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BeitragVerfasst: 07.11.2009, 09:14 
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4. Die Phase der Initimität

Für eine echte und dauerhafte Liebe muss man mit einem Seelengefährten zusammen sein und überdies die 4 Phasen durchleben. Diese dienen dazu, die 4 Türen zur Intimität auf diesen Ebenen, der sexuellen, der emotionalen, der geistigen und der seelischen, zu durchschreiten. Solange man sich auf diesen Ebenen jedoch nicht ausreichend vorbereitet hat, so dass man die Phasen einer Beziehung dementsprechend durchlaufen kann, ist man in der entsprechenden Ebene noch nicht bereit zur wirklichen Intimität. Dann kann man die Ziele der Phasen aber nicht erreichen - und eine Beziehung wird nicht von Dauer sein.

Die meisten Menschen sind nur physisch autonom, weshalb sie physische Intimität, sexuelle, gut leben können. Das allein reicht aber noch lange nicht, damit eine Beziehung erfolgreich sein kann.

Weniger Menschen sind emotional autonom. Fragliche Erziehungsmethoden der Eltern während ihrer Kindhei, ebenso wie mangelnde Vorbilder echter Beziehungen und emotional gesunde Menschen in ihrem Umfeld sind der Grund dafür, dass sie nicht gelernt haben, für sich emotional zu sorgen. Ein Mann, der permanent Bestätigung seiner Taten und Anerkennung seiner Partnerin benötigt, um sich gut zu fühlen, ist nicht hinreichend autonom und damit nicht ausreichend vorbereitet für eine dauerhafte Beziehung. Nur ein emotional autonomer Mensch hat die Fähigkeit, sich mit den Menschen zu umgeben, die einem auch wirklich guttun und bei dem man sich wohlfühlen und man selbst sein kann.


Eine Frau, die ihren Selbstwert noch allein daraus bezieht, wie sie in einer Beziehung von einem Mann behandelt wird, wird überlange mit einem Partner zusammenbleiben, der ihr nicht entspricht und bei destruktiven Verhaltensweisen seinerseits aus sofort in ihrem Selbstwert zerstört sein.

Diese Menschen sind also noch übermäßig abhängig vom Gegenüber, was ihre emotionales Erleben angeht.


Noch weniger Menschen sind geistig autonom. Weder wissen sie, wer sie sind, noch wer sie nicht sind. Alles was sie wissen, ist, wer sie sein _sollen_. Bei Jugendlichen ist es in Ordnung, wenn sie Vorbildern und Rollenmodellen nacheifern, sogenannten Idolen. Sie müssen noch zuviel über sich selbst herausfinden. Aber auch viele Erwachsene haben keinerlei Ahnung, wie ein Leben, das ihnen am besten entspricht, gestaltet werden sollte. Nicht alles, was für andere gut ist, muss auch für einen selbst gut sein. Diesen Mangel bezeichnet man auch oft, als fehlende "Integrität". Sie sind allzu abhängig von der Meinung anderer. Weder sind sie geistig von ihren Eltern gelöst, so dass sie andere Lebenserwartungen und Einstellungen verkörpern als diese es taten, noch sind sie dazu in der Lage, diese Einzigartigkeit gegenüber anderen zu vertreten und sich tolerant, jedoch abgrenzend gegenüber anderen zu verhalten.

Ein großer Schritt der geistigen Autonomie ist die Spiritualität: Wenn man im Laufe der Zeit seine Fähigkeit entdeckt, dass man alle Chancen bekommen kann, die man braucht, um seine Bedürfnisse zu erfüllen, die ein Leben erfordert, welches einem entspricht, dann beginnt man immer autonomer zu werden und sich von den Bedingungen um einen herum zu lösen.


Ebenfalls wenige Leute wissen, was sie überhaupt glücklich macht. Sie sind seelisch überhaupt nicht autonom. Sie haben solange ihre Herzenswünsche unterdrückt, dass sie nicht mehr wissen, was sie in ihrer Einzigartigkeit sich überhaupt vom Leben wünschen. Oftmals ist es so, dass diese Menschen erst wieder ihre Herzenswünsche wahrnehmen, wenn sie geistig autonom geworden sind, wenn sie spirituell geworden sind. Wenn man die Fähigkeit entdeckt, durch seine geistige Autonomie, dass man alle Chancen erhält, die man braucht, um sich selber treu zu werden und seine Herzenswünsche zu erfüllen, dann erst beginnen sie auf ihre Seele zu hören, weil sie sich nun in der Lage fühlen, diese Herzenswünsche auch erfüllen zu können. Während sie zuvor mit dem Über-leben beschäftigt waren, beginnen sie nun endlich zu LEBEN. Das ist ein großer Unterschied.


Diese Bereitschaft auf allen 4 Ebenen ist es, was einen erlaubt, einen Menschen be-ding-ungs-los zu lieben. War man vorher von "Wenn" und "Aber" abhängig, hatte seine Liebe an Bedingungen geknüpft, Unsicherheiten hinsichtlich der Unwägbarkeiten des Abenteuers Leben gewägt... so kann man jetzt bedingungslos - unabhängig von allen Gegebenheiten das Leben wie es kommt, beim Schopfe packen um das Beste für sich und seinen Seelengefährten draus zu machen.


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BeitragVerfasst: 07.11.2009, 22:22 
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Zunehmende Klarheit

Bedenkt man, was alles notwendig ist, um ein erfülltes Leben zu zweit führen zu können und schaut sich die Gegenwart an, dann verwundert es nicht mehr, warum sich soviele Paare verbittert trennen, oder warum Paare eine Heirat bis zum Nimmerleinstag hinauszögern und es wundert schon gar nicht mehr, dass soviele Ehen frustriert sind.

Unter Berücksichtigung all dieser Umstände ist es sogar ganz und gar bemerkenswert, dass Männer und Frauen überhaupt noch Liebesbeziehungen miteinander eingehen und es miteinander aushalten.

Weder sind sie auf allen entscheidenden Ebenen autonom, noch wissen sie etwas über die Unterschiede von Männern und Frauen oder wie man diese Unterschiede ergänzend sich zu nutzen macht, noch wissen sie etwas über die Phasen, die nötig sind, um zunehmende Klarheit zu finden, ob der Partner der Richtige für einen ist.

Es ist also mehr als erstaunlich, dass es überhaupt noch Liebesbeziehungen gibt. Und bei aller Ehrlichkeit, der absolute Ausnahmefall, dass es lebenslange glückliche Beziehungen gibt.

Hat man sich jedoch auf allen Ebenen hinreichend vorbereitet so dass man autonom ist, weiß etwas von den Unterschieden von Männern und Frauen und den 5 Phasen, um herauszufinden, ob man füreinander bestimmt ist, sieht die Sache schon sehr viel einfacher aus. Die meisten Leute haben einfach nie gelernt, worauf es in dieser Hinsicht ankommt - es fehlen ihnen die Vorbilder, denn Beziehungen die heutzutage wie bei unseren Eltern allein der Existenzsicherung wegen eingegangen werden, sind in diesen Zeiten zum Scheitern verurteilt. Bei einigen mag es nur wenige Monate dauern, bei anderen viele, viele Jahre. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man sich trennt. Wenn nicht zumindest äußerlich, so zumindest innerlich.

Es ist also nur klug und ein Zeichen von Reife, dass soviele Paare heutzutage mit dem Heiraten warten, weil sie sich doch noch nicht bereit dafür fühlen. Dies hat nicht mit mangelndem Verantwortungsbewusstsein zu tun, sondern ist hingegen Zeichen eines vorangeschrittenen Verantwortungsbewusstseins. Auch wenn man meint, seinen Seelengefährten getroffen zu haben, ist es also besser, in jedem Fall mit der Hochzeit zu warten, bis man eine hinreichende Reife erreicht hat, die Autonomie auf allen vier Ebenen ermöglicht.

Männer und Frauen tun also gut daran, diesen Rat zu beherzigen, vor allem wenn beide noch unter 30 sind - egal wie sicher sie sich sind.
Ist man hingegen in späteren Jahren reifer und autonomer, dann kann es sehr viel schneller gehen - einfach weil man "bereit" dazu ist.


Zuletzt geändert von Tilde am 07.11.2009, 23:51, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 07.11.2009, 22:40 
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Die Phase der Intimität - die Dunkelseiten

Wenn man auf allen 4 Ebenen die Erfahrung gemacht hat, dass man in der Lage ist, das Beste aus dem Partner zum Vorschein zu bringen, da dort eine gegenseitige Anziehung besteht, und wenn man hinreichend autonom auf allen 4 Ebenen ist, dann kann man es in Phase 4 nun endlich wagen, auch die Seiten seines Lebens mitzuteilen, die weniger anziehend sind. Da die Partner in Phase 3 erkannt haben, dass sie in der Lage sind, das Beste an dem Partner zum Vorschein zu bringen, werden sie sich in diesen Zeiten wieder darauf besinnen können, so dass die Beziehung stabil bleibt, trotz kurzer Krisen.

Weiß man hingegen nicht, wie man das Beste am Partner zum Vorschein bringt, dann werden die Krisen immer häufiger, immer länger, und immer dramatischer. Irgendwann dann sind die Gefühle füreinander entweder erloschen oder aber zumindest einer von beiden hat den Glauben an eine gemeinsame Zukunft verloren. Phase 3 gibt einem Gelegenheit, zu erproben, ob man eine Beziehung stabil halten kann.

Diese Dunkelseiten sollen aber die Ausnahme bleiben - aber: es wird Krisen geben. Viele dieser weniger anziehenden, schwierigen Verhaltensweisen sind bereits in dem Buch "Männer sind anders - Frauen auch" ausführlich beschrieben worden.

Doch während sich dieses Buch an Ehepaare wendet, um ihnen Gelegenheit zu geben, das Beste aus ihrer Ehe zu machen, ist das Buch "Mars such Venus, Venus sucht Mars" für Menschen bestimmt, die noch nicht mit ihrer großen Liebe verheiratet sind.


Warum es so wichtig ist mit der Intimität zu warten

Viele Paare, die nichts davon wissen, wie man eine Beziehung aufbaut, überspringen die Phasen. Sie finden jemanden anziehend und gehen sofort eine Beziehung mit ihm ein. Sie nehmen sich keine Zeit dafür, auf allen 4 Ebenen eine VERBUNDENHEIT herzustellen, wozu die Phasen dienen sollen.

Hat man jedoch sich einmal die Zeit genommen, auf der geistigen, seelischen, der emotionalen und der physischen Ebene eine Verbundenheit herzustellen - gewinnt man die Fähigkeit sich auf diesen Ebenen nahe zu sein. Verbindet man sich hingegen physisch und emotional, bevor man sich geistig und seelisch verbunden hat, dann stellt sich leicht das Gefühl der "Unvollständigkeit" ein. Eine langfristige Beziehung wird das nicht überleben.


Zuletzt geändert von Tilde am 07.11.2009, 23:52, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 07.11.2009, 23:05 
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Phase 4 - Intimität und bedingungslose Liebe

Wenn sich in Phase 3 das Herz immer mehr durch das gegenseitige Geben und Nehmen füreinander geöffnet hat und es nun immer weiter tut, dann beginnt man seinen Partner bedingunglos zu lieben.

Auch wenn er nicht so vollkommen ist, wie man in früheren Phasen glaubte, so kann man doch auch zu ihm halten.

Eine Anziehung, die seelisch und geistig ist, also spirituell, verleiht nämlich die Fähigkeit, Kritik, Urteile und vor allem Zweifel durchzustehen, auch wenn der Status Quo in und um eine Beziehung herum nicht immer so sein wird, dass man vom Himmel auf Erden sprechen könnte.

Und auch wenn sich das Herz vorübergehend wieder verschließt, findet man wieder leicht den Weg zurück zur Liebe, die sich auf einem festen Fundament liebevoller Erfahrungen gründet.

Indem man immer wieder zu dieser Liebe zurückkehrt und sich seiner spirituellen Verbundenheit bewusst ist, erwirbt man schließlich das Vertrauen und die Selbstsicherheit, die man braucht, um in dieser Phase seinen Lebenspartner zu erkennen.

Wenn man dann heiratet, ist man für die großen Herausforderungen die das Leben und eine Ehe für uns bereithält, auch wirklich bereit ohne sich vor ihnen derart zu fürchten, dass man sich - im wahrsten Sinne des Wortes - nicht "traut".

Man spart sich überdies zudem die Machtkämpfe, die viele Paare durchmachen, weil sie nicht hinreichend autonom sind, weder geistig, noch emotional. Stattdessen sind sie vom Partner abhängig und dem, was er zu bieten hat. Aber ein Partner ist und bleibt nur ein Mensch - er wird nie alles bieten können und schon gar keine Sicherheitsgarantie für unser Glück abliefern können.


Dies ist auch gar nicht Sinn und Zweck eine Ehe. Der Sinn liegt vielmehr darin, dass es ein Herzenswunsch ist, der aus unserer Seele kommt, mit einem Menschen, der uns auf allen Ebenen besonders anzieht, gemeinsam durch das Leben zu gehen.

Wenn man einander intimer kennengelernt hat, kann man zu gegebener Zeit erkennen, ob der Partner der Seelengefährte ist. Oft fragen sich Menschen: "Woher weiß man es?"

Die Antwort lautet: Bereiten Sie sich auf allen 4 Ebenen ausreichend vor, bis Sie wirklich autonom sind. Gehen Sie dann eine Beziehung mit einem Menschen ein, den nicht nur Sie auf allen 4 Ebenen inspirieren, sondernwelcher auch Sie auf allen 4 Ebenen inspiriert. Gehen Sie durch alle 4 Phasen des Dating hindurch. Und dann WERDEN Sie es wissen.

Und wenn Sie es wissen, dann sind Sie bereit für die 5te Phase des Dating.


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BeitragVerfasst: 07.11.2009, 23:16 
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Seelische Autonomie

Ein ganz entscheidender Punkt für eine erfolgreiche Beziehung ist also die seelische Autonomie. Solange das Herz gebrochen ist, ist man nicht in der Lage zu erkennen, ob jemand der Richtige für einen ist oder nicht.

Doch woran erkennt man ein gebrochenes Herz?
Ein sehr deutliches Zeichen ist, dass man potentielle neue Partner mit seinem alten Partner _vergleicht_. Ein offenes Herz, welches so geheilt ist, dass es auch _ohne_ den Expartner glücklich und seelig sein kann, vergleicht hingegen nicht mehr.

Es ist also wichtig, sich nach dem Scheitern einer ehemaligen Beziehung ausreichend Zeit zu nehmen, die Trennung so zu verarbeiten, dass sich das Herz wieder öffnet. Je mehr sich das Herz wieder öffnet nach einer Trennung durch die Verarbeitung, umso mehr wird der Betreffende auch erkennen, dass sein ehemaliger Partner der Falsche war.

Solange das Herz noch gebrochen ist, wird er nicht in der Lage dazu sein. Es wird immer ein "vielleicht war es doch der Richtige" im Hinterkopf sein.


Doch bevor man nicht ganz klar erkannt hat, dass der ehemalige Partner der Falsche war, und entschieden sagen kann " Es war halt der Falsche", weil das Herz immer noch gebrochen ist, wird man niemals zu jemand Neues entschieden "Ja" sagen können. Man braucht es also gar nicht zu versuchen. Man ist hier einfach noch nicht bindungsbereit.

Wann immer jemand zu dem Menschen mit einem gebrochenen Herzen sagen wird: "Du wirst jemand Besseren finden!" wird er, solange dessen Herz noch gebrochen ist, allenfalls ein müdes Lächeln oder aber aufgesetzte unehrliche "Zustimmung" ernten.

Erst wenn man erkannt hat, dass der ehemalige Partner der Falsche war, dann kann man auf darauf aus vollem Herzen antworten "Mit Sicherheit! Auf jeden Fall!"

Doch wenn man noch nicht einmal zu Freunden aus vollem Herzen ja sagen kann bei dieser Frage, dann wird man es erst recht nicht zu einem neuen Partner sagen können.

Wie man ein gebrochenes Herz heilt, ist ausführlich in dem Buch "Mars und Venus neu verliebt - nach der Trennung den Mut für eine neue Liebe finden" beschrieben.


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BeitragVerfasst: 07.11.2009, 23:33 
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Warum der Falsche doch wieder der Richtige war - wie man Beziehungen positiv abschließt


Am besten geht man eine Verbindung mit einem Seelengefährten ein, wenn man nicht nur ein offenes Herz hat, sondern ganz bewusst gelernt hat, es auch immer wieder zu öffnen. Hat man es einmal gelernt, und wir lernen es nicht in der Schule, wie man es tut, dann kann man es immer wieder tun, auch wenn man in einer späteren Beziehung wieder verletzt wird, was nahezu unvermeidlich sein wird. Aber nur jemand der ein offenes Herz hat, kann einen anderen voll und ganz hineinlassen - denn er weiß, wenn es gebrochen wird, wird er es wieder richten können.


Warum die Zeit nicht alle Wunden heilt

Viele Leute sagen, die Zeit heilt diesbezüglich alle Wunden. Das ist so nicht richtig. Die Zeit heilt sicher, aber sie heilt auch nicht alles. Einige Menschen leben seit Jahrzehnten mit einem gebrochenen Herzen und wissen es nicht einmal. Ein gebrochenes Herz ist wie ein ehemals gebrochener, nun verwachsener Knochen. Auch wenn es aktuell nicht mehr schmerzt - er ist funktionsunfähig zusammengewachsen. Mit einem gebrochenen Herzen kann man weder bedingungslos lieben noch glücklich werden. Einige Herzen sind nur ein kleines bisschen gebrochen. Dann muss man es eben "ein bisschen" wieder einrichten und korrigieren. Andere sind so zusammengebrochen, dass längere und intensivere Arbeit vonnöten sein wird.

Was in jedem Fall nötig ist, ist Arbeit. Die Zeit heilt eben nicht alle Wunden. Erforderlich ist vielmehr eine gezielte Heilung unter professioneller Anleitung. Einige mögen hierfür eine Therapie in Anspruch nehmen. Andere mögen Bücher bevorzugen. Entscheidend ist, dass man sich Hilfe sucht. Alleine schaffen kann man es erst, wenn man es einmal gelernt hat - und es kann sehr lange dauern und schwierig werden, es "das erste Mal" zu lernen. Hat man es jedoch erst einmal gelernt, kann man es immer schneller und leichter tun.

Dies ist eine Voraussetzung für die Ehe, wenn der Partner einem später das Herz bricht, um es schnellstmöglich wieder zu öffnen und so zu der Liebe zurückzufinden.



Die ideale Zeit zum Üben, wie man sein Herz wieder öffnet, ist also nach dem Scheitern einer ehemaligen Beziehung, die man sehr betrauert, und die einem das Herz gebrochen hat. Hier gilt: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, denn die Fähigkeit, sein Herz immer wieder zu öffnen, wird man ohnehin mitbringen müssen, will eine Ehe dauerhaft glücklich sein und will man seinen Partner immer mehr, nicht immer weniger lieben.


Eine Beziehung, die einem das Herz gebrochen hat, ist keine Zeitverschwendung, wenn man sie in positiver Weise abschließt und aus ihr lernt. Lernt man hingegen nichts, wird man die gleichen Erfahrungen wieder und wieder machen mit jemand anderem, bis man entweder alles hinschmeißt und keine Beziehungen mehr will - oder aber endlich einmal lernt, was zu lernen ist.


Insofern ist der "Falsche" dann doch wieder der Richtige gewesen, der einem Gelegenheit bot, sich in einer für einen selbst perfekten Weise auf den Seelengefährten vorzubereiten.


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BeitragVerfasst: 07.11.2009, 23:54 
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So, Ihr Leuts.

Das saan jetz ersma die Basix, also die "Essenz" des Buches.
Steht natürlich noch erheblich viel mehr drin, und vieles finde ich auch wichtig. Aber wir wollen hier den Rahmen nicht sprengen und uns auf das "Wesentliche" konzentrieren.


Finished!


Greetings,
Tilde


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BeitragVerfasst: 08.11.2009, 11:47 
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5. Phase des Dating - die Verlobung

In diesem Abschnitt werden nochmal alle vorigen zusammengefasst und der Sinn und Zweck der Verlobung erörtert:

Das ganze ist wie das Backen eines Kuchens: In den ersten 4 Phasen werden die Zutaten gemischt:

Während der Phase der Anziehung erkundet man, was man mag und was man nicht mag. Was man braucht und was nicht. Was einen inspiriert und was nicht. Wo man man selbst sein kann und wo nicht. Und was einen erfreut und was nicht.

In der Phase der Ungewissheit prüft man, ob man hinreichend bereit für eine Bindung ist, ob man auf allen Ebenen hinreichend autonom ist oder nicht. Ob man zusammenpassen könnte oder nicht. Und ob der Partner der Richtige für einen wäre oder nicht: Ob die Anziehung auf allen Ebenen auf Gegenseitigkeit beruht.

In der Phase der Ausschließlichkeit gibt man schließlich seinem Partner was er braucht, um die besten Seiten an ihm auf allen 4 Ebenen zum Vorschein zu bringen. Ist man dazu in der Lage, und spürt eine zunehmende Verbundenheit, begibt man sich in Phase 4.

In der Phase der Intimität beginnt man zu erkunden, ob man auch zu dem Partner halten kann, wenn er weniger großartig ist, als man am anfang dachte, weil man hinreichend autonom ist und weil man in der Lage ist, grundsätzlich das Beste an ihm zum Vorschein zu bringen. In dieser Phase stellt man also echte Nähe her und kann durch seine bedingungslose Liebe und sein offenes Herz sehen, ob der Partner der Richtige für einen ist oder man sich in der Erkenntnis, dass man nicht zusammenpasst, besser trennen sollte.

Gewinnt man die Erkenntnis, dass man für ein gemeinsames Leben bestimmt ist, dann begibt man sich in Phase 5 und verlobt sich.
Die Erkenntnis, dass der Partner der Richtige für einen ist, hat aber etwas Flüchtiges. Demgegenüber hat die Erkenntnis dass es der Falsche für einen ist eine recht stabile Ausdrucksform. Wenn man die Erkenntnis, dass er es ist, bekommt, dann hilft die Verlobung, diese zu festigen.


In Phase 5 des Dating werden nun alle Zutaten, die dafür nötig sind, dass man eine erfolgreiche, erfüllende Beziehung führen kann und gemeinsam durch das Leben gehen kann, die vorher gemischt worden sind, in den Ofen verfrachtet: Und dort geht der Kuchen auf. Stimmen die Zutaten nicht, fehlt etwas entscheidendes - wird der Kuchen nicht schmecken. Stellt man den Teig nicht in den Ofen, wird er ebenfalls nicht genießbar sein. Bleibt der Kuchen aber zu _lange_ in dem Ofen, oder zu kurz, wird er ebenfalls nicht genießbar sein. Die ideale Verlobungszeit beläuft sich auf etwa 6-9 Monate.

In dieser Phase ist es wichtig, dass der Mann sich in dieser Zeit um alles kümmert, was die Frau braucht und damit unter Beweis stellt, dass er auch dazu in der Lage ist. Er trainiert damit seine Muskeln für die Ehe - die noch ein Vergrößerungsglas einer noch unehelichen Beziehung darstellt.


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BeitragVerfasst: 08.11.2009, 12:06 
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Abschnitt M: Warum es so wichtig ist, sich immer in die Phase zu begeben, in der sich der "langsamere" Part befindet und keine Phasen zu überspringen




(seh ich hier andauernd im Forum, deswegen jetzt mal explizit jetzt für alle, Ihr könnt ja sonst mal die betreffenden aus dem "Rat und Hilfe-" Forum auf diesen Thread verweisen, ich glaub da fallen den Schuppen von den Augen).


Ich tippsel mal eben ab, was DANN passiert:

:arrow:


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BeitragVerfasst: 08.11.2009, 12:16 
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1. Wenn die Frau schneller voranschreitet als der Mann

Wenn die Frau verliebt ist und sich so verhält, als ob ein Mann sie schon erobert hätte, weil sie sich in ein Fantasiebild verliebt hat, dann bleibt der Mann in einer früheren Phase stecken, selbst wenn beide das Potential zu mehr hätten.

Er hat keine Motivation mehr, voranzuschreiten. Männer kommen vom Mars: "Tue nichts was Du nicht tun musst! Sei effizient, wenn Dir ein anderer die Arbeit abnimmt, umso besser!"

Er wird dann derjenige sein, der "bremst".

a) ER: Phase 4 (Intimität), SIE: Phase 5 (Verlobung):

Er denkt: Warum soll ich schlafende Hunde wecken? Jetzt ist doch alles prima. Ändern wir nichts daran.


In diesem Fall kann er, weil sie sich schon in einer höheren Phase befindet und sich verhält, als ob sie verheiratet wären, tief in seiner Seele nicht das Verlangen entdecken, was ihn eigentlich erfüllen würde: Dass er mit ihr durch das Leben gehen möchte. Er wird daher vielleicht nie das Bedürfnis haben, ihr einen Heiratsantrag zu machen.


Zuletzt geändert von Tilde am 08.11.2009, 12:23, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 08.11.2009, 12:22 
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b) ER: Phase 3 (Ausschließlichkeit), SIE: PHase 4 oder 5:
Er sagt sich: "Diese Beziehung kann noch eine Weile so weitergehen."

Er geht zwar nicht mit anderen Frauen aus, aber er hat auch nicht das Bedürfnis nach mehr oder danach, sein Leben mit der Frau zu verbringen. Er lässt die Sache treiben und nimmt sie für selbstverständlich. Er neigt auch dazu, auf all die kleinen romantischen Aufmerksamkeiten zu verzichten, die ihr das Gefühl geben, etwas Besonderes für ihn zu sein. Diese Passivität führt schließlich dazu, dass er wieder auf andere Frauen aufmerksam wird. Wenn ihre Seifenblase platzt, gehen sie wieder getrennte Wege.


Zuletzt geändert von Tilde am 08.11.2009, 12:45, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 08.11.2009, 12:27 
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c) ER: Phase 2 (Ungewissheit), SIE: Phase 3:
Er denkt: "Ich möchte sie keinesfalls enttäuschen oder verletzen, ich rufe besser nicht an. Ich möchte ihr nichts vormachen. Sie erwartet soviel. Ich glaube nicht dass ich dazu bereit bin."


Es ist völlig normal, dass ein Mann in Phase 2 an einer Frau zweifelt, aber wenn sie aus der Haltung einer höheren Phase reagiert, ist die traurige Wahrheit, dass er eine engere Bindung schon alleine deswegen vermeiden wird, weil er sie mag und gern hat.


Zuletzt geändert von Tilde am 08.11.2009, 12:36, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 08.11.2009, 12:30 
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d) ER: Phase 1 (Anziehung), SIE: Phase 2 (Ungewissheit)
Er denkt: "Sie ist gewiss nicht die Richtige für mich. Wie kann sie so reagieren, obgleich sie mich noch nicht einmal kennt? Sie ist zu kritisch für mich! Was für eine kritische, negative Person. Ich mag sie nicht."


Dies weckt den Eindruck bei ihm, dass sie ein schwieriger, abstoßender Mensch ist.

Die Frau muss, ebenso wie der Mann, akzeptieren, dass es in Phase 1 noch überhaupt nicht darum geht, zu prüfen, ob man zueinander passt, sondern einfach Menschen kennenzulernen und offen auf diese zuzugehen. Es hat nichts damit zu tun, ob man eine Beziehung in Betracht zieht.


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BeitragVerfasst: 08.11.2009, 12:44 
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e) ER: Phase 1 (Anziehung), SIE: Phase 3 (Auschließlichkeit):
Er denkt: " Was für ein billiges Stück. Ich würde keinem Club beitreten, der mich als Mitglied akzeptieren würde."


Sie schmälert ihren Wert für ihn. Wenn sie sich billig verkauft, dann wirkt sie eben - billig.


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BeitragVerfasst: 08.11.2009, 12:49 
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f) ER: Phase 1, SIE: Phase 4 oder 5
Er denkt: "Ich nehm sie mal eben mit für eine heiße Nacht!"


Anschließend meldet er sich nicht mehr. Oder er zieht sich danach zurück, auch wenn er sich spontan auf große Intimität einlässt.


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