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 Betreff des Beitrags: Was wisst ihr über den Balkan?
BeitragVerfasst: 12.08.2009, 09:16 
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Registriert: 07.02.2008, 12:33
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Lange litten sie, die Albaner/innen, gefangen in Serbien
Endlich frei, endlich haben sie die neuen Pässe!
Nie vergessen können, die perversen Morde, der Serben an den Kosovoalbanern. Die serbische Armee, stopfte Kinder in die Backöfen, vergewaltigten schwangere Frauen danache erstachen sie sie und schnitten ihr das Baby raus, schoben es in den Ofen. Solche Bilder und weitere gehen ihnen nie mehr aus dem Kopf. Eine 40ig Köpfige Familie wurde ausradiert, bis auf 2 Personen, die zu ihrem Glück im Ausland waren. Eine bekannte Familie.






Schweiz fordert Unabhängigkeit für Kosovo

New York - Die Schweiz fordert eine rasche Aufnahme von Gesprächen über die Zukunft des Kosovo. Dies sagte der Schweizer Botschafter bei den Vereinten Nationen, Peter Maurer, in New York in einer Rede vor dem UNO-Sicherheitsrat.

bert / Quelle: sda / Freitag, 27. Mai 2005 / 20:02 h

Seit dem Eingriff der NATO 1999 sei der Kosovo de facto getrennt von Serbien und Montenegro. Rechtlich gelte er aber immer noch als Teil des Landes. Diese Situation sei für beide Seiten nicht befriedigend. Die Zeit für Gespräche sei gekommen, sagte Maurer. Eine Wiedereingliederung vom Kosovo unter der Souveränität Serbien und Montenegros sei weder wünschenswert noch realistisch, sagte der Botschafter weiter. Die Entwicklung Richtung formeller Unabhängigkeit der Region müsse aber unter strikter Begleitung der internationalen Gemeinschaft geschehen.


Die Unabhängigkeit vom Kosovo dürfe Belgrad nicht einfach auferlegt werden. Die Schweiz habe sich in der Region seit 1995 mit über eineinhalb Milliarden Schweizer Franken engagiert. Sie könne bei ihrer Arbeit in der multi-ethnischen Region von der eigenen historischen Erfahrung profitieren.
Denzentralisierung der Macht
In der Denzentralisierung der Macht sieht die Schweiz einen Weg, wie auch die serbische Minderheit zu ihren Rechten und Chancen kommen kann. Serben machen rund 10 Prozent der Bevölkerung im Kosovo aus. Auch wenn die Frage des Status vom Kosovo geklärt werde, sei infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage und der Infrastruktur weiterhin eine beträchtliche internationale Präsenz im Kosovo nötig, sagte Maurer. Die Schweiz sei bereit, eine nutzbringende Rolle als Vermittler zu übernehmen und unterstütze aktiv den Dialog zwischen Belgrad und der Kosovo-Hauptstadt Pristina.

http://www.nachrichten.ch/detail/212645.htm



Akt. 14.02.08; 15:13 Pub. 14.02.08; 14:39
Kosovo: Unabhängigkeit am Sonntag?
Der UNO-Sicherheitsrat geht davon aus, dass der Kosovo am Sonntag einseitig seine Unabhängigkeit erklärt. Derweil steigt die Angst vor einem Flächenbrand auf dem Balkan.


Der Kosovo nach Ethnien
Info-Box
Die Albaner, die mehr als 90 Prozent der Bevölkerung im Kosovo stellen, streiten bereits seit Jahrzehnten um mehr Autonomie:

12. bis 14. Jahrhundert - Der Kosovo ist Kernland eines serbischen Reiches. Zahlreiche orthodoxe Klöster entstehen im Kosovo.

1389 - Auf dem Amselfeld - Im Südwesten des heutigen Kosovo unterliegen die Serben den Türken. Die Amselfeldschlacht wird von den Serben als Geburtsstunde der serbischen Nation betrachtet. Verschiebung des serbischen Hauptsiedlungsgebietes in die Region des heutigen Belgrad.

1918 Erster Weltkrieg: Kosovo zu Jugosalvien - Der Kosovo wird nach dem Ersten Weltkrieg gegen den Willen der albanischen Bevölkerung Teil des neu gegründeten Staates Jugoslawien.

1989 Serbien schafft Autonomiestatus ab - Die jugoslawische Teilrepublik Serbien schafft den 1974 zugesicherten Autonomiestatus des Kosovo ab.

1991 Kosovaren sprechen sich für Unabhängigkeit aus - Die Bewohner des Kosovo stimmen in einem Referendum mehrheitlich für eine vollständige Unabhängigkeit, die daraufhin ausgerufen, aber nicht international anerkannt wird.

März 1999 Kosovo unter Beschuss - Die NATO bombardiert Jugoslawien aus der Luft, um die gezielte Vertreibung der albanischen Bevölkerung aus dem Kosovo zu stoppen. Bei Kämpfen zwischen der serbischen Armee und der Kosovo-Befreiungsarmee UCK sterben rund 2000 Menschen. Rund 300 000 Bewohner des Kosovo fliehen.

Juni 1999: Kosovo unter Unoverwaltung - Der Kosovo wird unter UNO-Verwaltung gestellt. Die NATO stationiert die Schutztruppe (KFOR) in der Provinz. Rund 200 000 serbische Bewohner und Nicht-Albaner fliehen vor Übergriffen aus dem Kosovo.

2005 Übergangsparlament - Das von der UNO eingesetzte Übergangsparlament des Kosovo stimmt für die Gründung eines unabhängigen Staates. Daraufhin startet der UNO-Sondergesandte Martti Ahtisaari eine Vermittlungsmission über den künftigen Status der serbischen Provinz.

März 2007 Vorschlag zur Unabhängigkeit - Ahtisaari schlägt dem UNO-Sicherheitsrat eine von der internationalen Gemeinschaft überwachte Unabhängigkeit des Kosovo vor. Der von europäischen Staaten und den USA unterstützte Plan wird von Russland und Serbien abgelehnt.

Juli 2007 Kosovo Kontaktgruppe nimmt Zügel in die Hand - Angesichts der Blockade im UNO-Sicherheitsrat beschäftigt sich fortan die sogenannte Kosovo-Kontaktgruppe (USA, Russland, Frankreich, Grossbritannien, Deutschland und Italien) mit der serbischen Provinz und beauftragt eine Troika mit der Suche nach einem Kompromiss. Alle Vermittlungsversuche scheitern aber.

Dezember 2007 Unabhängigkeitserklärung unausweichlich - Der UNO-Sicherheitsrat stellt seine Uneinigkeit über die Kosovo-Frage fest. Eine einseitige Unabhängigkeitserklärung scheint unausweichlich.
In einem UNO-Bericht zur jüngsten Entwicklung auf dem Balkan heisst es, Beobachter gingen davon aus, dass die Kosovo-Albaner ihre Unabhängigkeit einen Tag vor dem EU- Aussenministertreffen am 18. Februar verkünden wollten.
Das höchste UNO-Gremium will auf Antrag Serbiens heute Nachmittag (Ortszeit) wegen der Kosovo-Frage auf Antrag der Regierung in Belgrad nochmals zu einer Dringlichkeitssitzung in New York zusammenkommen.
Serbien wird künftige Gesetze des Kosovo nicht anerkennen
Serbien will alle künftigen gesetzgeberischen Massnahmen des Parlaments und der Regierung der abtrünnigen Provinz Kosovo für nichtig erklären. Das beschloss die Regierung in Belgrad am Donnerstag.
Dies bedeute auch, dass Serbien keinesfalls die einseitige Unabhängigkeitserklärung der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz anerkennen werde. Die Regierung beantragte am Donnerstag zugleich eine Dringlichkeitssitzung des Belgrader Parlaments, auf der dieser Beschluss bestätigt werden soll.

Angst vor dem Domino-Effekt
Für die russische Regierung öffnet sich mit der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo die Büchse der Pandora. Der Erste Stellvertretende Regierungschef Sergej Iwanow warnte bei der Sicherheitskonferenz in München am Wochenende vor einem «Domino- Effekt».
Auch unabhängige Experten befürchten eine Kettenreaktion, denn die Albaner im Süden Serbiens sind nicht die einzige Volksgruppe auf dem Balkan, die nach Unabhängigkeit oder zumindest mehr Autonomie strebt.
Mazedonien
Wie im Kosovo lebt in Mazedonien eine grosse albanische Minderheit. Sie macht rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung aus und ist vor allem im Nordwesten an der Grenze zu Serbien und Albanien angesiedelt. Bis zum Friedensabkommen von Ohrid 2001 kämpften albanische Untergrundkämpfer gegen mazedonische Sicherheitskräfte. Nach dem Ende des Bürgerkriegs wurden die Minderheitenrechte gestärkt.
Dennoch kommt es in den überwiegend von Albanern bewohnten Regionen weiter zu Zusammenstössen mit den Sicherheitskräften. Ein unabhängiges Kosovo könnte auch hier den Wunsch nach Autonomie wecken, wie der frühere EU-Kosovo-Unterhändler, Wolfgang Ischinger, im vergangenen Jahr warnte.
Bosnien-Herzegowina
Nach dem Friedensabkommen von Dayton 1995 entstand ein föderaler Staat aus einer muslimisch-kroatischen Föderation und einer Serbischen Republik. Die Bevölkerung - 48 Prozent Muslime, 37 Prozent Serben, 14 Prozent Kroaten - wuchs dadurch aber nicht zusammen. Für den Fall einer Unabhängigkeit des Kosovo haben die bosnischen Serben bereits mit einem Referendum über einen Anschluss an Serbien gedroht. Auch die Kroaten im Westen könnten dann einen Anschluss an Kroatien fordern.
Montenegro
In Montenegro stellen Serben rund ein Drittel der Bevölkerung, die sich weiterhin eng mit dem Mutterland verbunden fühlen. Auch sie könnten einen Anschluss an Serbien anstreben. Im Norden des Landes, zu dem die überwiegend muslimische Region Sandzak zählt, gibt es ebenfalls Autonomiebewegungen. Zusätzlich könnten die Albaner in den Randgebieten im Süden und Osten ihre Zugehörigkeit zu Montenegro in Frage stellen.
Kroatien
Nach der Massenflucht von Serben während des Kroatien-Krieges in den 90er Jahren stellen die Serben nur noch 4,5 Prozent der Bevölkerung. Nationalistische Parteien in Serbien halten aber weiterhin an der Idee eines Grossserbiens fest, zu der auch die Gebiete Ostslawonien, Baranja und Westsrem entlang der Grenze zu Bosnien-Herzegowina und der Donau im Osten Kroatiens zählen sollen.
(sda)
http://www.20min.ch/news/ausland/story/28202182




Kosovo
Behörden fassen gesuchten Kriegsverbrecher
Der wegen Kriegsverbrechen im Kosovo gesuchte ehemalige serbische Polizeigeneral Vlastimir Djordjevic ist in Montenegro festgenommen worden.


Die montenegrinischen Behörden hätten Djodjevic in Zusammenarbeit mit Serbien und der Anklagebehörde des Internationalen Kriegsverbrechertribunals verhaftet, teilte der in Belgrad ansässige Vertreter der Haager Klagevertretung, Anton Nikiforow, am Sonntag in Belgrad mit. Nach  Nikiforows Angaben wird der 58-Jährige an das UN-Kriegsverbrechertribunal für das frühere Jugoslawien in Den Haag überstellt.


Djordjevoc war während des Kosovo-Kriegs 1998 bis 1999 stellvertretender serbischer Innenminister und Polizeikommandeur. Nach der Entdeckung mehrerer Massengräber mit den Überresten von hunderten Kosovo-Albanern soll er sich 2001 zunächst nach Russland  abgesetzt haben. Seitdem war er auf der Flucht.
http://www.focus.de/politik/ausland/kos ... 63621.html




Unabhängigkeit
Serbien will Kosovo teilen
Serbien bemüht sich darum, zumindest einen Teil der Kontrolle im Kosovo zurückzuholen: Die Regierung schlägt den UN vor, das Kosovo entlang ethnischer Grenzen aufzuteilen.


In einem am Montag von Medien in Belgrad veröffentlichten Vorstoß heißt es, Serbien erkenne die UN-Verwaltung des Kosovos an. Doch könnten nur Serben und nicht Kosovo-Albaner Polizei, Justiz und Zoll in den etwa 15 Prozent des Gebiets kontrollieren, in denen Serben die Mehrheit stellen.

Der stellvertretende Leiter der UN-Mission im Kosovo, Larry Rossin, erklärte, das Dokument werde im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York geprüft. Beobachter glauben, dass Belgrad versucht, politisch und verwaltungstechnisch die Kontrolle über die zumeist im Norden des Kosovos gelegenen Gebiete zu übernehmen, in denen Serben die Mehrheit der Bewohner stellen. Das Kosovo erklärte am 17. Februar seine Unabhängigkeit, Serbien hält diese Erklärung nach internationalem Recht für ungültig.


Moskau schickt Hilfsgüter

Der russische Präsident Wladimir Putin wies die Regierung unterdessen laut Medienberichten an, die Entsendung von Hilfsgütern in die serbischen Gebiete des Kosovos vorzubereiten. Putin habe Ministerpräsident Viktor Subkow in einer Kabinettssitzung angewiesen, sich des Themas anzunehmen. Die Geste solle jedoch keine politischen Untertöne tragen. Putin reagierte damit auf Äußerungen von Außenminister Sergej Lawrow, der die humanitäre Lage in den serbischen Gebieten als beunruhigend bezeichnet und eine entsprechende Bitte der serbischen Regierung übermittelt hatte. Der Nachrichtenagentur RIA-Nowosti zufolge sagte Lawrow, am dringendsten würden Arzneimittel, Hygieneprodukte und haltbare Lebensmittel benötigt.





Mein FOCUS


 
Kosovo
Serben greifen UN-Konvoi an
Nach einer Razzia der UN-Polizei in einem besetzten Gerichtsgebäude im Kosovo haben sich Serben Kämpfe mit Sicherheitskräften der Vereinten Nationen geliefert.


Die UN-Polizei ging mit Tränengas gegen die etwa 1000 Menschen vor, die sich vor dem Gerichtsgebäude in der Stadt Mitrovica versammelt hatten. Mehr als 500 UN-Polizisten räumten das Gebäude und nahmen Dutzende Serben fest. Einige der Häftlinge kamen jedoch frei, als Serben den UN-Konvoi angriffen. Dabei wurden auch mindestens acht Kfor-Soldaten verletzt. Deutsche Soldaten waren nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin nicht beteiligt.

Bei Zusammenstößen in der Stadt wurden 13 polnische UN-Polizisten verletzt. Die Polizisten schwebten nicht in Lebensgefahr und würden in einem französischen Militärkrankenhaus behandelt, sagte der Sprecher der polnischen Polizei am Montag in Warschau.


Nato-Fahrzeug in Flammen

Vor dem Einsatz hatten Hunderte französische Nato-Soldaten die Gegend um den Gerichtshof abgeriegelt. Jugendliche griffen die Truppen mit Steinen und Feuerwerkskörpern an, ein Nato-Fahrzeug ging in Flammen auf. Serben hatten das Gerichtsgebäude vor drei Tagen besetzt. Das Gebäude diente bis 1999 der serbischen Justiz.


Die etwa 120 000 Serben im Kosovo lehnen die Unabhängigkeit der Region ab. Die Regierung in Belgrad hatte angekündigt, die Eigenständigkeit der ehemaligen südserbischen Provinz nicht zu akzeptieren und seine Kontrolle im serbisch dominierten Norden des Territoriums auszubauen. Die Kosovo-Albaner hatten sich am 17. Februar einseitig für unabhängig erklärt, nachdem monatelange Verhandlungen über eine gütliche Lösung gescheitert waren.



19.02.08, 17:41
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Mein FOCUS

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Kosovo
Wütende Serben zünden Grenzstationen an
Aus Protest gegen die Unabhängigkeit des Kosovo haben mehrere hundert Angehörige der serbischen Minderheit Grenzposten angegriffen und in Brand gesteckt. Albanische und UN-Polizisten riefen die KFOR zu Hilfe.


Bei einem offenbar gut vorbereiteten Übergriff schlugen die Serben am Dienstag die Polizeikräfte an zwei Grenzpunkten zu Serbien in die Flucht und zwangen die Nato-Truppen zum Eingreifen. Es war der schwerste Ausbruch von Gewalt, seit die albanische Bevölkerungsmehrheit am Sonntag einseitig die Abspaltung der Provinz erklärte. Die Bundeswehr erwartet aber nicht, dass die Unruhen auf das deutsche Einsatzgebiet im Süden überspringen.


Nach Angaben der Polizei im Kosovo griffen die Serben die Grenzposten in Jarinje und Banja im Süden Serbiens an. Der Kontrollpunkt in Jarinje liegt an der Straße, die die beiden Hauptstädte Pristina und Belgrad miteinander verbindet. Die Männer, die teils mit Skimützen maskiert waren, legten Feuer an die Container, in denen UN-Kräfte, Zollbeamte und Polizisten gemeinsam Dienst tun. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Die Container und Büros seien rechtzeitig evakuiert worden.


KFOR verstärkt Truppenpräsenz in Region

Die angegriffenen Beamten flüchteten und riefen die von der Nato gestellte Friedenstruppe KFOR zu Hilfe. Nach FOCUS-Informationen wurden acht deutsche Polizisten vorsorglich ausgeflogen. Wie viele Soldaten an dem Einsatz beteiligt waren, gab die KFOR nicht bekannt. In dem Gebiet sind Truppen aus Frankreich, den Niederlanden, Belgien und den USA stationiert. Außerdem schickte die KFOR Reservetruppen zur Verstärkung in die Region.

„Nach der Zahl der Busse, die wir heute morgen auf der Fahrt nach Norden beobachtet haben, wirkte das alles gut organisiert“, sagte ein KFOR-Sprecher. Westlichen Diplomaten zufolge treibt die Gewalt die serbischen Siedlungsgebiete im Nordwesten an den Rand einer Abtrennung. „Wir sind nur noch Zentimeter von einer Teilung entfernt“, warnte ein Diplomat. Es sei eine Frage der Zeit, bis die KFOR die Brücken über den Fluss Inbar schließen müsse und damit Kosovo-Serben und Albaner voneinander trenne. Ein UN-Vertreter in der gespaltenen Stadt Mitrovica sah die Lage weniger düster: „Die Unabhängigkeitserklärung war ein Erdstoß. Das hier sind die Nachbeben.“


Kostunica ruft zu Protestkundgebung auf

Indes kündigte der serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica für Donnerstag eine Großkundgebung unter dem Motto „Das Kosovo ist Serbien“ in Belgrad an. Kostunica zufolge wollen Hunderttausende Serben dem Aufruf folgen. „Ich bin überzeugt, dass wir am Donnerstag eine wichtige Botschaft aussenden werden, wenn wir alle – Regierung und Opposition, Arbeiter, Bauern und Geistliche – zeigen, dass wir die Unabhängigkeit des Kosovo ablehnen“, sagte sein Stellvertreter Bozidar Djelic dem staatlichen Fernsehsender RTS. Eine weitere Kundgebung der bosnischen Serben ist am Donnerstag in Banja Luka geplant.

KOSOVO
Jugoslawische Armee gibt Kriegsverbrechen zu
Zum ersten Mal hat die jugoslawische Armee bestätigt, dass ihre Soldaten im Kosovo Kriegsverbrechen verübt haben. Insgesamt sind mehr als 20 Fälle aktenkundig.


Belgrad - Wie der Sprecher des Militärs, Svetozar Radisic, in Belgrad mitteilte, wurden die Kriegsverbrechen von "einigen Armeeangehörigen" während der Nato-Luftangriffe im Frühjahr 1999 begangen. Gegen die Verantwortlichen seien bereits Prozesse eingeleitet worden. Militärgerichte ermittelten in insgesamt 24 Fällen, sagte er, ohne Einzelheiten zu nennen.


Radisic beschuldigte gleichzeitig namentlich nicht genannte Medien und Kommentatoren, dem Ansehen der Streitkräfte in der Öffentlichkeit zu schaden. "Bald wird es normal sein, dass die Waisen der gefallenen Soldaten als Kinder von Kriegsverbrechern bezeichnet werden", zitierte ihn die Belgrader Nachrichtenagentur Beta.


Der Prozess gegen Milosevic
Die Punkte der Anklage - Argumente der Verteidigung
Am 12. Februar 2002 begann vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag der Prozess gegen den ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic. Der Prozess konnte nur stattfinden, weil Milosevic im Juni 2001 gegen das Votum des jugoslawischen Verfassungsgerichts von der Regierung Djindjic in einem Überraschungs-Coup nach Den Haag ausgeliefert wurde. Das sollte sich für Belgrad in klingender Münze auszahlen. Dem Tribunal selbst wurde in der Vergangenheit des öfteren Einäugigkeit und Parteilichkeit vorgeworfen. Vor allem hat es sich bis zum heutigen Tag geweigert, Ermittlungen gegen die NATO aufzunehmen, der verschiedentlich vorgeworfen wurde (u.a. von amnesty international), mit ihrem Krieg gegen Jugoslawien nicht nur gegen das geltende Völkerrecht, sondern auch gegen Regeln des humanitären Kriegsrechts (Genfer Konventionen) verstoßen zu haben. Von den Regierungen der NATO-Länder hingegen wurde die Einleitung des Verfahrens gegen Milosevic als Sieg der Gerechtigkeit ausgiebig gefeiert.

Wir werden, soweit wir das können, den Prozess aufmerksam verfolgen, da er von grundlegender Bedeutung für die Fortentwicklung bzw. Aushöhlung überstaatlichen Rechts sein dürfte. Kritik an dem Verfahren, die von Völkerrechtlern sowie aus den Reihen der Friedensforschung und der Friedensbewegung geäußert wird, muss nicht gleichbedeutend sein mit einer inhaltlichen Solidarisierung mit dem Angeklagten.

Die 66 Anklagepunkte im Prozess gegen Milosevic (Kurzfassung)

A) Fünf Anklagepunkte wegen Verbrechen in Kosovo (1998-99):
in einem Fall wegen Kriegsverbrechen (Mord)
in vier Fällen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit;
(Deportation, ethnische Säuberung, Mord, Verfolgung aus politischen, rassistischen und religiösen Gründen, Missbrauch, Überführung von Leichen aus dem Kosovo in Massengräber nach Serbien).
Annähernd 800.000 Kosovo-Albaner wurden aus ihren Häusern vertrieben. An zahlreichen Orten im Kosovo wurden Massaker verübt. Neben Milosevic sind vier weitere ehemals enge Vertraute von ihm in Den Haag angeklagt: der frühere serbische Präsident Milan Milutinovic, der ehemalige jugoslawische Oberbefehlshaber Generaloberst Dragoljub Ojdanic, der frühere serbische Innenminister Vlajko Stojiljkovic und Milosevics Berater Nikola Sainovic.
B) 32 Anklagepunkte wegen Verbrechen in Kroatien (1991-92):
in neun Fällen wegen schwerer Verstöße gegen die Genfer Konventionen von 1949 (absichtliche Tötung, unrechtmäßige Gefangennahme, Deportation, Folter, Zerstörung, Verwüstung und Aneignung fremden Eigentums);
in 13 Fällen wegen Kriegsverbrechen (Mord, Folter, Misshandlung, Zerstörung von Häusern, Plünderung privaten und öffentlichen Grundbesitzes, Angriffe auf die Zivilbevölkerung, Zerstörung und Beschädigung historischer Bauwerke und Institutionen);
in zehn Fällen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Verfolgung aus politischen, rassistischen und religiösen Gründen, Mord, Verschleppung, Verhaftung, Inhaftierung in Lagern, sexuelle Misshandlung).
In Kroatien wurden Hunderte Zivilisten ermordet, darunter auch alte Frauen und Kinder. 170.000 Kroaten und nicht-serbische Bewohner wurden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.
C) 29 Anklagepunkte wegen Verbrechen in Bosnien-Herzegowina (1992-95):
in zwei Fällen wegen Völkermordes und Beihilfe zum Genozid (Massaker in der UNO-Schutzzone Srebrenica)
in zehn Fällen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Verfolgung, gewaltsame Verschleppung, Inhaftierung und sexuelle Misshandlung, Folter, Abschiebung);
in acht Fällen wegen schwerer Verstöße gegen die Genfer Konventionen von 1949 (absichtliche Tötung, Folter, Verwüstung, Aneignung fremden Eigentums);
in neun Fällen wegen Kriegsverbrechen (Angriffe auf Zivilisten, Zerstörung fremden Eigentums, Plünderung, Misshandlung).
Beim Massaker in der UNO-Schutzzone von Srebrenica ermordeten serbische Soldaten im Juli 1995 mehr als 7.000 Moslems.(APA/AP)


Auszüge der Milosevic-Verteidigung (wörtlich am 14. Februar vor dem Tribunal)

"Die NATO hat sich bemüht, alles (in Serbien) dem Erdboden gleich zu machen. Typisch ist die gnadenlose Bombardierung ziviler Ziele, damit es so viel Leid und so viele Tote wie nur möglich unter der Zivilbevölkerung gäbe. Die Aggressoren zielten mit ihrem Terror offensichtlich auf Zivilisten und das gesamte Volk." ...

"Die Bevölkerung im Kosovo wurde durch Befehle und Prügel der UCK und durch die NATO-Bombenbangriffe vertrieben. Die Wahrheit über das Kosovo ist, dass die Bevölkerung aus den Dörfern floh, wo es Zusammenstöße mit den Terroristen oder NATO-Bombardierungen gab. Und dann reden die Ankläger hier von Mord und Vertreibung. Die NATO hat kleine Dörfer bombardiert. So etwas hätten sich nur die Nazis ausdenken können." ...

"Die ganze Konstruktion der Anklage ist eine einzige Lüge, und die Flucht, die als Vertreibung bezeichnet wird, ist eine reine Manipulation. Die Anklage gebraucht diese schreckliche und unglaubliche Lüge als Mittel des Verbrechens. So etwas beleidigt die Intelligenz jedes durchschnittlichen Bürgers auf diesem Planeten." ...

"Dieses Gericht ist illegal. Ich würde niemanden an das Tribunal ausliefern, weil das ein Verfassungsbruch wäre. Das jetzige Pro-NATO-Regime in Belgrad, das dies getan hat, ist ein Marionettenregime und hat keine Unterstützung im Volk." ...

"Dieser Film (gemeint ist die ARD-Dokumentation "Es begann mit einer Lüge", Anm.) ist nur ein Atom der Wahrheit, weniger als ein Atom, im Ozean der Lügen und des Missbrauchs der globalen Medien als Mittel des Krieges gegen mein Land." ...

"Die Ankläger sprechen von Mord, wenn es um die Zusammenstöße mit den terroristischen UCK-Banden im Kosovo geht und von Vertreibung, wenn es sich um die Flucht der Bevölkerung aus den umkämpften Gebieten handelt. Die Bekämpfung des albanischen Terrorismus im Kosovo, also zu Hause, wird als Verbrechen betrachtet." ...

"Für Armee und Polizei galten strikte Verbote, nicht auf Terroristen zu schießen, denen die Flucht gelang, wenn Gefahr bestand, dass dabei Zivilisten verletzt werden könnten." ...

"Wie kann man wagen zu sagen, dass das Kosovo an Serbien angrenzt, wenn das Kosovo Teil Serbiens ist. Wie kommt man dazu, mir ethnische Säuberungen vorzuwerfen, wenn das in Serbien doch immer ein Synonym für Verbrechen war." ...

"Unter allen ehemaligen (jugoslawischen) Republiken hat es nur in Serbien keine ethnische Diskriminierung gegeben, und nur in Serbien wurde die gleiche ethnische Struktur wie vor den Konflikten beibehalten. Es sieht danach aus, als ob meine angebliche Politik des Völkermordes praktisch nur außerhalb Serbiens ausgeführt worden sei." ...

"Entgegen den Behauptungen des Anklägers, dass hier nur gegen eine Einzelperson wegen Verbrechen verhandelt wird, geht es doch um das gesamte serbische Volk. Angeklagt sind alle, samt der Intelligenzia, angeführt von der Akademie der Wissenschaften und Künste. Es wird behauptet, das Memorandum der Akademie (zu ethnischen Fragen) sei die geistige Grundlage für Verbrechen an Albanern gewesen." ...

"Hier sind alle Verfassungsorgane Serbiens, die mich unterstützt haben, angeklagt - Parlament, Regierung, politische Organisationen, Medien, Armee, Polizei, Freiwillige und die Kräfte der Territorialverteidigung, und ebenso die Bürger, die mich mehrfach wiedergewählt haben. Was ich getan habe und was ich heute tue, ist Ausdruck des Willens der Bürger und des Volkes." ...

Nach einer Übersetzung von dpa


http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/th ... zess1.html





Kosovo
EU-Mission verurteilt ersten Kriegsverbrecher
(22)
4. März 2009, 14:20 Uhr
Zum ersten Mal hat ein Tribuanl der EU-Mission Eulex im Kosovo einen Kriegsverbrecher verurteilt. Das Gericht befand einen Albaner des Mordes für schuldig und schickt ihn für 17 Jahre ins Gefängnis. Der Eulex-Chefankläger lobte daraufhin die "Ernsthaftigkeit" der Rechsstaatsmission.




Im ersten Prozess wegen Kriegsverbrechen haben Richter der Eulex-Mission der Europäischen Union im Kosovo einen Albaner zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt. Der 59-jährige Gani Gashi habe laut Urteil im Juli 1998 an einem Kontrollpunkt der Kosovo-Befreiungsarmee UCK auf eine vierköpfige Albanerfamilie geschossen und dabei den Vater getötet, dessen Frau, Sohn und Enkelkind schwer verletzt, teilte die Eulex-Mission am Mittwoch in Tirana mit.
Zwei Richter des dreiköpfigen Tribunals waren Eulex-Richter, der dritte ein Kosovare. Auch der Ankläger war von der EU-Mission. Der Prozess habe gezeigt, dass es die EU-Rechtsstaatsmission „ernst" meine mit der Verfolgung von Kriegsverbrechen im Kosovo unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit der Betroffenen, sagte Eulex-Hauptankläger Theo Jacobs nach der Urteilsverkündung.




Gleichzeitig denkt die Nato offenbar über einen möglichen Teilabzug aus dem Kosovo nach. Während eine Nato-Sprecherin jedoch ankündigte, dass die Verteidigungsminister des Bündnisses erst im Juni über eine Verkleinerung der rund 16.000 Mann starken Kfor-Truppe beraten werden, kündigte Großbritannien am Mittwoch den Abzug fast aller seiner Truppen an. Wie die britische Botschaft in Pristina mitteilte, würden die meisten der 167 Soldaten nach Hause geholt. Die verbesserte Sicherheitslage in der ehemaligen serbischen Provinz lasse diesen Schritt zu. Aus Deutschland sind noch etwas 2800 Soldaten der Bundeswehr im Kosovo stationiert.

http://www.welt.de/politik/article33170 ... echer.html

Thesenartige Überlegungen zum Krieg in Jugoslawien/Kosovo

Vorwort:
Selten habe ich mit einer Politikanalyse des Alt-Bundeskanzlers Helmut Schmidt übereingestimmt. In diesem Falle ist dies so.
Schmidt sagte der Schweizer Wochenzeitung L Hebdo u.a.: Gegängelt von den USA haben wir das internationale Recht und die Charta der Vereinten Nationen mißachtet. Deutschland trage eine Mitschuld am Chaos auf dem Balkan. Eine deutsche Beteiligung an den Angriffen sei nicht zu rechtfertigen.
Wenn dies der (ehedem) Befürworter der Stationierung us-amerikanischer Raketen auf westeuropäischem Territorium sagt...

0. Erinnerung an die UNO-Charta:
Nur in zwei Fällen erlaubt die UN-Charta ein berechtigtes militärisches Eingreifen:
im Falle der individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung im Rahmen eines Bündnisses und
im Fall, daß der UN-Sicherheitsrat (und nur der besitzt das Gewaltmonopol) zur Herstellung des Friedens militärische Maßnahmen anordnet.
Wir haben es also mit einem nur von Wenigen bestrittenen Völkerrechtsbruch zu tun. Allerdings wird dieser Fakt nur wenig diskutiert in der Öffentlichkeit.
Zu a) Die BR Jugoslawien hat kein anderes Land angegriffen (was die Türkei bspw. jedoch des öfteren tut...) daher liegt der Fall einer Selbstverteidigung nicht vor.
Zu b) Schließlich liegt kein UN-Beschluß vor. Im Gegenteil hat sich der Sicherheitsrat ausdrücklich vorbehalten, über die weitere Situation zu beraten und zu entscheiden.
Dem ist dann die NATO zuvorgekommen.
Willy Wimmer (CDU), Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, in einem Gespräch mit dem Freitag (14/99 v. 2.4.99): Wenn ich aber diesen gesamten Rechtsrahmen (der UNO-Charta, J.M.B.) verlasse, dann öffne ich die Welt dem Faustrecht. Dagegen habe ich schwere Bedenken.


1. Zur Entstehung des Konfliktes
Es gibt keinen Anlaß, das von der Milosevi‡-Regierung verübte Unrecht der Mißachtung ihrer Rechte und der Vertreibung albanischer Bevölkerung aus dem Kosovo zu ignorieren bzw. zu verteidigen. Aber, und hier zitiere ich Gregor Gysi (PDS) in einer Entgegnung auf den Freidemokraten Gerhardt: Rechtsbrechern muß man entgegentreten. Das ist wahr. Aber muß man ihnen mit Rechtsbruch entgegentreten? Das ist immer der falsche Weg.
Historisch hat der Konflikt seine Ursachen bereits vor einigen Jahrhunderten, ja Jahrtausenden aber dies scheint mir heute weniger wichtig. (Die serbische Seite sieht im Kosovo seit der Nemanjiden-Dynastie (1180 1389) die Wiege des Serbentums ; die albanische Seite sieht sich als Nachkommen des indoeuropäischen Volkes der Dardaner, eines Illyrer-Stammes, der um 1000 v.u.Z. das Gebiet des heutigen Albaniens und des ehemaligen Jugoslawiens besiedelte. Sh. OP vom 9.4.99 ff. Artikelserie von Tim Albert)
In den 70er Jahren galt der Kosovo jedenfalls als Musterbeispiel für eine gelungene Autonomieregelung in Gesamtjugoslawien...
In der jüngsten Vergangenheit verlief die Entwicklung wie folgt:
12./13. Oktober 1998 Holbrooke-Abkommen mit Milosevi‡-Regierung über Waffenstillstand für den Kosovo: OSZE-Beobachter sollten diesen Waffenstillstand überwachen. (Die US-Regierung präferierte schon damals die Stationierung von NATO-Streitkräften...)
Gleichzeitig gab die NATO-Rat die activation order für begrenzte Luftschläge. 48 Stunden später gab Jugoslawien seine Zustimmung für NATO-Überwachungsflüge über den Kosovo.
Staat der versprochenen/abgemachten 2.000 OSZE-Beobachter wurden nur 1.200 hingeschickt. Die Lage wurde dessenungeachtet ein wenig erträglicher .
27.10.98 Trotz des weitgehenden Abzugs serbischer Truppen aus dem Kosovo galt der NATO-Einsatzbefehl weiter 400 Flugzeuge wurden unter großer Medien-Präsenz auf ihren Einsatz vorbereitet (Eskalierung).
November/Dezember 1998 Die UCK (Ushtria Clirimtare Kosoves) rückt jedoch in die von den Serben verlassenen Stellungen nach...
Serbische Polizei und Militär eröffnen hiergegen eine Offensive im Raum Pristina und Drenica. Die OSZE-Beobachter gerieten zwischen die Fronten.
10.12.98 Belgrad lehnte die Holbrooke-Pläne einer weitgehenden Autonomie des Kosovo ab.
31.12.98 Lothar Rühl (ehem. Staatssekretär unter Vert.-Min. Rühe) in der NZZ: Eine faktische, wenn auch indirekte Unterstützung einer kosovo-albanischen Sezession von Jugoslawien hinter der Fassade eines peace keeping oder Wiederherstellung des Friedens durch die Allianz würde der erklärten Politik der NATO- und EU-Partner zuwiderlaufen. Sie würde gegen das Völkerrecht verstoßen und die OSZE wie die UNO im kritischen Moment der NATO-Erweiterung desavouieren und lähmen. Sie würde außerdem das Verhältnis zu Rußland weiter belasten. (zit. nach Freitag 14/99 vom 2.4.99)
13./14.01.99 Italiens Außenminister Dini erklärte, die albanische Unterstützung für die UCK unterlaufe alle diplomatischen Schritte zu einer friedlichen Lösung.
15.01.99 In der Nähe von Racak werden 40 Kosovo-AlbanerInnen tot gefunden. Widersprüchliche Aussagen über deren Todesursachen. In der westlichen Presse jedoch einhellig: Massaker .
Dann (23.02.99) kam Rambouillet, wo die Serben (unter dem Vorsitz der Außenminister GBs und Fs) der Autonomie des Kosovo im Prinzip zustimmten. Einzelbestimmungen des bis heute der breiten Öffentlichkeit nicht vorliegenden 10-Punkte-Plans:
Sofortiger Waffenstillstand
Verifizierung durch eine OSZE-Mission
Friedliche Lösung des Konflikts
Für 3 Jahre Etablierung eines Interim-Status für das Kosovo auf der Basis einer weitgehenden Automomie, bevor eine endgültige Lösung vereinbart wird;
Erhalt der Integrität Jugoslawiens,
Freie und faire Wahlen unter OSZE-Aufsicht und
Aufbau demokratisch-repräsentativer Institutionen im Kosovo
Amnestie für politische Gefangene
Straffreiheit für Taten im Zusammenhang mit dem Konflikt (ausgen. Verbrechen gegen die Menschlichkeit),
Anpassung der Gesetze der BR Jugoslawien an den neuen Rechtsrahmen Kosovos.
Jugoslawien erklärte sich zur Unterzeichnung des 10 Punkte-Abkommens bereit, die Stationierung von NATO-Truppen auf ihrem Territorium wurde jedoch abgelehnt. Vertagung, die kosovo-albanische Delegation weigerte sich zu unterzeichnen.
Bei der Neuaufnahme der Verhandlungen am 15.03.99 weigerte sich die jugoslawische Seite zu unterzeichnen. Es sei nun die Stationierung von 28.000 NATO-Soldaten vorgesehen, außerdem waren wesentliche Punkte im 10 Punkte-Plan verändert.
So sollte es im Kosovo (der immerhin ein Teil Jugoslawiens ist) nur noch eine symbolische Präsenz jugoslawischer Sicherheitskräfte geben,
So sollte die UCK ihre Handfeuerwaffen behalten dürfen,
Schließlich sah Jugoslawien im neuen 10 Punkte-Plan ein (von ihm derzeit abgelehntes) Referendum/eine Volksabstimmung präjudiziert.
22./23.03.99 Holbrooke (USA) überbrachte eine letzte Warnung - NATO-Generalsekretär Solana erklärt die Gespräche für gescheitert.
24.03.99 Beginn der Luftangriffe der NATO.
Das aufgezeigte Vorgehen ist um so fahrlässiger, als man die nun konstatierbare, grausame jugoslawische Reaktion auf die Bombenangriffe hätte eigentlich mit halbwegs gesundem Menschenverstand voraussehen können: nachdem der Traum von Großserbien (wenn es ihn denn überhaupt gibt) bereits den Verlust von Slowenien, von Kroatien, Bosnien-Herzegowina, von Makedonien und halb Montenegro hatte hinnehmen müssen, war es zu naiv zu glauben, die Regierung Milosevi‡ werde nach den ersten NATO-Bomben einlenken. Ebenso naiv wie die Zumutung vorher, auf dem verbleibenden Territorium NATO-Truppen stationieren zu wollen. Mit OSZE-Verbänden hatte sie sich hingegen einverstanden erklärt...
Auch die Aussage des Bundeskanzlers (und Herrn Schäubles von der CDU/CSU), die Bomben richteten sich nicht auf das jugoslawische Volk, sondern auf Herrn Milosevi‡, gehen an der Realität vorbei: nach aktuellen russischen Angaben sind bis dato 90 % der Opfer ZivilistInnen... Auch die Nachrichten von Zerstörungen von Krankenhäusern, Bürgermeistereien, Zigarettenfabriken, Öllagern, Brücken, Radiostationen etc. sprechen eine andere Sprache.
Bei allem Unverständnis über die jugoslawische Politik darf man sich nicht vorstellen, daß alle Staaten der Erde allen Unabhängigkeitsbewegungen nachgeben sollten. Dann würde die politische Welt aus einer großen Zahl nicht überlebensfähiger Einheiten bestehen. (Denken wir nur einmal an unsere Nachbarn Frankreich, Italien, und Spanien: an die Bretonen, die Normannen, die Katalanen, die Basken, die Tiroler, die Norditaliener der Liga etc.).
Hierzu W. Wimmer (CDU): Schließlich haben wir auf dem gesamten euroäischen Kontinent nach dem Ersten Weltkrieg eine Vielzahl von Grenzziehungen bekommen, die genau die gleichen Fragen aufwerfen, wie sie im Kosovo jetzt auch aufgeworfen sind. Das heißt, wir öffnen mit einer Entscheidung im Kosovo (zugunsten einer Sezession des Kosovo von Jugoslawien, J.M.B.) den Weg zu einer europäischen Auseinandersetzung, über die ich besser nicht nachdenken möchte.
In Belgien hat man versucht, den Konflikt zwischen Flamen und Wallonen durch Verhandlungen zu regeln, in Großbritannien den zwischen Schotten, Wallisers und Engländern. Nicht ohne Erfolg. Autonomie muß nicht Separation bedeuten, verlangt jedoch viel Verhandlungsgeschick und keine Bombardements.

2. Die Auswirkungen des NATO-Einsatzes
* In den vergangenen drei Wochen sind etwa 600.000 bis 700.000 Menschen neu auf die Flucht gegangen; in den 12 Monaten vorher sind ebenfalls 600.000 vor allem Kosovo-AlbanerInnen vertrieben worden (nach U. Wickert in Tagesthemen extra am 11.04.99).
* Die UNO ist entscheidend düpiert, von den USA und ihren Verbündeten vorgeführt , was einen schwer wiedergutzumachenden Schaden bedeutet. (Und das federführend von dem Staat, der mit UNO-Beitrags-Zahlungen in Höhe von 2 Mrd. DM im Rückstand ist.)
* Die OSZE ebenso. Diese Organisation hätte sich hervorragend geeignet, in Europa wirklich eine neue Friedensordnung hervorzubringen. In sie sind nämlich alle europäischen Staaten, d.h. (im Gegensatz zu EU, WEU, NATO, Eurocorps etc.) auch Rußland, die Ukraine, Weißrußland involviert.
Diese Organisation war für die Staaten der freien Marktwirtschaft (damals noch als KSZE) offenbar nur so lange von Bedeutung, wie sie zur Destabilisierung der Staaten des sowjetischen Einflußgebietes taugte. Allerdings müßte man die OSZE wirklich mit Kompetenzen ausrüsten, anstatt immer neue Militärorganisationen (so neben der WEU und der NATO noch die Deutsch-Französische Brigade und das Eurocorps) zu gründen.
Der deutsche Vizepräsident der parlamentarischen OSZE-Versammlung, Willy Wimmer (CDU), vermutet bei dem Verzicht auf eine Intensivierung der OSZE-Aktivitäten trotz ihrer oben (S. II) angedeuteten Erfolge, daß hier bestimmte Ergebnisse offensichtlich nicht erzielt werden durften, und deswegen ist das auch nichts geworden. Das hängt nicht mit Herrn Milosevi‡ zusammen. (jW 29.03.99)
Aktuell könnte die OSZE in einer Nachkriegszeit im Kosovo die Aufgaben der zivilen Wiederaufbauhilfe sowie der Überwachung des Waffenstillstandes übernehmen.
Fragen, die sich stellen beim Vorgehen der NATO, sind,
wie man den russischen Vermittlungsvorschlag in der Karwoche so rasch abbügeln konnte einige PolitikerInnen schienen ihn zuvor gar nicht gekannt zu haben;
warum man das Waffenstillstandsangebot der jugoslawischen Seite (über deren Osterfeiertage) so einfach hat zurückweisen können ( Scheinangebot ).

3. Geopolitische Überlegungen
Die Aussagen der Kriegsbefürworter, man habe der Verletzung der Menschenrechte im Kosovo nicht länger zusehen können, müssen als zynisch bezeichnet werden.
Sowohl schaut man seit Jahren dem türkischen Vernichtungs-Krieg gegen die kurdische Bevölkerung und ihre Autonomie-Bewegung nicht nur tatenlos zu, sondern liefert dem NATO-Partner Türkei sogar weiterhin Waffen (als Geschenke oder zu Sonderpreisen ), so auch die neugewählte rosa-grüne Bundesregierung,
als auch akzeptiert man seit Jahrzehnten den täglichen Hungertod von 40.000 Kindern sowie 20.000 Erwachsenen, man akzeptiert Kindermorde in Lateinamerika, Kinderprostitution Zigtausender in asiatischen und afrikanischen Staaten etc. etc. Obwohl man (bspw. durch einen Schuldenerlaß für auch nur die ärmsten Staaten diese Situation leicht und umgehend ändern könnte.
Warum also diese Janusköpfigkeit?
Wo liegen die geopolitischen Perspektiven des Ganzen?
geht es m.E. darum, dem Rest der Erde, d.h. vor allem der UNO und Rußland, in der aktuellen Situation zu verdeutlichen, daß es derzeit nur eine Macht gibt, die zu jeder Zeit und überall zu intervenieren in der Lage ist: die NATO und in ihrem Hintergrund die sie dominierenden USA.
gilt es im Sinne der militärischen Interventionisten, die Schwelle zu militärischen Einsätzen immer weiter nach unten zu senken, ja sie ganz verschwinden zu machen.
Daher hat man sich nicht ausreichend Mühe gemacht, die diplomatischen Spielräume (Beer) zu nutzen!
Die BRD-Regierungen der Nach-Wende-Zeit (nach dem November 1989) haben sich bei der Gewöhnung der Bevölkerung an militärische Einsätze besonders verdient gemacht. Durch eine wohlkalkulierte Eskalierungsstategie haben sie das deutsche Massenbewußtsein langsam aber kontinuierlich daran gewöhnt, daß auch Deutschland ein ganz normaler Staat sein will und kann, d.h. militärisch intervenieren können muß (und das Stigma Auschwitz = Verantwortung für den Faschismus auch für spätere Generationen endlich loswerden will und kann). Das fing an mit der Entsendung von BW-Sanitätssoldaten nach Kambodscha, ging über die (nur finanziellen) Hilfen für den Irak-Krieg ( Wüstensturm ), das 500 Mio. DM-Engagement in Somalia (für dieses Geld wurde ein Brunnen gebaut...) und die Überwachungsflüge deutscher Tornados über Bosnien bis hin zur heutigen Situation der vollen und gleichberechtigten Teilnahme an der Bombardierung Jugoslawiens. (Vielen werden die Worte Helmut Schmidts noch in den Ohren klingen, der sich Ende der 70er Jahre wünschte, daß der ökonomische Riese BRD auch politisch seine Zwergenrolle bald würde ablegen können...)
Nicht zu vergessen in diesem Gesamtszenario der US-Unilateralität:
die Osterweiterung der NATO (um Polen, Tschechien und Ungarn) hat die NATO-Grenze nun bis zur Grenze der Ukraine und Weißrußlands vorangetrieben. Ein Umstand, der die politische Klasse (vor allem ihren militärischen Teil) Rußlands nicht gerade begeistert. Und der nichts zur Stabilität in Europa beiträgt. Eine Aktivierung der OSZE hätte sich eher angeboten für diese Aufgabe; da wäre der konfrontative Charakter gegen Rußland weggefallen.
Die Osterweiterung der EU hat einen vergleichbaren Charakter: noch ehe die Strukturen der derzeitigen 15 Mitglieder halbwegs funktionieren, noch ehe die EU demokratisiert ist und ihre Integration vertieft ist, geht man eilig daran, die EU-Grenze in Richtung Rußland voranzuschieben. Hier werden spätestens bei der Verwirklichung der GASP (Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik) der EU Spannungen mit Rußland unausweichlich bleiben.
Rußland seinerseits reagiert. Nicht nur mit Warnungen vor einem Einsatz von Bodentruppen im Kosovo-Konflikt, sondern auch mit einer intensiven Verhandlung nicht nur mit Bjelorußland, sondern auch mit Jugoslawien um eine Intensivierung der Beziehungen (Dreierbund)...
Verteidigungsminister Sergejew kündigte (FAZ vom 9.4.99) unter Bezug auf die Verletzung der UN-Charta durch die NATO bereits eine Überprüfung der Planung zur Verkleinerung der russischen Streitkräfte an. Und der stv. Oberkommandierende der russischen Marine Kasatonow sagte, Rußland solle Jugolawien unbedingt militärische und wirtschaftliche Hilfe leisten...
In der vergangenen Woche (9.4.99) kamen gar Gerüchte auf, Rußland habe die Zielplanung seiner Atomraketen wieder verändert, in Richtung Westeuropa.
Das westliche Bündnis geht höchst fahrlässig um mit dem angeschlagenen Rußland, das seine Supermachtrolle zu verlieren droht.
* Große Teile des Militärs erhalten seit Jahren nur noch unregelmäßig Gehälter undleben in einer selbstempfundenen Lage der Inakzeptanz (wie aber verschafft man sich wieder Akzeptanz?...;
* Präsident Jelzin ist offenbar Alkoholiker und von anderen schweren Krankheiten gezeichnet. Ihm droht zudem aktuell ganz konkret ein Amtsenthebungsverfahren durch die russische Duma; macht es einen Sinn, Rußland in dieser Situation auf s Messer zu reizen ? Ich denke: nein.
4. Aktuelle Perspektiven des Konfliktes
Ich sehe derzeit vier:
a) ein Einsatz von Bodentruppen, der unweigerlich zu einem großen Gemetzel führen würde, und einen nicht gewinnbaren Krieg entfachen würde, wie es auch viele NATO-Strategen sehen; die jugoslawische Armee ist die beste Partisanen-Armee der Erde; in ihrem eigenen Land nicht zu besiegen.
b) einen Rückzug der NATO/die Beendigung der Bombardements mit der scheinheiligen Argumentation, das Kriegsziel sei erreicht; Unwahrscheinlich, weil meiner obigen Analyse mit den eigentlichen Beweggründen widersprechend.
c) die (für mich unabdingbare) Wiederaufnahme von Verhandlungen.
Erstens: unwahrscheinlich. Und zweitens ist nun zu vermuten, da sich die amtierende jugoslawische Regierung unter S. Milosevi‡ in der Situation des Angriffs vieler interner Kritiker entledigen konnte, daß deren Haltung nicht gerade von großer Flexibilität gekennzeichnet sein wird...
Ob die UNO hier wieder Tritt fassen und neue Glaubwürdigkeit gewinnen könnte?

Die Bundesrepublik Deutschland im Kosovo-Konflikt
Man muß sich dies vorstellen: Erstmals seit 16 (!) Jahren haben wir eine Linksregierung, die zudem noch von den GRÜNEN mitgetragen wird, die doch gerade durch ihre Rüstungskritik großgeworden sind. Und diese Regierung geriert sich zum größten Akklameur der US-Politik! Hierbei muß sie sich kritisieren lassen nicht nur von Helmut Schmidt, sondern auch von Alfred Dregger ( Den Krieg beenden , FAZ vom 6.4.99).
Die Bischöfe (die katholischen zumindest) akklamieren ebenso wie der DGB-Vorsitzende, der aber daraufhin immerhin innerhalb des DGB unter Druck gesetzt wurde.
Warum haben die Menschen eigentlich die Kohl-Regierung abgewählt, werden sie sich fragen...
Der Außenminister Fischer rechtfertigt sich neben dem Argument von den nicht mit ansehbaren Greueltaten der Serben damit, er sei nicht gewählt worden, grüne sondern deutsche Außenpolitik zu betreiben. Da irrt Joseph F. gewaltig!
Dabei hätten so große Chancen bestanden, ein eigenes europäisches, d.h. nicht der NATO höriges, Profil der Konfliktregelung zu realisieren versuchen. 13 der 15 EU-Regierungen (außer Spanien und Irland) sind entweder von SozialistInnen/SozialdemokratInnen geführt oder haben starke derartige Kontingente, zumeist noch mit grünen und gar kommunistischen Beteiligungen. Und die sind doch traditionell die friedliebenden Kräfte! In Italiens Regierung gibt es bereits harte Auseinandersetzungen, in Frankreich opponieren die Kommunisten (und Teile der Grünen) gegen die Bombardements, die skandinavischen Länder sind wenig an kriegerischen Auseinandersetzungen interessiert, etc...
Hier hätte die EU ihre Kraft zu einer wirklichen neuen Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP heißt die Projektion) unter Beweis stellen können. Wo doch der Krisen-/Kriegsherd direkt vor deren Tür ist. Wo sich doch einige Länder oft durch die USA gegängelt fühlen...
Aber Schröder und Scharping (der nun endlich seine Erfüllung gefunden zu haben scheint) reden davon, daß die BRD nun endlich international voll integriert und anerkannt sei.
Warum tut sich die neue große BRD nicht endlich, ihre Lektionen aus dem Faschismus und dem 2. Weltkrieg gelernt habend, mit einer gänzlich anderen Logik in der Sicherheitspolitik hervor? Wem würde dies so anstehen wie unserer Regierung?

6. Was kann man tun?
Erstens: Aufklären, weiter aufklären. Die Verdummung durch die Medien scheint mir eine neue Qualität angenommen zu haben (kritische Stimmen liest man nur wenig, authentische Äußerungen der Gegenseite gar nicht...).
PD Dr. J.M. Becker, Tel und Fax: 06421/32517, e-mail: jbecker@mailer.uni-marburg.de
Neuhöfe 7, D - 35041 Marburg
Hierzu Willy Wimmer (CDU), Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, in einem Gespräch mit dem Freitag (14/99 v. 2.4.99): ...man sieht sich nicht in der Lage, innerhalb einer relativ kurzen Zeit 2.000 OSZE-Beobachter zusammenzustellen, die konflikteindämmend wirken können,aber man ist andererseits durchaus in der Lage, so wie jetzt einen gewaltigen Militärapparat in Gang zu setzen.
Noch einmal W.Wimmer: ... Dieser Artiklel ist sehr veraltet und endspricht nicht der ganzen Wahrheit.

http://www.neinzumkrieg.de/debatte/fb-these.htm

Die Kristallnacht: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16998/1.html

BITTE BEACHTET BEI INFOS ÜBER DEN BALKAN, DASS IM MOMENT DIE SERBEN SEHR INTRESSIERT DARAN SIND, LÜGEN ZU VERBREITEN ÜBER DEN KRIEG.
Gerade in den Nachrichten, verdeckte Ermittler deckten über eine Korupte Staatsanwältin einen riesen Skandal auf! So bezahlt die serbische Regiereung, den Albanrnern mehrere hundert Tausend Euro, wenn sie eine falsche Aussage, mit ihrer Unterschrift beglaubigen. Das angeblich, die serben die armen waren.

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BeitragVerfasst: 12.08.2009, 10:34 
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Zu Jugoslawien und Co. hab ich auch noch was, was meine geliebte NATO angeht (ironiemodus aus). Partweise neben Nahost. Und wie Deutschland da mit drinhängt, leider. Besonders TEIL 6-7 ist SEHR interessant, was den KOSOVO angeht. Leider wahr.

hier Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

Teil 7

Teil 8

Schluss


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BeitragVerfasst: 12.08.2009, 11:12 
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Der Jugoslawien-Teil geht schon bei Teil 4 (ungefähr in der Mitte) los. Sehr sehenswert.

Mich interessiert das immer so aus völkerrechtlicher Sicht. Ganz klar. Was da abgeht, da krichste die Motten, Lila.

Ansonsten bin ich kein Mensch, der in "die Bösen" oder "die Guten" einteilt, wenn es um Kriege geht. Das sind Menschen. Einzelindividuen. Ich bin auch ein Deutscher. Deswegen bin ich aber kein "böser", und das sollte ich sein, wenn man so einfach gestrickt denkt. Also immerhin haben die Deutschen 2 Weltkriege und den Holocaust auf dem Gewissen - um nur das alleroffensichtlichste zu nennen, und darüber hinaus noch viel mehr. Und? Das Volk kann doch überhaupt nichts dafür, wie es als Spielball für andere Mächte missbraucht wird. Die fragt doch keiner.

Ich denke mal, das ist in allen Ländern ähnlich.


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BeitragVerfasst: 12.08.2009, 11:29 
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Ich krieg so oder so...die Gänsehaut.

Sobald es gewisse Leute in höhere Psitionen schaffen, tun sie nach ihrem Gusto.

Manchmal denke ich mir.... von wem, sind sie, sind wir die Hampelmänner...???

Mein Mann, sagte mal, die Amis verfluchen und dan stehen sie als die Erlöser hin. Aber Autos haben sie schöne, dass muss man ihnen lassen. Tja.

Aber, der krieg ist war krass....sogar die TV sender wurden kontrolliert, von den serben, damit die Kosovaren, bloss kein patriotismus sehen etc. schon garnicht ein Kosovarischer Sender. :roll: Das sind Dinge, die unter der Menschenwürde sind. sie wie Hunde zu behandeln.....Hetzjagden mit Schäferhunden der serben durch den Wald auf die Kosovaren.
Wenn sie blut geleckt haben, läuft der Krieg beim Volk. Das ist alles was die Grossmacht zu tun hat. Und das ist echt pervers...

lg

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BeitragVerfasst: 12.08.2009, 11:56 
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:? Naja

Es gibt da noch etwas, dass das Feuer schon sehr lange in aller seelen Ruhe, schürt.
Das Museum für Islamische Kunst sowie die Evangelische Akademie im Rheinland zeigten 2003/04 und 2005 bisher unveröffentlichte Darstellungen mittelalterlicher Skulpturen christlicher Kunst, die die Unterwerfung der islamischen Hochkultur unter das militärisch überlegene Christentum dokumentieren. Claudio Lange gelingt der Aufweis einer steinernen Bildpolemik der Kirchen, die als politisches Instrument non-verbaler Rhetorik im Kreuzzug gegen den Islam ihren Dienst tat.

Es zeichnet sich eine ikonographische Typologie des Feindes im elften Jahrhundert ab, die für die politische und kulturelle Identität des christlichen Europas bis heute von zentraler Bedeutung ist.


http://www.romanes.com/Saint_Benoit_sur ... _0101.html

http://www.youtube.com/watch?v=WF-LkjFhoH8

http://www.youtube.com/watch?v=e1M3_Tlr ... r_embedded
http://www.al-sakina.de/inhalt/artikel/ ... uropa.html

Steingewordene Feindbilder

Vom christlichen Antijudaismus wird häufig gesprochen.
Aber dass auch der Antiislamismus eine
jahrhundertelange Tradition hat, davon weiss Claudio
Lange zu berichten. Er hat über 2000 Zeugnisse in
christlichen Kirchen aufgespürt und dokumentiert. Am
29. Juni wird er in Bern seine Forschung zur Diskussion
stellen.
"pfarrblatt": Claudio Lange, drei Jahre lang
dokumentierten Sie Zeugnisse des christlichen
Antiislamismus. Sind Sie muslimischen Glaubens?
Claudio Lange: Nein.
Was hat Sie denn bewogen, den steingewordenen Feindbildern nachzuforschen?
Dass ich sie an den Kirchen entdeckte ohne vernünftige Erklärung. Ihre Krassheit und der evidente
erfolgreiche Wunsch in Europa, ihre Existenz zu vertuschen, interessieren mich: Die meisten meiner
Fotos zeigen tausendjährige Objekte, die nie in diesem Zusammenhang abgebildet wurden.
Weshalb haben Sie sich bei Ihrer Dokumentation nur auf die Romanik beschränkt Gibt es in den
nachfolgenden Epochen keine Zeugnisse mehr?
Die Romanik ist ein bestimmter Teil des christlich-islamischen Zeitalters mit grossartigen
Bildprogrammen. Sie zeigt aber auch den bildhauerischen Ausdruck westchristlicher
Feindbildkonstruktion in aller Deutlichkeit. Ich habe mich nicht auf diese Zeit beschränkt und stellte
fest, dass es auch in späteren Zeiten den propagandistischen oder dogmatischen antiislamischen
Diskurs in der bildenden Kunst gibt. Dies habe ich jedoch nur punktuell dokumentiert.
Man spricht immer wieder vom tief verwurzelten Antijudaismus des
Christentums. Ist der Antiislamismus genauso tief verwurzelt?
Seit dem 11. Jh. sind beide nicht mehr voneinander zu trennen. Das
Verhältnis von Anti-islamismus und Antijudaismus will genau
nachgezeichnet sein - doch zwischen dem 9. und dem 14. Jahrhundert
konkretisierte sich durch den Antiislamismus das deutliche Feindbild
Islam, vor allem mit Hilfe der für alle sichtbaren Skulptur, deren
Bildprogramm in diesem Sinne mobilisiert wurde.
Seit wann?
Seit dem ersten antiislamischen Skulpturenprogramm an den
Vorbaukapitellen der Kirche von St. Benoît sur Loir, etwa um das Jahr
1030.
Was sind die Auslöser des Antiislamismus?
Möglicherweise der Wunsch nach innerer Befriedung, nach einer
zivilisierten Gesellschaft im Westen, die ohne Feindbild unerreichbar
geworden war. Damit meine ich die Epoche der sog. Kreuzzüge, der
Beutezüge der Chris-ten Richtung Osten, die als "Heiliger Krieg" definiert
waren.
Woran erkennt man Muslime in der romanischen Kunst? Gibt es besondere Merkmale?
Es gibt viele Möglichkeiten oder Logoi, wie ich sie nenne: Die Hand auf der Brust verrät den typischen
Gruss, oder das Ohrenzuhalten signalisiert einen Muezzin. Der Oberlippenbart weist auf den
Orientalen hin, aber vor allem wirkt die zur Schau getragene Nacktheit: Ich erbringe den Beweis, dass
Pornografie ein Logos des Nichtchristen war.
Claudio Lange, deutsch-chilenischer Maler,
lebt und arbeitet seit 1973 in Berlin.
Gefördert von der Reemtsma-Stiftung,
suchte Lange drei Jahre in romanischen
Kirchen Europas nach Zeugnissen des
Antiislamismus.
Säulentragende, gefangene
Muslime am Portalvorbau
der Kirche Sainte-
Marie in Oloron, 12. Jh.
Titelgeschichte Pfarrblatt Seite 1 von 2
file://F:\Pfarrblatt Bern Juni 2003-Dateien\pf_3.htm 05.01.2008
Was würden Sie einem überzeugten Anti-islamisten entgegenhalten?
Dass er nicht vergessen soll, vor seiner eigenen Tür zu kehren.
Interview: Angelika Boesch, redigiert von Anna Magdalena Schafroth* / 18.06.2003
* Anna Magdalena Schafroth ist Kunst-historikerin in Bern.
Claudio Lange hält einen Vortrag über "Das Feindbild Islam in Kirchen und Kathedra-len - der
Antichrist in der Romanik" am Sonntag, 29. Juni, 18.00 im Festsaal des Kunstmuseums Bern
(Hodlerstrasse 8-12). Er stellt seine These anhand von Dias, die die im 11. Jahrhundert beginnende
romanische antiislamische Kampagne des Christentums dokumentieren, zur Diskussion. Der
Literaturwissenschaftler Gil Anidjar von der Columbia University in New York ergänzt mit
Überlegungen zur Konstruktion von Feindbildern. Mabrouk Zribi, Biel, und das Ensemble Shams,
Oud und Perkussion, spielen klassische arabische Musik.

lg

so am Rande, nebenbei, spielt das eben auch immer wider eine Rolle. Es heisst ja immer, Die wollen Die bekehren. Ja was nun?

°°SCHAUDER°°

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BeitragVerfasst: 12.08.2009, 13:13 
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Naja, was tun?

Du kannst anfangen Dich zu informieren und mit Leuten drüber zu reden. Anders geht es nicht. Also in den Massenmedien wird man nur zugedröhnt mit belanglosem Zeug zur Ablenkung, Interessantes wird schon lange nicht mehr angesprochen. Das mit der Meinungsfreiheit und Denkfreiheit - das hat Deutschland zumindest schon lange, lange hinter sich.

Dass die Masse "verblödet" ist, sag ich mal, das hat auch nichts mit Spaßgesellschaft oder so zu tun, sondern die werden ganz gezielt doof gehalten auch von den Medien. Um sie ruhig zu halten. Man braucht auch ihre Stimme - offiziell haben wir eine Demokratie. Stell Dir mal vor, die wüssten was abgeht?


Zum Islam:
Die Sache ist einfach folgende: Der Islam ist - so wie er heute praktiziert wird, ja kaum noch eine Religion. Das ist das Probem. Er ist ein System, ein politisches System. Siehste schon am Rechtswesen, also das ist der Koran. Also Staat und Religion sind dort nicht getrennt, so wie bei uns. Das ist halt also eine Systemproblematik, mit dem Glauben hat das wenig zu tun.

Und was die Amis eben ganz krass an sich haben, in einer Dreistigkeit, ist sich überall einzumischen. Überall ihren "Samen" abzulegen, da kann ich die Völker schon verstehen dass sie ärgerlich werden. Oberflächlich gesehen mag das ja gut aussehen, aber was dahintersteckt ist es oft weniger. Also da merkste so richtig die Bestrebungen von den USA die ganze Welt zu assimilieren und sich anzueignen, das nervt schon.

Wir in Deutschland, also die Bonner Republik, wir haben es da auch richtig fett abbekommen. Also nach dem 2ten Weltkrieg, da war ja nicht nur der Marshallplan oder die Berliner Luftbrücke, all die Hilfe da von den Amis, da war auch richtig das Bestreben die Lebensphilosophie den Deutschen hier einzubläuen, nicht nur wirtschaftlich, auch kulturell. Das war auch oberflächlich gut so, also nach der Diktatur von Adolph und dann noch Monarchie davor, die Deutschen mussten erstmal lernen, aufrechte DEMOKRATEN zu sein, da hat Amiland in den 50ies UNGLAUBLICH Wind gemacht, das war also DAS große Vorbild, ganz groß in Deutschland. Die Leute sollten lernen, eine EIGENE Meinung zu haben und aufzumucken, ganz wichtig für ne Demokratie.
So ne "Behandlung" vermisse ich übrigens bis heute bei der Deutschen Einheit, was die Neuen Bundesländer angeht, das hätte schneller sein können. Da wurde nur auf Wirtschaft geschaut, aber da wurden die Leute nicht bearbeitet, wie man überhaupt Demokratie lebt.

Das war in Westdeutschland nach dem Krieg anders, also die wurden erstmal 10-15 Jahre bearbeitet, werdet DEMOKRATEN.

Dennoch - Amerika war nicht immer der gute Freund, wie es oberflächlich aussieht, sondern hat Deutschland auch ganz gezielt in eine ziemliche Abhängigkeit gebracht. Durch die EU dann auch noch - mein Gott, was sollen wir gegen die sagen? Deutschland kann da nischt mehr sagen. Das geht soweit, dass wir es gutheißen, dass die Israelis da mit den Palestinänsern sonstwas veranstalten dürfen an Verbrechen, weil wir ja den Holocaust auf dem Gewissen haben. Was ne Logik. Das ist ja auch ne Scheinargumentation, in Wahrheit geht es dabei darum, den Amis in den Arsch zu kriechen, denn natürlich supporten die die Israelis vorn und hinten. Aber es wird nicht gesagt, stattdessen dann dieser krampfhafte Versuch von Merkel, das Ganze mit der Holocaustschuld zu begründen :pillepalle:.


Zu amerikanischen Soldaten hab ich noch was Feines:

Den Kampffliegern der Luftwaffe sowie der britischen Royal Air Force ist das Konsumieren von Drogen strengstens untersagt. Bei Missachten dieser Regel wäre ein absolutes Flugverbot die Folge. Nicht so bei den Piloten der US Air Force: Diese müssen sich sogar verpflichten, vor Kampfeinsätzen Dextro-Amphetamine einzunehmen. So sollen die sogenannten „Go-Pillen“ den Piloten zu nötiger Ausdauer, Konzentration und Kampfbereitschaft bei langen Einsätzen verhelfen. In seiner Dokumentation bringt der schottischen Autor Jamie Doran erstmalig US Air Force Piloten und Special Forces Soldaten vor die Kamera, die über die Einnahme von Drogen bei Kampfeinsätzen vom Golfkrieg "Desert Storm" bis zur "Operation Freedom Iraq" berichten.


Ich hab selber mal vor zig Jahren einmalig "Speed" ausprobiert als Droge. 1 - 2 Mal. Ich weiß genau wie man da drauf ist. Superaggressiv, hellwach und unglaublich angriffslustig, sadistisch würd ich sagen, gemischt mit Größenwahn. Also das macht Menschen zu Psychopathen während der Einnahme. Gewissenlos, fast. Ohne irgendwelche Hemmschwelle - die Skrupel sind auf einmal weg, weißt Du. Und Größenwahn, wie gesagt. Totaler Realitätsverlust, kein Einschätzungsvermögen. Darunter würd ich nichtmal Fahrradfahren, geschweige denn ........

Heftig. Dadrunter fliegen die dann und entscheiden über Menschenleben. Kampfmonster mischen die da zusammen dafür. Grausam.

Teil 1

2

3

4

5


Das läuft also jetzt im Moment, in Afghanistan und sonstwo.
What a World.
Das Schönste daran: Was da in der EU auf uns zukommt, die Deutsche Luftwaffe, ist ja wohl klar, oder? Sie arbeiten dran. Aber da hat Karlsruhe ja den Riegel vorgeschoben neulich. Mal sehen, wie lange der Damm noch hält.....


Gruß,
Tilde :(


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BeitragVerfasst: 12.08.2009, 13:57 
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:? uff

Bitte schlagt nicht auf den GANZEN Koran ein, genauso wie auf die Bibel. Noja, sgma mal salop. Ist ja nur ein Buch.....okay mit Folgen :?

Die Moslemische Bevölkerung ist mit sich schon im Krieg, da wird aber noch Kräftig von den Organisationen und Medien, Oel ins Feuer gegossen. Taliban, gegen Hindistan? :shock: schiiten vs hiiten....?? :roll: Warum?
naja, dass sollten die Grossväter mal erklären.

Bibel und Koran, sind eigentlich gleich. Allah ist Gott, Gott ist Allah....autsch ich höre schon aufschreie....

Bei uns gibt es das alte das neue Testament..beim Koran gibt es eben auch diese Taschenbücher.

Problem: Der Koran ist NUR Arabisch....und die meisten Anhänger Zitieren daraus ihre eigenen Versionen.
Genau der selbe Humbug, wie die Christen es mit der Bibel tun.

hier zu Lande, kaum vorstellbar.....aber wer kann sich noch erinnern, Evangelisten und Katholiken wurden strengstens getrennt. Heut ist ja alles so locker, propagiert auch von der Kirche, damit sie wider ein wenig ihre Schafe kriegen.

Und so von wegen, der fehlenden Demokratie....äehm, hatte nicht Bush winkend mit der Bibel für sich geworben?

Es sind zwei
Bücher, die auf perverse Art und Weise, missbraucht werden....

Die Schiiten im Kosovo, sind lockere Menschen, keine Fanatiker, wie sie immer hingestellt werden. Schon garkeine bekehrer. im Gegenteil. Sie haben ihre Gemeinde ihre Politiker, ich drücke ihnen sehr die Daumen, dass sie sich weiter aufbauen.

Was ihnen leider sehr fehlt, ist Ausbildungsmöglichkeit, Schule und Arbeit. Da braucht es kluge Köpfe mit Handlungsdrang, jene die was richtiges bewirken....oh ganz viel ist schon gegangen.
Aber man muss alles vor Ort machen und dabei sein.....nicht einfach Geld senden und glauben, einer der nie was von Aufbau erlebt hat, könne mit Geld das Projekt umsetzten...ne dan ists ein wenig Sandig.

Ich finde es sehr schön, bringen sie immer mehr westliches mit ein. Doch die Bevölkerung ist noch nicht ganz davon überzeugt, dass es funktioniert. Die einen halten vehement am Osten fest, sollen sie, oder? Ich meine.....wisst ihr noch wie Oma und Opa, komisch schauten als ihr das erste Handy hattet? Und heute, jeder 2. Rentner kann Simsen. :wink:
Aber die Jungen Menschen um die geht es jetzt, die brauchen dringend Möglichkeiten, Lehrstellen etc.
Nur scheisse ist, der Weg in die EU, dauert evtl. noch länger und warum haben die Araber mit ihnen jetzt Diplomatische Verträge ausgehandelt? Keine Unterschrift ohne Gewinn oder in Zukunft etwas.....naja.

PS: Viele Balkanmenschen hier benehmen sich daneben. Die wo den Krieg erlebt haben und erst jetzt langsam hier sind, dass sind ganz andere. Aber viele glauben halt hier seih jeder reich :lol: ....Aber, da fahren die von hier mit ihren geleasten Fahrzeugen runter in den Urlaub, schlüpfen in die SpendiereHose und "verarschen" ihre eigene Leute. :shock: Das........darüber kann ich nur den Kopf schütteln.

PPS: Drogen. Das ist immer so Tilde. :? Keine Droge geht ohne Miliztest auf den Markt. LSD wollten sie auch. Morphin brauchen sie. Speed, ist so leider. Die Thaipille ist schlimm. Naja, die richten dafür auch extra Labors ein um ganz bewusste Drogen für den Krieg her zu stellen. Aber gerade die Amis, die brauchen die manchmal garnicht, solange die ihrem Land dienen ist es ihnen Wurst was sie tun. Nicht allen, aber scheint wie eine Gehirnwäsche.

Ob Krieg oder Religion. Überall wird Macht ausgeübt.

lg

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BeitragVerfasst: 14.08.2009, 07:05 
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Moin Lila,

über den Kosovo und die "Dämonisierung des anderen" und "PR-Agenturen machen Werbung und Propaganda für Krieg" (vor allem bei der NATO) hab ich hier noch eine Doku. Vom ORF aus Österreich, "Weltjournal", hat da was zusammengestellt. Auch kritisch gegenüber Deutschland, übrigens.

In Bosnien wurden 1992 Fernsehbilder aus angeblichen Folter- KZs ausgestrahlt - nicht nur wider besseres Wissen, sondern bewusst gefälscht. Die deutsche Beteiligung am Kosovo-Krieg rechtfertigte der damalige Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping in einem Spiegel-Interview (26. April 1999) folgendermaßen: “Die menschliche Empörung spielt eine große Rolle, die historische Erfahrung ebenso wie das Wissen um die Gräuel. Auf dem Balkan geht es ja nicht um Öl oder Rohstoffe. Was wir jetzt tun, geschieht wegen der mit äußerster Brutalität vorgenommenen Verletzung von Menschen- und Lebensrechten."

Am 16. Februar 2001 berichtete die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf Zeugenaussagen hochrangiger Militärs: “Deutsche Politiker haben sich der Falschinformation und der Lüge bedient, um die Beteiligung der Bundeswehr am Nato-Bombardement in Jugoslawien gegenüber der Öffentlichkeit zu legitimieren.”

Teil 1

Teil 2

Teil 3


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BeitragVerfasst: 14.08.2009, 08:00 
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lila hat geschrieben:
:? uff

Bitte schlagt nicht auf den GANZEN Koran ein, genauso wie auf die Bibel. Noja, sgma mal salop.


Das sehe ich genauso, es ist nur schade, was draus gemacht worden ist. Andererseits muss man dem Islam zugestehen, dass er im Gegensatz zum Christentum eben fast 600 Jahre jünger ist, wenn ich mich recht erinnere, wann Mohammed lebte. Und wenn ich mir vorstelle, wie das Christentum um 1400 praktiziert wurde, also das nimmt sich nicht viel, verstehst Du. Auch was die Unterdrückung der Frau angeht, genau der gleiche Schnack. Oder die Vermischung von Staat und Kirche, Religion und Gesetzen. Ist genau das Gleiche hier gewesen.


In beiden Büchern ist aber dazu nichts geschrieben, es wurde nur beliebig ausgelegt. Zum Beispiel die Verschleierung der Frau im Islam, sollte eigentlich was Gutes sein: Die Frauen sollten nicht auf ihr Äußeres reduziert werden.

Eine muslimische Studentin drückte das mal so aus: "Mir tun die deutschen Frauen leid, in der westlichen Welt. Entweder sie müssen aussehen wie ein Sexsymbol, um ihren Wert als Frau von den Männern zu erhalten, die sie wie Statusobjekte vor sich hinschieben - oder sie müssen sich benehmen und kleiden wie Männer, um beruflichen Erfolg zu haben. Nie dürfen die Frauen sein, was sie eigentlich in Wahrheit sind, einfach nur Frau sein."

Und ganz ehrlich - ich weiß was sie meint. Das empfinde ich auch oft so, und als ich jünger war (20) noch viel mehr. GENAU SO IST ES!

Und davor sollte die Kleiderordnung schützen, dass sie sich nicht zu stark aufhübscht.Dass sie nicht zu einem "Statusobjekt" für den Mann verkommt, der in der Öffentlichkeit mit ihr angeben will. Dass das gleich vermieden wird. Darum ging es im Koran. Dass ihr Wesen das Entscheidende ist, nicht das Äußerliche. Und von einer Verschleierung war im Koran nie die Rede, wie es heute praktiziert wird.

Dass die Taliban nun da extreme Sitten wieder einführen, liegt einfach an dem - begründeten und nachvollziehbaren - Hass auf die westliche Welt und die NATO. Das ist ganz klar eine Ablehnung der westlichen Welt, ist ja kein Wunder bei dem was da passiert, siehe oben.

Hinzu kommt noch die Propaganda in den Medien - Islam = Terrorismus, was totaler Schwachsinn ist. Es sind die Westmächte, die strategisch sich freuen, wenn ein Hass der Muslime auf die Westmächte fällt, dann können sie ja wieder angreifen und sich dadurch rechtfertigen. Darum geht es. Aber eigentlich geht es um völlig andere Dinge - Geld und Macht und Öl. Und - last not least: Die Kontrolle über die westlichen Länder, nicht dass die Leute hier noch irgendwann auf die Barrikaden gehen, wenn rauskommt, was abgeht. Nicht wahr. Auch darum geht es. Da muss vorgesorgt werden, sie arbeiten dran.

Da werden also gleich mehrer Fliegen mit einer Klappe erschlagen, darum geht es.


Zu diesem Thema fällt mir ein Fall ein!
Neulich - Die islamische Dschihadunion (IJU) sollen laut dem BKA und der Bundesanwaltschaftgroße Terroranschläge in Deutschland geplant haben. Natürlich unterstützt durch Al Kaida. Unterstützt wird diese These vom BND (Die Geheimdienste arbeiten sowieso alle weltweit zusammen, deshalb).

Der Baden-Württembergische Verfassungsschutz sieht das nicht ganz so. Dort fand man keinerlei Hinweise darauf, dass Al Kaida hinter dieser IJU steht. Vielmehr kristallisiert sich heraus, dass die IJU vom usbekischen Geheimdienst gesteuert wird. Dass dieser wiederrum nur die Erfüllungsgehilfen der CIA sind, ist unbestritten.

Interessant vor allem ist, dass dieser Fernsehbeitrag in der Sendung MONITOR ausgestrahlt wurde, aber null Resonanz in der weiteren medialen Debatte fand. Nur ein Beispiel von vielen - das Volk, die sogenannte "Spaßgesellschaft" wird gezielt und bewusst doof gehalten und desinformiert und manipuliert.

Wenn man in einer DEMOKRATIE lebt - muss man lügen. Wenn man etwas tut, was die Mehrheit niemals mitmachen würde. Ist doch klar. Das Volk ist aber nicht dumm. Nur in den Medien, da steht eben nur Blabla, und wir werden damit zugemüllt, so sehr, so erheblich, von allen Seiten, das ist durchaus strategisch. Baller sie mit belanglosen Informationen von morgens bis abends zu ("Dienstwagenaffäre von Ulla Schmidt" - breitgetreten für 14 Tage, gähn), dass sie das Gefühl haben, sie seien informiert. Und tue das - ohne sie zu informieren.

Was im Zeitalter der Informationsgesellschaft wichtig ist, absolut wichtig, ist effektiv mit Infos umgehen zu können. Wir haben alle wenig Zeit, müssen arbeiten, usw. Du musst wissen können, wo was steht. Du musst filtern können, was belanglos und wesentlich ist und das v.a. unterscheiden können. Und Du musst Zusammenhänge erkennen können. Aber ich traue das einer Gesellschaft wo - so kommt mir es vor - jeder zweite irgendwie studiert, also uns Europäern und Amerikanern - auch durchaus zu. Das zu können.

Ich hoffe es.

MONITOR, ARD - Wer steuert die IJU und die Al Kaida? Die Geheimdienste!


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BeitragVerfasst: 14.08.2009, 09:24 
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Tilde,

Du weisst du auch, dass nicht alle Muslime Frauen Kopftücher tragen müssen?
Hast du gewusst, Kopftuch ist nicht gleich Kopftuch. Viele Frauen, die ihre Freiheit in dieser Sache haben, schmücken sich damit, sie stöbern und suchen mit viel Lust daran, ein für sie schönes Tuch auszuwählen.
Klar es gibt auch einheitliche, Einheit in der Kommune.
Und diese Frau, die in der Einheit ist, tätigte diese Aussage, dass aber weil sie gut erzogen wurde.

Ich verstehe auf der einen Seite die Verzweiflung, wie schwer es ist, sich an der westlichen Gesellschaft anzupassen und dennoch östlich zu leben.

Wir tragen auch bei, mit unseren Ausgrenzungen.

Mietverträge, Arbeitsverträge bekommt nicht jeder so leicht. Obwohl, es gegen das Gesetzt geht, sie sagen es dan einfach nicht direkt. Aber wenn es heisst, Muttersprache deutsch oder nur an deutschsprachige Mieter, ist es doch wieder eine Ausgrenzung.

Es hiess oft über die Kosovaren, die Rebellen. Aber Was ist ein Rebell? Sie rebellierten gegen die Unterdrückung. Sie waren nicht frei in ihrem Land und gehörten einfach dazu, nein, sie wurden als Menschen 2.er Klasse eingestuft. **** sah grad gestern Braveheart, Schottland/England, dieser Film erklährt es sehr schön http://www.vox.de/filme_11081.php?media ... t_id=23638 ****
In Pristina, gab es eine sehr schöne Uni, doch nur die serbische Bevölkerung, durfte in die Schule und an die Uni gehen. Sogar die kosovarischen Volkslieder, wollten sie ihnen nehmen.
Keiner bekam im eigenen Land, aufstiegsMöglichkeiten. Es gibt viele, die kaum lesen und schreiben können.
Erst jetzt langsam....geht was. Doch wie lange, die Leute leben in Angst.

Jain, wegen den Rohstoffen. Da hast du recht. Aber das Gebiet im Kosovo, hat ganz andere Rohstoffe.
Kohle, damit produzieren sie Strom. (der immer wider mal für ein paar Stunden ausfällt :roll: )
zich Goldmienen.
usw.
Welches Land leckt sich da nicht die Finger nach. Darum möchte eben auch die serbische Regierung, den Boden besitzen :? .

Die Amis, haben dort unten ein Stück Land eingezäunt. Keiner darf durch! Sonst, Phammm!!! Was es dort den so interessantes hat?
Einen enormen Kontroll-Posten. Sie sehen nicht nur über viele Balkanländer, von dort aus, sehen sie super genau zu den Russen rüber. Sie beschatten nun von Kosovo aus.

Amerika und Russland...... war ja schon immer so ein Thema.... und ja, Deutschland Frankreich Italien Schweiz, die laberen da auch immer und lächeln nett für die Pressebilder.
Wenn die wüssten, was sie anrichten.

lg

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BeitragVerfasst: 14.08.2009, 10:14 
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Es gibt da ein ganz bestimmtes buch....

Bei vielen wird erst jetzt ein AHA-Effekt ausgelöst werden? So hoffe ich es.
Den hier, kennt man ja die Bibel....davon gibt es auch Bücher, wie man leben soll :? So erziehungsmassnahmen, die grausam sind und ich würde es niemanden wünschen, sowas zu erleben. :roll:

Manchmal, wenn wir hier die Balkaner erleben und hören was sie sasgen ohne das sie selbt ganz begriffen haben oder die Übersetzung ins Deutsche schwer ist, denkt man oft an den Koran. Diese gewiessen Forschriften. jaja ich hörte auch schon welche: Das steht das so drin.

Es liegt aber an dem "Theologen" Glaubenslehrer, wie er erzieht, in dieser Sache!

Nein, dass meiste steht in einem anderen Buch und ist verboten. Weil es gegen die Menschenrechte verstösst. Die dort unten, leben heute ohne das Buch, aber die hier, leben vollkommen zum Teil an der Realität vorbei..

http://videoportal.sf.tv/video?id=d5d1b ... 3D20081126
Zwangsheirat für Männer
17'000 Zwangsehen soll es in der Schweiz geben, schätzt der Bundesrat. Betroffen sind nicht nur Frauen, sondern – und das ist kaum bekannt - auch Männer. Zum Beispiel Kosovo-Albaner. In der Rundschau erzählen junge Männer über ihre Erfahrungen mit dem Kanun, dem archaischen Gewohnheitsrecht der Albaner.

Verboten: Der Kanun

Wenn von Kanun die Rede ist, meint man meist den Kanun des Lek Dukagjini, da dieser am besten dokumentiert wurde und als erster schriftlich festgehalten wurde. Es gab aber diverse regionale Varianten wie zum Beispiel Kanun von Skanderbeg (albanisch: Kanuni i Skënderbeut), Kanun i Arbërisë, Kanun der Labëria (Kanuni i Labërisë) und Kanun der Malësia e Madhe (Kanuni i Malësisë së Madhe).

Kanun des Lek Dukagjini

In den nordalbanischen Bergen waren die Bewohner durch die dortigen geografischen Gegebenheiten so von der Außenwelt abgeschottet, dass sich hier ein aus dem Mittelalter stammendes, möglicherweise sogar vorrömisches Gewohnheitsrecht bis in die Neuzeit erhalten hat. Dieses wird in seiner meistzitierten Fassung als Kanun des Lek Dukagjini (albanisch: Kanuni i Lekë Dukagjinit) bezeichnet, nach einem zu Skanderbegs Zeiten lebenden mächtigen Fürsten. Dass Lek (Alexander) Dukagjini (1410-1481) nicht nur Namensgeber, sondern auch Urheber dieser Gesetzessammlung war, ist unwahrscheinlich.

Grundlage des Kanuns ist das Leben in der Großfamilie, in welcher in der Regel drei Generationen unter der Anführerschaft des ältesten Mannes unter einem Dach wohnten. Die Gesetzessammlung regelt die Bereiche Schuldrecht, Ehe- und Erbrecht, Strafrecht sowie Kirchen-, Landwirtschafts-, Fischerei- und Jagdrecht ziemlich umfassend. Im Strafrechtsbereich ist der Kanun noch von der Ehrverletzung geprägt, wobei der Begriff des Gottesfriedens als Teilaspekt der Besa bereits bekannt ist. Da der Kanun bis heute tief im Denken der nordalbanischen Gegen verwurzelt ist, entsteht oft ein Konflikt zwischen modernen Gesetzen und dem Kanun. Die Frauen spielen im Kanun eine marginale Rolle und haben kaum Rechte. Sie gelten als „Schlauch“ (shakull), „in dem die Ware transportiert wird“, sind aber auf der anderen Seite unverletzlich, wenn es zu Ehrverletzungen kommt.

Die Nordalbaner erkannten keine zentrale Herrschaft an. Streitigkeiten wurden auf Versammlungen (Kuvend) der Familienoberhäupter eines Dorfes oder Stammes geregelt, einer Art Landsgemeinde resp. Thing. Einzige weltliche Autorität war der Kapedan ("Kapitän"), der jeweils vom Oberhaupt der Familie Gjonmarku gestellt wurde. Er war Anführer der Mirditen und letzte Instanz in Entscheidungen und Streitfragen. Die Rechte der privilegierten Familie und die Rolle des Kapedan waren im Kanun genau umschrieben. Jeder Mirdite, der jemanden tötete, musste den Gjonmarku eine Abgabe zahlen.

Kanun i Papazhulit

Im Süden des Landes bestand ein nur in Details verschiedener Kanun i Papazhulit, der auf die unterschiedlichen sozialen, religiösen und gesellschaftlichen Umstände Rücksicht nimmt. Im weniger abgeschiedenen Südalbanien waren die Bedeutung und die tiefe Verwurzelung in der Bevölkerung aber viel geringer.


Besa

Der ganze Kanun baut auf der Ehre auf, aus der sich zahlreiche Pflichten, negative Aspekte wie die Blutrache, aber auch positive Aspekte wie das Gastrecht und die Besa ableiten. Letztere lässt sich nicht direkt ins Deutsche übersetzen, sondern umfasst die Begriffe gegebenes Wort, Versprechen, Ehre, Ehrenwort und Gottesfriede. Die Besa schützt von der Blutrache bedrohte für gewisse Zeiten oder Orte vor Verfolgung und entbindet gleichzeitig den zur Blutrache Verpflichteten, ein Verbrechen zu rächen. Die Besa konnte einerseits zwischen Personen oder Familien vereinbart werden. Sie wurde zum Beispiel für wichtige Besorgungen, Feldarbeit, familiäre Feiern oder kirchliche Feiertage gewährt. Meist wurde auch dem Mörder für gewisse Zeit nach einer Blutrachetat Besa gewährt. In der Besa für Vieh und Hirten erlaubten Stämme untereinander, das andere Stammesgebiet zu bestimmten Zeiten und auf bestimmten Strecken bereisen zu dürfen. Die allgemeine Besa unterband alle Sühnetaten in Kriegszeiten.

Daneben waren aber auch ganze Personengruppen wie Frauen, Kinder oder Priester vor Verfolgung geschützt.


Geschichte

In den unzugänglichen nordalbanischen Gebirgen hatten die Osmanen, die das Land rund 500 Jahre lang besetzten, nie wirklich die Macht erlangt. Somit konnten sie dort auch nicht ihre Gesetze einführen. Mangels anderer staatlicher Macht konnte sich der Kanun deshalb bis in die Neuzeit erhalten.

Das immer nur mündlich überlieferte Gesetzeswerk wurde erstmals vom Franziskanerpater Shtjefën Gjeçovi (1874-1929) am Ende des 19. Jahrhunderts in der Version des Kanun des Lek Dukagjin gesammelt und in der Folge in Teilen publiziert. Die erste vollständige Publikation erschien 1933 in Shkodra.

Während der kommunistischen Diktatur in Albanien war der Mechanismus der Blutrache sistiert; denn der Staat konnte seine Rechtshoheit landesweit durchsetzen. Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus anfangs der 1990er Jahre hat sich insbesondere die Blutrache wieder etabliert. Der junge demokratische Staat war zu schwach, um diese Dynamik der Selbstjustiz regulieren zu können. Erst das Erstarken des albanischen Staates nach den Unruhen von 1997 führte zu einem langsamen Rückgang der Blutrache-Konflikte. Heute sollen – je nach Quelle – wieder bis zu 15.000 albanische Familien in Blutrache-Konflikte verstrickt sein, die zum Teil auf Vorfälle vor dem Zweiten Weltkrieg zurückgehen. Dabei werden die regulierenden Bestimmungen des Kanun aber meist nicht eingehalten, so dass auch Kinder und Frauen bedroht werden und in ärmlichen Verhältnissen zu Hause gefangen sind.

Die katholische und die islamische Geistlichkeit in Nordalbanien sprechen sich konsequent für die Achtung des bürgerlichen Rechts und damit für die Sistierung des Kanuns aus. Ihr Einfluss auf die Gläubigen und vor allem auf die religiös nicht Gebundenen ist allerdings begrenzt.

1990 haben sich in Kosovo, Mazedonien und Montenegro über eine Million Albaner in verschiedenen Ritualien versöhnt. Die Anlässe wurden von Anton Ceta organisiert. Selbst Mutter Teresa begrüßte damals diese Akte der Versöhnung. In Albanien gibt es seit einigen Jahren ein sogenanntes Versöhnungsprojekt, bisher aber nur mit kleinen Erfolgen.
Aus Wiki.

http://www.elsie.de/de/buecher/b25.html

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BeitragVerfasst: 15.08.2009, 09:19 
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Das mit der Verschleierung kenn ich Lila. Ich hab lang genug auf St. Pauli gelebt, das ist türkische Kolonie da. Aans nischt neues.


Nochmal zum Kosovo, das solltest Du wissen, mit Deinem Mann. Bei Euch ist ja wohl alles gut gegangen, aber ich finde das muss man wissen. Die genetische Manipulation die damit verbunden ist. Grausam.

Aber die Leute sind ja so doof. Die wählen wie immer. Wegen dem "Soli" und der Propaganda. Ich könnte kotzen.

:arrow: WDR-DOKU -> MUST-SEE!
Die Wahrheit über Depleted Uranium
Der Film begleitet den deutschen Tropenarzt und Epidemiologe Dr. Siegwart-Horst Günther und seine amerikanischen Kollegen bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak. Überall dort hatten die NATO-Truppen die gefährliche Uran-Munition eingesetzt. Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen unter denen besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Nach Ende des jüngsten Irak-Krieges entdeckten die Experten in der Umgebung von Basra kontaminierte Kriegsschauplätze, deren radioaktive Verseuchung die natürliche Erdstrahlung um das 20.000-fache übertrifft.

Deplated Uranium Munition.

Teil 1

Teil2

Teil 3

Eine Produktion des WDR.

Wie gesagt, wenn unsere Jungs aus den Gegenden dann nach Hause kommen, und mit ihren Mädelz Kinder zeugen......und es gibt sich genetisch immer weiter für ewig in die Generationen...... God help us. Von der Bevölkerung dort ganz zu schweigen. Es reicht aber auch, einfach nur Früchte und Getreide von diesen Gebieten zu essen. Toll was?
Es gelangt in die Nahrungskette und das Grundwasser. Und das gilt auch für unsere Jungz, die derzeit in Afghanistan sind. Sie setzen es immer noch ein.

Also passt auf, was für Gemüse und Gewürze Ihr kauft, da gibt es ein großes Angebot aus den Nahen Osten. Irak, Jugoslawien, Afghanistan usw.


Sie wissen es. Es ist bewiesen. Seit über 10 Jahren. Die NATO versucht deshalb, Kritiker mundtot zu machen. ("Verschwörungstheorie").
Es wird nirgendwo diskutiert, die meisten wissen davon NICHTS.


Und jetzt kommt wieder Widur: "ALLES IST IMMER GUT UND NUR GUT!"
Selten so nen gehirngewaschenen Schwachsinn wie von diesem Typen gehört. Funktioniert doch. Genau wie geplant. Redet den Leuten über esoterische Massenware in den üblichen Verlagen, auch gesteuert von diesen Mächten, ein dass das "Böse nicht existiert" und sie sind abgelenkt. Widi iss nen super Beispiel dafür.

Auch über Serbien genau ein Teil (Teil 5).

Tilde

Teil 4

Teil5 :arrow: MUST-SEE!


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BeitragVerfasst: 15.08.2009, 10:13 
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In diesem Sinne......

Schäuble und seine 2 freudschen Versprecher


Sie arbeiten dran.


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BeitragVerfasst: 15.08.2009, 12:15 
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über den Balkan weiss ich, dass jetzt pro Jugo-Ministaat (SLO, HR, AL, Rest-Jugo...) die Autobahngebühr nacheinander drei- bis vierfach erhoben wird, obwohl deren Bahnen zu 150% von der EU (und damit DL) finanziert wurden plus entsprechende Schmierungsgelder. Ein herrlicher Nepp.

ansonsten dachte ich beim Balkan früher immer: "...denn am abend, da spielt der Zigeuner". Allerdings ist das Wort "Zigeuner" nicht mehr pc. "Landfahrendes Volk" heisst das wohl heute. Und sind die besten Kunden der Firma TABERT und Daimler-Benz. So fährt man an Trecks von bis zu 50 Wohnwagen vorbei, wobei sich die nationale Zulassung der Zugfahrzeuge grundsätzlich von der der Trailer unterscheidet; also Autokennzeichen von I und Anhänger aus F oder Anhänger aus D und Auto mit NL-Kennzeichen, etc. :)

nach HR fuhren früher wie heute bierbäuchige Deutschprollos, weil die da z.T. deutsch sprechen und es billiger ist und ansonsten wie in DL.

"Albaner aus dem Kosovo" machten früher mal durch kleinkriminielle Aktivitäten auf sich aufmerksam. Heute hört man nix mehr davon.

als Fischer dem mordenden Treiben einiger serbischer Proletenbanden (incl. deren depperten Führer) militärisch ein Ende bereiten wollte, wurde er von den friedliebenden Genossen ausgebuht und körperlich angegriffen und ein Kriegstreiber genannt. Da kam das ganze Ausmaß der linken Lebenslügen zu Tage.

ansonsten weiss ich nix, nur dass SLO inzwischen in der EU ist, HR aber immer noch nicht, AL, BG und RO noch lange nicht.

nabend, C.

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KAUFT EUCH WAS


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BeitragVerfasst: 15.08.2009, 13:58 
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cogan hat geschrieben:
"Albaner aus dem Kosovo" machten früher mal durch kleinkriminielle Aktivitäten auf sich aufmerksam. Heute hört man nix mehr davon.



na schon noch. Also aus meinen St. Pauli-Kiez Zeiten hab ich da auch noch hier und da was mitbekommen aus der Nachbarschaft. Ich geb mal wieder was die Luden (Zuhälter) "in Rente" sagen:

"Früher, in den 60er Jahren, da haben wir noch mit Fäusten gekämpft, wir Deutschen, wenn es um die Revierverteidigung ging. Wenn die Bullen kamen, haben wir aber zusammengehalten gegen die. Und die Mädchen, das lief da auch noch anders. Du hast Dir eine aus zerrütteten Familienverhältnissen gesucht, eine _halb_ intelligente, das war ganz wichtig. Weil, eine dumme macht Dir Ärger. Eine superintelligente aber kannste nicht halten. Also ne halbintelligente, zum Schulteranlehnen. Die musste ziemlich einsam und isoliert sein, kaputte Familie, das war wichtig. Die haste verliebt in Dich gemacht, das übliche, hast gesagt "Das machste jetzt zwei Jahre und dann heiraten wir und teilen uns die Kohle" und so ging das. Alles war menschlicher früher in dem Milieu. Später haste die dann irgendwann laufen lassen. Oder vor die Tür gesetzt. Eine mit Drogenproblemen haste gar nicht erst genommen, die waren zu kaputt. Heute aber machen sie die Mädchen süchtig, und dann werfen sie sie nach zwei Jahren weg - wenn sie eben so fertig sind, dasse sie nicht mehr gebrauchen kannst. Holen sich Nachschub - gibt es immer heute.

Heute aber! Seit die ALBANER da sind - die haben den ganzen Kiez übernommen. Seitdem läuft alles über Drogen und Koks bei den Mädchen, die werden total verheizt und dann weggeworfen, falls sie überhaupt lebend rauskommen. Und! Es wird GESCHOSSEN auf dem Kiez, seit die ALBANER da sind."


Also das ist so, was ich mal wiedergebe aus nem Gespräch bei nem Bier von vor 10 Jahren mit einem Typen, der früher eben Lude war. Ich kenn "große" und "kleine" aber nur mit den "Kleinen" kannste eben beim Vino abends reden. Eigentlich Menschen wie Du und ich, die wollten einfach Geld machen damals. Aber sie beschweren sich, wie grausam die Szene geworden ist. Arbeiten dann heute oft als Hausmeister oder so, weil die 60 sind inzwischen.


Also die Albaner, die haben noch den Kiez im Griff. Kleinkriminelle, ja das trifft es. Beliebt sind die nicht dort. Weil sie hilflose Frauen aus Osteuropa anheuern, ausnutzen, drogensüchtig machen, verheizen, und weil sie schießen. Das war früher eben anders - siehe oben. Die machen nur die Drecksarbeit ganz unten für die Großen - die sitzen dann mit Steuerberater an der Elbchaussee, kennma alles. Machen sich nicht die Finger schmutzig. Andererseits - das ist ein Teil der Albaner. Ich hasse es alle Leute in einen Topf zu werfen. Aber dort sind sie eben bekannt DAFÜR. Unbeliebt die Jungz sozusagen. Bei den Deutschen Kleinkriminellen in Rente, sozusagen. Siehe oben. Nicht gern gesehen. Haben den Kiez verändert.

Das ist was ich über die weiß hier. Es sei denn, es hat sich in den letzten 5 Jahren irgendwas radikal verändert auf der Reeperbahn, aber das glaube ich nicht.

Serben sind auch oft im Kleinkrimellen-Milieu, hier in HH.
Aber nicht so krass wie die Albaner. Die Serben sind eher die, die an Ständen gefälschten Schmuck oder so verkaufen.

Und Kroaten gibt es hier als Immigranten schon lange. Triffste dann ganz normal an der Uni, weil ihre Eltern irgendwann früher hierher ausgewandert sind.

Soweit dazu. Aber andererseits: Wenn ich in so nem Land wäre, dann würde ich da auch die Biege machen. Und ganz ehrlich: Viele Leute haben auch nicht die Chance gehabt wie wir. Die würden sicher auch lieber warm und trocken und mit Bürgerrechten hier leben, ohne sich Sorgen zu machen. Das ist auch irgendwo nachvollziehbar, gerne macht das keiner auf die Dauer. Nur viele haben keine andere Wahl. Müssen die Drecksarbeit machen.

Die Kleinkriminellen und Albaner interessieren mich heute nicht mehr. Mich interessieren die Großmafiosi. Die deutschen mit den guten Manieren und der weißen Weste. Die Wurzeln des shice Systems. Die, die richtig was auf dem Gewissen haben. Die, die nie vor Gericht kommen im Gegensatz zu den Kleinkriminellen.

Das sind die, die mich interessieren. Beim Kosovo, u.a.


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