MarsVenus Logo
Aktuelle Zeit: 23.11.2017, 19:45

Alle Zeiten sind UTC+01:00




Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 30 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1 2 Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 30.07.2009, 13:32 
Offline
Jahrhundertposter
Benutzeravatar

Registriert: 21.03.2009, 18:06
Beiträge: 4357
Moinmoin Ihr Lieben,

vorweg mal ein Artikel aus der FAZ von heute. Eigentlich nischt neues, nur mal so aus aktuellem Anlass.

Wie ich hier öfter schrieb, bin ich also "völlig normal" (Großstadt, westdeutsch, Akademikerin, keine Kinder, gleiches im Bekanntenkreis). Also das ist hier wirklich so, der Artikel gibt nur wieder, wie ich es erlebe. Einerseits schön, so herrlich "normal" zu sein (die anderen sind auch alle so), andererseits beunruhigend, dass einen das nicht beunruhigt.

hmmmm.


Demographie
Immer mehr Frauen bleiben kinderlos


Frauen mit Kindern sind heute seltener als noch in früheren Generationen

29. Juli 2009
In Deutschland bleiben immer mehr Frauen ohne Kinder. Das geht aus dem Mikrozensus 2008 zur Kinderlosigkeit und zu Geburten in Deutschland hervor, den das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Berlin vorstellte. Demnach hat jede fünfte Frau (21 Prozent) im Alter zwischen 40 und 44 Jahren keine Kinder. Bei früheren Generationen war das noch anders: Von den zehn Jahre älteren Frauen sind nur 16 Prozent und von den zwanzig Jahre älteren Frauen nur zwölf Prozent kinderlos. Vor allem westdeutsche Akademikerinnen leben überdurchschnittlich häufig ohne Nachwuchs.

Das Ausmaß der Kinderlosigkeit bei den Frauen Mitte 40 sei der Hauptgrund für die derzeit niedrige Geburtenrate, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler. Dabei hatten die Statistiker erstmals Frauen zwischen 15 und 75 Jahren danach befragt, ob und wieviele Kinder sie haben.




Deutliche Unterschiede zwischen Ost und West

Demnach gibt es im Osten Deutschlands deutlich weniger kinderlose Frauen als im Westen. Während von den 40 bis 75 Jahre alten Frauen in den alten Ländern 16 Prozent keine Kinder haben, sind es im Osten nur acht Prozent. Auch bei den jüngeren Frauen gibt es deutliche Unterschiede: Von den westdeutschen im Alter zwischen 35 bis 39 Jahren haben bisher 28 Prozent keine Kinder, in den neuen Ländern sind nur 16 Prozent kinderlos.


Für Westdeutschland gilt laut Egeler: Je höher der Bildungsstandard, desto häufiger die Kinderlosigkeit. Betrachtet man Frauen ab 40 Jahre, die ihre Familienplanung größtenteils abeschlossen haben, haben 26 Prozent der Frauen mit hoher Bildung keine Kinder. Dieser Anteil ist deutlich höher als bei den Frauen mit mittlerer Bildung (16 Prozent) und mehr als doppelt so hoch wie bei den Frauen mit niedriger Bildung (elf Prozent).


Vor allem westdeutsche Akademikerinnen führen überdurchschnittlich häufig ein Leben ohne Nachwuchs. So haben laut Statistik 28 Prozent der westdeutschen Hochschul- oder Fachhochschulabsolventinnen zwischen 40 und 75 Jahren keine Kinder. Bei den ostdeutschen Frauen mit akademischem Grad betrug dieser Anteil lediglich elf Prozent.

Mehr Kinder auf dem Land

Dabei ist die Kinderlosigkeit in Städten weiter verbreitet als in ländlichen Gebieten. Bei jüngeren Frauen der Jahrgänge 1974 bis 1983 etwa erreicht der Anteil der Kinderlosen in urbanen Gemeinden 62 Prozent. In ländlichen Gebieten sind es hingegen nur 47 Prozent.

Im Ausland geborene und zugewanderte Frauen sind laut Statistischem Bundesamt seltener kinderlos als die in Deutschland geborenen. So haben von den 35 bis 44 jährigen Zuwanderinnen nur 13 Prozent keine Kinder, bei hierzulande geborenen Frauen sind es 25 Prozent. Wie aus dem Mikrozensus weiter hervorgeht, werden außerdem immer mehr Kinder von ledigen Müttern geboren.

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1 ... ntent.html




Na dann legt mal los. Gedanken zum Sommerloch.

Wie soll denn das jetzt weitergehen. Wo ist die Lösung. Und wo führt das alles hin.

Ich fühle mich irgendwie nicht im geringsten unter Druck gesetzt, da was "in die Wege zu leiten". Teilweise hatte ich das, aber dann wieder der Blick ins Umfeld, und ja - "Die haben ja auch alle keine, also was solls".
Also keep cool.

Weiß nicht, ob es daran liegt.

In jedem Fall - das stimmt - ein krasser Unterschied zu den Leuten vom Land, die ich kenne (da haben fast alle welche in meinem Alter, oft mehrere sogar) und auch das mit dem "Bildungsgrad" kann ich unterschreiben, was ich so im täglichen Umfeld erlebe. Mehr kann ich dazu aus aktueller Erfahrung nicht sagen, auch nicht wie das in den neuen Bundesländern ist, die treff ich ja nur im Netz. Und alleinerziehend und unverheiratet sind sowieso irgendwie fast alle, die ich kenne.


hmmmmmm.
Ist es ein Problem? Ist es überhaupt ein Problem? Oder ist es am Ende gar keins. Und wenn ja, wie sieht die Lösung aus?
Ich bin ja auch in einem Alter, wo frau sich über sowas durchaus Gedanken macht immer mal wieder. Obwohl ich mich in der Härtefallgruppe befinde und von daher dann doch wieder super entspannt damit umgehe - Blick nach rechts und links reicht völlig aus. Kein Rechtfertigungsdruck von daher.


LG,
Tilde


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.07.2009, 10:38 
Offline
Championtipper

Registriert: 12.05.2006, 13:32
Beiträge: 1748
Hmm, was soll man dazu sagen - ist so!

Ich bin ja nun nun auch kein "mütterliche" Typ. Und ich vermisse Kinder ehrlich gesagt (bislang) nicht wirklich.
Bei kommt erst dann ein leiser Kinderwunsch, wenn ich in einen Mann verknallt bin. Und derzeit bin ich Single, also da merk ich nix von Kinderwunsch....

Und das ist zweimal passiert:
Vor einem Jahr, nur dieser Mann war zeugungsunfähig. Und ich wäre mittlerweile alleinerziehend :(

Und dann gibt es da diese alte Affäre von mir, diesen Mann find ich unheimlich spannend obwohl er ein Arschloch ist, wenn ich ihn sehe habe ich auch das Gefühl: Ich will ein Kind von ihm. (Völlig verrückt, da alles dagegenspricht)

Ganz ehrlich, ich weiss nicht was das ist - Kinderwunsch -JA, ganz leise. Aber immer mit Typen mit denen es nicht geht oder ratsam ist.

Letztens meinte ne befreundete Psychotherapeutin zu mir (über 50, 2 Söhne) wieso ich denn noch keine Kinder hätte. Ich antwortete ihr, das ich mir nie sicher war, ob der Mann der richtige dafür war.
Sie erwiderte: Das geht auch mit dem falschen.

Ja, aber dann bin ich wohl alleine mit dem Kind. Und davor hab ich Angst.
Mal sehen was die Zukunft bringt.

Grüße,
Luna


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.07.2009, 14:10 
Offline
Championtipper

Registriert: 27.04.2006, 21:19
Beiträge: 2021
Ja, das geht auch mit dem Falschen .... aber wenn Du dann deshalb auf Jahrzehnte noch zusätzlich so einen Jerk an der Backe kleben hast, den Du gar nicht willst, nur aus Gründen des "Kindeswohls" .... also, da hätte ich auch keinen Bock drauf ...

LEIDER haben auch Väter Rechte, die sich als deutlich SCHLECHTE VÄTER oder schlechte Beziehungspartner bewiesen haben ... einfach rauskicken ist nun mal nicht .....

Und da kann so ein Typ schon ziemlich unangenehm werden, je nachdem, von welcher Spezies man sich da so hat schwängern lassen ....

Choco

_________________
Wenn Männer glauben, unwiderstehlich zu sein,
hat es wohl meistens damit zu tun,
dass sie sich bevorzugt dort aufhalten,
wo wenig Widerstand zu erwarten ist ....


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.07.2009, 15:21 
Offline
Jahrhundertposter
Benutzeravatar

Registriert: 21.03.2009, 18:06
Beiträge: 4357
Sicher, da ist was dran, was Ihr schreibt. Vor allem was Luna meinte, mit dem Verliebtsein, dass da der Kinderwunsch kommt. Das kenn ich. Stimmt. Irgendwie kommt dann so der Wunsch und frau denkt: "Wir müssen das tun, sonst fehlt was." Oder? Also bei mir ist das immer so dieses "sonst würde was fehlen." Solange man verliebt ist.

Wie kennt Ihr das, kommt der Kinderwunsch bei Euch Frauen auch wenn Ihr verliebt seid? Ich glaube bei mir ist das so, wenn ich so zurückblicke. Manchmal aber frage ich mich auch, ob ich nicht doch es einmal bereuen werde, wenn ich so 50 bin und es zu spät ist. Dass ich keine habe. Dass ich damals so kritisch war. Schwierige Sache.

Und wie ist das eigentlich bei Männern? Ist das da auch so?

Die zweite Frage wäre dann, ob Frauen in älteren Jahren, also über 30 (die vielleicht aufgrund des Studiums den Kinderwunsch solange aufgeschoben haben, auch wenn sie damals verliebt waren nach dem Motto: "Hach, und irgendwann heiraten wir und kriegen Kinder in einigen Jahren") dann nicht aufgrund der Lebenserfahrung (meist geht die Verliebtheit dann doch irgendwann weg und man trennt sich) selber so kritisch sind, dass sie eben sehr vorsichtig sind mit wem sie Beziehungen eingehen und in wen sie sich verlieben? Und deshalb nicht so oft schwanger werden wie Frauen, die sehr früh Mütter geworden sind (und die sicher entweder alleinerziehend oder nicht besonders glücklich in ihrer Situation nach diversen Jahren sind).

Was meint Ihr? Liegt es daran?


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.07.2009, 16:02 
Offline
Jahrhundertposter
Benutzeravatar

Registriert: 21.03.2009, 18:06
Beiträge: 4357
Hier mal zu den Männern, von heute, aus der TAZ.



31.07.2009
Kinderlose Männer
"Männer rutschen aus dem Blick"

Mehr Männer als Frauen sind kinderlos
. Die Politik ignoriert das, weil sie keinen Mumm hat, die Männerrolle ernsthaft zu verändern, meint Väterexperte Ralf Ruhl.
Die Männerrolle wird nicht in Frage gestellt.
taz: Immer weniger Frauen bekommen Kinder, meldete kürzlich das statistische Bundesamt. Die Zahl der kinderlosen Männer, die laut DIW sogar noch höher liegt, hat es dagegen nicht erhoben. Ist das mehr als ein Statistik-Problem?
Ralf Ruhl: Das ist politisch gewollt.
Wenn die Politik diese Zahlen hätte haben wollen, hätte sie das Amt anweisen können. Das ist das Gegenteil von Gender Mainstreaming.

Wer hat da so finstere Absichten?

Die familienpolitische Debatte in Deutschland ist immer noch eine Frauendebatte. Frauen wollen Daten über Frauen erheben. Und die Männer in der Politik sind froh, wenn das Verhalten von Männern nicht in Frage gestellt wird. Es ist ein unseliges Zusammentreffen von traditionellem Feminismus und konservativer Männlichkeit.

Kinderlose Kulturen
Mittlerweile seien 21 Prozent der Frauen zwischen 40 und 45 Jahren kinderlos, so das Statistische Bundesamt Anfang der Woche. Gegen die frauenzentrierte Sichtweise wandte sich schon 2003 das DIW. Dort wurde erhoben, dass in dieser Altersgruppe fast 30 Prozent der Männer kinderlos ist. Auch in höreren Altersgruppen bleibt die Differenz groß: Im Alter zwischen 45 und 50 Jahren waren immer noch 26 Prozent der Männer, aber nur 13 Prozent der Frauen kinderlos. Die Differenz kommt durch eine Art zeitlich versetztes Haremsprinzip zustande: manche Männer gründen mit mehreren Frauen nacheinander Familien, während andere gänzlich kinderlos bleiben.


Feminstinnen ignorieren männliche Defizite? Na sowas.

Doch, die traditionelle Frauenpolitik adressiert die Männer einfach nicht. Stattdessen verteidigen sich Frauen, die eher "männlich" leben, also Karriere anstreben und sich über den Beruf identifizieren, nun gegenüber den Erwartungen, sie hätten doch auch Mütter zu sein. Die Männer rutschen auch ihnen dabei aus dem Blick.

Was würde es bringen, die männliche Kinderlosigkeit zu thematisieren?

Es würde auffallen, dass heutzutage zwar Frauen in traditionelle Männerrollen agieren und Karriere machen. Aber umgekehrt ist nichts passiert.Es gibt kein positives Rollenmodell für den Hausmann. Bildlich gesprochen: Frauen tragen Hosen aber Männer tragen keine Röcke. Wenn immer mehr Menschen in dieser eingeschränkten Weise "männlich" leben, haben weniger Menschen Interesse an Kindern. Das könnte Familienpolitik auffangen, indem sie die Elternschaft beider Geschlechter stärker unterstützt.

Es gibt die Vätermonate.

Zwei Monate sind schön, ändern aber nichts am grundsätzlichen Abbau des Sozialstaats. Die Leute haben immer weniger feste Jobs. Kinder brauchen aber Stabilität. Wenn die Politik den mobilen flexiblen Menschen haben will, bekommt sie weniger Kinder. Es sind ja nicht umsonst die meisten kinderlosen Männer unter den FDP-Anhängern zu finden. Diesen Zusammenhang leugnet die Politik.

Gibt es auch ein Gefühl, dass man als Mann ja viel Zeit hat und deshalb den Kinderwunsch noch weiter aufschiebt als Frauen?

Ja, aber das ist eine Illusion. Studien zeigen ja, dass Männer ab 45 in der Regel auch nicht mehr Vater werden. Wenn die Besuch von Familien mit Kindern bekommen und dann mal mit den 2-Jährigen im Garten toben, merken sie, wie es im Kreuz zieht und wie anstrengend das ist. Dann denken sie oft: Ach, eigentlich leben wir doch so auch ganz schön. Der Kinderwunsch vergeht dann quasi.

Frauen wird der Kinderwunsch gesellschaftlich sehr nahe gelegt, Männern eher nicht so direkt. Ist es deshalb nicht plausibel, dass Männer öfter kinderlos sind als Frauen?

Ich glaube, dass individuelle Faktoren wichtiger sind. Die einschlägigen Studien sagen: Männer mit einer glücklichen Kindheit und einer guten Beziehung zum Vater, der sie geschützt hat, entwickeln öfter einen Kinderwunsch. Der zweite Faktor ist, dass man Kinder im Umfeld unmittelbar erlebt. Kinder werben ganz von allein für sich.

Wenn man nun davon ausgeht, dass die Politik nicht in der Lage ist, ein Arbeitnehmerparadies zu schaffen - was könnte sie denn tun, damit Männer ihre Kinderwünsche realisieren können?


Sie müsste sich mehr an Kindern orientieren. Also möglich machen, dass Arbeit eher auch mal zu Hause stattfinden kann. Das A und O ist natürlich eine gute Kinderbetreuung. Ich kann weit weg arbeiten, wenn ich weiß, mein Kind ist gut betreut. Mit Betonung auf gut. In Verwahranstalten mit unterbezahlten und wenig qualifizierten BetreuerInnen möchte ich mein Kind nicht lassen.


http://www.taz.de/1/leben/alltag/artike ... dem-blick/


----------
Anm: Ganz interessant der Artikel.


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.07.2009, 17:18 
Offline
Zwischendurchtipper

Registriert: 26.04.2009, 02:46
Beiträge: 149
alles Probleme eines Luxusstaats. Nicht ein Luxusproblem... der Generationenvertrag wird noch zum Generationenkonflikt, wenn ers nicht schon ist.

Einfache Lösung: es muss uns insgesamt wieder schlechter gehen - und das kommt sowieso so sicher wie das amen in der kirche.


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.07.2009, 18:52 
Offline
RundumdieUhrPoster
Benutzeravatar

Registriert: 27.04.2006, 23:06
Beiträge: 474
Wohnort: Südpfalz
Wortmeldung von einem Mann von heute namens Greg:

Über das Thema haben wir ja im Zeugungsstreik-Thread schon diskutiert...

Der TAZ-Redakteur hat geschrieben:
Die Differenz kommt durch eine Art zeitlich versetztes Haremsprinzip zustande: manche Männer gründen mit mehreren Frauen nacheinander Familien, während andere gänzlich kinderlos bleiben.


Es wäre mal interessant genauer zu klären, woran das wohl liegt und, ob man das überhaupt pauschal beantworten kann. Mir fallen z.B. zwei Gründe ein, die speziell zu dieser Differenz, also nicht zur allgemein niedrigen Geburtenrate beitragen dürften:
    A) Die Sache mit dem Zeugungsstreik:
    Der sog. "Zeugungsstreik" wirkt sich so aus, dass die streikenden Marse halt keine Kinder zeugen, während die Streikbrecher umso heftiger am zeugen sind, bis die Veni jeweils ihre Wunschkinderzahl erreicht haben. Das würde aber bedeuten, dass es den (aufgrund widriger gesellschaftlicher Rahmenbedinungen) überhaupt fortpflanzungswilligen Veni in gewissen Grenzen egal ist, wer ihnen die Kinder zeugt und, dass die Streikbrecher-Marse alles willfährig bespringen, was irgendwie Kinder will. Gewagte Annahmen...

    B) Die Sache mit den Urinstinkten:
    Kinder zu haben, ist für Veni mit mehr Risiken, Aufwand und Entbehrungen als für Marse verbunden. Ein Kind ist halt mal eben schnell gezeugt, aber nicht mal eben schnell ausgetragen, geboren und großgezogen. Veni unterziehen die verfügbaren fortpflanzungswilligen Marse daher instinktiv bis berechnend einer harten Selektion mit dem Ziel, einen Mars zu finden, der möglichst viel von dem Aufwand abfängt (Engagement, Kohle) und möglichst gesunde und damit stressarme Kinder zeugt (gutaussehender, sportlicher Mars). Dadurch darf nur ein sehr eingeschränkter Kreis Marse Kinder zeugen, sodass es nicht genügend dieser qualifizierten Marse gibt, die selbst noch keine Kinder haben und so manche Venus dann halt ihre Kinder mit einem zeugt, der schon welche hat.

Das mit der Mars-Selektion würde also auch unabhängig von einem Zeugungsstreik vieler Marse zu der besagten Differenz führen.

Ich selbst habs ja schon im Zeugungsstreik-Thread beschrieben, dass ich mich nicht zu den Streikenden zählen lassen will, weil ich mit nun 40 keine Kinder habe. Ich hätte gerne welche gehabt, konnte aber bei den Veni, mit denen ich sowas gerne gemacht hätte, nicht landen. Und mit irgendeiner Venus will ich das auch nicht machen.

Jetzt bin ich übrigens seit ein paar Monaten in einer "festen Wochenendbeziehung" ;-) mit einer 38-jährigen Venus, die schon drei Kids hat. Hat sich so ergeben, weil sie hartnäckigst Interesse an sowas gezeigt hat und ich mir gedacht habe, dass ich nun jahrzehntelang von denen abgelehnt worden bin, auf die ich stand und jahrzehntelang die abgelehnt habe, die auf mich standen. Also kann man mit 40 ja mal was anderes probieren. Sie soweit glücklich zu machen, ist eigentlich ziemlich einfach. Steht ja hier im Forum, wie´s geht und sie tickt vollkommen standard-venusmässig. Da gibt´s eigentlich keine Überraschungen. 8)

Sie will verständlicherweise echt keine weiteren Kinder mehr. Von daher zementiert sich das mit meiner Kinderlosigkeit hier nun ziemlich endgültig. Aber gestreikt hab´ ich nicht!!! Da leg´ich Wert drauf! Das war irgendwie schon immer mein Schicksal, dass nur Veni auf mich standen, die ausdrücklich keine Kinder wollten oder halt in anderen Punkten für mich völlig indiskutabel waren. Naja. Die Welt dreht sich auch ohne meine Kinder weiter und wenigstens hab´ ich schon zwei echt schnuckelige Nichten. ;-)

So. Genug getippt. Es ist Wochenende und ich muss an meiner Wochenendbeziehung arbeiten. Wir kucken nachher eine Hard&Heavy-Rockshow bei uns in der Stadt an. Ihr 14J alter Sohn darf mit, aber die beiden 9J alten Mädels nicht. Noch zu laut und zu hart für die... :D

Gruß, Greg

_________________
Be quick, be quiet, and be on time! Clarence “Kelly” Johnson


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.07.2009, 20:18 
Offline
Jahrhundertposter
Benutzeravatar

Registriert: 21.03.2009, 18:06
Beiträge: 4357
greg hat geschrieben:
........... und ich mir gedacht habe, dass ich nun jahrzehntelang von denen abgelehnt worden bin, auf die ich stand und jahrzehntelang die abgelehnt habe, die auf mich standen. Also kann man mit 40 ja mal was anderes probieren.


Ach Du Shice. Hier muss ich mal kurz einlenken, off topic mäßig: Ich finde es gut, dass Du nun endlich mal was anderes probierst, richtig so!

Aber was ich erschreckend finde: Warum kommst Du denn erst jetzt (40) dadrauf? :shock:

Ich kenne das Syndrom, also sich in Leute zu verlieben wo es nicht passt, weil die nicht in mich verliebt waren und auch die an der Backe zu haben bei denen es auch wieder nicht passt, weil ich mich nicht in die verliebt habe, das kennen wohl alle hier, ist ja ein Klassiker.

Aber so spät die Erkenntnis? Ich war da so 23 als ich das peilte.
Warum denn so spät?

Jesses.

Das Wahre liegt wohl in beidem: Beide müssen aufeinander stehen. Darin liegt die Kunst. Wäre Thema für einen eigenen Thread.

Achso,Greg, da Du es ja aktuell in so ner Beziehung probieren möchtest, ich kenn da ein Buch:

"Ich lieb Dich nicht, wenn Du mich liebst"

Warum einer immer mehr liebt als der andere, ein ganz neuer ungrayescher Ansatz. Für beide Seiten. Mit Tipps sowohl für den sogenannten "Überlegenen" (Der der weniger liebt) als auch dem "Unterlegenen" (der der mehr liebt). Fällt mir gerade ein zu Euch, ist streckenweise ganz interessant zu lesen.


*offtopic Ende*


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.07.2009, 21:17 
Offline
Jahrhundertposter
Benutzeravatar

Registriert: 21.03.2009, 18:06
Beiträge: 4357
:shock: :shock: :shock: :shock:

:arrow:

30.07.2009

Geburtenzahl
Kinder? Nein danke!

Die Zahl der Geburten sinkt, Hamburg ist dabei sogar Spitzenreiter. Eine aktuelle Studie belegt: Vor allem junge, gebildete Frauen haben keine Kinder. VON UTA GENSICHEN

Bestimmt keine Hamburgerinnen: In der Metropole ist der Anteil kinderloser Frauen am höchsten.

Laut einer aktuellen Untersuchung des Bundesamtes für Statistik ist Hamburg Spitzenreiter bei Kinderlosigkeit. Der Erhebung für 2008 zufolge haben 71 Prozent der 25- bis 34-jährigen Hamburgerinnen keine Kinder. Da können selbst die geburtenschwachen Stadtstaaten Berlin und Bremen nicht mithalten. Auch in der Generation der 35- bis 49-Jährigen führt Hamburg die Tabelle an: 33 Prozent leben ohne Nachwuchs. In den Geburtenjahrgängen 1933 bis 1958 sind immerhin noch 21 Prozent der Frauen kinderlos.

Die hohen Zahlen werden durch zwei Faktoren besonders beeinflusst. Zum einen ist das Geburtenniveau in Stadtstaaten ohnehin niedriger als in Flächenländern. Zum anderen gibt es im Westen deutlich mehr kinderlose Frauen als in den neuen Bundesländern. In den alten Bundesländern werde die Kinderlosigkeit außerdem durch den Bildungsstandard der Frau beeinflusst, teilt das Statistikamt mit. Vor allem Akademikerinnen aus dem Westen seien überdurchschnittlich häufig kinderlos.


Sind Hamburgerinnen besonders kindermüde? "Die Zahlen bedürfen einer genaueren Analyse", sagt die Sprecherin der Sozialbehörde, Jasmin Eisenhut. . In kaum einer anderen Stadt sei der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz größer, sagt Eisenhut.


Womöglich lässt sich die Frage nach der Kinderlosigkeit aber nicht mit einfachen Argumenten beantworten. "Vielleicht ist es ein gesellschaftlicher Trend oder die Scheu, Verantwortung zu übernehmen", sagt Blömeke. Viele Menschen seien nicht mehr bereit, Kinder zu bekommen, und wollten lieber ihr Leben leben. Für die habe Hamburg ja schließlich viel zu bieten, sagt die GAL-Politikerin.



http://www.taz.de/regional/nord/hamburg ... ein-danke/



:arrow: Hab ich doch gesagt!!!!
Ich lüge nicht.
Das glaubt mir immer keiner, aber mit meinen 36 Jahren bin ich wirklich absolut normal bei mir im Bekanntenkreis.

Und die anderen gucken immer so komisch, wenn ich das hier im Netz erzähle. Es sind wirklich 2 verschiedene Welten.

*seufz*


Und jetzt? :shock:

Fassen wir also nochmal zusammen:

Wenn frau

eine hamburgische Akademikerin ist, dann geht die Wahrscheinlichkeit, dass sie Kinder bekommt, ziemlich gegen fast Null. Bis auf wenige Ausnahmen. Komischerweise spiegelt das genau meine Erfahrung aus dem Umfeld wieder.



Woran liegt es?

Begeistert habe ich zumindest schonmal zur Kenntnis genommen, dass HH wirklich Spitzenreiter bei der KITA-Betreuung ist. Ich schrieb neulich was darüber, sogar in der Gegend meiner neuen Bude hab ich im Umkreis geschaut - also da kann man nicht meckern, mehr als genug. Soviel, dass man zu 3 oder 4 von denen sogar zu Fuß gehen /beziehungsweise den Kinderwagen hinschieben kann. Zig andere sind dann mit Fahrzeugen innerhalb weniger Minuten erreichbar. Das finde ich natürlich großartig, jetzt wo ich in dem Alter bin, dass wir da echt verwöhnt werden in HH. Denn eine private Kinderbetreuung kostet schon ganz gut Geld, so ne Kita aber kann sich jeder leisten, das heißt man muss nicht erst Karriere gemacht haben um überhaupt das Geld zu haben, im Beruf bleiben zu können (so wie das bei meiner Schwester noch war vor 15 Jahren), da konnten nur richtig gutverdienende Frauen im Job bleiben - heute kann es in HH jede Frau, egal wieviel sie verdient, das ist eine große Erleichterung (denn wenn sie erstmal draußen ist, kommt sie kaum wieder rein).


Uff.
Ich muss mir Gedanken machen.


Woran liegt es also? (Das mit dem Betreuungsangebot erleichtert es, überhaupt darüber nachzudenken).


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.07.2009, 21:52 
Offline
Jahrhundertposter
Benutzeravatar

Registriert: 21.03.2009, 18:06
Beiträge: 4357
Jetzt ist es amtlich: Westdeutsche, gebildete Großstadtfrauen wollen die Menschheit ausrotten. Hamburgerinnen sagen am häufigsten "Nein" zu Kindern. Nahezu drei von vier 25- bis 34-Jährigen wollen sich partout nicht fortpflanzen. Sie scheren sich nicht einmal um die Angebote, die die Stadt ihnen bietet. Dabei können in keinem anderen Bundesland die Muttis ihre Kleinen früher in die Krippe stecken als hier. Dank des Rechtsanspruchs auf einen Platz für unter Dreijährige, kann die karrierebewusste Frau theoretisch direkt aus dem Kreißsaal zurück an den Konferenztisch. *)

Trotzdem: Die Hamburgerinnen wollen nicht gebären. Mancher Mann fragt sich, was studierte Frauen denn bitte noch verlangen, bevor sie endlich Kinder kriegen. **) Dabei geht es ja mitnichten um den Kinderwunsch an sich. Frauen wollen schlichtweg nicht degradiert werden: Wer Jahre in Studium und Karriere investiert hat, tauscht nur ungern Büro gegen Babyzimmer. Das mäßige Interesse von Männern an der Elternzeit ist das beste Indiz dafür, wie angesehen der Mutterjob tatsächlich ist


http://www.taz.de/regional/nord/hamburg ... ur-mutter/



Ich gebe ja offen zu, dass ich 2 mal abgetrieben habe. Einmal mit 28, einmal mit 31. Als ich das hier erzählt habe, ist mir der Cogan fast an die Gurgel gesprungen "ich sei wohl völlig unten durch". Dabei habe ich mich nur normal verhalten. Oder jedenfalls ziemlich normal. Es waren einfach unmögliche Umstände.

Bereuen tue ich das heute nicht mehr. Aber ich frage mich langsam, ob das überhaupt nochmal was wird mit mir.

Wenn ich mich mal so umsehe :? ...

---------
*) Das finde ich ja gerade so großartig, deswegen denke ich da ja drüber nach. Das ist wirklich sehr praktisch. Aber diese Regelung gibt es noch nicht lange.

**) Manche Frau hingegen fragt sich, was Männer um die 40 eigentlich noch alles auf die Beine gestellt haben müssen, bevor sie sich endlich "gefunden" haben und "soweit" sind.


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.07.2009, 22:01 
Offline
Championtipper

Registriert: 12.05.2006, 13:32
Beiträge: 1748
Tja, 2 Abtreibungen. Vor sowas stand ich noch nie.

Ich hatte Anfang Juni meinen ersten Schwangerschaftstest meines Lebens gemacht. (Hab bis 2008 IMMER die Pille genommen)
Wegen dieser einwöchigen Affäre, bei der das Kondom abgerutscht ist.

Ich hätte nicht abgetrieben. Nur soviel dazu.....

Grüße,
Luna


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.07.2009, 22:16 
Offline
Jahrhundertposter
Benutzeravatar

Registriert: 21.03.2009, 18:06
Beiträge: 4357
Nein Luna, es waren einfach die falschen Männer. Das war mir damals schon irgendwie klar und heute erst recht. Deswegen bereue ich es auch nicht. Das geht so ein bisschen in die Richtung, was Choco oben geschrieben hat - das war der Grund. Also bei dem einen hatten wir früher andauernd die Bullen in der Wohnung, wegen irgendwas wurde er dann verhaftet - und ich musste ihn wieder rausboxen zusammen mit Freunden. Also da hatten mein Ex und ich damals schon Witze drüber gemacht von wegen: "Die halten uns hier inzwischen sowieso alle für Bonnie und Clyde." Und da ist durchaus was dran, die Leute haben da geredet und alles.......Klappte dann auch immer, also er ist dann immer davon gekommen, und so genau weiß ich auch nicht Bescheid, was der da alles Krummes gedreht hatte, also diverse Vermögensdelikte waren das und ich wollte es auch gar nicht wissen, weil ich da nicht mit reingezogen werden wollte. Und er wollte es mir auch nicht sagen, weil er meint: "Weil ich Dich damit nicht belasten will." Das war auch nix einzelnes, sondern das ist so ne Charaktereigenschaft von ihm. Und das hat mich dann auch gestört so - ich finde das unreif (mir hat der jetzt NIE was getan, im Gegenteil, aber allein dass er überhaupt öfter sowas tut, und der ist einfach so und das wird sich auch nie ändern und ist ja auch nicht mein Problem. Aber nicht als Vater meiner Kinder - sorry).
Der andere war Horst - darüber hab ich ja schon oft geschrieben. Also ein Psychopath - das muss ja auch nicht sein.

Also einen Vater stelle ich mir da schon ein wenig anders vor - meine Ansprüche sind da keinesfalls zu hochgesetzt, das hatte schon seine Gründe mit meinen Entscheidungen damals. Siehe Chocos Argument oben.

DAS GING GAR NICHT! GAR nicht! no further Discussion. Der eine kommt aus der U-Haft nach Hause und der andere hat eine psychopathologische Persönlichkeitsstörung - EXCUSE ME!


Nun muss man dazu wissen, weißt Du, so wie ICH früher drauf war, bevor ich anfing mich mit John Gray zu beschäftigen, was ich DA für Kerle an der Backe hatte, also datt geht auf keine Kuhhaut mehr.

Das ist schon in Ordnung so. Ich bin heute sehr froh, dass ich diese Entscheidung damals so getroffen habe, hab da viel mit mir ausgemacht und es geht wirklich nur um meine Zukunft hier - nicht um meine Vergangenheit.

Dann kam ja die lange Zeit meiner Verarbeitung und Therapie und jetzt erstmal umziehen und neue Pläne und ich komme langsam so an den Punkt wo ich mir vorstellen könnte, demnächst irgendwann, ja........ mal eine ernsthafte Beziehung einzugehen (es gibt aktuell überhaupt keinen, aber ich bestell mir die ja immer im Universum, die Wohnung hab ich mir ja auch bestellt, klappt ja auch alles).

So. Ich kann mir langsam vorstellen, mich in einen tauglichen zu verlieben. Ich bin langsam so weit.


Und nun........ bin ich am Überlegen wie ich mir mein Leben so mit 40 vorstelle also in einigen Jahren und ob mit oder ohne Kind und wenn dann wie.......... deswegen hab ich schon vorsichtig geschaut nach Kitas.


Nur - ich muss da realistisch sein, bei den Bestellungen im Universum. Also aus dem Artikel geht oben schonmal hervor, dass am ehesten einer sein sollte, der

- unter 40 ist (weil die später keinen Bock mehr haben, sowas ist mir auch neu, ich würd auch einen älteren nehmen)
- eine glückliche Kindheit hatte (weil die am ehesten Väter werden wollen, bei Frauen ist das wohl umgekehrt: Die wollen eher, wenn sie eine schlechte Kindheit hatte, Mütter werden, "um es besser zu machen", hab ich schon öfter gelesen)
- und dass er in mich verliebt ist (das hatten wir ja oben schon, dann kommt der Kinderwunsch von selber)
- und ich auch in ihn (dann kommt er auch von selber)
- und bei dem "in mich verliebt" stehe ich schon wieder vor dem Spiegel-Problem, nämlich folgendes:
Wie wir ja alle wissen, spiegelt uns das außen. Das heißt, ich habe sehr an meiner Selbstliebe gearbeitet, ich mag mich, liebe mich auch ziemlich und kann das auch im Außen annehmen, und mir vorstellen, dass ein Mann mich liebt. Na - jedenfalls ein bisschen so.
- Aber: Ich bin ja nicht mehr "selbstverliebt", also Therapien sind ja dazu da, das irgendwie abzubauen, diesen Narzissmus, und ich renne jetzt nicht mehr so wie vor 5 Jahren oder so durch die Gegend a la "Here I am, ich habe den Anspruch hier heute abend die Tollste Frau des Abends zu sein." Das hatte ich früher öfter, und die Männer verliebten sich in mich. War aber letztlich alles shice, aber lehrreiche Erfahrungen.
Heute bin ich viel natürlicher, ich verstelle mich nicht mehr, aber ich strebe irgendwie auch nicht mehr nach einem "Ideal" oder so, also in allen möglichen Bereichen "mag ich mich" aber eher so "voll in Ordnung die Frau" aber nicht mehr "Toll!" oder "Wow!".

:arrow: Jetzt stehe ich vor folgendem Problem: Wenn ich schon nicht SELBER in mich verliebt bin und mich großartig und super finde, dann kann ich auch überhaupt nicht GLAUBEN, dass ein MANN sich in mich verliebt (nicht: mögen, das glaub ich gerne!). Ich finde an mir nichts übermäßig toll oder so.



Hat sich bei Euch schonmal jemand in Euch verliebt, obwohl Ihr Euch selber gerade überhaupt nicht toll fandet?


Also seit ich Single bin, länger schon - man wird dann immer so "selbstzufrieden", innerlich gelassen, souverän, frei. Einerseits gut, sehr gut. Andererseits: Man - "bemüht" sich nicht mehr.

Ich glaube das ist es. Ich bemühe mich nicht mehr. Mir fehlt der Drive.
Aber das isses ja auch nicht auf Dauer, oder?


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.08.2009, 01:06 
Offline
Zwischendurchtipper

Registriert: 26.04.2009, 02:46
Beiträge: 149
Ganz schöne Theorien. Ich habe da ne andre: et kütt wie et kütt, sagt der Rheinländer. Und es ist in unserer auf absteigendem Ast befindlichen Wohlstandsgeselllschaft eben so, dat et immer weniger kütt. Da kannste rückschlüsse draus ziehen oder nicht, das ändert aber auch nichts.

Zeugungsstreikende... es geht uns zu gut, um uns um sowas solche nichtsnutzigen Gedanken zu machen. Meine Theorie ist: wer nicht will der hat schon. Nicht unbedingt Kinder, aber Befriedigung sonstiger Art. Kommen auch wieder andere Zeiten, vielleicht, wenn es nur noch 40 Mio Deutsche gibt, dafür mehr Inder. Ist für mich völlig wumpe.

patchworkfamilies gabs auch schon bei den Neandertalern. find ich nichts verwerfliches dran, im gegenteil. Die gesellschaft behilft sich schon, bevor der Mensch ausstirbt. Und sie behilft sich auch, wenn der Mnesch zu fett wird. Ist das was jetzt passiert.


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.08.2009, 23:07 
Offline
Championtipper

Registriert: 20.05.2006, 18:25
Beiträge: 1775
Liebe Mathilde,

ich glaube einfach, daß das ein sehr komplexes Thema ist, in dem viele viele verschiedene Dinge zusammenkommen - seien es sozialpolitische oder auch ganz individuelle. Zwei Hauptpunkte scheine ich aber ausmachen zu können:

Punkt 1 - Ja, Frauen sind anspruchsvoller, je mehr sie selbst erreicht haben. Und je mehr eine Frau erreicht hat, desto weniger ist sie auch bereit, das wieder aufzugeben. Was sie einfach zwangsläufig im Allgemeinen MUSS. Und selbst wenn wir in der Gesellschaft eines schönen Tages soweit kommen (Stichwort Kitabetreuung), daß die Frau keine Abstriche mehr machen muß, wird das noch eine ganze Weile dauern, bis sich das in den Köpfen ausreichend manifestiert hat.

Punkt 2 - Welcher Mann macht schon gern den Prinzgemahl? Oder anders ausgedrückt, ein bißchen direkter :wink: : Welcher Mann kriegt schon den Sch... hoch, wenn er sich unterlegen fühlt? Wenn Männer in ihrer Männlichkeit so weit unten sind, daß sie noch nichtmals mehr Lust auf Sex haben - was ja hier neuerdings immer öfter mal Thema ist - woher sollen sie das Selbstvertrauen nehmen, um sich als Vater zu sehen??

Ich denke, das Pendel schlägt momentan eben sehr in die entgegengesetzte Richtung von "Frau am Herd, Mann auf der Karriereleiter" aus. Bis die Gesellschaft da wieder in der Mitte angekommen ist... das kann dauern. Da ist wohl jedes einzelne Paar ganz individuell gefragt, wie sie diese Situation hinkriegen wollen. Daß das einfach sein soll, hab ich jedenfalls aber nicht behauptet... 8)

Vielleicht müssen Frauen, die sich Kinder wünschen, umdenken und mal TATSÄCHLICH damit anfangen, die vielbeschworene Selbstverwirklichung mutig in ihrem Leben umzusetzen. Sich einfach ein Kind machen lassen, so what? Ein revolutionärer Gedanke, ich weiß. Und keiner, der für mich in Frage kommen würde, ich denk nur mal laut. Frauen sind schon mit ganz anderen Dingen fertiggeworden... Besser allemal, als sich später Vorwürfe machen zu müssen, verzichtet zu haben, zu bereuen, zu hadern... Oder?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur aus meiner ganz persönlichen Erfahrung mit meinem eigenen "Baby" :wink: , daß es nicht immer der ganz große Schritt für die gesamte Menschheit sein muß, der einen glücklich macht. Glücklich macht, ein Wagnis einzugehen für etwas, was man sich mehr gewünscht hat als alles auf der Welt, das Risiko zu tragen, die Schwierigkeiten zu meistern, und die Früchte zu ernten. Und nicht nur manchmal, sondern sogar ganz oft geht das auch auf Wegen, die man vorher eigentlich nicht für möglich gehalten hätte.

Der Wunsch muß halt groß genug sein. Ist er das nicht - auch kein Problem. Aber dann muß man auch keins draus machen.

Lieben Gruß, Simone

_________________
Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit wagemutiger Sorglosigkeit.
(14. Dalai Lama Tenzin Gyatso)

Hör auf die älteren frauen....ich sags dir: ein mann muss eine frau glücklich machen. sonst braucht sie keinen. (Pamina)


Nach oben
   
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.08.2009, 23:31 
Offline
RundumdieUhrPoster
Benutzeravatar

Registriert: 27.04.2006, 23:06
Beiträge: 474
Wohnort: Südpfalz
Tilde,

es ist doch nicht so, dass ich jetzt mit 40 endlich drauf gekommen bin, dass man mal was Anderes probieren sollte, wenn man auf dem bisherigen Weg nicht weiter kommt. Die Taktik kannte ich mit 23 auch schon. Irgendwie interpretierst Du immer das, was Dir gerade recht kommt, in meine Antworten. In diesem Fall: Greg ist schwer von Begriff. :-)

Es ist also keine Frage der Erkenntnis sondern der Rahmenbedingungen, was mich dazu gebracht hat, mich jetzt mit einer Mutti von drei Kindern einzulassen. Das Leben hat mir einfach deutlich genug gezeigt, dass ich keine interessante Venus, die Kinder will, abbekomme. Um das sicher zu wissen, muss man aber erst mal mittelalt werden. Und jetzt mit 40 spricht langsam nichts mehr dagegen, sich mit einer Venus, die keine Kinder will (weil sie schon drei hat), einzulassen. Eigentlich wollte ich bis 45 durchhalten, aber anbetrachts ihrer sehr deutlichen Interessensbekundungen, habe ich halt ihr zuliebe die letzten 5 Reservejahre in den Wind geschossen...

In jungen Jahren hätte ich das niemals getan. Hätte ja sein können, dass sich doch noch die Richtige findet und dann hätte ich entweder diejenige mit den drei Kindern verlassen müssen oder die Zähne zusammenbeissen und es mit derjenigen mit drei Kindern weiter "aushalten" müssen. Da wollte ich mich lieber frei halten, bis mich das Leben weit genug gebrochen hat (Hört sich schlimmer an, als es war. ;-) ).

Meine aktuelle Venus ist sicher nicht "die Richtige". Da ich mit ihr aber nichts Kompliziertes wie Firma oder sonstiges "Lebenswerk" aufbauen mehr vorhabe (sowas hätte ich gerne zu zweit gemacht), spielt das auch keine Rolle mehr. Zum gegenseitig Rücken massieren, ausgehen, Spass haben etc. braucht man keine besonders hohe Qualifikation. Deswegen sehe ich das jetzt auch lockerer, dass sie nicht "die Richtige" ist. Ausserdem lastet keine hohe aus dieser Beziehung resultierende Verantwortung (Kinder, Haus, etc.) auf mir. Keiner ist vom anderen abhänging. Also könnten wir das, rein sachlich gesehen, auch wieder relativ stressfrei beenden, wenn wir keine Lust mehr haben.

Wo das hinführt und wie es enden wird, weiss ich im Augenblick nicht und ich will auch nicht spekulieren. Ich lass es einfach laufen. Habe irgendwie keine Lust mehr auf Stress im Leben. Bringt letztlich nichts. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich irgendwelche Bücher lesen müsste, um unsere (Wochenend!-)Beziehung zu optimieren. Wir haben uns bisher noch nie gezankt oder auch nur genervt. Soweit ich das beurteilen kann, ist sie ziemlich zufrieden. Das soll erst mal reichen. Ich erwarte also gar nicht von mir, dass ich mich in sie verliebe. Nur eins scheint so gut wie sicher. Nämlich, dass dabei keine Kinder rauskommen. Und ich spekuliere da auch nicht auf einen Pillenversager als letzte Chance. :-)

Gruß, Greg

_________________
Be quick, be quiet, and be on time! Clarence “Kelly” Johnson


Nach oben
   
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 30 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1 2 Nächste

Alle Zeiten sind UTC+01:00


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu Forum:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Limited
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de