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BeitragVerfasst: 10.10.2012, 11:18 
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RundumdieUhrPoster
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Das, was ich vom großen Bruder geschrieben habe, könnt Ihr ruhig als eher theoretische Gewaltphantasie verbuchen. In der Praxis hat man diese Option einfach zu selten. Körperlich angegriffen (oder ohne Klamotten vor die Tür gesetzt) wird man eben nur von Leuten, die einem körperlich überlegen sind und wenn die wüssten, dass man einen großen Bruder hat, der bei sowas nicht lange fackelt, sondern ganz zeitnah schmerzhafte Tatsachen schafft, würden die es sich auch gut überlegen, bevor sie so eine Gewalt-Nummer fahren.

Aber wie gesagt. Das ist sehr theoretisch. In der Praxis muss man normalerweise kucken, dass man Situationen, die nur noch durch "große Brüder" angemessen beantwortet werden können, vermeidet.

Noch kurz zum Thema "Strafe". Ich finde schon, dass Strafen wichtig und nützlich sind, wobei Strafen ja Vieles sein können. Nicht nur "Züchtigungen". Bestrafen bedeutet für mich, dass man jemandem absichtlich und als Reaktion auf ein Fehlverhalten einen Nachteil zufügt. Man kann je nach Mensch und Situation nicht alles mit Reden, Diskutieren, Folgen der Tat aufarbeiten usw. lösen. Außerdem ist das auch eine Frage der Effizienz. In der Praxis haben Eltern, Erzieher, Vorgesetzte, Polizisten, was auch immer nicht ewig Zeit und Muse, um total individuell auf die Motive, Kindheitstraumata, sozialen Hintergründe usw. einzugehen, warum jemand über die Stränge schlägt. Wo soll das hinführen?

Und man muss noch unterscheiden, wie man sich als "Opfer" gegenüber "Tätern" verhält und wie man sich als "Dritte" gegenüber Tätern verhält. Hätte ich Kinder, würde ich bei denen peinlichst genau drauf achten, dass von ihnen keine physische oder psychische Gewalt gegen Andere ausgeht, wenn ihnen was nicht passt oder sie sich einen Vorteil verschaffen wollen. Wären sie aber Opfer von sowas, würde ich die ausdrücklich ermutigen, sich sofort und beinhart zu wehren. Und zwar ruhig ein bisschen zu hart als zu zauderhaft. Da könnten sie sich auch drauf verlassen, dass ich sie hinterher aus schwierigen Folgesituationen mit Lehrern, Polizei, anderen Eltern etc. im Rahmen meiner Möglichkeiten raushole in die sie vielleicht geraten, weil sie sich etwas zu exzessiv gewehrt haben.

Aber OK. Hier geht´s um Tilde´s "Familie" und nicht um Moraltheorie. Außerdem muss ich was schaffen...

Gruß,
Greg

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Be quick, be quiet, and be on time! Clarence “Kelly” Johnson


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BeitragVerfasst: 13.10.2012, 15:51 
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Hallo liebe Leute,

danke (wirklich!) für all Eure Stellungnahmen.
Ich möchte Euch nur kurz sagen ich lese sie, bin etwas in Eile (die Kinder wieder da, Job und so, und Mars und ich reden auch wieder miteinander, sind auch wieder zusammen, allerdings: langsam, langsam mit "die junge Pferde", und es gibt Dinge, über die wir "verhandeln" müssen.


Dennoch mal ein Lebenszeichen von mir geben und Euch danken möchte!

Werde mich in Kürze - soweit mehr Muße und auch innere Klarheit bei mir vorherrscht - wieder bei Euch melden!

Erstmal liebe Grüße und ein Zwischenlebenszeichen von
Eurer Tilde - demnächst mehr!

Kommt Zeit, kommt Rat, kommt "Attentat" - sag ich immer!



bis bald! :wink:


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BeitragVerfasst: 13.10.2012, 20:40 
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ham wir uns schon gedacht... :) ( :? )

lg pamina :mrgreen:

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Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.

(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 15.10.2012, 18:38 
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nee, alles gut soweit.

Mars und ich haben sehr lange, mehrere Tage geredet, und sind nicht nur wieder zusammen, sondern "verändert" zusammen. Wir wollen jetzt wirklich zusammenziehen und tja, ich weiß, Ihr reißt mir gleich den Kopp ab, "eine Familie gründen" (also er will ein Kind mit mir zusammen, den Rest haben wir ja schon um uns rum ("meine Kinder, Deine Kinder") wir wollen zusammen eines "basteln". Er will nicht länger warten. Deswegen haben wir gerade große Ziele, wie wir unser Leben ändern möchten. Was sich ändern muss, was nicht. "Wir arbeiten daran" wie wir hier immer sagen. Und einen Hund ("Dobermann" (eher seine Seite) oder "Dalmatiner" (eher meine Seite)) wollen wir auch, aber erst nächstes Jahr. Mars kenn da einen Züchter, und hat selber schon 2 Hunde gehabt, ich war beeindruckt, wie gut er und gekonnt er mit denen umgeht (die hören eher auf IHN als auf ihr eigenes Herrchen, zumindest wenn sie "nicht korrekt erzogen worden sind" wie Mars sagt) Aber er kann das!. Hat mich beeindruckt! Seitdem möchte ich auch einen. Gut wir sind gerade auf dem "Familientrip".


Bezüglich der Gewalt, herzlichen Danke an ANSA, und in der Tat hat er nie behauptet "nie wieder", sondern er sagte:
"Ja, ich habe das Problem, Du hast es gut erfasst, aber deswegen habe ich ja Aggressionstherapie gemacht. Aber ich habe sie ja gemacht, warum soll ich wieder eine machen."

Und - korrekt Ansa - er ist sehr ehrlich. Er sagte:
"Ich kann Dir eines versprechen, das könnte ich sowieso nie und nach dem Training schonmal gar nicht. Ich werde nie eine Frau schlagen. Aber was ich Dir nicht versprechen kann, ist, dass ich Dich - wenn ich auf 180 bin, Dich nicht mal "grob anfasse" und in einen anderen Raum, pipapo setze. Aber das tue ich und habe ich dort gelernt, um eben die Leute vor MIR zu schützen, wenn ich gerade auf 180 bin."

es ist also kein "Schönreden", sondern wirklich ehrlich.
Wir haben dann natürlich geredet, wie ich/wir es vermeiden können, DASS es "überhaupt soweit kommt". Wo die "WARNZEICHEN" sind, wenn ich spüre, "oh, jetzt musst Du aufpassen, sonst dreht er gleich durch." Er sagte, "wenn Du immer auf dem gleichen Thema rumreitest und DANN noch SCHREIST .......... dann wird es schwierig für mich. Und wenn Du dann MERKST, dass ICH anfange zu SCHREIEN, verdammt, dann musst DU ruhiger werden, sonst geht bei mir GAR NIX mehr. Klar können wir dann darüber reden, aber später, viel später, in dem Moment geht gar nix."

Ich weiß, das hört sich merkwürdig an, aber mir ist DIESE Antwort lieber, als "janäissklapassiertniewieder." Denn "so einfach ist das nicht." Aber er hat mir auch erzählt, WAS ihn so derartig in dem Moment verletzt hatte, dass er auf 180 war...... und - tja, gut, auch Eure Tilde macht mal Fehler.

Aber Mars ist ehrlich und dann kann man zusammen nach einer Lösung suchen. Und das tun wir. Und wir KÖNNEN zusammen reden (er hat seine Fehler zugegeben, ich auch, also jeder übernimmt da seinen Teil) - allerdings, das weiß ich jetzt, NICHT in dem Moment, "sonst passiert eine Katastrophe".

Aber später, vielleicht einige Stunden, vielleicht einige Tage. Geht das SEHR wohl.
Er sagt: "Ich brauch dann einen Tag um Wut abzulassen, draußen rumzurennen, irgendwo gegenzuhauen, sei es ne Parkuhr oder sonstwas. Und den zweiten Tag brauche ich, um "drüber nachzudenken". Und zwar ohne dass Du da bist. Und am DRITTEN Tag habe ich mir schon ziemlich ne Lösung überlegt."

Okay, soweit so gut.......... nich sooooooooo toll, aber "immerhin" - "immerhinque", wie cogan sagen würde. Ich find es zwar dann nicht so toll, dass ich "in dem Moment ruhiger" werden soll, ("kleinbeigeben oder was?" wie cogan sagen würde), aber ich weiß auch, und so kenne ich ihn auch, dass er einige Tage später SEHR WOHL kompromissbereit ist und eher MIR als sich selber RECHT GIBT.

Allerdings dann eben SPÄTER. Anscheinend muss ich in dem Moment zumindest mal "vorübergehend" zurückrudern.
Allerdings - solange es nur VORÜBERGEHEND ist - ist es für mich, naja "verhandelbar".




Das nur in Kürze - später mehr - auch an die anderen nochmal herzlichen Dank (aber ER kommt gleich und dann möchte ich weg von PC sein, deswegen später!).

LG,
Tilde


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BeitragVerfasst: 15.10.2012, 19:04 
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Beiträge: 3164
ach so, naja,

das wird ja dann spassig, diese 3-tage-formel im zusammenleben, möglichst noch mit säugling, umzusetzen... :?
ich meine okay, wenn du damit leben kannst mit solchen verhaltensanweisungen, ich könnts nicht.
und was spricht bitte dagegen, an dem problem weiter therapeutisch zu arbeiten?
meint der, bloss weil er mal einen kurs gemacht hat, hat es sich, oder wie?!
wenn er keine impulskontrolle hat, muss er sie lernen, solange bis es soweit ist und er niemanden mehr gefährdet.
feddich. :evil:
wunderbar, ich seh es schon vor mir, tilde im 9.monat mal nen bisschen "grob" angefasst und ins nebenzimmer "geschoben", dann gehts ihr irgendwie nicht so gut, aber die darauffolgenden tage ist der mann ja noch nicht zu sprechen...! :twisted:



dobermann und dalmatiner find ich ja auch schon symbolisch..tilde tilde, also, ich weiss nicht.
am computer sitzen und über euch schreiben darfst du auch nicht oder wie??

also, ich wünsche dir natürlich, dass alles prima wird, issklanä :D , bleibe aber, mit verlaub, sehr sehr skeptisch.... :?
ich krieg meine nackenhaare nicht wieder runter, tut mir leid..

lg pamina :?

_________________
Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.



(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 16.10.2012, 15:08 
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Nein, Pami, nur mit dem "3-Tage-Kurs" (es war erheblich länger damals) "hat es sich" natürlich noch nicht. Das ist übrigens nicht nur ihm, sondern auch MIR klar. Andererseits hat ja nunmal "jeder seine Päcklein zu tragen" und er natürlich auch. Wenn auch eben in "diesem Bereich". Er ist ja nicht "uneinsichtig". Aber er redet es auch nicht schön.

Dass sich das nicht noch einmal wiederholen soll, darüber simma uns einig. Aber immerhin ist er so ehrlich, dass er

a) sagt, ich rede das nicht schön, ich KANN Dir gar nicht versprechen, nie wieder auf 180 zu sein (passiert in einer Beziehung, ist klar), aber ich werde Dich niemals SCHLAGEN. Ist so eine Antwort nicht vieeeeeeeeeel ehrlicher (und damals ernstzunehmender) als "näissklapassiertniewieder"? Das ist UNMÖGLICH!

b) er macht ja eh eine Psychotherapie, hat ja auch manchmal "seinen Depressiven" - unabhängig von seinem "Aggressionstraining" (kennt Ihr eigentlich diesen Film, den habe ich einmal mit ihm zusammen gesehen und gefragt, "samma war das eigentlich bei Euch damals genauso?" Also mir fällt der Name gerade nicht ein, aber es ist eine Tragikomödie, und da wird einer von der Richterin zum "Aggressionstraining" verdonnert. Macht er dann auch und kriegt den oberdurchgeknallten Psychologen. Wir haben damals gut gelacht und er sagte "na - GANZ so ist das natürlich nicht - aber teilweise in den Ansätzen tatsächlich.")


So. Und dann "isses wie es iss" und man muss daran arbeiten.

Warum ich daran glaube? (Ich weiß, Ihr fragt Euch das jetzt) - ganz einfach. Ich habe irgendwie das komische Gefühl, beziehungsweise das bestätigt mir auch der gesamte Freundeskreis, dass Mars an meiner Seite zu einem - nunja, wie nennt man das?

"besseren Menschen" geworden ist und noch vor hat, zu einem "noch viel besseren Menschen" zu werden. Und das überhaupt nicht, weil "ich ihn kritisiere" (mach ich eigentlich nie so direkt) sondern VON SELBER. Er setzt sich dann hin, überlegt "okay, das und jenes möchte ich jetzt anders machen als zuvor." Und zieht das dann wirklich durch!

Und das ist kein "Wunschdenken" oder so - sondern das SEHE ich (und übrigens nicht nur ich, sondern auch seine "Kumpelz" mit denen ich spreche"). Blanke "TATSACHEN" sozusage, also enorm deutlich. Er hat sich enorm verändert. War schon vorher okay, aber was seit unserer Beziehung passiert - bei mir, bei ihm, das habe ich noch nie so erlebt.


Wer also SAGT??????????? dass er "mit der Zeit" nicht von SELBER einen Weg findet, damit es anders geht? Er ist ja nicht "volldoof" oder beschönigt das Problem. Aber er sagt auch EHRLICH - "von heute auf morgen wird das nicht anders sein".




So - nun erstmal genug - später mehr!
Tilde


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BeitragVerfasst: 16.10.2012, 15:16 
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pamina hat geschrieben:
tilde tilde, also, ich weiss nicht.
am computer sitzen und über euch schreiben darfst du auch nicht oder wie??




Pami! :D
Natürlich DARF ich das! Wir schreibseln oft gemeinsam vor dem PC.
Aber ICH (!!!!) will das nicht. Muss ja nicht "alles" mitkriegen hier im Forum, wa? (Wer mich länger kennt, seit einigen Jahren, weiß, dass es bereits zwo Herren an meiner Seite gab, "die sich dann auch eben mal schnell dann eingeloggt und zu Worte gemeldet haben").
Das MUSS doch nicht sein, odeR?

Und zwar - weil ICH das will.
MV-Forum, das ist für mich "hochintimes Tagebuch" sozusagen - das will ich ihm doch auch nicht zu lesen geben.


Darum geht es einfach - hat doch nischt mit ihm zu tun. Mal ganz objektiv!. :wink:
Nun komm doch bitte einmal wieder "runter"- :wink:

LG,
Tilde


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BeitragVerfasst: 16.10.2012, 15:54 
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bin vollständig runter, aber sowas von...war gar nicht oben! :)

naja,

ein gutes hats ja immerhin....er ist der "bemackte"" in der beziehung, du die "gesunde".
iss immer gut für die frau, bzw. andersrum ist es jedenfalls blöder...:mrgreen:

ansonsten, ich hatte das schon alles gelesen, jaja, schön, dass er das alles sieht, toll.
trotzdem überzeugt mich das noch nicht, das kann nur die zeit..
und dass so ein kurs keine 3 tage dauert, weiss ich, es ging um seinen zeitplan im falle seines kontrollverlustes, den er da so klar umschrieben hatte.

tschaun wir mal,
*immer müssen fische einen nehmen, den sie irgendwie theoretisch auch retten müssen...* :roll: :mrgreen:

lg pamina

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(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 18.10.2012, 20:35 
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Da ist soooooooviel Stoff und Input drin, an dem was Ihr getippelt habt (JEDER ! von Euch, Ihr alle, jeder auf seine Art), dass ich erstmal länger nachdenken muss.

Zumal das ja auch meine aktuelle Situation betrifft.
Ich kann dazu vorerst nur sagen - der Thread hier ist für mich keineswegs beendet, sondern ich benötige einige Tage, um dann näher auf Eure Gedanken dazu eingehen zu können.
Wollte nur sagen, erstmal, dass ich GELESEN habe was Ihr geschrieben habt, dass ich darüber NACHDENKE .... und jetzt das erstmal sacken lassen möchte. Eine abschließende Meinung habe ich nämlich noch nicht zu dem, was Ihr schreibt.

@ Ansa
Danke für den Link!
mal reinlesen!

bis bald!
Tilde


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BeitragVerfasst: 31.10.2012, 13:58 
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Liebe Ansa,
herzlichen Dank noch einmal für den Link von Deinem Forum. Ich lese dort interessiert mit, bin aber (noch) nicht registriert. Viele Schilderungen kommen mir recht bekannt vor - Danke noch einmal!


Liebe Grüße,
Tilde

Liebe Pami,
ja, ja ich weiß, Du meinst "es gut mit mir". Und Du hast auch in vielem Recht, was Du sagst, (ist mir schon klar).
Aber bitte glaube mir, sooooooooo schlimm ist die Beziehung mit mir und Mars nun auch wieder nicht. Okay, bei seinem Ausraster, das war schon "heftig" (skorpi, halt, weisse bescheid, ne). Andererseits.............. seit wir uns getroffen haben, wie viele Tage haben wir zusammen verbracht........ wieviele friedliche, konstruktive Tage.......... bald ein Jahr, oder? Und eigentlich täglich gesehen. Und wieviele gute Eigenschaften hat er, die ich nie wieder missen will? Er hat mich in den heftigsten Krisen und teilweise oberfertig gesehen. Aber krisenfest wie er ist, ER WAR DA! Und hat mich nicht alleine gelassen und mich wieder aufgebaut. Das tut ja auch nicht jeder. Das bewundere ich an ihm, diese "Krisenfestigkeit". Er ist es, der mich von den Tabletten und Antidepressiva weggebracht hat. ER ist es, der mich von meinem Faible für Alkohol und Vino weggebracht hat, und zwar BEVOR ich so abhängig wurde, dass ich nie wieder gelegentlich auf Partys mal was trinken darf. All das hat er enorm ernst genommen und mich so gestärkt, dass ich es "lassen konnte". Und trotzdem glücklich war und bin. Und dann EINMAL so ein Ausraster (der bei ihm "nunmal so iss, wenn er schwarz sieht" (ich hoffe und arbeite daran, ihn "nicht mehr schwarz sehen zu lassen" bei mir, "orange" reicht ja völlig aus, oder?), seitdem aber nicht mehr und davor auch nicht.

Deswegen gleich "trennen"?
Muss denn das immer so sein?
Who is perfect? (nein, ich bin es nicht und ER schonmal gar nicht).



Lieber Greg,
siehe oben, bei Pami.


Liebe Alle!
Ansonsten Folks............ bei mir / uns ist alles gut derzeit. Alles friedlich, ernsthaft, viele Pläne, ich bin dabei, ihn auszubremsen ("immer langsam mit die junge Pferde, auch wenn Du es jetzt unbedingt willst, Mars."). Aber "ausbremsen" heißt nicht, "nicht machen". Bloß eben etwas langsamer, so wie es MIR passt. Mit Bedacht, Besonnenheit, einen Schuss Vernunft und Planung. Mars akzeptiert das. Ich bin eben eher "langsam, langsam aber dafür GRÜNDLICH die Pläne verwirklichen" (Mars in Steinbock) bei ihm gehen "öfter die Pferde durch" (Mars-Uranus-Sonne Konjunktion in Skorpion, weisse Bescheid, Pami, ne?).

Nein, bei uns ist "alles gut" wieder und ich werde eben damit leben müssen, einen Typen zu haben, der ganz schön durchknallt, wenn er eben durchknallen will.
Aber er lässt sich auch ausbremsen. Das habe ich die letzten Tage gemerkt.Er hatte sich über einen (wie ich finde ziemlich undiskutablen) Kollegen geärgert und dann kam wieder seine skorpionische Rachsucht durch (er erzählte, was er "vorhatte".) Ich hab ihn dann (MAL WIEDER!) ausgebremst und er hat es "gelassen" ("wegen Dir, Tilde, hast ja Recht"). Denn ich finde "Rache" shice oder kann damit nischt anfangen als treudoofer Fisch (weisse Bescheid, Pami, ne?).

Auf jeden Fall war ich stolz auf ihn, dass er "es gelassen hat". Muss ja nicht sein, oder? Er ist viel friedfertiger an meiner Seite geworden als er früher war. Ich fühlte mich auch geschmeichelt, als er sagte "Ist Dir klar, wie ruhig ich geblieben bin, als ich den und seine Freundin getroffen habe? Ich war voll chilled. Als es mir zuviel wurde, sagte ich zu Dir "okay, lass uns gehen". Aber ich bin ruhig geblieben. Das habe ich nur wegen Dir getan."

Und ich weiß, "es fällt ihm schwerer als anderen".


Sorry Folks, aber ich liebe diesen Arsch.
Fragt mich bitte nicht warum, aber iss so.

so - schluss für heute,
ich muss die Kids bei der Frau von EXvaterMars abgeben! :D (dann hab ich wieder mehr Zeit für Euch!)


bis dann,
Eure Tilde - die sehr glücklich ist gerade!


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BeitragVerfasst: 31.10.2012, 18:31 
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Championtipper
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Liebe Tilde,

da wünsche ich Dir und Euch alles Gute. Zumindest hat Eure Beziehung noch viiiieeel Potential zum wachsen und erwachsen werden. Zeit ist ein guter Faktor und Perfektion gibt es eh nicht. Der Liebste und ich haben auch unsere Schwachstellen und Eigenschaften, die der eine beim anderen nicht unbedingt schätzt, aber das Ganze, so sagt der Liebste, ist eben auch ein Gesamtkonzept. An erster Stelle steht das "Wollen" und alles andere findet sich dann.

Und ja, das Wichtigste ist, das es die meiste Zeit "perfekt" ist, das schöne Tage überwiegen, liebevolle Erinnerungen mehr sind, als dunkle Tage. Was scheren mich die 1 % die hier im Jahr mal nicht hinhauen, okay, nicht das ich diese Tage schätze oder begrüße, aber mitunter gehören sie halt dazu und, heute weiß ich, sie gehen auch vorbei... und dann ist der Alltag wieder gut. Über den langen Zeitraum den wir jetzt zusammen sind, erkenne ich da auch Muster und Veränderungen, Wachstum - Schwierigkeiten manches anzunehmen und einen Umgang damit zu finden, aber an erster Stelle geht es vorwärts und so lange das so bleibt, hat eine Beziehung jede Chance verdient (abgesehen von den No Go`s natürlich) die ich ihr geben kann.

Mein Forum, ich glaube mittlerweile es ist unglaublich schwer eine gute Elternbeziehung zu pflegen, wenn eine Paarbeziehung zerbricht. Wenn zwei Menschen auseinander gehen und sie haben keine Kinder, dann können sie das einfach so tun, es gibt nichts wirklich zu regeln, man streitet sich eventuell, aber niemals kommt man in den Zwang, sich einigen zu müssen.... Kompromisse zu schließen, nie wirklich niemals Ruhe zu haben. Wenn Kinder da sind, wird alles anders, man ist gezwungen, sich miteinander auseinander zu setzen. Es gab ja gute Gründe für eine Trennung - und - das frag ich mich immer - warum erwarten eigentlich alle, das man sich nun einigen könnte - wo es doch zusammen schon nicht geklappt hat?

Je "erwachsener" oder reifer Menschen sind, desto eher können sie sich voneinander weg stellen, auch von sich selbst und die Elternrolle von der Paarrolle lösen. Aber ich kenne überwiegend Menschen, die genau das nicht können..... da wird gezankt und gehackt, auf dem Rücken der Kinder, das es ein wahres Grauen ist.

Erinnere Dich an meinen Ex? Er konnte mich nicht kriegen, weder emotional noch über Geld, ich hab mir einfach einen zuverlässigen Nebenjob gesucht, als er nicht zahlen konnte und war plötzlich relativ unabhängig..... und deshalb ging er über die Kinder. Sie waren das Einzige, über das er mich treffen konnte und es ging ihm, als Narzist natürlich auch um Macht. Ich war sein größter Feind, denn all seine Aktionen liefen bei mir ins Aus. Ich erinnere mich, als er mir einmal etwas sagte und ich anhand seiner Körpersprache genau wusste, das er lügt - und ihm das auf den Kopf zusagte, wie er austickte und förmlich explodierte - und damit kam dann auch die Angst, denn ich war nicht mehr beherrschbar - für ihn folgerichtig - ich bin schuld, denn ich hab mich verändert, von der angepassten, braven Ansa zu einer willensstarken Frau, die er nicht mehr handeln konnte. Heute sehe ich wie unreif und kindisch er sich da verhalten hat, trotzdem konnte ich nicht mehr tun, als ich getan habe und das waren schwere Jahre.

Heute sind es seine Töchter, die ihn durchschauen und spüren, das er anders ist. Mein Mittelchen sagte neulich "ich hasse Papa, ich weiß gar nicht wer er ist, ich kenn ich gar nicht - überall ist er ein anderer Mensch!" Exactly, that´s it und genau dafür hab ich gearbeitet..... das sie in der Lage sind, Solches zu erkennen und sich zu distanzieren.

Na gut, Narzisten sind sicher eine eigene Sorte Mäuse. Und doch hat er mich neulich sprachlos gemacht, er fuhr mich im Auto zu meiner KFZ Werkstatt (hatte sich so ergeben) und plötzlich sagte er "ich habe alles, was ich damals getan habe, getan, weil ich niemandem weh tun wollte, wirklich, das war mein wichtigstes Ziel." :shock: "Ist das eine Entschuldigung," hab ich total verwirrt gefragt (nach all den Jahren und allem was war?) und erhat gesagt "Ja, und glaub mir, wenn ich gewusst hätte, dass das SO nach hinten los geht, ich hätte es anders gemacht!" Wir haben zwei, drei Sätze gewechselt, ich hab das mal so angenommen und dann, dann kam das ultimative "Nie Nicht so gemeint" - "aber all die Jahre" sagte er, "habe ich nur für andere gelebt und mich um sie gesorgt - jetzt bin ich mal dran....." da ging es um unsere Große, der er grad Dinge in die Schuhe schiebt, die sie gar nicht versiebt hat, sie ist nur nicht mehr zugeneigt genug ihm gegenüber. (in meinem Forum kannst das nachlesen, musst aber nicht). Und genau DAS hat er mir vor 10 Jahren erzählt "Du hast mich immer nur gelebt und jetzt bin ich mal dran........" Da hat sich also, außer vielen Ideen und Gedanken gar nix geändert aber auch wirklich nichts.

An dem Satz hab ich lange geknabbert "Du hast mich immer nur gelebt......" und heute zucke ich mit den Schultern und denke mir "a. war das nie mein Ziel b. hab ich das nicht gewollt und c. selbst wenn es so gewesen wäre - hast Du Dich leben lassen..... und d. damit bin ich raus." Heute leben ihn die anderen, deshalb sei er nun dran. Na mir ist`s schnuppe, es berührt mich nicht.

Von daher war das Gespräch doch ganz interessant, all die Jahre hab ich geglaubt, einmal von ihm zu hören, das es ihm leid tun würde, würde etwas in mir auslösen - aber da war nichts..... Verwunderung, aber ansonsten? Nichts - das ist eine Zeit die vorbei ist. Aber wenn es um die Kinder geht und er da irgendeinen Kram abzieht, dann dreh ich immer noch am Rad - das wird sich nicht ändern. Wobei das viiiieeel besser geworden ist, denn ich hab nur noch ein Kind zuhause, und sie ist 15 und hat sich am besten und meisten distanziert. Aber weinen - tun sie eben doch alle nur bei uns und alle sagten "Trurl ist mir ein richtiger Vater, der ist immer für uns da....." ehrlich, da macht´s ihm mein Ex auch einfach, aber das war nie so geplant.

Trotzdem hat er sie letzten Sonntag, als ich in Schweden war, auf dem Ponyhof (wo sie Sonntags arbeitet) vergessen und jemand anders musste sie heimbringen, drei mal hat sie sich übergeben, sie nimmt`s schwer - solche Dinge. Da nutzen dann die Entschuldigungen und die vielen Sch.... von ihm auch nichts mehr. Nächstes Mal werden wir eine Alternativlösung haben, aber sicher. Und mein Kind ist wieder ein bisschen enttäuschter..... davor kann ich sie nicht schützen, ich kann sie nur stärken, um damit besser umzugehen.

So, das mal am Rande - auch wenn ich vieles weiß, kann ich nicht alles lösen. Eltern sein, gemeinsam Sorge tragen, wenn man sich nicht auf den Pelz schauen kann ist verdammt schwer. Gäbe es die Kinder nicht, würde mich dieser Mann aber mal so gar nicht interessieren, es gäbe keinen einzigen verdammten Grund auch nur ein Wort mit ihm zu tauschen. Aber so - werden wir das weiterhin tun müssen, ob wir wollen oder nicht.

Und, kommt ein neuer Partner hinzu, der das ein oder andere anders sieht - dann wird es noch schwerer. Viele Frauen haben Probleme mit den Kindern ihres Exmannes und viele Männer scheuen klare Worte, weil sie Angst haben, die wenige Zeit die ihnen mit ihren Kindern bleibt, durch Streit zu verkürzen, und so entstehen Konflikte ganz anderer Art. Oft sehe ich, das Väter in ihren Wochenenden den Erziehungsauftrag nicht mehr wahr nehmen und Konflikte heran ziehen, an die sie im Traum nicht denken.

Schwierige Sache und Dir und Euch erst mal alles Gute
Ansa

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


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BeitragVerfasst: 01.11.2012, 10:55 
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Registriert: 30.07.2008, 20:40
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liebe tilde,

natürlich kann man die situation nicht richtig beurteilen, wenn man nicht beteiligt ist und denjenigen nicht fühlen kann.
dachte ich auch nicht, ich wollte bloss mal etwas doller auf den prüfknopf drücken sozusagen. :wink:
ansonsten braucht man immer die direkte erfahrung, klar.
wenn du das so meinst, glaub ich es dir und drück dir natürlich sämtliche daumen, die ich habe. :D
und in der tat gäbe es auch für mich kaum was überzeugenderes als "belastbarkeit zeigen und dableiben." :mrgreen:

das bräuchte meiner auch... :roll:
bisher gab es das noch nicht in meinem leben, dass es einer mit mir durchgehalten hätte.
versteh ich auch irgendwie, meine birne, das kapieren die immer nicht, dass man da mit einer gewissen portion gelassenheit und humor ganz einfach drumrumnlaufen könnte und dahinter isses weich und kuschlig.
das finde ich dann wieder so blöde, dass die das nicht kapieren, dass ich auch keine lust mehr habe. :mrgreen:
oder sie kapieren es doch, und sind nicht bereit, das mass an verbindlichkeit einzugehen, was sie schon ahnen, dass ich es haben will.
versteh ich auch, aber nützt ja nix, ist nunmal so.
nur,so ohne kinder und die entsprechende emotionale umverteilung, ist denen das wohl zuviel.
da werden wir, sollte es ein wir je geben, dann wohl hunde halten müssen und ein eigenheim, damit sich das hält... :mrgreen:

ich schätze schon, dass die kinder energetisch auch eine menge gedreht haben bei dir, mit dem standing wird es vllt doch dann hinhauen.
pluto über mars dürftest du ja bald hinter dir haben, und wenn es das überlebt hat, dann ist es wohl das richtige. :)

lg pamina

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BeitragVerfasst: 01.11.2012, 11:43 
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edit: hast du ja schon hinter dir, pluto über mars.
dann iss ja gut. 8) :wink:

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BeitragVerfasst: 09.11.2012, 11:50 
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Ansa hat geschrieben:
Erinnere Dich an meinen Ex? Er konnte mich nicht kriegen, weder emotional noch über Geld, ich hab mir einfach einen zuverlässigen Nebenjob gesucht, als er nicht zahlen konnte und war plötzlich relativ unabhängig..... und deshalb ging er über die Kinder. Sie waren das Einzige, über das er mich treffen konnte und es ging ihm, als Narzist natürlich auch um Macht.


Moin @ all, moin Ansa,
mal wieder was von mir: zunächst zur Beziehung von Mars und mir, ja klar gibt es Probleme, aber das Positive überwiegt

a) deutlich!
b) bei den Problemen (es sind wirklich sehr wenige, wie ich finde) erkenne ich auch Wachstum, Veränderung, Lernbereitschaft und Entwicklung, Kompromisse von beiden Seiten und sehr konstruktive Kommunikation, Nachdenken über die Argumente des anderen.

das "reicht" für mich dann zunächst, um weiterzumachen. Mehr kann ich doch auch gar nicht erwarten. Eine Beziehung ohne Probleme wäre langweilig und ist total illusionär, die Frage ist doch, wie man damit umgeht und ob es Lernbereitschaft beidseitig gibt. Bei uns vorhanden.


Zu Deinem Ex, dem Narzissten:
Also, dass sehe ich bei ihr genauso, wir haben darüber gesprochen, Mars und ich, und denken, es "ist das einzige, worüber sie dich noch treffen kann". Und was er ebenfalls sagt (da gingen bei mir schon die Alarmglocken an): "Sie hat das schon immer gemacht mit mir, diese Machtspiele. Schon damals in der Beziehung, wenn auch in völlig anderen Bereichen, mit denen sie mich treffen konnte. Ich hatte gedacht, nach all den Jahren sei sie erwachsener geworden, sie ist ja heute eine Frau mitte 30, die mitten im Leben steht und kein junges Mädchen anfang 20 mehr. Aber es ist wie damals, trotz all der Zeit, die vergangen ist. Ich habe so oft versucht, mit ihr konstruktiv zu reden, ob man das nicht alles mal lassen kann wegen dem Kleinen und einfach ganz normal Eltern sein kann. Aber egal was ich tue, ich stoße bei ihr auf Granit."
Lange Rede - kurzer Sinn: Ich war ja auch mal wie Du mit einem Narzissten (Horst, man erinnere sich) zusammen und hab schon fast gedacht: "Hoffentlich ist das keine Narzisstin." :shock: Aber ich will mir auch keine Hobby-Ferndiagnose erlauben, dazu bin ich nicht geeignet und man sollte vorsichtig mit sowas sein. Letztlich interessiert das ja auch gar nicht, sondern eben wie man damit umgeht. Nun, und wie es ausschaut, wird sie "wohl IMMER das Leben lang Machtspiele spielen." Nicht schön, aber wir werden wohl damit leben müssen.

Da hilft dann einfach nur abgrenzen, und für mich als Partnerin bedeutet das eben, dass ich ihm wohl die Kraft gebe, damit umzugehen, ihn da stärke, wenn er Stress mit ihr hat. Oder das Selbstvertrauen, damit umgehen zu können. Für mich selbst, da genau zu sehen, dass ich mich abgrenze, es nicht zu nahe an mich heranlasse, Gelassenheit wahrscheinlich.

Und natürlich auch bei anderen mal zu hören, wie sie denn mit diesen Patchworkfamilies das regeln, was erwartet werden kann, was nicht. Bei mir und Kindsvatermars und seiner Frau klappt das übrigens sehr gut, aber die Kleinen sind ja noch so klein, vielleicht gibt es später größere Konflikte, aber ich habe auch das Vertrauen, dass wir das immer regeln werden, da "einen Nenner" finden werden, auch wenn es bei mir zuhause mitunter wohl anders zugehen wird als bei denen, aber das ist für mich eigentlich kein Problem, weil wir in den grundsätzlichen Fragen die gleiche Einstellung haben, was Kindererziehung angeht. Und dann kann es in Einzelheiten durchaus mal "anders" sein, das können die Kleinen gar nicht früh genug lernen, dass es im Leben Unterschiede gibt, das wird immer so sein, auch wenn sie älter werden und in ganz anderen Bereichen. (Beispiel: "der eine Lehrer so, der andere so." Trotzdem muss es grundsätzliche klare Regeln geben, an die sich beide Lehrer halten) usw.


So, nun möchte mich nochmal weiter durch das Forum lesen,
danach mehr!

LG,
Tilde


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BeitragVerfasst: 09.11.2012, 13:22 
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Moin Tilde,

Zitat:
Und dann kann es in Einzelheiten durchaus mal "anders" sein, das können die Kleinen gar nicht früh genug lernen, dass es im Leben Unterschiede gibt, das wird immer so sein, auch wenn sie älter werden und in ganz anderen Bereichen. (Beispiel: "der eine Lehrer so, der andere so." Trotzdem muss es grundsätzliche klare Regeln geben, an die sich beide Lehrer halten) usw.


Da gehe ich gleich mal drauf ein. Ich glaube, es ist ein Irrglaube, das Eltern immer an einem Strang ziehen müssen und gleiche Ziele haben sollten. Natürlich, das wäre die Idealform - aber wenn sie zu unterschiedlich sind (was logisch wäre, weil es ja sicher gute Gründe für eine Trennung gab) dann ist nicht Hopfen und Malz verloren, es wird "nur" schwerer.

Bei meinem Ex und mir prallten Welten aufeinander. Kleinigkeiten und Großheiten. Das fing an, als die Kinder klein waren.

Beispiel, meine Tochter, 4, hatte nicht aufgeräumt, war auf ihr Barbiepferd getreten und ein Bein war abgebrochen. Große Trauer, dicke Tränen - mein Kommentar "ach schade Liebes, das Du nicht aufgeröäumt hast, nun ist Dein Pferd kaputt, das tut mir leid" und während sie noch schniefte meinte ich "ist ja bald Weihnachten, vielleicht kannst Du Dir vom Weihnachtsmann ein neues Pferd wünschen?"

Dann kam Papa und schnaubte "ach was, komm Süße, wir fahren los und kaufen ein neues Pferd. Einfach so? Einfach so.

Nun hätte mein Kind, wäre es nach mir gegangen, gelernt a. ich muss aufpassen wenn ich irgendwo drüber laufe, b. kaputt ist blöd und nun muss ich warten, bis ich ein neues Pferd bekomme und c. Spielzeug ist wertvoll. Gelernt hat sie a. ist nicht schlimm und b. kann man neu kaufen..... natürlich war Papa ihr Held.

Und es ging weiter, als sie groß waren. Mittelchen wollte, als es ans Schuhe kaufen ging, unbedingt rote Schuhe haben, da war sie etwa 10, keine anderen, rote..... was hat sie für ein Drama gemacht.... wenn diese nicht, dann keine. Mein Einwand, "aber wenn wir die jettz kaufen, dann gibt es dies Jahr keine anderen Schuhe mehr, überleg Dir das!" Sie nahm die roten Schuhe. 14 Tage später, großes Drama, "die sind hässlich, ich mag sie nicht, ich zieh sie nicht an, ich will andere haben......" Ich hab sie daran erinnert, was wir besprochen haben. Mein Kind zog die "alten" Schuhe an, die sahen auch schon recht bedürftig aus.

Papa sagte irgendwann was zu den Schuhen, mein Kind "Ja, ich weiß aber Mama kauft mir keine neuen Schuhe......" tieftrauriger Blick (in etwa so wie der gestiefelte Kater im Trickfilm) und Papa sprang sofort an, "also, wenn die Mama das ganze Geld für sich ausgibt (Lieblingsspruch, über Jahre bei behalten) dann kaufe ich Dir Schuhe und zieh ihr das vom Unterhalt ab." Mein Kind bekam also ein zweites Paar Schuhe - und ich die Rechnung. Wie groß waren seine Augen als ich das dann erklärte.... aber es war ihm Schnuppe, seine Tochter wollte eben neue Schuhe. Schluß. Da waren wir schon getrennt.

Was sie bei mir gelernt hätte ist klar, was sie statt dessen gelernt hat, war viel mehr, als es auf den ersten Blick ausschaut, auch wenn ich ihr keine Vorwürfe gemacht hab (ich mein, sie war 10, so was tun Kinder einfach) hatte sie ein grottenschlechtes Gewissen und wenig Freude an den Schuhe. Da war der Loyalitätskonflikt, natürlich wusste sie genau, das ihr Verhalten nicht okay gewesen ist.

Solche Begebenheite gab es viele und meine Kinder hatten die Chance daraus zu lernen, das ging mal schief, war mal schwer für den Liebsten und mich, wenn Papa uns unbedingt eines reinwürgen musste und doch, die Kinder tricksten nicht uns aus, sondern ihn..... klar haben wir darüber gesprochen, dass das kein guter Weg ist, aber mit den Gefühlen mussten sie umgehen lernen - durften sie umgehen lernen. Heute wissen sie, Papas "Großzügigkeit" hat einen Preis und mehr und mehr verzichten sie darauf. Ist ihnen zu teuer erkauft. Das aber hätten sie nie lernen können, wäre er nicht so gewesen wie er nun mal ist.

Und, wenn dann noch unterschiedliche Haushalte dazu kommen, wird es leichter, denn das bedeutet für kleine Kinder Normalität, bei ihrem Kindergartenfreund sind auch andere Dinge erlaubt, als zu Hause, bei Oma gelten andere Regeln als bei Mama - sie kommen auch meist nicht auf die Idee, zu Hause das zu tun, was sie woanders erleben. Und wenn, je älter sie werden, desto mehr Gesprächsmöglichkeiten gibt es.

Meine Angst war immer, meine Kinder könnten so leichtsinnig werden wie mein Ex, die Dinge nicht schätzen, aber unser Vorleben hat ausgereicht, tatsächlich. Natürlich sind sie jung und übertreiben mal, das gehört dazu, natürlich müssen es mal drei Katzen sein und daran zu lernen, das eine Katze ja doch gereicht hätte - aber das sind Lebenserfahrungen, die sie dringend brauchen.

Selbst unterschiedliche Erziehungsstile sind kein Drama, wenn beide Eltern sie gegenseitig achten, denn auch Kinder reagieren bewusst und absichtlich auf das Tun ihrer Eltern.

Beispiel, mein Exmann war immer SEHR gerecht, er führte Zettel, wann und mit wem er Eis essen war, er fuhr genau 82 Kilometer, hielt auf der Autobahn und ließ die Kinder die Plätze tauschen, damit gerechterweise Jedes die gleiche Strecke vorn sitzen konnte. Ich hab mir immer die Haare gerauft ob dieses Unsinns. Und natürlich haben sie das bei uns versucht - und meine Meinung, wer hier jetzt Eiskugeln zählen wolle - mit dem würde ich keines mehr essen - weil sich das im Lauf der Jahre ausgleicht oder eine Strecke vorn und das dritte Kind käme dann beim nächsten Mal dran, die Alternative sei, alle säßen hinten - hat super gefunzt. Bei meinem Ex machten sie extrem Stress, sahen auf den Zähler, verglichen die Zettel (ich bekomm jetzt aber zwei Kugeln, die andern waren ja einmal mehr mit Dir Eis essen....) bei mir, nach klaren Worten "Papa kann das gern so machen, das ist okay, aber ICH mache es anders" war Ruhe.

So, weißt, was ich mein? Viele Möglichkeiten erweitern nur den Horizont, aber auch bei mir hat es gedauert, bis ich das SO sehen konnte.

Liebe Grüße
Ansa

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


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