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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.12.2008, 18:51 
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Freizeittipper

Registriert: 23.11.2007, 13:18
Beiträge: 96
Zum Thema "wann beginnt Verbiegen" möchte ich den Ausschnitt eines Textes einstellen, den ich im Zusammenhang mit Bachblüten gelesen habe:

"... Ein meist schon nicht mehr bewusst empfundener "eiserner Reifen" presst sein nach einem eigenen Leben verlangendes Herz zusammen, und zugleich zwingt ihn eine drohende Stimme in seinem traurigen Inneren, sich selbst zu missachten und auf die eigene Lebensfreude zu verzichten..."

Das passiert dann, wenn man sich zugunsten des anderen immer hinten anstellt, den anderen wichtiger nimmt als sich selbst, zuviel für die Beziehung macht, zuviel Verständnis auch für Unfreundlichkeiten des anderen zeigt (der Arme, er kann ja nicht anders weil seine Kindheit sooo schrecklich war und wenn ich ihn nur genug liebe dann wächst sich das aus...) und dafür selbst die Kosten trägt, und wenn man selbst derjenige ist, der die Zeche für die Beziehung bezahlt...

Vielleicht könnt Ihr damit ja was anfangen?

Samsara


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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 28.05.2012, 12:36 
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Championtipper
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Registriert: 07.02.2008, 12:33
Beiträge: 1656
samsara hat geschrieben:
Zum Thema "wann beginnt Verbiegen" möchte ich den Ausschnitt eines Textes einstellen, den ich im Zusammenhang mit Bachblüten gelesen habe:

"... Ein meist schon nicht mehr bewusst empfundener "eiserner Reifen" presst sein nach einem eigenen Leben verlangendes Herz zusammen, und zugleich zwingt ihn eine drohende Stimme in seinem traurigen Inneren, sich selbst zu missachten und auf die eigene Lebensfreude zu verzichten..."

Das passiert dann, wenn man sich zugunsten des anderen immer hinten anstellt, den anderen wichtiger nimmt als sich selbst, zuviel für die Beziehung macht, zuviel Verständnis auch für Unfreundlichkeiten des anderen zeigt (der Arme, er kann ja nicht anders weil seine Kindheit sooo schrecklich war und wenn ich ihn nur genug liebe dann wächst sich das aus...) und dafür selbst die Kosten trägt, und wenn man selbst derjenige ist, der die Zeche für die Beziehung bezahlt...

Vielleicht könnt Ihr damit ja was anfangen?

Samsara



:dafuer:

musste den rauskramen, da es für moi, grad so stimmig ist... ich denke oft über dieses Thema nach..
Reifeprozess? :oops:

Aber ich empfinde es, als ein zu lassen, weil nicht immer nein sagen zu können, dass man sich begint zu verbiegen. Und eben diese innere Stimme, überhört. Dahinter steckt aber ein fünkchen Angst? Vor ablehnung???
Manchmal lass ich mich, liess ich mich erpressen oder unter Druck setzen, für mich fast das selbe um dan klein bei zu geben, obwohl ich innerlich wehement NEIN sagen will. Hobbys, seiner selbst e.t.c. hinten weit weg schiebt um für alle ja und amen sagen zu können und der Dank dafür ist ein drauf Spucken, aufs Wesen? Mit einem Argument: Selber schuld?!

Wie findet man, oder wie finde ich hier raus?
Ich denke dieser Tread, wird immer wider mal aktuell sein, für viele von uns......
Wir wirken stark und selbstbewusst und innerlich? Mausbein allein und klein. Das zieht bei mir eine innere Wut und unausgelichenheit mit sich.....

Erfahrungsberichte? Wie ihr dabei schon mal raus kamt oder woran ihr es gemerkt habt?

glg

PS: Rechtschreibfehler dürft ihr behalten......hab mir meine beste Mühe gegeben, damit ihr nicht gleich Augenkrebs bekommt.

_________________
Ich bin garantiert nicht auf der Welt, um so zu sein, wie es anderen in den Kram passt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lernen sich zu verbiegen...
BeitragVerfasst: 28.05.2012, 19:12 
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Championtipper
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Registriert: 28.04.2006, 08:47
Beiträge: 2316
Wohnort: Hoher Norden
Mensch Lila, schön Dich zu lesen!

Da komme ich vom Ostseestrand nach Hause und leg mich noch mal gemütlich mit Cocktail auf die Liege (mein neuer Eiscrusher muss beschäftigt werden) und dann gleich so ne Bombe.

Als ich Dein Zitat von Samsara aus den Bachblüten las hab ich mich sofort erinnert. Ja, ich habe ganz schleichend nicht bemerkt wie das nach und nach von mir Besitz ergriffen hat. Hätte weder ich noch andere vermutet, weil das so gar nicht zu meiner Art passt, sollte man meinen. Wie gesagt, es beginnt so unschuldig wie auch Du es beschreibst. Ein Unwohlsein, ein sich Einreden, das man sich mal nicht so haben soll, auch an andere denkt und all so ein Blabla. Erinnere mich auch daran sehr gut.

Ich habe mich damals verändert und kann Dir gar nicht mehr sagen, ob ich mir den Druck am Ende nicht schon begonnen habe, selber zu machen. Um manchem Ärger aus dem Weg zu gehen. Da brauchte es keinen anderen mehr, ich habe mich schon selber behindert und genau dann ist es so weit, dass der Ring sich um einen legt. Ich habe es auch als eine Art Druck wahrgenommen, der mir die Luft abschnürt, die Leichtigkeit des Seins nimmt, meine Lebensfreude tilgt.

Tja, Lila, wie findet man da raus. Ich hab es ja mit Sprüchen und da habe ich an den einen gedacht- Entweder Du machst Licht dort wo Du bist oder Du gehst dorthin wo das Licht ist. Als ich den ersten Schritt Richtung Licht tat, war bei mir von heute auf morgen alles verändert, besser, freier im Herzen. Da wusste ich, das war der richtige Weg für mich, eine Entscheidung für mich.

Vielleicht kannst Du noch etwas ändern wo Du bist. Bei mir war da eine Sackgasse und es war gut so, dass ich gegangen bin, das wussten wir auch beide.

Jede Änderung generell beginnt ja damit, dass uns etwas bewusst wird, was sonst wie eine Art Automatismus abläuft. Entweder Du reagierst auf etwas, was von Dir erwartet wird bzw. gesagt / gefordert wird oder Du beginnst zu vermeiden, schon vorsorglich, begrenzt Dich selber. Dann bemerkt noch nicht mal jemand Deinen Verzicht.

Der Folgeschritt wäre die Entscheidung für sich selber zu sagen, dass man ab sofort wieder für sich voll einstehen wird, seine eigenen Interessen verfolgen wird und schaut wie damit von anderer Seite umgegangen wird. Weil das sehr viel über die Qualität aussagt, in der Du Dich in Deinem Umfeld bewegst.

Ich habe dazu kürzlich einen interessanten Beitrag gefunden, etwas länger, aber recht aufschlussreich nachdem die Einleitung vorbei ist:

http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... FGKsfLfY8#!

Der Beitrag beantwortet vielleicht schon einiges bei Dir, ich fand ihn schon ganz erstaunlich. Weil unsere eigene Manipulation viel weitreichender ist als wir es selber ahnen und uns unglücklich macht.

Woran ich es gemerkt habe:

- Besorgnis meiner Freundinnen und Familie, ich hätte mich verändert (fehlendes Lachen)
- Lebensfreude fehlte nach und nach mehr und die Motivation zu Unternehmungen
- viele Gedanken, wie ich Dinge "richtig" mache oder formuliere, damit ich stressfrei lebe ohne Streit in meiner Partnerschaft
- Frage, wozu ich so lebe, weil ich gemerkt habe, dass mir die Kraft entwich und keine nachkam
- Ansagen hier aus dem Forum als ich Rat gesucht habe ;-)

Vielleicht hilft Dir das weiter.

Heute lache ich wieder sehr viel, unternehme zwar nicht laufend was aber das ist derzeit okay, ich bin wieder zufriedener, geniesse vor allen Dingen das Leben, das Licht und sehr liebe Kontakte. Ja, ich geniesse und regel die Dinge in meinem Tempo, in meiner Weise und entspanne mich. Ich fühle mich einfach - frei !

Drück Dich, Lila,

Nordlicht

_________________
Menschen sind wie Musikinstrumente; ihre Resonanz hängt davon ab, wer sie berührt.
(C.C. Virgil)


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 Betreff des Beitrags: Re: Lernen sich zu verbiegen...
BeitragVerfasst: 29.05.2012, 08:14 
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Championtipper
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Registriert: 07.02.2008, 12:33
Beiträge: 1656
:D Hallo liebe Nordi...

Es ist auch schön von dir zu lesen und es freut mich, sehr das hier wieder offen ist :wink: natürlich bin ich auch froh sind noch viele Altbekannte hier.

Ja, minupalation.... Ich glaube, sobald wir anfangen uns selbst hinten anzustellen, vergessen wir fast wer wir sind und werden sehr einsam durch das. Egal wie viele Menschen um uns rumtänzeln, leben und andoggen wollen. :shock: hauptsacheistmirniemandböseoderredetschlechtuiuiui :shock: :lol:

Aber je mehr wir es "zulassen", umso mehr isolieren wir uns ja und bieten noch mehr Angriffsfläche.

dazu gratuliere ich dir, dass es dir so viel besser geht, muss ja nicht von einem extrem ins andere sein. Aber das Zuckerstückchen, für die eigene Seele, es sich zuerst gönnen, ein klein wenig Egoist sein....

Im Moment bin ich mir am überlegen, Hobbys? Verein? einfach meine Zeit und üben nein zusagen, wenn ich etwas nicht will. Das ist für mich sehr schwer.....den sonst kommen Vorwürfe, dan Streit und dan das und...., ich male mir schon ein Schlachtfeld in Gedanken, bevor es begonnen hat. :fechten:

Ich fühl mich darin nicht wohl, den ich komm mir vor wie ein unmündiges Kind das grad in der "braven" Phase ist....aber ohne Lob und Anerkennung.

Ja es fehlt was in meinem Leben und es fühlt sich "fremd" an.

Genau, Nordlicht. Wo ist das frohe Gesicht hin, dass lachen und die leichtigkeit des seins hin? Funktionieren wie ein monotomer Roboter? Keine Lust zu.... was mir auffällt ist, auch das damit die Kraft für alles und vorallem für sich selbst, immer mehr zerinnt.
Klar bin ich auch reifer geworden, alt werden wir aer alle, aber unter welcher Qualität?

Was mir auch auffiel, dass ich mich nicht mehr oft im Spiegel ansah, eher schon auswich, nur wenns sein muss. :|

Was für mich heisst.... je mehr wir uns verbiegen und formen, !Kompromisslos! uns hinten anstellen um so weniger lieben und schätzen wir, mit der Zeit uns selbst. Mir geht es da so....

Ich hoffe du hast recht, dass ich es früh genug gemerkt habe. Mir kommt mein Wesen grad vor wie ein innerer Chaot. Mein inneres Haus ist sozusagen staubig, zugemüllt und mit den unpassenden Dingen vollgestellt, mit den falschen Düften überdüngt und die Vorhänge gefallen mir mal grad garnicht :wink:

Viel zu tun....

Vorallem ist es schwer und langwierig.... aber mein Gefühl sagt mir es lohnt sich, für sich zu kämpfen, mehr als man sich für andere soll bewegen.

Den link, lese ich mir zur Mittagspause durch. Danke für deine Antwort.

glg

_________________
Ich bin garantiert nicht auf der Welt, um so zu sein, wie es anderen in den Kram passt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lernen sich zu verbiegen...
BeitragVerfasst: 29.05.2012, 10:30 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
ich finde es ja immerhin schonmal die halbe miete, wenn man deutlich BEMERKT, dass man sich verbiegt.
das ist ja wenigstens eindeutig.
dann hat man ja nur noch das problem, es umzusetzen, das finde ich nicht so wild.
das wichtigste ist, dass man es überhaupt fühlt und ein aufbegehren entsteht.

viel viel schwieriger finde ich, wenn man im kontakt mit jemand ist, ich weiss jetzt gar nicht, wie ich das ausdrücken soll...., der das verbiegen auslöst, und man merkt, man wäre auch sonst gerne so, wie der einen sieht oder wie der kontakt das auslöst, aber man ist es nicht.
man ist "problematischer", ernster, nicht so toll einfach. oder man findet sich normalerweise selber nicht so toll, wie man sich im kontakt mit demjenigen fühlt.
oder wie man fühlt, dass der einen sieht.
aber es ist auch anstrengend, so zu bleiben mit ihm. und man ist gar nicht nur so, es ist nur ein teil von einem selbst.

wisst ihr was ich meine. man fängt an, sich zu verbiegen, weil man selber gerne so wäre,wie der kontakt es auslöst.
aber man ist so nicht, und während man da sitzt mit dem, fühlt man deutlich, welche teile von einem selbst "im weg" sind, verkehrt sind, abgelehnt sind.

ich finde das superschrecklich, und habe das neulich wieder erlebt.
im nachhinein bin ich nun wieder "ich selbst", aber manchmal weiss ich gar nicht so genau, wer das ist überhaupt, ich selbst.

ich habe im nachhinein festgestellt, dass für mich fast jede beziehung ein theaterstück ist.
ich glaube, das ist die fehlende mutterbeziehung.
nur die mutter guckt den menschen an und findet ihn komplett klasse.
und wenn man das nicht hatte, dann hat man immer das gefühl, man wird nur teilweise geliebt und weiss gar nicht genau, wer man ist.

alleine dieses "frausein" schon, finde ich voll anstrengend.
mit einem mann ist man eben eine frau, hm.
schön.
ich seh, was der projiziert und bin dann so.
bei dem einen die zerbrechliche, bei dem anderen die freche, selbstbewusste, je nachdem.

und ich bin das auch alles, aber nicht nur.
ich weiss nicht, mich nervt das alles.

hm, versteht das einer?

lg paimina*die nich wüsste, zu wem sie gehört*
:roll:

_________________
Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.

(Susette Gontard)


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 Betreff des Beitrags: Re: Lernen sich zu verbiegen...
BeitragVerfasst: 29.05.2012, 13:35 
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Championtipper
Benutzeravatar

Registriert: 07.02.2008, 12:33
Beiträge: 1656
Zitat:
alleine dieses "frausein" schon, finde ich voll anstrengend.
mit einem mann ist man eben eine frau, hm.


Ein Lied mal anders, kommt mir da in den Sinn: Wann ist eine Frau, eine Frau :wink:

Nicht nur die Mutterbindung.....alle die um uns waren, die uns geprägt haben.

Ich glaube, wir verhalten uns da wie Vögelmännchen. Wenn die ein Weibchen sehen, werben sie. Und wir werben auch, aber wenn wir immer wieder und wieder werben müssen, um anerkennt zu werden, nur weil uns nicht trauten, so zu sein wie wir grad sind und fühlen? Das tun was wir wollen? Gefallen, an den Nachbarn, dem Beziehungspartener und allen um uns gefallen, aber immer weniger uns selbst.

@Nordlicht

http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... FGKsfLfY8#
Ja, genau.....auf das wollte ich hinaus.
danke, ich konte mich da zurücklehnen und einfach mal zuhören.

transphormiere meine Pumpe grad wieder auf den Weg wo sie mich hinführt...

Ich werde aber dazu so beginnen...

hier rein schauen und mich mit du ansprechen und Fragen stellen

Bild

im link ab der 55 min. das passt grad sooo....

_________________
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