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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Wahre Liebe lässt frei
BeitragVerfasst: 14.08.2009, 00:57 
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Jahrhundertposter
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Zitat:
Wahre Liebe lässt frei!: Wie Frau und Mann zu sich selbst und zueinander finden
Autor: Robert Betz

Kurzbeschreibung
Das Geheimnis wahrer Liebe - und wie wir sie finden

Von ihrer Partnerschaft erwarten die Menschen heute alles: Liebe und Freundschaft, Geborgenheit und ekstatische Sexualität, Bindung und Toleranz. "Das kann ja gar nicht klappen!", meint Robert Betz und empfiehlt: "Der Schlüssel zur wahrhaft erfüllenden Liebe ist die Freiheit". Wie wir unser Herz für die wahre Liebe öffnen können, zeigt dieser Beziehungsratgeber für Singles und Paare. Ein Buch, das befähigt, die Liebe vollkommen neu zu entdecken.· Ich muss mich nicht anstrengen, um den Richtigen zu finden· Die ideale Partnerschaft kann auch von kurzer Dauer sein· Partnerschaft und Sexualität gehören nicht unbedingt zusammen· Man muss nicht viel über die Beziehung reden, sondern Liebe leben· Wer wirklich liebt - sich selbst und den anderen - der leidet nicht!Überraschend und inspirierend: ein Buch, um die Liebe vollkommen neu zu entdecken.


Zitat:
Hab schon so viel gelesen. Und auch in diesem Buch erstaunliche Dinge entdeckt. Ich denk noch drüber nach...und ich denke reinschauen lohnt.
Liebe Grüße ins Forum
Chris

_________________

Zitat:
001
Myself
Meisterschreiber
BeitragVerfasst am: 13.08.2009, 12:34 Titel: Antworten mit Zitat
Ganz ehrlich? Ich lese mir das Buch gerne einmal durch, aber ich halte das Konzept für Kokolores. In der Theorie klingt es natürlich brilliant und inspirierend, hilft dem einen oder anderen vielleicht auch darüber hinweg, dass man mit seiner "wahren Liebe" nie zusammengekommen ist, aber in der Realität - so meine Meinung - entfernt man sich - so man denn eine Beziehung hat - durch dieses Loslassen voneinander. Wenn überhaupt könnte ich mir vorstellen, dass dieses Konzept bei einem Paar funktioniert, das schon sehr lange zusammen ist und/oder sich einander sehr sicher ist.

Mein Partner und ich geben uns viele Freiheiten, aber meiner Erfahrung nach ist das nicht immer richtig. Letztes Wochenende z.B. war eine platonische Freundin (mit der ehemals etwas lief) bei ihm zu Besuch und sie schliefen zusammen in einem Bett. Ich lag die ganze Nacht wach und hatte Kopfkino der schlimmsten Art. Diese Freiheit hätte er nicht ausreizen sollen, auch wenn er sie hatte. Meine Art wäre es gewesen zu sagen: "Du willst mit ihr in einem Bett schlafen? Dann bette Dich weich, denn bei mir wirst Du fortan auf dem Sofa schlafen". Aber der Mensch will ja an sich arbeiten und so versuchte ich, fortan etwas weniger temperamentvoll zu reagieren. Das war falsch, denn ich bin mir selbst nicht treu geblieben.

Freiheit, so lernte ich damals im Philosophie-Unterricht, ist all das, was man machen kann, ohne einem anderen zu schaden. Freiheit hat also mindestens zwei Variablen und ist somit ein dynamischer und kein statischer Zustand. Das macht das Ganze in der Praxis unheimlich kompliziert und fragil.

Wie setzt ihr das Thema Freiheit in euren Beziehungen/Bekanntschaften/... um?
_________________


Zitat:
002
Chiara
Blitzposter
BeitragVerfasst am: 13.08.2009, 13:53 Titel: Antworten mit Zitat
Liebe Myself,
ich denke mal, die Aussage "ich gebe ihm die Freiheit" ist schon mal "schief". Das liest sich grade so, als läge diese, seine Freiheit bei mir und ich würde sie ihm geben, so wie ich ihm ein Stück Schokolade gebe. Freiheit gibt man dem Partner nicht, Freiheit lebt er und ich auch. Meinem Partner würde nicht im Traum einfallen, neben seiner Ex in einem Bett zu schlafen. Hätte er das Bedürfnis danach, käme mir das komisch vor und ich würde ihn fragen, warum er dieses Verlangen hat.
Die Liebe ist ein Kind der Freiheit, sperrt man sie ein, stirbt sie.

LG Chiara

_________________
Moin Forum,
in den Büchertipps hat Myself eine Frage gestellt, die auch mich grad sehr umtreibt. Und immer wieder an meine Grenzen bringt. Durch die auf jeden Fall der andere in seiner Freiheit begrenzt wird.
Und das passiert nicht durch sein Handeln, sondern durch meine Ängste.
Wie setzt ihr das Thema Freiheit in euren Beziehungen/Bekanntschaften/... um?
Lust auf dieses Thema??

LG Chris, schlaflos...

Oder so ähnlich.

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Barry Stevens
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Die große Perfektion liegt in der Tatsache, dass egal was als nächstes passiert...
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14.08.2009, 07:48 
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Championtipper
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Registriert: 28.04.2006, 07:57
Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
Guten Morgen,

"Die Liebe ist ein Kind der Freiheit" und das ist etwas woran ich fest glaube. Natürlich gehören dazu manche Erwartungen...... und manches verändert sich im Laufe des Lebens. So war es früher für mich unvorstellbar getrennt Urlaub zu machen. Grade diese, so kurze und so wertvolle Zeit, getrennt zu verbringen? Das war früher ein no go für mich, dies Jahr war ich das erste Mal allein in Schweden, mit den Kindern und der Liebste flog über die Wochenenden ein..... es war komisch, aber doch irgendwie machbar..... ich weiß immer noch nicht, wie ich mich fühlen würde, käme der Liebste und wollte drei Wochen allein weg.

Dies los lassen bedeutet ja nicht, den anderen tun lassen, was immer diesem in den Sinn kommt, geschweige denn, dies selbst zu tun. Es bedeutet, den anderen im Blick haben und annehmen, so wie er ist. Es bedeutet eben, das der Liebste mich jagen lassen kann obgleich er das irgendwie befremdlich findet, ohne das er auf mich herab schaut oder sich darüber belustigt. Und für mich bedeutet es, der Jagd nachgehen zu können, ohne Rücksicht auf seine Gefühle nehmen zu müssen, weil er mich allein gehen lässt. Niemand von uns käme in den Sinn, das als Differenz unserer Beziehung wahr zu nehmen. Dir ist das wichtig, dann ist das okay - wir müssen das nicht teilen aber uns gegenseitig zugestehen. Es nimmt ihm nichts weg, schenkt mir aber einen Teil meines "Ich" und so fährt er Motorrad, weil das ein Teil von ihm ist, aber kein Teil von mir. Nicht einigen, verstehen.

Das ist für mich ein wesentlicher Teil der Freiheit. Keine symbiotische Verschmelzung und kein "wir müssen aber alles teilen", sondern einfach sich stehen lassen können. Vielleicht hat das etwas mit Reife zu tun und dem Wissen um sich selbst?

Wenn ich mein Mittelchen betrachte, das grad mit 15 seinen ersten festen Freund hat, nun fast schon ein Jahr - ihr fällt das schwer, ihn sein lassen zu können. Noch schwerer fällt es ihr, wenn er was ohne sie unternehmen will - das empfindet sie wie einen Schritt weg von ihr - ein Angriff.... mal sehen, wie sich das entwickelt. Wir können darüber reden, das tut allen Beteiligten gut.

Was ich an anderer Stelle über meinen Trauspruch schrieb, fasst einer meiner Lieblingsdichter Khalil Gibran in andere Worte:

Über die Ehe (Partnerschaft)

Ihr wurdet zusammen geboren,
und ihr werdet auf immer zusammen sein.
Ihr werdet zusammen sein,
wenn die weißen Schwingen des Todes
eure Tage scheiden.
Ja, ihr werdet selbst im stummen
Gedenken Gottes zusammen sein.

Aber lasst Raum zwischen euch.
Lasst die Winde des Himmels
zwischen euch tanzen.

Liebt einander, aber macht
die Liebe nicht zur Fessel:
lasst sie eher ein wogendes Meer
zwischen den Ufern eurer Seelen sein.

Füllt einander den Becher,
aber trinkt nicht aus einem Becher.
Gebt einander von eurem Brot,
aber esst nicht vom selben Laib.

Singt und tanzt zusammen und seid fröhlich,
aber lasst jeden von euch allein sein,
so wie die Saiten einer Laute allein sind
und doch von derselben Musik erzittern.

Gebt einander eure Herzen,
aber nicht in des anderen Obhut,
denn nur die Hand des Lebens
kann eure Herzen umfassen.

Und steht zusammen, doch nicht zu nah:
denn die Säulen des Tempels stehen für sich,
und Eichbaum und Zypresse
wachsen nicht im Schatten des anderen.


Khalil Gibran

Was er da vor langer Zeit schrieb, hat noch heute Gültigkeit. Gleichwertigkeit.

Und ja, Freiheit ist der Raum in dem ich mich bewegen kann, ohne den Anderen zu verletzen. Nicht jede Freiheit muss ausgekostet werden, mir reicht es, um sie zu wissen. Ich kann viele Entscheidungen, die wir leben, annehmen, weil ich um meine Freiheit weiß, jederzeit sagen zu dürfen "Du, ich will das so nicht mehr haben" und zu wissen, wir würden es ändern. Das ist auch eine Form von Freiheit. Vielleicht ein Nothalt, aber vielleicht auch Sicherheit?

Wenn er mich eines Tages nicht mehr wollte? Dann könnte ich bei aller Liebe nichts daran ändern, Liebe kann man nicht zwingen. Aber ich würde seiner Loyalität vertrauen, die für mich zur Liebe dazu gehört..... aus diesem Grund würde niemand von uns mit jemandem anderem im Bett übernachten, egal wie das gemeint ist. Loyalität, erst das eine zu klären und dann das andere zu tun. Ich wäre todtraurig, aber ich würde überleben und eines Tages wieder frei sein. Dies Wissen schenkt Sicherheit.

Und, was auch Sicherheit schenkt und Freiheit, ist, das dies keiner von uns wollte.... niemand denkt darüber nach, was wäre wenn. Niemand sagt "wenn Du nicht, dann....." ich glaube, spielt man erst mit diesem Gedanken oder spricht man das aus, dann geraten Dinge in Bewegung, die keiner aufhalten kann. Dann kommt die Furcht und die macht einen unfrei. Dann sagt man nicht mehr was man denkt und irgendwann kann man sich vorstellen, wie es wäre, wenn....

Nachdenkliche Grüße
Ansa

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BeitragVerfasst: 17.08.2009, 08:52 
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Jahrhundertposter
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Wohnort: Fischkopp
Liebe Ansa, du schreibst:
Zitat:
Und ja, Freiheit ist der Raum in dem ich mich bewegen kann, ohne den Anderen zu verletzen.
und ich lese da deine Definition von Freiheit. Für dich hat sie einen "begrenzten" Raum. Und doch denke ich, dass wirkliche Freiheit, Entscheidungen die ich daraus treffe durchaus einen anderen verletzen können, der andere Erwartungen hatte, ein anderes Bild von Freiheit.
Dieser glaubt dann, ich verletze seine...
Hier gehts grad auch wieder um Freiheit und loslassen und die unterschiedlichen Auffassungen was Begrenzung ist oder was ein anderer so empfindet.
Dieses Buch von Robert Betz ist grad ein spannender Wegbegleiter für mich. Und er hat ja recht in meinen Augen, dass es nicht klappen kann, wenn zwei Menschen sich zusammen tun als ein "Ganzes" und nur noch einen gemeinsamen Weg gehen. Wie selten gelingt es doch, der eine geht seinen, der andere auch seinen und die gemeinsame "Schnittmenge" wird "gefeiert.
Das hört sich an als wenn es sehr angenehm wäre.
Das ist meine Angelegenheit, das seine...und der Eingriff in die Freihet fängt dann schon an mit Fragen wann er denn käme, wo er denn war...
Für mich spannende Lektüre, nicht nur die Freiheit betreffend.
Hier schreibt jemand in einer Sprache, die ich verstehe. Und ich erschrecke ein wenig, wie viele meiner "Knöpfe" mein Partner hier grad noch drückt und dass es allein meine Bewertung ist, die dann Chaos verursacht.
So manches was ich in diesem Buch lese, lässt mich tief einatmen und staunen.
Na denn...das wird schon...
Liebe Grüße in die beginnende Woche
Chris

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BeitragVerfasst: 17.08.2009, 10:24 
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Championtipper

Registriert: 05.07.2007, 12:00
Beiträge: 1597
Liebe Christy,

die Bücher darüber, dass man nur alles ertragen können muss um glücklich zu sein, werden ja scheinbar immer mehr ;-). Ich geb dem Autor schon Recht: Wahre Liebe lässt frei, notfalls besteht "wahre Liebe" halt auch nicht auf einer Beziehung, sondern lässt ganz frei! Nicht den Partner ändern wollen, damit er mein Partner bleibt, sondern in mich hinein hören was mir gut tut und ob er mir gut tut, so wie er ist und nicht so wie ich mir ihn wünsche, das ist für mich der Knackpunkt.

Kann ich ihn annehmen wie er IST, ist die Frage, geht es mir mit ihm gut, wenn nein, lass ich ihn frei, GANZ, und mich dann eben auch. Schließlich darf ein bisschen Selbstliebe auch sein ;-).

Grüße
Claudia

_________________
Wenn ich alle vergess, bleibt keiner mehr übrig :). Gigi in "Er steht einfach nicht auf Dich"


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BeitragVerfasst: 17.08.2009, 20:31 
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Freizeittipper

Registriert: 23.11.2007, 13:18
Beiträge: 96
Hallo Christy,

Robert Betz habe ich bisher nicht gelesen, kenne aber begeisterte Erzählungen aus seinen Seminaren.

Der Anspruch "wahre Liebe lässt frei" ist ja nicht von ihm neu formuliert.. sondern gibt es seit dem "Aufkommen" der freien Liebe Ende der 60er Jahre.
Von einigen ist dieser Anspruch theoretisch, philosophisch, spirituell untermauert worden. Auch Osho (Bagwhan) hat das bereits so formuliert und in seinen Kommunen wurde danach gelebt. Und auch heute gibt es Gemeinschaften, die diese neu formulierte Freiheit (und konkret geht es ja, wie von Dir eingangs formuliert... "Freund übernachtet mit Exfreundin in einem Bett" und Du hast den Anspruch, ihn durch Deine Gefühle nicht in seiner Freiheit einzuschränken) höher bewerten als den eigenen Anspruch auf Loyalität und Treue. Eifersucht wird als kleinkariert und als Besitzdenken gewertet, das überwunden werden soll.

Nur: wer hat etwas von diesem Denken?

Wenn zweie sich da einig sind, wunderbar. Es gibt Beziehungen, die so funktionieren.

Nur: Du leidest.

Ich kann der Aussage "wer liebt, leidet nicht" nicht folgen. Mir tut diese Unterstellung quasi weh.

Tust Du Dir mit diesem Anspruch an Dich selbst, da bloß nichts dabeizufinden, nicht selbst Zwang an?

Auch die 60er Jahre und alles was daraus folgte war nicht frei von Eifersucht.

Ich persönlich fühle mich durch einen solchen Anspruch unter Druck, anders zu sein als ich bin. Dieser Anspruch nützt demjenigen, der sich "die Freiheit nimmt", und setzt denjenigen ins Unrecht und unter Druck, der unter der ausgelebten Freiheit des anderen leidet.

Und ich mag mir selbst keinen Zwang antun.

Es gibt doch auch Erfahrungswerte. Und von meinem Partner erwarte ich, dass er sich über die emotionale Tragweite, die es für alle Beteiligten mit sich bringt, seine "Freiheit auszukosten", bewusst ist und nicht leichtfertig handelt.

Am freiesten habe ich mich in einer Beziehung gefühlt, in der wir uns beide treu waren und darauf vertrauen konnten. Da macht es auch nichts, wenn der Partner bis nachts um zwei mit einer Freundin unterwegs ist.

Am unfreiesten hab ich mich da gefühlt, wo der Partner sich jegliche Freiheit nahm. Da spürte ich Angst, Eifersucht, Druck usw, und ich hatte nur die Wahl, mit ihm zusammenzusein und das alles auszuhalten oder mich gegen meine Gefühle (!) von ihm zu trennen. Freiheit ist für mich etwas anderes.

Freiheit ist für mich ein Gefühl von... mich imstande zu fühlen, meine Welt und meine Lebensumstände gestalten zu können. Die Psychologie nennt das "Selbstwirksamkeit". Habe ich die Möglichkeit des Gestaltungsraumes nicht, da mein Partner macht, was er will, ohne meine Bedürfnisse im selben Maß zu berücksichtigen, fühle ich mich ohnmächtig.

Da geht es um Macht und Ohnmacht.

Absprachen, jeglicher Art, es können wie gesagt zweie vereinbaren was immer sie wollen, sind für mich okay. Da behält jeder Handlungs- und Gestaltungsspielraum und bleibt dadurch frei.

Gibt aber in einer Beziehung, und danach fragtest Du, "den Ton an", nimmt dem anderen den Spielraum, so dass der andere nicht mehr auf die gemeinsamen Dinge gestaltend einwirken kann, ich sag mal so, der drückt ihm die Luft ab, oder der spielt ihn ins Aus, macht ihn HANDLUNGSOHNMÄCHTIG.

Das ist dann keine Beziehung mehr auf Augenhöhe. Das ist die Freiheit des einen auf Kosten der Unfreiheit (=HandlungsOHNMACHT) des anderen.

Die Frage bleibt für mich, haben beide gleichen Gestaltungsspielraum oder ist einer unerbittlich und der andere hat nur die "Freiheit" nach den Regeln des andern zu leben oder zu gehen. Oder "loszulassen", wie es hier und andernorts immer so schön heißt. Nur, das ist keine Freiheit, sondern... Ohnmacht, wie bereits ausgeführt.

Beziehung lebt vom "sich auf den anderen zu beziehen". Das heißt, auf den anderen zu schauen, ihn nicht unberücksichtigt zu lassen. Da fängt Beziehung überhaupt an, im Nachfragen, im Antworten, im Verhandeln, im gemeinsam einen Konsens finden. Und eben nicht Alleingang.

Vielleicht geht es letzten Endes darum, wie sehr man nacheinander zu schauen bereit ist, und nicht nur, ob man diesselben Werte hat. Auch einen, der auf Treue schwört, kanns erwischen, und ich habe schon von offenen Beziehungen gehört, die zerbrachen, die, obwohl ONS abgesprochenermaßen inclusive waren, daran zerbrachen, dass er zweimal (!) anstatt nur onetime mit einer anderen ins Bett ist.

Es hat doch jeder seine Grenzen. Und darüber gilt es sich zu verständigen und nicht darüber, ob sich einer den Zwang antun muss, alles zu erdulden, was der andere sich "herausnimmt".

Für mich alles eine Frage des Bezogen-Seins aufeinander und keine Frage dessen, "was richtig" ist.

Ich bin gespannt, ob wer damit was anfangen kann.

Samsara


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BeitragVerfasst: 18.08.2009, 07:30 
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Championtipper
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Guten Morgen,

wenn ich schreibe, innerhalb der Grenzen in denen ich niemanden verletze, kann ich mich bewegen, bedeutet das nicht, das diese Grenzen niemals überschritten werden.

Aber ich denke dass das Überschreiten dieser Grenzen eines Gegenübers eine Handlung ist, die es immer zu überdenken gilt. Sofern das passiert ohne Absicht, aus Nichtwissen heraus, ist das etwas anderes, aber wenn ich das bewusst tue, weil ich mich verwirklichen will, entsteht keine Freiheit, sondern Egoismus. Denn es geht mir nicht mehr um das "Wir" sondern um das "ich" und ich erstelle da eine Wertigkeit.

Mitunter muss man das tun, man kann am Ende nur für sich selbst sorgen, aber man sollte wissen, was man da tut und warum.... Für mich sind das keine geltenden Paarregeln, sonden Regeln für den Umgang mit Menschen überhaupt. Beziehungsregeln.

Natürlich gibt es da Abstufungen, wenn mich wer auf der Straße beiseite drängelt, gehe ich anders damit um, als wenn mit das innerhalb der eigenen Familie passiert.

Liebe hat nichts mit leiden zu tun. Wer leidet befindet sich auf einer Schräge, im Ungleichgewicht.... und Beziehung besteht immer auch aus Kompromissen. Die gilt es zu finden und so zu setzen, das beide gut damit leben können. Gemeinschaft kann nicht ohne Kompromisse leben und wachsen. Gesellschaft nicht ohne Regeln. Freiheit nicht ohne Unfreiheit.

Wie hab ich neulich gelesen, die Tragfähigkeit einer Beziehung besteht aus dem Konfliktlösungspotential und dem Finden von beiderseitig tragfähigen Kompromissen. Ich glaube, da ist viel dran. Wer Konflikte lösen kann, ohne ein bitteres Gefühl zu behalten, der lebt sie, für sich, nicht für den anderen.

Loyalität ist eine oft unterbewertete Größe, aber auf sie ist, wenn sie gelebt wird, Verlass. Aus Loyalität auf etwas zu verzichten, das meinem Partner weh tut, ist eine Anerkennung seiner Wünsche und seines Empfindens, ist Achtung und Respekt. Wer mir dies nicht entgegen bringt, der zeigt mir, das ich ihm nicht wichtig bin. Liebe lass ich da auch außen vor.

Und ja, wenn ich mich für jemanden anderen dazu zwinge, etwas zu tun, das nicht mir entspricht, dann hat mein Gegenüber vielleicht Freiheit, aber ich bin gefesselt. Wenn ich wüsste mein Gegenüber ist gefesselt, könnte ich meine Freiheit nicht genießen.

Nachdenkliche Grüße
Ansa

P.S. ich finde Samsara hat das gut ausgedrückt.

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BeitragVerfasst: 19.08.2009, 10:42 
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Wohnort: Fischkopp
Zitat:
Liebe Christy,
die Bücher darüber, dass man nur alles ertragen können muss um glücklich zu sein, werden ja scheinbar immer mehr

Claudi :-) solche Bücher habe und lese ich nicht. So weit kommts noch.

Liebe Samsara,
Zitat:
Ich kann der Aussage "wer liebt, leidet nicht" nicht folgen. Mir tut diese Unterstellung quasi weh.

Tust Du Dir mit diesem Anspruch an Dich selbst, da bloß nichts dabeizufinden, nicht selbst Zwang an?

Ich habe diesen "Anspruch" an mich nicht.
Ganz und gar nicht.
Aber es scheint einige Dinge an mir und meinem Verhalten zu geben, wo ich weniger leiden könnte, wenn ich mein Verhalten verändere...ohne anders zu sein, als ich bin.
Leichte Korrekturen des eigenen Verhaltens zum eigenen Wohle können gar nicht "falsch" sein.
Zitat:
Gibt aber in einer Beziehung, und danach fragtest Du, "den Ton an", nimmt dem anderen den Spielraum, so dass der andere nicht mehr auf die gemeinsamen Dinge gestaltend einwirken kann, ich sag mal so, der drückt ihm die Luft ab, oder der spielt ihn ins Aus, macht ihn HANDLUNGSOHNMÄCHTIG.

Das ist dann keine Beziehung mehr auf Augenhöhe. Das ist die Freiheit des einen auf Kosten der Unfreiheit (=HandlungsOHNMACHT) des anderen.

Die Frage bleibt für mich, haben beide gleichen Gestaltungsspielraum oder ist einer unerbittlich und der andere hat nur die "Freiheit" nach den Regeln des andern zu leben oder zu gehen. Oder "loszulassen", wie es hier und andernorts immer so schön heißt. Nur, das ist keine Freiheit, sondern... Ohnmacht, wie bereits ausgeführt.

Hmmmm...da sind sie wieder die Täter und die Opfer. Ist es wirklich wahr, dass man (du, ich, er, sie, es,) handlungsohnmächtig ist ?
Ich denke . Nein. eigentlich niemals.
Zitat:
Freiheit ist für mich ein Gefühl von... mich imstande zu fühlen, meine Welt und meine Lebensumstände gestalten zu können. Die Psychologie nennt das "Selbstwirksamkeit". Habe ich die Möglichkeit des Gestaltungsraumes nicht, da mein Partner macht, was er will, ohne meine Bedürfnisse im selben Maß zu berücksichtigen, fühle ich mich ohnmächtig.

Da geht es um Macht und Ohnmacht.
Auch hhmmmm, so geschrieben schliesst das doch einen Freiheitsverslust des Partners ein...der nun nicht mehr machen kann was seinen Bedürfnissen entspricht.
Man kann sich wohl Dinge wünschen in einer Partnerschaft.
Erwarten eher nicht.
Und was heute als gültig abgesprochen war, das kann schon morgen anders sein, weil sich die Bedürfnisse des einen oder anderen ja auch verändern, entwickeln.
Wär ja auch schlimm, wenn das stagnieren würde.
Für mich ist deshalb immer noch und immer wieder das Gespräch wichtig.
Und dann hat jeder, immer wieder die freie Entscheidung, ob das noch zu den eigenen Bedürfnissen passt oder nicht.
Dann kann man sagen, was man sich wünschen würde. Erwarten aber kann man das nicht.
Ich bin da grad mal wieder mein eigener Dummy in der Testphase.
Da passieren schon spannende Dinge.

Liebe Ansa,
die "Fessel" legt man sich doch selbst an, oder nicht ?
Betz schreibt viel zum Lieben und leiden und manchen mag seine Ansicht revolutionär erscheinen.
Ich denke bei manchem, au weia...es könnte so sein...und wenn ich dann mal tatsächlich ansatzweise schaffe mein Verhalten zu verändern, passieren erstaunliche Dinge...

Für mich auf jeden Fall sehr spannend zu lesen.
Niemand zwingt mich, alles davon anzunehmen oder zu leben.
Ich nehme mir nur die Dinge da raus, die mein Leben verbessern.
Du würdest sicher andere wählen. :-)
Und kaufen muss man das ja nicht. Aber nachdem ich in meiner geliebten Buchhandlung mit Alsterblick und Cappucino mich mal eine halbe Stunde darin vertieft hatte, da hab ich es gekauft.
Und habs auch nicht bereut.
Denn worum geht es am Ende auch hier in jedem einzelnen Thread immer wieder. Und eigentlich immer nur darum ?
Selbstliebe.
Selbstwertschätzung etc.
Ich wünsch euch einen schönen Tag.
LG
Chris, fallen mal wieder säckeweise Schuppen von den Augen

P.S. Dicker Gruß nach Buffalo.

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BeitragVerfasst: 19.08.2009, 12:02 
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Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
ich hab den typi ja auch nicht gelesen, aber könnte man ja mal....im winter nachher oder so....

eins allerdings kann ich bestätigen......
je echter meine liebe zu jemand war und dabei meine selbstliebe nicht verletzt war, also die 1-3 mal im leben bisher :lol: , desto weniger habe ich auch bei trennung gelitten.
oder bei nichtzustandekommen einer beziehung.

das war dann teilweise zwar trauer, aber nicht zerfetzendes leid.
zerfetztendes leid war dann, wenn selbstwertverletzung war, oder selbstachtung im keller oder ähnliches.

wenn ich mit mir im reinen war und meine grenzen geachtet habe, und dem gefolgt bin was stimmig war,z.b. in jemand verliebt sein, aber NICHT mit ihm ins bett gehen, damit er ausprobieren kann, ob er mich dann auch lieben könnte und sowas.....
also, wenn ich hübsch bei mir geblieben bin, habe ich liebe auch als von beziehungsgelingen relativ unabhängiges ding gesehen.

das glaube ich auch jetzt noch.
das gelingen einer beziehung sagt null und nichts über die liebe aus, die dahinter steckt.
das ist meine überzeugung mittlerweile, wenn ich "gut funktionierende paare" oder "teams", wie sie sich ja selber oft nennen, mit kindern v.a. wenn ich mir die so angucke.
da funktioniert das wechselspiel aus gegenseitiger bedürfnisbefriedigung zunächst einmal.
was durchaus glücklich machen kann oder zumindest zufrieden.
das ist aber noch keine liebe.
es passt und daraus kann sich tiefe zuneigung und eben auch liebe entwickeln, mit "schangs"!
in vielen fällen allerdings glaube ich, dass da was mit dankbarkeit verwechselt wird.

per se muss eine gelingende beziehung mit liebe rein gar nichts zu tun haben.


und du kannst dich mit jemanden in einer beziehung nulll zurechtfinden, aber beide lieben sich wirklich.

das geht.
das sie in einer beziehung nicht klarkommen, ist kein zeichen für nicht liebe.



so seh ick det.

lg pamina

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Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.

(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 19.08.2009, 14:20 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
daraus folgend bin ich soeben zu der fundamentalen persönlichen erkenntnis gelangt, dass mein problem nicht ist, dass ich nicht wüsste, was liebe ist.

ich spüre, dass ich das ziemlich genau weiss eigentlich, auch ihre verschiedenen formen.

mein problem ist, dass ich nichts über das funktionieren von beziehungen weiss. und ich mir nicht einmal sicher bin, ob die anarcho-lady in mir das überhaupt wissen will!

die erste erkenntnis ist aber wichtiger, weil sie meine geamtbilanz weniger am erfolg im aussen misst.
das bedeutet, wenn ich mir das so sage, bin ich weniger defizitär, sondern allenfalls etwas arg geschädigt, ungeschickt oder unwillig.
oder alles zusammen.

ich finde das gerade fundamental wichtig.

weil ich glaube, viele leute messen ihre fähigkeit zu lieben daran, ob ihnen beziehungen gelingen.
also, in der tiefe messen sie ihren selbstwert in sachen liebesfähigkeit daran. um nicht zu sagen, diese bilanz färbt natürlich diametral auf die selbstliebe ab.

dabei muss das gar nichts miteinander zu tun haben.

grandios.

und das, wo saturn gerade gradgenau im quadrat zu meiner venus steht.
das nenn ich eine echte saturnische erkenntnis.
*sich selber mal auf die schulter klopft*


lg pamina

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(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 20.08.2009, 16:41 
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Championtipper

Registriert: 20.05.2006, 18:25
Beiträge: 1775
pamina hat geschrieben:
weil ich glaube, viele leute messen ihre fähigkeit zu lieben daran, ob ihnen beziehungen gelingen.
also, in der tiefe messen sie ihren selbstwert in sachen liebesfähigkeit daran. um nicht zu sagen, diese bilanz färbt natürlich diametral auf die selbstliebe ab.


Liebe Pamina,

das ist in der Tat grandios! Ich klopf Dir auch mal auf die Schulter, damit Du das auch wirklich glauben kannst, daß das ein Schulterklopfen verdient.

Es ist genau das, was ich persönlich schon lange weiß (soll jetzt Deinen Erfolg nicht schmälern) und eben genau so verrückt finde an anderen. Was soll denn das eine mit dem anderen zu tun haben? Lieben kann man immer, wen und was man will. Liebe findet in einem selbst statt.

Eine Beziehung ist von so vielen Variablen abhängig, die nicht das allerkleinste bißchen mit einem selbst zu tun haben müssen... was soll da bitte ein Gelingen oder Mißlingen mit einem selbst zu tun haben? Im tieferen Sinn zumindest?

Klar, es ist ein Punkt, den man nicht komplett außer Acht lassen sollte - aber eben nicht der zentrale.

Ich bin stolz auf Dich! Lieben Gruß, Simone

_________________
Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit wagemutiger Sorglosigkeit.
(14. Dalai Lama Tenzin Gyatso)

Hör auf die älteren frauen....ich sags dir: ein mann muss eine frau glücklich machen. sonst braucht sie keinen. (Pamina)


Zuletzt geändert von simone am 20.08.2009, 17:30, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20.08.2009, 17:18 
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Olympiareiftipper

Registriert: 28.04.2006, 19:23
Beiträge: 954
Liebe Leute,

meine erstaunlichste Einsicht zum Thema Beziehungen war:

Meine Beziehungsfähigkeit steigt mit der Fähigkeit, bei mir zu bleiben, für mich einzustehen und v.a. ich selbst zu bleiben. Ich habe direkt das Gefühl, hier bin ich, hier stehe ich und das ist mein Bereich und das fühlt sich gut an.

Und wenn ich Liebe mit Freiheit gleichsetze, dann ist es für mich eben diese Freiheit und dieses unglaublich befreiende Gefühl, man selbst bleiben zu können und genau so geliebt zu werden.

Ansonsten gibt es für mich - wie in allen zwischenmenschlichen Bereichen - auch in der Liebe gewisse Grenzen, die meine (Bewegungs)Freiheit einfach einschränken.

Ich muss mich mit meinem Partner abstimmen, wenn ich ihm den nötigen Respekt erweisen will. Oder aber ich muss meinem Liebesobjekt die nötige Distanz gewähren ...

In keinem der beiden Fälle kann ich ausschließlich so, wie ich will.

Liebe Grüße
greicat


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BeitragVerfasst: 20.08.2009, 17:35 
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Championtipper

Registriert: 20.05.2006, 18:25
Beiträge: 1775
greicat hat geschrieben:
meine erstaunlichste Einsicht zum Thema Beziehungen war:

Meine Beziehungsfähigkeit steigt mit der Fähigkeit, bei mir zu bleiben, für mich einzustehen und v.a. ich selbst zu bleiben. Ich habe direkt das Gefühl, hier bin ich, hier stehe ich und das ist mein Bereich und das fühlt sich gut an.


Das finde ich super! Daran hat es bei mir immer gehapert. In Beziehungen hab ich mich schnell verloren. Ich befürchte, das geht vielen Frauen so, scheint ein venustypisches Problem zu sein - siehe "Seehundfell, Seelenhaut" aus der Wolfsfrau.

Auf jeden Fall ein ganz wichtiger Punkt!

Lieben Gruß, Simone

_________________
Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit wagemutiger Sorglosigkeit.

(14. Dalai Lama Tenzin Gyatso)



Hör auf die älteren frauen....ich sags dir: ein mann muss eine frau glücklich machen. sonst braucht sie keinen. (Pamina)


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BeitragVerfasst: 20.08.2009, 17:54 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
ne!!!stopp!!

also, ich muss das nochmal anders sagen...
ich wusste das auch schon mal alles, hatte es aber erstens vergessen.

was zweitens am zeitgeist liegt, weil es ja nur noch um beziehungsverhalten und-gelingen und die ganzen heiligen ratgebern usw geht.

und drittens hatte ich nicht wahrgenommen, nur diffus, dass ich mich leuten gegenüber, die unauffällig mit ihren bilanzen protzen, "8, 6, 12 jahre!" "2 mal 10", "einmal 15, einmal 8*(lässig unauffällig natürlich) immer unterlegen fühlte, und nur diffus wahrgenommen habe, dass die sich echt überlegen gefühlt haben.
:idea: :idea:

also, dass ich in dieser direkten vergleichssituation immer noch einknicke.
das hab ich nicht klar rausgehabt.

(sogar der pillendreher hat das als einen der vielen punkte benutzt, um mir gegenüber den dicken zu machen. dabei waren diese beziehungen sowas von gestört, das hab nichmal ich je hingekriegt...)

das ist also wichtig, auch weil, sollte jemand nochmal irgendwo mir gegenüber vorstellig werden...

lg pamina

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Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.



(Susette Gontard)


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BeitragVerfasst: 21.08.2009, 11:34 
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Jahrhundertposter
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Wohnort: MA
Kumpel meinte immer: Ware Liebe kostete 100DM, heute 100€ (ginge auch billiger, dann wärs aber nicht wie zuhaus sondern eher ne Schnellabfertigung).

wahre Liebe gibt das ansonsten nur unter Männern (dürfte bekannt sein der Spruch)

letztes Wochenende hab ich nen ehemaligen Nachbarn, der damals die gleiche Karre hatte wie ich, am dem örtlichen Fussballplatz getroffen, mit ner neuen Perle. "Das Wahre sei das auch nicht", meinte er. Und ob ich nochmal was von der und der gehört hätte.

"dass das nicht die wahre Liebe war war klar (das sah sie auch so jaja)" (S. Remmler, D 1986)

is bei euch eigentlich "alles das Wahre" oder "alles auch nicht das Wahre" ?

_________________
KAUFT EUCH WAS


Zuletzt geändert von cogan am 21.08.2009, 11:36, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 21.08.2009, 11:35 
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Championtipper

Registriert: 20.05.2006, 18:25
Beiträge: 1775
Liebe Pamina,

hihihi, ja das kenn ich auch, diese Langzeitbeziehungen als Premiumauszeichnung verkauft kriegen... Wie bei Zuchtkühen - "Sie hat schon 387 Mal gekalbt!"... :shock:

Ja mein Gott *schulterzuck*. Ich bin auf ganz andere Dinge stolz. Z.B. darauf, daß bis jetzt noch jeder eine Beziehung mit mir überlebt hat. :mrgreen: (Ich hab ganz sicher noch niemanden zu Tode gelangweilt.) Und darauf, daß ICH noch lebe, bei allem, was da schon vorgefallen ist. Und auf die Erkenntnisse. Qualität statt Quantität, sag ich nur.

Schön, daß Du Dich daran wieder erinnert hast.

Lieben Gruß, Simone

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