe das nicht immer so.... mein Anteil scheint so gering - aber dann schimpft er mir mir. :oops:

Ich weiß nicht ob Du momentan einen Partner hast, wenn nicht, wirst Du ihn finden, wenn Du weiter suchst...... es gibt sie, glaube an Dich. Ich muss nicht alles am Liebsten mögen, aber weil ich weiß, das ich das nicht muss - kann ich es tun.

Macht und Spielchen haben, meiner Meinung nach, in einer Partnerschaft nichts zu suchen, gar nichts........ sorry Tsunami, so`n Quatsch!

Stärke ist das nicht, sondern ängstliches Beharren auf Vorgänge, die man meint im Griff haben zu müssen, Unsicherheit und mangelndes Selbstvertrauen zu sich und seinem Partner. Und meinen Partner muss ich nicht im Griff haben - wie lieben uns, so wie wir sind......... freiwillig, wo sollte da Platz für Machtgehabe sein und warum?

Liebe Grüße
Ansa

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


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BeitragVerfasst: 05.04.2012, 12:41 
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Ach Ansa,

ich danke Dir, das ist lieb. Ich erinnere mich, Dein Frank ist ja wie mein Kieler Feuerschiff, das hier auch mal vor Jahren schrieb. Diese Art Freundschaft ist unverbrüchlich.

Nein, ich habe derzeit keinen Partner. Ich war einfach froh, mit jemanden in Kontakt gekommen zu sein, der angefangen hat, eine Bedeutung für mich zu haben. Angefangen hat, wichtig zu sein. Gestern Abend kam es dann offenbar zu einem Missverstehen, das hatten wir kürzlich schon mal.
Aus meiner Sicht, definiert er, was "wesentlich" ist und "den roten Faden" und einfach „anders“ als ich. Man könnte ja beide Seiten, beide Interpretationsarten wichtig nehmen.. Könnte man.

Gestern habe ich eine These aufgestellt, es ging mal nicht um sonstige Themen, sondern um Mars-Venus-Denken. Daraufhin wurde ich mit dem Begriff „Stopp“ und dem der "Hausfrauenpsychologie" bedacht, der mich nicht zur Ruhe kommen liess. Ich habe ihm heute Nacht, in Ich- Botschaften , geantwortet, weil ich das Gefühl hatte, das sollte abwertend sein, gegenüber meiner Art zu Denken, meiner Logik und meiner Art, Rückschlüsse zu ziehen. Das hat mich vom Schlafen abgehalten. Wieder einer mit Zeigefinger und der Schaffung von Über- und Unterordnungsverhältnissen. Ich habe ausgedrückt, wie mich das traurig macht und es weh tut.

Das hat mich bereits frustriert und darum habe ich bei Tsumi eben gepostet. Eben nun danach habe ich eine Antwort erhalten, alles in reinen Du- Botschaften...

Er glaubt, ich habe nicht richtig wörtlich gelesen, sondern fraulich interpretiert.
Ich hätte pauschal abgeurteilt und das sei "hausfrauenpsychologisch".
Ich verrenne mich und sähe den Wald vor lauter Bäumen nicht...
Kein roter Faden...usw.

... und er hofft, es wird nun alles wieder gut!!!!!!

Weißt Du, ich glaube, er hat noch niemals von dem Satz gehört, zeige mit dem Zeigefinger auf jemanden und drei Finger zeigen in Deine eigene Richtung. Ich glaube, er hat nicht ein einziges Wort, das ich von mir gegeben habe, an sich herangelassen. Keines.

Die Möglichkeit, dass auch er "falsch" versteht, die gibt es nicht, weil er ja weiß was "richtig" ist, was wesentlich ist, wo der rote Faden verläuft.Weil... wie könnte ich mich sonst so verrennen? Aus seiner Sicht. Ich weiß ja, wo ich stehe. Aber, interessiert ihn das?

Nein, für mich ist überhaupt nichts gut.

Was ich vor allem bedauerlich finde, das ist ja gerade seine Haltung, die ich mir gegenüber spüre. Offenbar ist ihm das nicht verständlich zu machen oder zumindest mir ist es nicht möglich, was das meint und macht mit mir. Alles ist für ihn „normal“ wie es scheint und in bester Ordnung. Nur ich bin noch nicht drauf gekommen wie es „richtig“ zu betrachten ist.

Es geht hier offenbar nicht darum, Gemeinsames zu finden. Es geht wieder nur darum, sich einem anderen anpassen zu sollen. So kommt es bei mir an. Überhaupt keine Bereitschaft, sich auf ein anderes Denken, nämlich das Meine, einzulassen. Ich fühle mich so als wäre mein Denken, meine Herangehensweise nichts wert.

Ich bin müde, Ansa, so müde. Ich bin es leid. Wenn keine Bereitschaft da ist, dann geht es nur wieder darum, wer "Recht" hat, genau das, was ich total sinnlos finde. Hier geht es nicht ums Verstehen. Es geht aus meiner Sicht um Anpassung, darum zu sagen, ja, großer Meister, Du hast es erfasst. Deine Art zu denken, das ist die einzig wahre.

Am Ende geht es um ein banales Thema, banaler geht gar nicht.

Ich habe nicht mal mehr Lust zu antworten. So sieht es aus. So frustriert war ich schon lange nicht mehr.

Viele Grüße
Nordlicht

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