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 Betreff des Beitrags: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 02.02.2015, 22:23 
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Jahrhundertposter
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Beiträge: 4357
N'abend,

wo ich hier schon so grade mal wieder bin, mir ist da was aufgefallen: eine gute Freundin von mir, die sich all die Dramen meiner letzten Männergeschichten ansah, sagte immer "eine gute Beziehung muss so leicht sein, dass man sie nicht spürt."

Oder wir kennen auch den Spruch "Liebe dich selbst und es ist egal, wen (bzw. besser "ob") du heiratest" (oder eine Beziehung hast oder whatsoever).

Also mir fällt irgendwie auf, wenn man mit sich im Reinen ist, dann fällt es leicht, so eine seichte Beziehung zu leben, aber irgendwie ist man trotzdem vollständig - auch ohne Partner. Das heißt ja nicht, dass es schlimm ist, dass er da ist, aber er ist eben da, obgleich man selbst auch ganz gut ohne könnte (bis auf die Gefühle und Traurigkeit und so weiter).

Ich habe mich mein Leben lang nach einer Beziehung gesehnt, die funktioniert.
Jetzt habe ich eine und frage mich "wozu überhaupt? Ich bin selbstständiger als je zuvor.

Was ist mit mir los?


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 02.02.2015, 23:02 
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Jahrhundertposter
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Registriert: 21.03.2009, 18:06
Beiträge: 4357
Ist es ab einem gewissen Alter einfach so, dass es quasi egal ist, ob man eine Beziehung hat oder nicht, da man ohnehin in Gelassenheit bei sich selbst angekommen ist.

Also früher hatte ich Beziehungen, um was über mich selber zu erfahren. Das war aufregend in gewissem Sinne.
Heutzutage dümpelt alles nur noch so hin, dabei habe ich keinen Grund, mich zu beklagen.

Ähnliches beobachte ich im Freundeskreis: Da sind Ehen, Beziehungen - und allen ist gemein: Dieses selbstverständliche Dahindümpeln. Irgendwas zwischen "wir sind ein altes Ehepaar geworden" und "wir haben uns schon lange nichts mehr zu sagen". Nach außen getragen wird das aber nicht. Es ist eher unausgesprochen.

Ich frage mich, warum man ein Leben lang der perfekten Beziehung hinterherrennt, um dann festzustellen, wenn man sie hat: Allein sein ist mindestens genauso spannend und erfüllend. Und irgendwie scheint es jedem so zu gehen aus meinem Umfeld. Was einen da verbindet, das sind Dinge, also GRÜNDE, wie etwa

- die Kinder
- das Haus
- das Geld
- die Gewohnheit
- praktische Erwägungen
- gewohnheitsmäßiger, mittelmäßiger Sex
- Kuscheln
- gemeinsame Vergangenheit
- der Alltag


in diesem Sinne,

soll es das gewesen sein? Ich fürchte ja.

Mein Fazit zu Beziehungen heute mit fast 42 Jahren.

"Much ado about nothing." oder aber auch "liebe dich selbst und es ist wirklich EGAL, ob du heiratest."


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 02.02.2015, 23:57 
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Olympiareiftipper

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Beiträge: 955
Hallo Tilde, also "so leicht, dass man sie nicht spürt" muss deine Freundin irgendwie anders gemeint haben. Vielleicht in dem Sinne, dass man sie nicht negativ spürt, wobei gähnende Langeweile ja auch negativ und deutlich spürbar ist. Mit anderen Worten: Wenn man eine Beziehung nicht spürt, ist es keine. Und was den Sex angeht, sollte "gewohnheitsmäßig" nicht ins Mittelmaß führen, sondern durch die wachsende Vertrautheit mit der Zeit sogar besser werden.
Nebeneinander her zu leben scheint wohl normal zu sein, im statistischen Sinne. Aber schöner ist es doch, wenn noch Impulse voneinander kommen -:)

Schielst du schon - und immer öfter - auf den Koffer?
LG, Trixie


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 03.02.2015, 07:00 
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Championtipper
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Beiträge: 2301
Wohnort: bei Hannover
Moin,

das denke ich aber auch, das sie das anders gemeint hat, übertragen vielleicht? In einer guten Beziehung kann oder darf ich ganz ich selbst sein und mein Partner auch. Zumindest zeichnet das meine Ehe aus. Noch nie konnte ich so sehr ich sein wie heute - unvergleichlich und unverzichtbar.

Das mit dem "liebe Dich selbst und es ist egal...." ist eine Theorie, die ich nicht bestätigen kann und würde. Wenn ich mich liebe, verbringe ich meine Tage nicht mit jemandem der nicht gut für mich ist. Dasist eine Spitze, die für Fehlinterpretationen sorgt. Eher, liebe Dich selbst und Du wirst spüren, dass das Leben zu kurz ist, für Kompromisse."

Natürlich sieht mal in seinem Bekannten- und Freundeskreis Paare, bei denen man denkt, "Du meine Güte, warum sind die zusammen....." aber man sieht immer nur einen Teil, den, der sie hält, vielleicht niemals? Man kann jemand anderen nie so kennen, das man darüber Urteile fällen sollte. Ich musste auch lernen, das es Paare gibt, die ununterbrochen an sich und mit sich nörgeln, aber da ist noch etwas, das sie das nörgeln aushalten lässt, es gehört quasi zu ihrem persönlichen Paarsein. Nichts, was ich mögen würde - aber ich muss ja auch nicht.

Der falsche Partner fördert in Dir und mit Dir, die Eigenschaften, die Du selbst nicht so gern magst - kann ich gard aktuell bei meiner Tochter erleben, sie hat sich ja nach 4 Jahren (allein dafür schon Hochachtung) von ihrem Freund getrennt und entwickelt sich grad langsam endlich weiter..... er hat ihr nicht gut getan und nun sitzt er und jammert und jault "nie wieder werde er...." verdammt, der ist 25 - das ganze Leben liegt noch vor ihm. Und der richtige Partner fördert in Dir all das Gute, beflügelt Dich, lässt Dich leben und Du selbst sein, das ist schon etwas, das mit dem Rückhalt einer Beziehung einfacher und leichter zu leben ist.

Und nicht vergessen, es ist schwerer neue und unbekannte Wege einzuschlagen als auf bekannten Pfaden herum zu stolpern. Dem einen reicht das für sein Leben, dem anderen nicht.

Ich für mich kann einfach nur das Fazit ziehen, das ich immer noch auf den "im Alltag wird alles grau" warte, was man mir auch hier im Forum oft genug prophezeit hat.... nach über 10 Jahren.... aber rigendwie wird es alles, nur nicht grau. Man muss nur etwas füreinander miteinander tun, Beziehung ist schon aktive Lebensgestaltung und auch manchmal schwere Arbeit.

Ansa

_________________
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 03.02.2015, 11:24 
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Jahrhundertposter

Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
tilde,

du bist japanisch gesehen feuer 9 und außerdem noch fische.

soll heissen, du wirst dich immer nach was sehnen, was nicht ganz von dieser welt
ist. und wiederum ist es das doch.
es ist eine art erfüllung, der man schon auf der spur
bleiben muss, damit sie einen nährt . was ist den mit "deinem" (hihi) christus?
ohne spirit wirds nichts.
und als 9er ist es völlig normal, dass man feststellt, alleine genau so erfüllt zu sein
wie mit jemandem, nur, dass man allein noch den vorteil hatte, sich stärker
seinem geistigen gebrause widmen zu können...9er haben in beziehungen oft das gefühl,
nun ist der deckel oben drauf und das licht aus.
es geht ihnen dann zwar emotional gut oder besser, aber sie fühlen sich schnell abgetrennt vom grossen
spirit. als wäre das feuer halt aus.
würde mir genau so gehen und ist es auch schon.

musste dran arbeiten, beten, fühlen, nicht einpennen lassen, das geistige.
dann gehts wieder. :wink:
wäre natürlich auch schön wenn der mann daran auch einen griff hätte, aber man
soll ja nicht grössenwahnsinnig werden... :roll: :lol: .

der satz für feuer- leute ist "für sich und andere ein licht sein", vllt brennt es dann
schneller wieder, wenn man so einen satz als anker hat.
oder ein bild.

lg pamina

_________________
Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.

(Susette Gontard)


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 03.02.2015, 15:50 
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Mittagspausentipper
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Registriert: 02.12.2008, 18:59
Beiträge: 232
Wohnort: Österreich
Hallo Tilde,
also ich verstehe unter einer Beziehung, die leicht ist, eine Beziehung die nicht (mehr) von auf-und-abs geprägt ist, wo man sich nicht dauernd gegenseitig verletzt oder Angst hat, der andere könnte dies tun.
Und das dies mit zunehmenden Alter erstrebenswert ist, sehe ich auch so.

Wenn ich mich erinnere, wie viel Herzblut und Energie meiner jüngeren Jahre in phantasierten oder echten unglücklichen Liebesgeschichten rein-
geflossen ist, dann finde ich das heute eher schade.
Und bin froh, dass ich auf der Ebene nicht mehr kämpfen muss.
Ich habe heute andere Dinge, die mein Leben spannend machen. Und freue mich, über den Mann auf meiner Seite, der nach seinem Tag mit seinen Erlebnissen heimkommt und wir erzählen sie uns gegenseitig.

Als dümpeln würde ich dies nicht bezeichnen. Ich kenne auch wenig Leute, die in ihren Beziehungen herumdümpeln, allerdings kenne ich viele, die sich getrennt haben und jetzt mit einer neuen Liebe einen neuen Entwicklungsschritt beginnen.
Für mich besteht die besondere Kunst im Leben darin, mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Und dies zu genießen.

lg
Mariella


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 08.02.2015, 20:33 
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Jahrhundertposter
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Registriert: 21.03.2009, 18:06
Beiträge: 4357
Danke für Eure Antworten. Ihr seht das sicher gelassener als ich. Eigentlich ist das gut, denn es zeigt mir, dass es doch recht erfüllend sein kann.
Also im Grunde geht es mir ähnlich, Mariella, jeder macht "draußen" seine Erfahrungen, es ist oft ein "wilder Kampf" da draußen, Action, abenteuerlich mit ungewissem Ausgang, ich mag so was ja. Also muss man der Typ für sein. Nennt es "Überleben im Großstadtdschungel auf Ebene 5" oder so ähnlich. Muss aber nicht Großstadt sein, egal wo.

Jedenfalls wird sich dann gemeinsam "zusammen erholt und wieder aufgebaut und einander Kraft gegeben" am nächsten Tag zieht dann jeder für sich wieder in die Schlacht.

Manchmal habe ich das Gefühl, das Leben findet nur noch außerhalb meiner vier Wände statt. Es ist interessant, nie wirklich langweilig........... aber ich frage mich zunehmend, wozu brauche ich diesen Mann eigentlich? Also jetzt wo die rosa Wolken mal vorüber sind, der Honeymoon vorbei, wo man alles nüchtern und gelassen sieht.


@ Pami:
Danke für Deine Zeilen. Also mal unabhängig von meinem Christtum (ja bin ich immer noch, jeden Tag mehr, habe mich hier auch einer freikirchlichen Gemeinde angeschlossen). Du schreibst von Spirit, also dem Geist. Also natürlich ist GEIST wichtig in Beziehungen. Sonst langweile ich mich. Nun würde ich aber sagen, dass der Mars an meiner Seite mich da enorm versorgt. Also wir haben eine recht "vergeistigte" Beziehung, sei es spirituell oder auch intellektuell.

Trotzdem.......... hmm. Oder ich muss das mal mit der "geistigen Versorgung" hinterfragen. Sonst würde ich ja nicht das Ganze als "dahindümpeln" empfinden............. :-?


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 10.02.2015, 20:52 
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RundumdieUhrPoster
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Registriert: 27.04.2006, 23:06
Beiträge: 474
Wohnort: Südpfalz
Tilde hat geschrieben:
Ich bin selbstständiger als je zuvor.

Tilde hat geschrieben:
... aber ich frage mich zunehmend, wozu brauche ich diesen Mann eigentlich?

Tilde hat geschrieben:
Also natürlich ist GEIST wichtig in Beziehungen. Sonst langweile ich mich. Nun würde ich aber sagen, dass der Mars an meiner Seite mich da enorm versorgt. Also wir haben eine recht "vergeistigte" Beziehung, sei es spirituell oder auch intellektuell.


Die Antwort auf die Frage, für was Du Deinen Jugenliebe-Mars eigentlich brauchst, mit dem Du inzwischen inkl. Deiner beiden Kinder in Berlin lebst, dürfte wesentlich damit zusammen hängen, ob er Dich nur spirituell/intellektuell oder vielleicht auch wirtschaftlich "enorm versorgt". Diese Überlegung kann man auch auf den Kindsvater-Mars ausdehnen.

Ich glaub´ Deine Gedanken sind so die Standard-Gedanken einer Venus, die gerade immer tiefer in die Situation einer von Anderen (Mars, Eltern, Staat,...) abhängigen Hausfrau und Mutter rutscht, obwohl das Allem widerspricht, was man sich in jungen Jahren so vorgenommen hat und wo man sich mit Ü40 eigentlich so gesehen hat. Ist aber wirklich eine Standard-Situation und geht auch den meisten Marsen unserer Generation so.

Witzig gezeichnete Erklärung unter: http://waitbutwhy.com/2013/09/why-gener ... happy.html

In dem Link geht´s eigentlich um Generation-Y-Yuppies, aber zu den Yuppies darf man ja ruhig auch all die wirtschaftlich NICHT besonders erfolgreichen Young Urban Professionals zählen, die es heutzutage gibt und die sich voll Einen abbrechen, um urban und professional zu sein, dabei aber Probleme mit dem Dispo und ansonsten nicht viel zu Melden haben.

Ich empfehle bei allen Selbsteinschätzungs-Angelegenheiten absolute Gnadenlosigkeit nur, dass man sich davon nicht die Stimmung verhageln lassen soll. Das scheint für Viele schwierig zu sein. Die driften dann in Richtung esoterischer Ratgeberliteratur, Placebo-Effekt-Medizin, positivem Denken u.ä. ab, was aber nur begrenzt weiter führt. Da gab´s kürzlich eine treffende Schlagzeile dazu: Wer positiv denkt, bleibt glücklicher dumm.

Also am besten Lage gnadenlos realistisch einschätzen, Ziele setzen, kleine Schritte in die Richtung planen und durchziehen. Versuch´ nicht den großen Wurf, Tilde! Kriegst Du nicht gebacken. Sei dankbar für die entspannte Gesamtsituation, in der Du z.Zt. bist und verwechsle die Tatsache, dass die Situation "unaufgeregt" bzw. "stressarm" ist, nicht damit, dass sie schlecht, da langweilig ist. Ob Dein Leben langweilig ist oder nicht hängt im Wesentlichen von Dir selbst ab und -wenn man nicht gerade konkret am Hungertuch nagt- weniger von den eigenen wirtschaftlichen Möglichkeiten.

In Deinem Fall würde ich versuchen, statt nach der großen Erkenntnis zu suchen, mein Leben mit den beiden Marsen und den beiden Kindern, so gut wie möglich zu strukturieren und organsieren, um auf der Basis wieder eigenen Freiraum zu gewinnen, den Du dann z.B. für einen Teilzeit-Job auf einem Gebiet, was Dir liegt, nutzen kannst. Dann kannst Du Dich davon ausgehend weiterentwickeln und fühlst Dich ausgefüllter und näher am "echten Leben". Mit etwas Glück wird dadurch dann auch Deine Beziehung etwas "intensiver", könnte ich mir vorstellen.

Regelmäßige "wertvolle" soziale Aktivitäten, wie z.B. das Pflegen eines Freundeskreises, sind da auch sehr hilfreich. Solltest Du den z.B. in einer "freikirchlichen Gemeinde" finden, sei´s drum. Steiger´ Dich da nur nicht so in den esoterischen Anteil von dem Ganzen rein! Man kann auch an christlichen Werten orientiert leben und gut mit gläubigen Christen klarkommen ohne, dass man deren Gott-Dogma übernehmen muss. Wenn sie Dich nur in ihrer Gemeinschaft wohlfühlen lassen, wenn Du deren Dogmen übernimmst und nachplapperst, sind´s auch nur Fundamentalisten. Freunde sind kritisch aber tolerant.

Gruß,
Greg

_________________
Be quick, be quiet, and be on time! Clarence “Kelly” Johnson


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 11.02.2015, 14:21 
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hey tilde,

nee, spirit ist nicht geist für mich.
also nicht kopf.
spirit ist spüren, das spüren von freude in erster linie, das meine
ich mit verbundensein mit dem spirit und das ist auch das element feuer.
es geht nicht um religion dabei, es geht mehr ums
fühlen von etwas.
das ist eine art gotteserfahrung oder das fühlen göttlicher präsenz.
es schliesst auf jeden fall das fokussieren von freude und dankbarkeit
mit ein, also dieses respekt haben und sich erinnern, wie
schlecht es einem schon ging....
also schon dieses achtsamkeitszeugs, die sonne scheint, der kaffee schmeckt
und meine kinder sind süß und alles sowas.
das ist eine haltung, die man gemeinsam haben und teilen sollte,
und sie entsteht nicht in erster linie im kopf.
sondern durch erfahrung eben.

aber gut, das vielen leuten immer zu esoterisch, mir ja nicht. :? :D

lg pamina

_________________
Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.



(Susette Gontard)


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 11.02.2015, 14:34 
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Registriert: 30.07.2008, 20:40
Beiträge: 3164
und was greg sagt, stimmt auch, mit dem "stressarm nicht mit langweilig verwechseln".

als traumatisierte oder ex-traumatisierte können wir gut mit
ganz oben und ganz unten umgehen, und haben uns viele
jahre zwischen diesen polen nur bewegt.
ganz konkret ist das emotionale system daran einfach gewöhnt.
oder noch schlichter, das nervensystem ist auf
adrenalin eingestellt.

aber so die basisstationen auf höhe des meeresspiegels sind nicht so unser vetrautes terrain.

musste üben, hilft nichts, freuen üben, "ohne besonderen anlass". :wink:


lg pamina

_________________
Dann, ja dann müsste alles aus dem Gleichgewicht kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.



(Susette Gontard)


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 12.02.2015, 00:50 
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Tilde,

Sag mal, Du badest Dich nicht zufällig gerade in Luxusproblemchen? Alles ist so knuffig und so und das ist schwer auszuhalten? 8)

Greg hat das schön gesagt, ruhiges Fahrwasser meint nicht langweilig. Interessant, ich habe nämlich vorhin erst überlegt, was ich will. Erst hatte ich so die Ruhe selber an meiner Seite aber mit dem konnte man dies und das und jenes nicht...und außerdem hatte ich noch nicht viel erlebt.

Dann kam genau der, der voller Ideen und Spaß war....der mich aber nicht sein lassen konnte wie ich wirklich bin. Da meine ich, kommt Ansa ins Spiel.

Wenn ich heute wählen könnte wäre ich recht bescheiden. Leben und leben lassen ist enorm wichtig, denn alles andere führt doch wieder nur zu Krampf. Entweder weil man versucht es dem anderen Recht zu machen oder er sich doch bitte nur hie und da ändern soll und dann ist alles in Butter. Aber so geht es nicht, irgendwas ist immer.

Ruhiges Fahrwasser lässt sich immer mal beleben durch den Ausbruch aus eingefahrenen Gleisen, mal den Alltag hinter sich lassen, wenn man es will. Aber Wirbelstürme einzufangen ist viel schwerer.
Dankbar sein für das was ist...das halte ich für wichtig.

Ich bin nun schon länger alleine und erst wirklich jetzt so langsam wieder offen. Immer war die Befürchtung da, nicht sein zu können wie ich es möchte. Aber langsam wäre es auch schön, wenn da wieder einer ist, mit dem ich mich wirklich wohl und nahe fühle. Heute denke ich, ist das, was Du beschreibst einfach eine Form von Frieden. Es ist friedlich.

Schön, dass es Dir so gut geht. Schade, dass Du unser Hamburch offenbar verlassen hast....!

Liebe Grüße
Nordlicht

_________________
Menschen sind wie Musikinstrumente; ihre Resonanz hängt davon ab, wer sie berührt.
(C.C. Virgil)


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 13.02.2015, 19:06 
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Seid gegrüßt Ihr alle!
Danke für das, was Ihr geschrieben habt. Ich werde drüber nachdenken. Bei mir / uns ist die eingefahrene Langweile oder Routine übrigens gerade wieder etwas vorbei. Der Mars an meiner Seite hat ein neues Jobangebot angenommen, welches ihn in ein Forschungszentrum im Südosten der Stadt verfrachtet, und will unbedingt umziehen mit mir und den Kindern.
Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Also wir können auch hier bleiben, es sind nichtmal eine halbe Stunde Fahrt für ihn dorthin und ich müsste von dort aus über eine Stunde dorthin fahren wo ich derzeit arbeite. Ich will die Kids nicht aus ihrer Kita reißen, er sagt:

- die Kinder sind noch viel zu klein, um ernste Bindungen zu Freunden in der Kita einzugehen
- draußen im Grünen am Stadtrand ist es besser für die Kinder als hier auf dem Kiez im Szeneviertel
- der Job wird all seinen Einsatz fordern, wenn "nebenbei" noch Zeit für uns bleiben soll, dann soll der Fahrtweg so gut wie nicht vorhanden sein.
- er möchte im Grünen und am Wasser leben, und diese Gegend ist dort genau so, das erinnert ihn an Hamburg
- es sei langsam mal an der Zeit, sich bürgerlich niederzulassen
- die Zeiten wo ich abends mal "eben rausmuss" um in Bars oder Cafés abzuhängen, während er am Schreibtisch sitzt oder schläft oder Fernsehen schaut, sind ja wohl ein für alle mal vorbei. Ich würde ja wohl älter werden.
- auch von dort aus kann man noch weggehen in der Stadt


Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Er hat mich nichtmal gefragt wegen dem Job. Er sagte "wieso auch, es ist in der gleichen Stadt. Ich habe Dir gesagt dass ich drüber nachdenke. Dadurch ändert sich doch nichts."

Im Moment knallt das nur zwischen uns.
Und ich habe Angst vor dem Umzug. Da draußen ----------- liegt doch der Hund begraben. Gut, ER (!) hätte da alles Spannende auf dem Forschungsgelände. Aber ich? Soll ich da versauern. Dann sagt er "Du kannst Dir doch einen Hund kaufen. Da hat er gut Auslauf. Hier in der Wohnung wäre das Tierquälerei."

Ja super.
Ich will hier nicht weg! Ich habe mich gerade erst eingelebt!!!

:evil:

P.S. Ich seh uns schon so in so nem "Energiesparhaus" da auf den Wiesen......... Mit Tretboot vor der Tür.


:shock:


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 13.02.2015, 19:12 
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Irgendwie muss ich gerade schmunzeln. Heißt der Thread hier doch "nebeneinanderherleben".

Jetzt habe ich plötzlich Angst, dass das wirklich wahr wird, dass wir uns trennen. Erst räumlich und dann auch sonst.
Ich will das nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 13.02.2015, 20:15 
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Beiträge: 4357
Tilde hat geschrieben:
@ Pami:
Du schreibst von Spirit, also dem Geist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nebeneinanderherleben - normal?
BeitragVerfasst: 13.02.2015, 20:31 
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Registriert: 21.03.2009, 18:06
Beiträge: 4357
Tilde hat geschrieben:
@ Pami:
Du schreibst von Spirit, also dem Geist.


pamina hat geschrieben:
hey tilde,

nee, spirit ist nicht geist für mich.
also nicht kopf.
spirit ist spüren, das spüren von freude in erster linie, das meine
ich mit verbundensein mit dem spirit und das ist auch das element feuer.
es geht nicht um religion dabei, es geht mehr ums
fühlen von etwas.
das ist eine art gotteserfahrung oder das fühlen göttlicher präsenz.


Oh. Uff. Jetzt bin ich total verwirrt. Also ich habe Spiritualität bislang immer als das Geistliche (sagen wir mal im Gegensatz zum "Geistigen", also auf jeden Fall etwas mit Geist) bezogen.

Heißt Spiritus nicht "Geist" auf Latein?
Und Spirit auf Englisch heißt auch Geist.


Und jetzt??????????????
Das was Du beschreibst, das nenne ich eher "Emotion". Also Fühlen. Auch schön, klar. Sich selig wohlfühlen und so. Glücklich sein, sozusagen.


Wisst Ihr was. Ich wollte das erst nicht schreiben, weil es mir irgendwie peinlich ist, glaube ich.
Aber gestern gab es hier einen ganz großen Krach.
So kenne ich den Mann an meiner Seite gar nicht, so habe ich ihn noch nie erlebt. Früher nicht und heute auch nicht. Also das Thema kam eben auf (siehe oben) und dann gab es Streit, Geschrei und Türenknallen. Er ging dann weg, einfach weg. Ich hab dann geweint, war zuhause. Die Kinder fragten, warum ich weine, ich habe denen irgendwas erzählt, ihnen gesagt, dass ist nur die Creme in den Augen.

Dann spät nachts kam er zurück. Er war total betrunken, so stinkbesoffen dass er torkelnd die Tür aufriss zum Schlafzimmer, das Licht anmachte und mich besoffen anschrie. Total rücksichtslos. Er machte einen solchen Lärm, dass die Kids aufwachten. So habe ich den noch nie gesehen. Er schrie mich an, dass er ja in meinen Augen sowieso nix zu bieten hätte und er sowieso nicht so toll wie der Vater meiner Kinder sei, der ja all das Geld und den Erfolg hätte aber ne fette Qualle sei der sich wohl besonders toll fände (es stimmt, der Vater meiner Kinder hat tierisch zugenommen, das ist der Stress, glaube ich, naja - mir egal. Er ist ein lieber Mensch, das ist, was mich interessiert). Und er sei auch nicht so toll wie Horst, Mr. Supermän, der ja jetzt neben meiner Mutter wohne und mit dem ich wieder losen Kontakt habe. Und am liebsten hätte ich wohl ein Penthouse in Manhattan mit Wochendloft in London, dazu Personal und Designermöbel und Privatjet und natürlich auf allen Gästelisten von irgendwelchen Veranstaltungen und alle Künstler der Stadt mit meiner Handynummer auswendig im Kopf. Für ein normales Leben wäre ich ja viel zu speziell. Wofür ich mich eigentlich halten würde. Ihn kotze das alles schon lange an. Dann hat er sein Bettzeug vom Bett gezerrt und die Tür so zugedonnert, dass wir alle Angst bekamen und ist ins Wohnzimmer auf die Couch gezogen. Dort hörte ich ihn noch ziemlich lange Fluchen - als ob er Selbstgespräche führte, also ganz wirres Zeug, er schrie die halbe Nacht und pöbelte vor sich hin. Warum er überhaupt noch mit mir zusammen sei. Es würde viele schöne Frauen geben, wieso er sich das mit mir antue. Am nächsten Tag habe ich gesehen, dass er da auch noch weiter Whiskey getrunken hatte.

Ich bin gerade ziemlich am Ende. Alles war so ruhig bis jetzt und - auf einmal?????????
Die Kinder hatten ANGST gestern Nacht. Und ich fand es auch glidschig. Das hat mich voll an meinen Vater früher erinnert, als ich noch klein war. GENAU so. Tagsüber den Wissenschaftler raushängen lassen und nachts dann die Sau rauslassen, dass alle zittern.


Pass auf was du dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.......... :? :roll: :(

Kann es sein, dass er auch verletzt ist? Warum denkt er sowas, was er da gesagt hat. Denn das stimmt nicht.


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